Bildstockroute Sendenhorst – Heimatverein stellt Route zum Stadtradeln vor

Wenn an einer Straße ein Unfallkreuz zu sehen ist, haben diese Wegemale größere Vorgänger aus vergangenen Jahrhunderten und heutige steinerne Entsprechungen: Bildstöcke und Wegekreuze. Sowohl Unfallkreuze als auch die religiösen Wegemale wurden bzw. werden außerhalb von Kirchplatz und Friedhof von Privatpersonen aufgestellt und zwar so, dass sie von Passanten wahrgenommen werden können.

Wie in Tibet die Gebetsfahnen ein in der Landschaft sichtbarer Ausdruck buddhistischer Religiösität sind, bereichern die christlichen Kleindenkmäler viele, weitgehend katholisch geprägte Räume im christlichen Europa, so auch im Münsterland. Nicht wenige von ihnen stehen als historische Kulturdenkmäler unter Denkmalschutz.

So gibt es in Sendenhorst und Albersloh zahlreiche Bildstöcke und Wegkreuze, die genaue Zahl dürfte in Sendenhorst-Stadt und im Sendenhorster Kirchspiel um die 40 betragen. Denn: Es kommen welche hinzu, andere werden entfernt. So wurde zuletzt an der 100-Schlösser-Route hinter der VEKA AG eine Madonna mit Kreuz „installiert“ und es stellt sich die Frage, ist dies bereits ein Bildstock? In der Regel werden zu den religiösen Kleindenkmälern Bildstöcke und Wegekreuze gezählt. Neben Heiligenhäuschen, Wegekapellen und Grotten gibt es Freiplastiken. In jüngerer Zeit sind weitere Formen entwickelt worden wie Stele und Säule. Nachdem der Heimatverein Sendenhorst e.V. im Advent 2018 bereits 5 Bildstöcke illumniert hatte, wurde in diesem Winter eine Bildstock-Route für Sendenhorst erarbeitet, auf der im Sendenhorster Süden mind. 20 Bildstöcke an einem Nachmittag problemlos erkundet werden können. Die Bildstock-Route führt im Süden durch die Bauerschaften Brock, Bracht, Hardt, Jonsthövel und wieder zurück durch den Bürger-Schützenwald in die Stadt. Eine Nord-Route gibt es leider noch nicht, so C. Hölscher, Vorsitzender des Heimatvereins, die muss noch „gestaltet“ werden. Es ist nicht ganz einfach, alle Wegemale effizient und sicher zu einer Route zu verbinden. Auch Fotos der Bildstöcke, besonders die im Norden in der Bauerschaft Rinkhöven, Elmenhorst sind noch für das Heimatarchiv willkommen.“

Im Rahmen des diesjährigen Stadtradelns, bei der der Heimatverein Sendenhorst wieder teilnimmt, wird die Strecke am Samstag, 4. Mai 2019 „erkundet“. Treff ist ab 13:30 an der Kirche St. Martin, los geht’s um 14:00. Gäste sind herzlich willkommen! An den Bildstöcken wird jeweils Pause gemacht und einige Informationen gegeben. An der Strecke selbst gibt es das ein oder andere historische Detail zu sehen, wie z.B. die alte Landwehr, mehrere Strontianitabraumhügel, einen Bunker, Grenzsteine und natürlich reichlich unsere „Münsterländische Parklandschaft“… Somit dürften die von GoogleMaps veranschlagten 2,5 Std (reines Radeln) wohl nicht ausreichen, aber passend zur Sportschau müssten wir wieder zu Hause sein. 

Die Länge beträgt insgesamt rd. 24 km, somit ganz moderat und mit jeder Art von Fahrrad bequem zu schaffen. Infos zu den Bildstöcken und Wegkreuzen gibt es unter GoogleMaps in um Sendenhorst (Suche nach Kapelle), sowie auf der Homepage des Heimatvereins. Thomas Glatzel, der das Team Heimatverein beim Stadtradeln betreut, freut sich auf weitere Anmeldungen für das Team, gerne auch per Post und Telefon. „Wir regeln das für Euch mit dem Internet! Bei uns kann jeder mitamchen Tel.: 01706560424“

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