Öffentliches III

Finanzen

1903 B243

Stadt nimmt 100.000 Mark vom Josefstift auf (Schuldurkunde) Verzinsung 3 3/4 %; Amortisation 1 1/2%

B 49

Verwaltung des Gemeindevermögens

Einheitwert 1931

Badewärterhaus Hardt 26 310 RM

 

35.11.1933

Änderung des Gemeindeumschuldunggesetzes

 

B50

18.08.1928

Schuldschein über 10.000 RM; ausschließlicher Verwendungszweck: Bau eines Feuerwehrgerätehauses 

Rückzahlung hat bis spätestens 1.06.1933 zu erfolgen

Zinssatz 4%

Gläubiger Westf. Provinzial Feuer Sozietät

 

Gemeindeumschuldung: Umschuldungsverband deutscher Gemeinden

 

16.01.1934

Spaarkassenvorstand erklärt sich mit dem Umschuldungsangebot des Umschuldungsverbandes deutscher Gemeinden, Berlin, einverstanden

 

21.02.1934

Stadt übernimmt für ein vom Kreis aufzunehmendes Darlehen in Höhe von 15.000 RM, welches zur Vergrößerung des Arbeitsdienstlagers

in Sendenhorst Verwendung finden soll, die Verzinsung und Tilgung

 

28.08.1934

Westf. Provinzial Feuersozietät: 

Für das Feuerwehrdarlehen von 10.000 RM waren Zinsen und Tilgung fällig. ... Der  Betrag ist bislang nicht eingegangen; Fristsetzung

Hierzu Antwort Austrup am 14.09.1934:

Die Stadt ist nicht in der Lage das Darlehen in einer Summe zu zahlen. Die Stadt ist Mitglied des Umschuldungsverbandes. Ich bitte um Mitteilung, ob Sie mit der Umschuldung des Betrages einverstanden sind

 

05.02.1934

Stadt verkauft Altbesitz Deutsche Reichsanleihe zum Kurs von 98%

erhält 7.319 RM 

 

05.12.1934

Aufstellunng der rückständigen Zahlungsverpflichtungen

gesamt ca 15.000 RM

ua Rückständige Zinsen 2650 RM eines von der Sparkasse zwecks Straßenpflasterung aufgenommenen Darlehens

 

Vermögens- und Schuldenstand zum 31.12.1933

Vermögen: GRundstücke, Gebäude, Kriegsanleihe (1500) und Aktien der WLE 73.200 RM

Schulden: hauptsächliche bei der Sparkassse Sendenhorst, ferner St Josefstift aufgewertete Altschulden, Feuersozieätt Münster für Steigerturm; gesamt  112.000 RM

 

12.11.1934 Westf. Feuersozität

Unter Berücksichtigung der schlechten Finanzlage der STadt sind wir ausnahmsweise bereit, ums mit der Rückzahlung des Darlehens in fünf Jahresraten a 2000 RM ab 1. 7. 1935 einverstanden zu erklären

Genehmigung des LR

Pünktliche Ratenzahlung

(Das Darlehen wurde 1928 zum Bau eines Feuerwehrgerätehauses gegeben.DArlehen sollte bis 1933 zurückgezahlt werden, wegen eingetretener schlechter finanzlage nicht möglich

 

19.06.1935 Stadt an FeuerSoz.

Der Betrag von 10.000 RM ist zur Umschuldung angemeldet. Die Stadt S. ist in den ersten Jahren nicht in der Lage, die seiner Zeit zugsagten Ratenzahlungen ovn 2000 RM zu zahlen, Der Haushaltsplan gleicht sich im Rechnungsjahre 1935 nicht aus und wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht ausgelichen können.

... Beabsichtigte Anhebung der Grundsteuer I von 260 auf 300% wurde nicht genehmigt

 

06.11.1935

Anmeldung 10.000 RM zur Umschuldung. Haushaltsplan 1935 wurde nicht genehmigt

 

03.02.1936

ProvSoz fordert noch einmal energisch Tilgung Verzinsung an (Bereits 1933 fällig!)

 

09.07.1936

Umschuldungsverband: Zwischenbescheid. augenblickliche Darlehnsschuld 63.600 RM

zu zahlen ab 1. 10. 1936 monatlich 212 RM (4% Zinsen)

                                   159 RM (3% Tilgung)

                                     1,59 Verw. GEbühr

zusammen 372.59 RM 

 

langanhaltende, drängende Anfragen und Mahnung der Westf. Provinzial-Feuersozietät

- mit Rücksicht darauf, daß das Darlehen bereits zum 1. 6. 1933 getilgt werden mußte, bitten wir um schleunige Erledigung (3.2.36)

- Wir bitten daher nochmals um umgehende Erledigung, da wird un sonst veranlaßt sehen, uns an die  Aufsichtsbehörde direkt zu wenden (8.5.36)

- Wir können eine weitere Verzögerung der Angelegnheit unserer Revisionssstelle gegenüber unter keinen Umständen verantworten, Mitteilung, was wir mit dem Darlehnsbetrag rechnen können (18.9.36)

- können unsa mit jährlichen Rilgungsraten von 300 RM nicht einverstanden erklären. Das Darlehen besteht aber noch fast in Voller Höhe; Geeignete Tilgungsvorschläge, sons müssen wird uns an die Aufsichtsbehörde wenden (26.9.36)

- Wir haben davon Kenntnis genommen, daß im Haushaltsplan von 1937 ein betrag von 1000 RM zur Tilgung eingesetzt werden soll. Wir werden auf die weitere Tilgung zurückkommen (28.10.36)

- 16.10.36 war die Tilgung von 1000 RM angekündigt. Dieser Betrag ist bis heute nichte eingegangen. Wird bitten daher für umgehende Überweisung (7.5.37)

- Anmahnung der 1000 RM (22.5.37) Randbem. Der Kasse zur Kenntnis und weiteren Veranlassung

- Bei Zahlung von jährlich 1000 RM würde die Rückzahlung sich bis 1946 erstrecken.Zahlungsweise wird nicht akzeptiert. Bitte um geeignete Tilgungsvorschläge; Drohung mit Aufsichtsbehörde (17.8.37)

- Kenntnisnahme, daß inzwischen 1500 RM zur Tilgung vorgesehen sind. (9.2.38)

- Bestätigung einer Zahlung von 1500 RM (18.2.38)

- Bürgermeister an Provinzial: Restbetrag von 3900 RM sollnoch in diesem Jahr getilgt werden (24.2.39)

 

27.07.1937

Übersicht über die Finanzlage der Stadt Sendenhorst

Gesamtschuldenstand 122.400 RM, pro Kopf der Bev 43,02 RM

Grundsteuer 290% - Gewerbesteuer 260% Bürgersteuer 500%

Rechnungsbaschluß 1936 E 110.154 RM A 106.046 RM

Haushaltsplan für 1937 nicht ausgeglichen Fehlbertrag 7390 RM

Höhe der Gesamtsteuereinnahmen 1936 67.437

         Reineinkünfte               5.174

 

 

14.12.1936

Kulturamt Soest betr Ostheide

lt Beschluß der Generalkommission vin 1910 war Landwirt Bernhard Roeper Vertreter der Gesamtheit der Beteiligten. Roeper+; 

Neuer Vertrteer Ackerer Bernahrd Schmitz

 

01.12.1937 Josefstift

Anforderung der Zinsen von 522 RM für das Auswertungskapital

Die Stadt hatte sich 1928 verpflichtet jährlich 1000 RM zu tilgen. Seit 1932 unterblieben die Zahlungen. Anforderung einer Tilgungsrate von 3000 RM

Im Hausahalt 1938 werden draufhin 1000 RM eingesetzt

23.02.1938

Bericht über die städt Finanzen

Die Finanzlage der Stadt Sendenhorst ist seit Jahren denkbar ungünstig. Durch den Rückgang der Steuereinnahmen und die Zunahme der Wohlfahrtslasten sind in den letzten jahren erheblich FEhlbeträge enstanden, die 1933 im Gesamtbetrage von 65.300 RM vom Gemeindeumschuldungsverband übernommen wurden. Ein Ausgeleich des Haushaltsplanes konnte ebenfalls seit Jahren nicht mehr herbeigeführt werden.Somit war aber auch die Innehaltung früher einegangenenr Tilgungsverpflichtungen unöglich geworden und Tilgungsrückstände  nicht zu vermeinden

Das Rechnungergebnis für 1936 schloß erstmalig wieder mit einem Überschuß von 4197 RM . (Wurde zur Abzahlung rückständiger Tilgungen Sparkasse und FeurSoz verwandt)

... Durch das zu erwartende Mehraufkommen an Steuern, infolge Besserung der allgem. Wirtschaftslage und Ausschüttung der Sparkassenüberschüsse, die in den letzten Jahren nicht mehr zur Verteilung gelangt sind, ist für 1938 wieder mit einnem ausgeglichenen Haushalt zu rechnen (Tilgung wird möglich sein)

 

15.03.1938 Antwort des RP auf Bericht vom 09.02

Das sowohl die Stadt Sendenhorst als auch der Schulverband und die Kirchengemeinde Enniger mit der Tilgung ihrer Sparkassendarlehen im Rückstand sind, entsteht die Vermutung, da'die Sparkasse entweder nicht genügend nachdrücklich gemahnt hat oder stillschweigende Vereinbarungen getroffen hat, die unzulässig sind.

Ersuchen, dasß Sparkasse nachdrücklicher mahnt und auf Zahlung besteht. Es dürfen keine Rücklagen gesammelt werden, solange tilgung im Verzug

 

 

22.07.1938

Mitteilung: Die Schuld betrug am 1.7.1938 (Umschuldungsverband) 61.692 RM

Moantliche Tilgung 371 RM

 

13.06.1939

Mitteilung: Schuldenstand 59.707 RM

monatliche Zahlung 371 RM (davon 178 RM Tilgung)

Festsetzung bis einschließlich September 1940

 

Sendenhorst geht mit 60.000 RM Schulden in den Krieg!

Feuerwehr


1887

Überprüfung der Feuerlöschspritze,  des Ksp durch einen Sachverständigen. Gemeinde sieht keinen Anlaß, der westf. Feuer-Unfallkasse beizutreten. WEnn bei dem Löschgeschäfte Unfälle vorkommen sollten, so ist man bereit, für die Verletzten und ihre dadurch in Noth gerathenen Angehörifgen im reichlicxhem Maße zu sorgen

 

1888

Beitritt zur freiwilligen Feuerwehr der Stadt  erst dann, wenn die Feuerwehr genügend Beweise von ihrer Wirksamkeit geleistet hat

 

1893

Landgemeinde prüft, ob Rathaus und Spritzenhaus gegen Abfindung der Stadt abgetreten werden sollen

 

1897

Überschüsse der Sparkass sollen für den Ankauf einer Feuerspritze verwandt werden,

Überlegungen, für die Landgemeinde ein Spritzenhaus am Nordgraben zu errichten, werden verworfen. Es soll weiter verhandelt werden

 

1900 

Freiw. Feuerweher der Stadt übernimmt auch die Bedienung der neu angeschafften Feuerspritze der Landgemeinde

 

1904

Auf Antrag des Brennereibesizters Everke wird demselben für das Fahren der Brandspritze zum Wielerschen Brande die übliche Entschädigung von 6 Mark bewilligt. Eine höhere Vergätung schein nicht angezeigt, weil die Spritze wegen Wassermangel gar nicht in Tätigkeit zu treten brauchte und sofort wieder zurückfahren konnte.

 

1909

Der Zuschuß für die Freiw. Feuerweher wird auf 75 Mk erhöht, solange die Feuerwehr zur Löschhilfe in der Landgemeinde satzungesgemäß verpflichtet ist. Die Landgemeinde ist nicht abgeneigt, zur Anschaffung einer neuen Uniform beizutragen.

 

 

 

1910

Einführung einer Usmatzsteuer

endgültige Anstellung des Flurhüters und Vollziehungsbeamten Topheide.

Nach Antrag Halene-Austeremann macht die Gemeindevertretung das Angebot, den Weg in die Jönsthöveler Bft von der hardt bis Silling auszubauen, falls Interessenten ein Drittel, höchstens 15000 Mark aufbringen. Aubau innerhalnb von drei jahre, Breite 3,20m bis 4 m. Material Anröchter Steine und Hochofenschlacke.

Antrag landw Lokalverein auf Bezuschussung des Ankaufs eine Zuchtstieres abgelehnt

Sparkassenüberschüsse 1909 5693 Mark, 1263 Mark nicht unterzubringen

Neubau der Brücke über den Landwehrbauch bei Zacharias

Veräußerung der ca 1.04 ha großen Flächen am alten Friedhof

 

Kosten der Herstellung eines Impflokals wird nach dem Stadt-landschlüssel ungelegt

21.10.1910

Der bisherige Stellvetreter Landwirt und Brennereibesitzer Gerhard Werring wird einstimmig zum Gemeindevorsteher gewählt, StV Landwirt Theodor Suermann

Gemeinde hält sich nicht zur Instandsetzung des Alten Münsterweges verpflichtet, der kein öffentlicher Gemeindeweg

 

1911

Landwirt Hermann mehrmann auf Ottenloh erhält, weil sein Vorgänger zum Bau der Hoetmarer Straße 300 Mark gezhalt hatte, zum chausseemäßigen Ausbau des Weges von seinem Gehöft bis zur  Voßbachbrücke 600 Mark.

Erlaß einer neuen Baugebührenordnung des Amtes Vorhelm

Baldige Ausführung des Baus einer Brücke über den Arensbach im Zuge der Chaussee Sendenhorst-Drensteinfurt; Pläne Bauunternehmer Brandhove

Ausbau des Weges in die Bft Jönsthlvek von der Hardt bis Silling für 1912. Zuschüsse der Provinz

Wegewärterlohn Winter 2 Mark, Sommer 2,50 Mark täglich

antrag des Kriegervereins stattgegeben, 30 Mark für die Veteranen des Vereins.

Veteranen mit einem steuerpflichtigen Einkommen von 900 Mark sin künftig frei von der Gemeindesteuer

Arbeiten an der  Brücke über den Arensbach, Brandhove, 

Brücker über den Landwehrbach, Maurermeister Th Holthaus, Preis 676 Mark

Abgabe von Pachtland an armenrechtlich Hilfsbedürftige bzw Minderbemittelte abgelehnt, weil hierzu kein Bedürfnis. 

 

1887

Überprüfung der Feuerlöschspritze,  des Ksp durch einen Sachverständige

 

1939

Durch Rundschreiben des Oberpräsidenten werden die Gemeinden gehalten, das Buch "Adolf Hitler und seine Jugend" zu beschaffen,

Greiling, Bannführer Beckum-Wiedenbruck, fordert die Verfügungsstellung und Aufnahme der Mittel in den Etat an. 

darauf Sendenhorst 18 Exemplare a 1.40 RM)

 

1939

HJ erhält für die Instandsetzung des Jugendheims 258 Mark

 

1937

Nachweis der Jugendlichen überhaupt

6 - 10  m 154

        w 120     274

10-14   m 165

        w 146     311

14-21   m 260

        w 250     510    1095

 

Geringer Grad der Organisierten Jugendlichen!! so_

 

 

Jugendarbeit II

 

1948 X 30

Übersicht über die Jugendpflegearbeit in Sendenhorst

 

1. 3 kath Jugendgruppen für Jungen, 4 für Mädchen; kein Jugendpflegeausschuß

2. Hauptarbeit der Gruppen besetht in Basteln und Musizieren; Außerdem Laienspielgruppe, Volkstanz

Leiter Vikar dresjan, Südstr.

4.Heimatlose und herumvagabundierende Jugend ist individuell betreut worden

 

1948 X 

in Sendenhorst vorhanden

1 Sportplatz

1 Turnhalle

1 Jugendheim, eigentümer kath Kirchengemeinde

Für kulturelle Veranstaltungen des Kulturringes erhalten jgdl 

Flüchtlinge Freikarten, auch Borromäusverein kostenlose Bücherausleihe Flüchtliungsjugend_

 

1949

Heime und Einrichtungen in denen Kinder bis 14 J aufgenommen werden:

- Kindergarten

- Säuglingsheim (Frl Goddemeyer)

 

 

 

05.11.1927 B 167

Kaplan Gerbert: Die Jünglings-Sodalität beabsichtigt am 20.Nov das Schauspiel "Vitus" aufzuführen. Wegen des erzieherischen WErtes der in dm Stück liegt, das den Werdegang eine jugendlichen Helden zur Zeit der römischen Christenverfolgungen darstellt, steht der Aufführung am "Toten Sonntag" mit den Gesetzesbestimmunge nicht im Widerspruch 

 

 

 

 

Jugendvereine

Jugendfürsorge

 

(nach B 341/342; 1920-30; 1938-1949)

 

1923

Zahlung von Versicherungsprämien für Jugendliche in Vereinen

a) Gesellenverein  79 jugendl. Mitglieder

b) TUS             23

 

Anfänge organisierter Jugendarbeit:

Auf Anfrage des Kreiswohlfahrtsamts teilt Bürgermeister mit: 

Ortsausschuß für Jugendpflege besteht aus:

1. Bürgermeister Austrup

2. Pfarrer Tecklenborg

3. Vikar Bröker

4. Kaplan Gerbert

5. Hauptlehrer Brüggemann

6. Lehrer Knupsch (?)

7. Bahnmeister Kröger

8. Gemeindevorsteher Suermann

 

Die Jugendlichen kommen fast jeden Sonntag in ihrem Jugendheim zusammen. Es werden Vorträge gehlaten, Gesellschaftspiele veranstaltet und bei günstigem Wetter Ausflüge gemacht

 

 

1926

Stand der erwerbs- und beschäftigungslosen männlichen Jugendlichen

Stadt hat 2456 Einwohner 

In der Berufsschule sind pflichtmäßig 98 Schüler

ca 6-10 beschäftigungslose Jugendliche 18-21Jahre

 

1926

Ankündigung von Reichsjugendwettkämpfen durch die Dt Turn- und Sportverbände

Ehrenurkunden durch den Reichspräsidenten

 

1927 I 1

Jugenpflegevereine (Fahrpreisermäßigung)

1. Turnverein, Vors. Adolf Kröger.    48 Mitglieder

2. Verein für Bewegungsspiele  Friedr. Lütke. 65 Mitgl*.

3. Gesellenverein, Kaplan Gerbert 64 Mitgl

4. Jugendverein, Kaplan Gerbert, 95 Mitgl

5. Jungfrauenkongregation, Pfr Tecklenborg, 165 Mitglieder

 

   * später DJK

 

1934 Auf Anforderung Zusammenstellung der kirchl.Vereine

(der Zweck ist betont kirchlich dargestellt um einem Verbot zu entgehen)

1. Jungmännerverein  Kpl Schürmann  100  Rel Erziehung

2. Gesellenverein    ders.   130  Rel. und berufliche

  Erziehung

3. kath Arbeiterverein Vikar Focke  115  Rel. Vertiefung

4. Jungfrauenkongr   Pfarrer Tecklenborg 340 Rel. Vertiefung

5. Kath Verein für

Frauen und Mütter   Frau A. Brückmann 420 Fürsorgliche und kirchen

                                          anschauliche Tätigkeit

6. Borromäus Verein Vikar Focke 394 Ausbau der kath Haubüchereien, Ausleihe guter Bücehr durch die Volskbücherei

 

1933

Schulte, Polizeihauptmeister, berichtet: das hier vorhandene Jugendheim ist mit einer Staatsbeihilfe von 300 RM errichtet. Die Zurverfügungstellung bezüglich ders Landjahres (9. Schj) kommt für das hiesige Jugendheim nicht in Frage, da es sich um ein ganz kleines Jugendheim handelt.

 

1933 VII 6   B137

Staatspolizeistelle: Geschäftsstellen des kath Jungmännerverbandes sind wieder zu öffnen; sichergestelltes Material freizugeben

1934 III

Nachweis der Mitglieder der HJ (Prämie für Unfallversicherung)

DJ Führer Bernhard Northoff Markt 90 25 Mitglieder

BDM  Edith Schwermann, Bahnhofstraße 415, 23 Mitglieder

 

B144 Gefängnisse:

11.10.1934 Prüfungsbericht

Bei Prüfung des Polizeigefängnisses ergabe sich, daß dieses sowie das Obdachlosenheim abends von der Hitlerjugend benutzt wird. Es wird eine andere Regelung getroffen werden, damit die doppelte Benutzung aufhört

Anfrage Landrat: Ist für die HJ ein anderes Heim beschafft ohne Antwort

 

1935

TUS 41 versicherte Jugendliche

JH  38  (Führer Ludwig SChwermann Bahnhofstr 415<)

BdM 23  (Felix Pieper)

DJ  45   (Lilly Offers)

Jungfrauenkongregation 65

 

es fehlen die kath. Jugenvereine DJK !

 

1936       v H organisiert

HJ  63     41   

DJ  56     31

BdM 25     22

JM  63     44; gesamt organisiert in der HJ o.ä. 35%

ein DJK Heim (?!)

 

Gesamtzahl der Jugendlichen im alter von 10 - 21: 583

 

1936

Nachweisung Jugendvereine, bzw Jugendabteilungen

Name, Führer, Anzhal der Mitglieder

Hitlerjugend  Ludwig Schwermann, Bahnhof 415, 63

BDM Lehrerin Lüchtefeld, Westtor 217          25

Jungmädel, dies.                              63

Jungvolk, Felix Pieper, Nordtor 361a          56                     TUS  Bernhard Fascies                        32

 

gesamt 239

 

 

1938

JHJ bittet um Übersendung eines Auszuges aus dem Haushaltsplan Abschnitt Gesundheitswesen, Volks- und Jugendertüchtigung für 1938. Ich ersuche, diesem Antrag umgehend zu entsprechen. 

 

1938 IX

Bürgermeister-Stellvertreter Panning argumentiert preußisch-verwaltungsobjektiv: Übernahme von Restkosten (35 Mark für Tornister) ist mir leider nicht möglich, über die im Haushalt veranschlagten Beträge hinaus Ausgaben zu leisten. Ausnahmen von der strengen Bindung an den Haushaltsplan sind nur in den Fällen eines unabweisbaren Bedürfnisses möglich.

Eine Übernahme weitere Kosten über den Bertag von 115 RM ist mir zu meinem Bedauern nicht möglich, weil die schlechte Finanzlage der Stadt mich zur unbedingten Innehaltung des Haushaltsolans zwingt,

 

1939

Durch Rundschreiben des Oberpräsidenten werden die Gemeinden gehalten, das Buch "Adolf Hitler und seine Jugend" zu beschaffen,

Greiling, Bannführer Beckum-Wiedenbruck, fordert die Verfügungsstellung und Aufnahme der Mittel in den Etat an. 

darauf Sendenhorst 18 Exemplare a 1.40 mark)

 

1939

HJ erhält für die Instandsetzung des Jugendheims 258 Mark

 

1937

Nachweis der Jugendlichen überhaupt

6 - 10  m 154

        w 120     274

10-14   m 165

        w 146     311

14-21   m 260

        w 250     510    1095

 

Geringer Grad der Organisierten Jugendlichen!! so_

 

 

 

Stadtarchiv II 7-5

Kriegerverein Sendenhorst

 

 

Vorgeschichte nach A 287 (Vereine, Volksfeste)

1867 VII

Gesuch der Krieger hierselbst um die Erlaubnis ein Erinnerungsfest feiern zu dürfen an die Einnahme von Aschaffenburg durch unsere glorreiche Armee

Das Fest soll im Zelte der Witwe Silling stattfinden (unfunktionert; da ein Schützenfest an gleicher Stelle verboten worden war)

42 Unterschriften meist mit Angabe des Truppenteils, in dem gedient:

Füsilier-Regiment Nr 40

13. Landwehr-Regiment(Dreizehner)

53. Infanterie Rgt

Garde

Kürasier-Rgt

 

1871

Gründung eines Krieger- und Landwehrvereins für die Stadt- und Landemeinde

 

1884

Mitteilung Bürgermeister: Krieger- und ähnliche Feste finden nur an einem Tag statt          

 

1886 III 9

Statuten des Krieger- und Landwehrvereins S.

Präses Rötering, Kassierer Kottenstein, Schriftführer B. Stapel

Zweck des Vereins: Kameradschaft; in Fällen der Not gegenseitige Unterstützung der Mitglieder durch Rath und Tath, Hebung der Vaterlandsliebe und des  Nationalgefühls.

(Fassung 1891: a) Die Liebe und Treue für Kaiser und Reich zu pflegen zu bethätigen und zu stärken

b) das kameradschafltiche Verhätnis, welches sich im Dienste bei der Linie gebildet hat, auch ferner beizuhalten und weiter zu entwickeln. 

... In den Vorstandssitzungen und Generalversammlungen des Vereins dürfen Erörterungen über politische und religiöse Angelegenheiten nicht stattfinden (von zweiter Hand hervorgehoben)

Fassung 1908: Die Liebe und Treue für Kaiser und Reich, Landesfürst und Vaterland bei seinen Mitgliedern zu pflegen, zu  bethätigen und zu stärken, sowie die Anhänglichkeit an die Kriegs- und Soldatenzeit im Sinne kameradschaftlicher Treue und nationaler Gesinnung aufrecht zu erhalten.)

Gewährung  eines  Ehrengeleites  bei  Beerdigungen  sämtlicher  Mitglieder, Wehrmänner und Reservisten

Ehrenmitglieder sind die Veteranen aus dem Freiheitskriegen 1813 bis  1815.

Salven am Grab; Teilnahme bei Beerdigungen bei 25 Pf Strafe

 

 

1891

Landrat verlangt Verabschiedung der  Statuten;  Schlägt  die  Aufnahme  des  Hinweises auf Vaterlandsliebe und Königstreue vor

Polizeiliceh Genehmigung der veränderten STatuten

 

1893

Nachtrag regelt  Aufnahme von ehem. Offizieren, Ehrenmitglieder und Teilnahme von Nichtmitgliedern an den Festlichkeiten (nicht zulässig)

Wibberding, Bürgermeister

 

1894

Ministerielle Genehmigung zum Führen einer Fahne. Hierzu  Bürgermeister an  Landrat: Die Kassenlage ist eine gut (750 M Rücklagen). 150 Mitglieder. ... "War die politische und patriotische Haltung des Vereins stets  eine  recht  gute und hat sich derselbe der Auszeichnung, eine Fahne zu  führen,  bisher

würdig gezeigt.

 

1895

156 Mitglieder, 2 Offiziere, 9 Vorstandsmitglieder

57 Mitglieder haben an den Feldzügen 64, 66 oder 70/71 teilgenommen.

 

1896 VI 22

25jähriges Stiftungsfest. Bitte an die Stadt, den  Kombattanten  von  70/71,1849, 1864 und 1866 eine Ehrengabe zukommen zu lassen.

 

1904 Ahlener Volkszeitung Nr. 10 (Januar)

Der Geburtstag des Kaiser soll durch  einen  Kommers  bei  Kamerad  Schramm  gefeiert werden.

 

1904 I 27

Verein nimmt  in  corpore  am  Festgottesdienst  teil;  danach  gemeinsames Frühstück im Saal Schramm.

Mittwoch  zur  Feier  des  Geburtstags SM  Festessen bei  Klümper;  dazu Zeitungsbericht: Zum ersten Mal off. Festessen; 30 Herren;  Kaiserhoch  und Ansprache  von  Pfarrer  Beckmann.  Küche  und  Keller  gaben  ihr  Bestes:Animierte Stimmung

          

1905 VI 4

Feier  der  Kreiskriegerverbandsschaft. Aufruf, zur  Verschönerung   das Auschmücken der Häuser und reichlichen Flagggenschmuck. Das Grün stellt der Kriegerverein

 

1908

Nach Verabschiedung neuer Satzungen beantragt der Verein die Verleihung  des  Fahnenbandes durch S. Majestät.

 

 

1910

Entwurf einer neuen Vereinsfahne; Anbringung des Stadtwappens;  Genehmigung  der Aufnahme des Wappens durch die Stadtvertretung.

__________________________________________________________________1924

Roetering, erster Vorsitzender beantragt Genehmigung des Stiftungsfestes: Gewähr daß politische Reden und Herausforderungen anders Denkender in Wort und Tat nicht vorkommen werden. Festzug durch die Stadt vorgesehen.

 

1925

Einnahmen aus Kirchspiel;Beiträge 124,50

          aus der Stadt           292.50 

 

1926

Kriegerfest 77 Karten; 77 Teilnehmer? 

 

1926

150 Freimarken 3 Pf für Einladung zur Generalversammlung: d.h. 150 Mitglieder

Fraglich, ob alle zahlen; denn Geld ist knapp und der Beitrag relativ hoch (4 RM bis 4.50 RM pro Jahr)

 

1927

für 146 Mitglieder an den Kreiskriegerverband abgeführt. 

 

1934

Kriegerfest am 4. Juni. Sperrung der Wege die zur Mühlenkuhle führen, da scharf geschossen wird., 

 

1935 V  27 B167

3. Juni begeht die Krieger- und Landwehrkameradschaft ihr diesjähriges STiftungsfest und bittet um Genehmigung von Umzügen mit Musik, Preisschißen und Benutzungder Mühlenkuhle;Verlängerung derPolizeistunde

Unterschrift Roetering, Kameradschaftsführer

Verlängerung wird dem Gastwirt Selige genehmigt  ____________________________________________________

 

 

 

Stahlhelm

 

1925 Mitteilung Oberpräsident Westfalen

 

Nach der Vereinssatzung besteht der "Stahlhelm" aus den drei Untergruppen

1. Frontsoldaten, die mindestens 6 Mon an der Front waren

2. Stahlhelm-Landsturm, alle Personen über 20J, die nie Soldat gewesen sind oder weniger als 6 Mon an der Front waren

3. Jungstahlhelm, Nachwuchsorgansation

 

1946 I 21

Le Bourgmestre Strotmann est autorisé, à conserver les sabres a en sa possession (Säbel)

Unterschrift Morteux, L'offcier de Renseigments I. Bt  4. Brig.

Inf.,

Anmerkung: Es handelt sich um die Säbel des Schützen- und Kriegervereins, die sich in einem Schrank der oberen Etage des Rathauses befinden. 

Die Bescheinigung ist sorgfältig aufzubewahren._

 

 

 

 

Reiterverein Sendenhorst

STadt und Landgemeinde

 

Satzung vom 26. April 1925 (wahrscheinlich ebenfalls Gründungsdatum)

Satzung unterschrieben von Josef Halene Gutsbesitzer und Erster Vorsitzender

 

Geleitwort

"Das Paradies auf Erden ist auf den Rücken der Pferde!"

_ 1 Name und Sitz

_ 2 Zweck der Vereinung:

.. den ehem. vaterländischen Reitergeist wieder ins Leben zu rufen, zu fördern und zu erhalten. Ferner stellt sie sich die hoeh Auftgabe, die jungen Mitglieder in das gesellige Reitersportleben ineinzubringen und in der Reitfertigketi auszubilden.

_ 3 Mitgliedschaft

.. nur männliche Einwohner von gutem Ruf.

_ 4 Austritt aus der Vereinigung

_ 5 Rechte und Pflichten

... Jedes Mitglied ... Intresssen der Vereinigung nach besten Kräften zu fördern und Vereinsbeschlüsse Folge zu leisten. 

Religiöse und Politische Sachen dürfen nicht erörtert werden.

Jedes Mitglied hat das REcht, an den Geländeritten auf eigene Gefahr mitzureiten. ... Bei diesen GEländeritten ist es auch den Damen der Mitlgieder gestattet, mit zureiten. 

_ 6 Beiträge monatlich 50Pf

_ 7 Organe der Vereinigung

_ 8 Reituntericht und Reitabteilung (wichtigster und längster Abschnitt der Satzung)

 

 

 

Turn-Verein, Sendenhorst

 

I. Bezirk des Münsterländer Turngaues

Kreis VIIIa der Deutschen turnerschaft

 

1924

Protest des 1. Vorsitzenden Kröger wegem 50 Mark Umzugssteuer

für einen Unzug durch die Stadt: Jugendpflgeverein, 

.. die älteren Personen widmen sich der guten Sache und geben ihre frei Zeit her, umd die Jugendlichen auf andere Bahnen zu lenken und sollen zum Dank hierfür noch besonder bezahlen

darauf: Reg Präs. schlägt Steuer nieder

---> 1. VI 1924: Bezirksturnfest des 1. Bezirks des mstrl Turngaues

Veranstaltung von unpolitischen turnvereinen, Störungen in politischer Hinsicht sind nicht zu erwarten

ablauf:

- 8.oo Beginn

- 13.15 Rundgang durch die Stadt

        Einweihungder Kriegergedächtnisstätte

  20.00 Festball

 

1929 VIII 23

Erstmalig Fascies erster Vorsitzender

Antrag an die Regierung um Bezuschussung aus Jugendpflegmitteln zur Anschaffung von Sportgeräten

... Anläßlich des Verfassungstages fanden in BE die Kreisjugendwettkämpfge statt, Die Leistungen unserrer Turner waren som daß sie die ersten Preisem, wie due Hindenburgplaktette, die von KreisAusschuß gestiftete Plaktette ua,m, erhielten. Diese Auszeichungen sprechen eine deutliche Sprache

35 Jugendliche im Verein

1933 XII 12 Kreisausschuß BE

Sämtliche turn- und Sportvereine, die einem anerkannten Fachverband angeschlossen sind, haben sofort die Anschriften des Vereins und des Führers dem Beauftragten des Reichsportführers Karl Lepine Ahlen Bergamtstraße 47 zu melden

 

- Turnverein 1910

  Führer GOL Herzog, Horst-Wessel STr 239

- DJK: Buchhalter Bernhard Heiringhoff, Osttor 437

 

 

1932

Reichsjugenwettkämpfe für die Verbreitung gesunder Leibesübungen

Reichspräsident stifte Ehrenurkunden

 

1933 Jugendpflegeversicherung

TUS 30 jgdl Mitglieder; Vorsitzender Hch Herzog, Gewerbe-Oberlehrer Horst-Wesselstr. 239

1934

Vereinbarung Reichsjugenführer/Reichssportführer

Neuaufnahmen von Jugendlichen zw 10 und 18 J in die Vereine des Reichsbundes für Leibesübungen sind von der Mitgliedschaft in der HJ abhängig. 

(es gibt nur eine Deutsche Jugend, ihre Gesamterziehung kann nur > durch die HJ erreicht werden)

---->gilt das auch für den TUS?

 

1933 XII 12

Anforderung der Turn- und Sportvereine, die einem anerkannten Fachverband angschlossen sind; ferner Anschriften der Führer

Meldung an den Vertrauensmann des Beuaftragten des Reichssportführers für den Kreis BE Karl Lepine, Abteilungsleiter, Ahlen, Bergamtsstraße 47

- Turnverein 1910; Gewerbeoberlehrer Herzog, Horst-Wessel-Str. 239

- DJK; Buchhalter Bernhard Heiringhoff Osttor 437

1935 XI 18

Bürgermeister an LR

DAs Verhältnis zwischen HJ und ihre Untergliederungen zu den Turn- unmd Sportverbänden kann als gut bezeichnet werden, zumal der Gefolgsschaftsführer der HJ un der Führer des Jungvolks aktive Mitglieder des hiesigen Turnvereins sind Die Mitglieder der konfessionellen Jugenverbände treten in keine Weise in Ercsheinung, Irgendeien Verhältnis zur HJ besteht nicht. Besondere Erfahrungen bei der Durchführung des Stataasjugendtages sind nicht gemacht worden.

Die Teilnahme am Staatsjugendtrag wird seitens der Lehrer tatkräftig geföredert. Im Monat Oktober sind 20 Schüler in das Jungvolk eingetreten.

 

 

1936 II

wörtlich gleicher Bericht

 

1936 X

Antrag TUS (Fascies, Vereinsführer) 1000 Mark anzuweisen, für die dringendsten Reparaturen der Turnhalle: Die Turnhalle , die für die Turnersowie für die körperliche Ertüchtigung der Jugend seitens der JH und MDM und der Schule benutzt wird, befindet sich in einem derart schlechten Zustand ... 

Unterzeichnet: Gut Heil    Heil Hitler

(Geld wird bewilligt; hierauf Rechnungen Baugeschäft Kössendrup, Topheide, Stapel, Holthaus, Architekt)

 

1937

Beurteilung Verhältnis HJ zu den Turn- und Sportverbänden (nach Vordruck) Zwischen HJ und den Untergliederungen und dem Turnverein besteht ein gutes Verhältnis. Sämtliche Geräte des Turnvereisn stehenauch den NS Jugendverbänden für ihren Übungsbetrieb zur Verfügung. Die konfessionellen Jungedverbände treten überhaupt nicht in Erscheinung.

Besondere Erfahrungen hinsichtlich der Durchführung des Staatsjugendtages sind nicht gemacht worden

Schmies, Jugenddezernent.

 

 

1944 Sportplatz Mühlenkuhle

 

Anfrage Bürgermeister an Pfr Westermann:

lt Pachtvertrag vom 25. II 1939 ist der Stadt das zwischen Friedhof und Mühlenweg liegende kirchliche Grundstück zur Anlage eine Sportplatzes und Schießstandes verpachtet worden

(Bitte um genehmigung, den längs des Friedhofs gelegenen Teil mit Behelfsheimen zu bebauen.

die Behelfsheimen sollen bald nach dem Kriege wirder abgebrochen werden

Freudige Zustimmung Westermann: Ich finde des als selbstverständlich, daß der Pastoratsfonds sich bereit erklrät, passend gelegene Ländereien für den Bau von Behelfsheimen freizugeben)_

 

_

 

Turn-Verein, Sendenhorst

 

I. Bezirk des Münsterländer Turngaues

Kreis VIIIa der Deutschen turnerschaft

 

1924

Protest des 1. Vorsitzenden Kröger wegem 50 Mark Umzugssteuer

für einen Unzug durch die Stadt: Jugendpflgeverein, 

.. die älteren Personen widmen sich der guten Sache und geben ihre frei Zeit her, umd die Jugendlichen auf andere Bahnen zu lenken und sollen zum Dank hierfür noch besonder bezahlen

darauf: Reg Präs. schlägt Steuer nieder

---> 1. VI 1924: Bezirksturnfest des 1. Bezirks des mstrl Turngaues

Veranstaltung von unpolitischen turnvereinen, Störungen in politischer Hinsicht sind nicht zu erwarten

ablauf:

- 8.oo Beginn

- 13.15 Rundgang durch die Stadt

        Einweihungder Kriegergedächtnisstätte

  20.00 Festball

 

1929 VIII 23

Erstmalig Fascies erster Vorsitzender

Antrag an die Regierung um Bezuschussung aus Jugendpflegmitteln zur Anschaffung von Sportgeräten

... Anläßlich des Verfassungstages fanden in BE die Kreisjugendwettkämpfge statt, Die Leistungen unserrer Turner waren som daß sie die ersten Preisem, wie due Hindenburgplaktette, die von KreisAusschuß gestiftete Plaktette ua,m, erhielten. Diese Auszeichungen sprechen eine deutliche Sprache

35 Jugendliche im Verein

1933 XII 12 Kreisausschuß BE

Sämtliche turn- und Sportvereine, die einem anerkannten Fachverband angeschlossen sind, haben sofort die Anschriften des Vereins und des Führers dem Beauftragten des Reichsportführers Karl Lepine Ahlen Bergamtstraße 47 zu melden

 

- Turnverein 1910

  Führer GOL Herzog, Horst-Wessel STr 239

- DJK: Buchhalter Bernhard Heiringhoff, Osttor 437

 

 

1932

Reichsjugenwettkämpfe für die Verbreitung gesunder Leibesübungen

Reichspräsident stifte Ehrenurkunden

 

1933 Jugendpflegeversicherung

TUS 30 jgdl Mitglieder; Vorsitzender Hch Herzog, Gewerbe-Oberlehrer Horst-Wesselstr. 239

1934

Vereinbarung Reichsjugenführer/Reichssportführer

Neuaufnahmen von Jugendlichen zw 10 und 18 J in die Vereine des Reichsbundes für Leibesübungen sind von der Mitgliedschaft in der HJ abhängig. 

(es gibt nur eine Deutsche Jugend, ihre Gesamterziehung kann nur > durch die HJ erreicht werden)

---->gilt das auch für den TUS?

 

1933 XII 12

Anforderung der Turn- und Sportvereine, die einem anerkannten Fachverband angschlossen sind; ferner Anschriften der Führer

Meldung an den Vertrauensmann des Beuaftragten des Reichssportführers für den Kreis BE Karl Lepine, Abteilungsleiter, Ahlen, Bergamtsstraße 47

- Turnverein 1910; Gewerbeoberlehrer Herzog, Horst-Wessel-Str. 239

- DJK; Buchhalter Bernhard Heiringhoff Osttor 437

1935 XI 18

Bürgermeister an LR

DAs Verhältnis zwischen HJ und ihre Untergliederungen zu den Turn- unmd Sportverbänden kann als gut bezeichnet werden, zumal der Gefolgsschaftsführer der HJ un der Führer des Jungvolks aktive Mitglieder des hiesigen Turnvereins sind Die Mitglieder der konfessionellen Jugenverbände treten in keine Weise in Ercsheinung, Irgendeien Verhältnis zur HJ besteht nicht. Besondere Erfahrungen bei der Durchführung des Stataasjugendtages sind nicht gemacht worden.

Die Teilnahme am Staatsjugendtrag wird seitens der Lehrer tatkräftig geföredert. Im Monat Oktober sind 20 Schüler in das Jungvolk eingetreten.

 

 

1936 II

wörtlich gleicher Bericht

 

1936 X

Antrag TUS (Fascies, Vereinsführer) 1000 Mark anzuweisen, für die dringendsten Reparaturen der Turnhalle: Die Turnhalle , die für die Turnersowie für die körperliche Ertüchtigung der Jugend seitens der JH und MDM und der Schule benutzt wird, befindet sich in einem derart schlechten Zustand ... 

Unterzeichnet: Gut Heil    Heil Hitler

(Geld wird bewilligt; hierauf Rechnungen Baugeschäft Kössendrup, Topheide, Stapel, Holthaus, Architekt)

 

1937

Beurteilung Verhältnis HJ zu den Turn- und Sportverbänden (nach Vordruck) Zwischen HJ und den Untergliederungen und dem Turnverein besteht ein gutes Verhältnis. Sämtliche Geräte des Turnvereisn stehenauch den NS Jugendverbänden für ihren Übungsbetrieb zur Verfügung. Die konfessionellen Jungedverbände treten überhaupt nicht in Erscheinung.

Besondere Erfahrungen hinsichtlich der Durchführung des Staatsjugendtages sind nicht gemacht worden

Schmies, Jugenddezernent.

 

 

1944 Sportplatz Mühlenkuhle

 

Anfrage Bürgermeister an Pfr Westermann:

lt Pachtvertrag vom 25. II 1939 ist der Stadt das zwischen Friedhof und Mühlenweg liegende kirchliche Grundstück zur Anlage eine Sportplatzes und Schießstandes verpachtet worden

(Bitte um genehmigung, den längs des Friedhofs gelegenen Teil mit Behelfsheimen zu bebauen.

die Behelfsheimen sollen bald nach dem Kriege wirder abgebrochen werden

Freudige Zustimmung Westermann: Ich finde des als selbstverständlich, daß der Pastoratsfonds sich bereit erklrät, passend gelegene Ländereien für den Bau von Behelfsheimen freizugeben)_

 

 

Gesellschaft "Verein"

 

 

 

1924 II 20 B167

A. Pottmeyer, Vorsitzender des Vereins, beantragt für das Winterfest am 27. II. 1924 eine Verlängerung der Polizeistunde bis 2 Uhr. Der Abend ist als eine Wohltätigkeitsveranstaltung gedacht (Sammlung)

 

1924 XII 19

Gesellschaft "Verein" veranstaltet am 2. Weihnachtstage abends 8 Uhr eine Christbaumfeier. Einige Tänze sollen stattfinden.

Verlängerung der Polzeistunde

(An Gebühren an die Stadt gesamt 35 RM)

 

1925 II 16

Gesellschaft Verein fiert am 16. Ii im Vereinslokale herweg das althergebrachte Winterkränzchen verbunden mit Fastnachtfeier.

Verlängerung der Polizeistunde

Eine Maskierung findet nicht statt. 

 

1925 XI 21

Weihnachtsfeier am 26.XII; Verlängerung Polizeistunde

i A Brüggemann, Schriftführer

 

1926 II 1

Winterfest am 3. II, ohne Kostümierung

 

1926 11. 11: 60jähriges Stiftungsfest der Gesellschaft "Verein" mit anschließndem Tanz

 

1928 II 13

Fastnachtsfeier am Donnerstag 16. II bei Herweg mit Tanz

 

1928 XII 21

Weihnachtsfeier in geschlossener Gesellschaft am 2. Weihnachtstag mit Tanz

 

1929 II 1

Dienstag 5. II Fastnachtsfest mit Tanz bei Herweg

 

1929 XII 26

Weihnachtsfeier mit Tanz

 

1930 XII 22

GEschlossene GEsellschaft Verein Weihnachtsfest, Polizeistundenverlängerung bis 3 Uhr_

 

 

 

Stadtarchiv Sendenhorst

 

1866 II

Gründung eines Männer-Gesang-Vereins

Vorlag der Statuten durch den Vorstand Theodor Böcker, B. Beumer, Dr. Bennemann

 

Zweck des Vereins ist Förderung des Sinnes für Musik; Verein ist für jeden achtbaren Bürger offen, Aufnahme erfolgt durch Abstimmung und Prüfung durch den Dirigenten auf Stimme und Gehör. 

Gesangübungen finden am Mittwoch abends von acht bis zehn statt

Anm. Bürgermeister Hennemann: Verein wird genehmigt; zählt die achtbarsten Eingesessenen zu seinen Mitgliedern; besitzt ein eigenes Lokal in dem Toppschen Wirtshauses; Gelegentliche Befreiung von der Polizeistunde in Aussicht gestellt

 

1867 VII

Tanzlehrer Koch (Sendenhorst) will Schlußball mit Tanzschülern und Eltern bei der Wwe Silling feiern und bittet um Genehmigung

 

 

1867 X

Vorlage der Statuten einer Geschlossenen Gesellschaft, deren Mitglieder zu den achtbarsten Bürgern hiesiger Stadt bestehen: Treffpunkt beim Schenkwirt Heinrich Wieler Oststraße.

Aus den Statuten:

 

_ 1 Zweck des Vereins ist Besprechung landwirtschaftlicher, gewerblicher und kaufmännischer Verhältnisse, sowei ein geselliges einträgliche Zusammenleben der Mitglieder

_ 2 Regelmäßige Zusammenkünfte in denen teils wissenschaftliche, teils gesellige Unterhaltung geführt wird sowie durch Halten von entsprechenden Zeitschriften zu erreichen

_ 3 Aufnahme eines jeden unbescholtenen Bürger möglich; Ballotage

_ 9, täglich stattfindende Versammlungen; Sommer 8 Uhr, Winter 7 Uhr

Vorstand; Salomon Alsberg; J B Panning, G. E. König (auch Antragsteller)

 

 

          

 

 

 

 

 

 

 

Vereine spec. 

Versammlungen

StA Sendenhorst A 290

          

1880

Aufnahme von Sendenhorstern als Mitglieder des Westf. Bauernvereins

- Brennereibesitzer J Vihsing

          

1882

Aufnahme weiterer 29 Mitglieder aus S.

Stadt:

- Bonse Th

- Silling Ferd

- Thawide Joseph

- Meyer Th

- Schöckinghoff Gerhard; 

  Kirchspiel: ua Länferding Ökonom#

              Frye jr Heinrich Colon

 

 

1883

13 Aufnahmen, davon Stadt Sendenhorst:

- Everke Heinrich, Landwirt

- Sorges Heinrich, Landwirt

- Ridder, Joseph

- Schwering, Felix, Kaplan

Ksp: - Heinrich Kogge, Kötter

       Theodor Jungfermann, Kötter

       Schlodt Hermann, Landwirt

1884

Aufnahmen, Stadt:

- Koch, Anton, Ackerer und Bäcker

- Wieler, Heinrich

- Trendelkemper, Bernhard

          

1885 

Stadt:

- Fuest Heinrich

- Münstermann Theodor

- Topp Paul, Gast- und Landwirt

- Beumer Bernard

- Drees Heinrich

- Stapel Franz

- Stapel Franz, Oststr

- Düning, Wilhelm Ackerer und Stellmacher

 

1886

- Spithover Heinrich

- Pieper Johann Ackerbürger und Böttcher

- Backmann Anton, Pfarrer

 

1930

Vorsitzender des landw. Ortsvereins B. Roetering

1889

Antrag auf Zulassung einer geschlossenen Gesellschaft "Einerlei". Dazu Bürgermeister:die Statuten lassen erkennen, daß der Verein nur eine Scheinexistenz führt, um dem Koch  (bereits  wegen  unerlaubten Ausschanks geistiger Getränke bestraft) die nicht zu erlangende Schänke unter Umgehung der Gesetze möglich machen. Koch verpachtet seine Küche und die beiden Wohnzimmer dem Verein. Die Genehmigung sollte wegen mangelnder Räumlichkeiten untersagt werden.

Dem Verein waren bei seiner Gründungsversammlung 34 Mitglieder beigetreten.

 

Vorlage von Statuten und eines Wahlprotokolls sowie Verzeichnis der Mitglieder; Bezug auf Art. 30 der Verfassungsurkunde; Abschrift des Vertrages mit dem Castellan;

Vorsitzender Lammerding

Schriftführer Dünnewlad

Rechnungsführer Horsmann, 

Mitgliederlist weist nur honorige Bürger (Wieler, Everke, Stapel usw.) auf. Insgesamt 36 Personen, davon 2 aus dem Ksp

 

aus dem Statuten:

I Die Gesellschaft bezweckt seinen Mitgliedern Gelegenheit zu geselligen Zusammenkünften im Kreise gleichgesinnter Freunde und Berkannten zu geben, wodurch es zu ermöglichen ist, solche Leute fernzuahlten, mit denen die Mitglieder gesellig nicht verkehren wollen. Religion und Politik ist ausgeschlossen und jede Förderungen socialdemokratischer Bestrebungen untersagt

II Beschaffung von Getränken und Erfrischungen in Speisen und Getränken zum Selbstkostenpreis...

XIII Mitglieder können zu jeder Tageszeit das Vereinslokal besuchen und können auch Bekannte einführen, solange kein Einspruch erfolgt

Gesellschaft hat ihr Domizil im Hause 258 Stadt Sendenhorst

 

Pachtvertrag der geschl. Ges. Einerlei mit Anton Koch: 

Stellt seine Küche und zwei Wohnzimmer als Vereinslokal zur Verfügung; Jahrespacht 120 Mark (sehr hoch!)         

1893

Rechnunglage des Vereins Einerlei: 631 Mark Ausgaben; 8.50 Mark  Überschuß; wurde an bedürftige Leute verteilt

          

1896

Vorsitzener Bildhauer Bernhard Strickmann

          

1897

"frühere" Gesellschaft Einerlei (d. h. inzwischen eingegangen)

 

1892

Antisemitischer Verein

 

1890 X 

Schuhmachermeister Jspart stellt Antrag auf Versammlung mit Reichtstagsabgeordneten v.Liebermann Leipzig; Thema: bauer und Jude in der Gastwirtschaft Horsmann Bernhard

Hierzu ausführlicher Bericht des Bürgermeisters Wibberding: Abhaltung einer Antisemiten-Vesammlung in Sendenhorst

... Zu Beginn ein mit Begeisterung aufgenommenes Hoch auf Sr Majestät den Kaiser.

Schilderung der landw Verhältnisse de Hessenlandes; gefährlicher jüdischer Zwischenhandel. ... Daß in hieisger Gegend die Zustäden lange nicht so schlimm stehen, führt Redener auf den Einfluß des Westf. Bauern-Vereins zurück 

Redner verlangt schärfere Gesetze gegen Wucher; Als Selbsthilfe wird empfohlen, mit keinem Juden Geschäfte einzugehen ... Redner beleuchtete dann noch kurz die jüdische Hetzpresse und die Socialdemokratie. Mit der Aufforderung gegen diese beiden Feinde einmütig zu kämpfen und mit einem Hoch auf das Dt Vaterland, worauf das Lied Dtl, Dtl über alles folgt, schloß der Redner die Versammlung

Keine Ruhestörungen; Redner warnte vor Ausschreitungen gegenüber den Juden; Vortrag war im großen und ganzen von Hetzungen frei

Zuhören größtenteils Arbeiter, Dienstboten und Geselleun; nur wenige Ladnwirte waren vertreten wie überhaupt die antisemitische Bewegung hierselbst wenig Interesse mehr entgegengebracht wird

 

1900

Mitteilung über die Gründung des Dt. Flottenvereins. Der Verein  hat  keine politische Tendenz!

 

1902 IV

Öffentliche Versammlung des Spar- und Darlehns-Kassenvereins;

Vorsitzender W. Arnskötter; Saal Horsmann          

 

1904 III 19

Wilhelm Bischob teilt die geplante Gründungsversammlung eines  Brieftaubenliebhaber- Vereins im Locale des Herrn Clemens Daldrup mit.

 

1904 III

Interessenten-Versammlung Höckerskamp; Besprechung über Breite der

Wege zwischen den Gärten; Düning

 

1905

Franz Westhoff Schneidermeister, Westgraben: Versammlung der Wähler der III. Abteilung zur bevorstehenden Stadtverordnetenwahl

bei Autermann, Südstr.

(Anm. Kottenstein Beaufsichtigung der Wahl und demnächst Referat)

 

1907 Hermann Brünemann; Osttor 373; Versammlung der christlich gesinnten Bauhandwerker

 

1907 IV

Inzwischen erfolgte Gründung einer OG der christlichen Bauhandwerker:

Regelmäßige Versammlungen einmal moantlich im Lokal Suermann, Weststr.

Vorsitzender Hermann Brünemann

Schriftführer Heinrich Hellweg, Osdttor

Kassierer Josef Schmies, Neustraße

1907 III

Öffentliche Gewerkschaftsversammlung Saal Werring

 

 

1908 II

Vorstand der OG des Zentralverbandes christlicher Bauhandwerker und Bauhilfsarbeiter Deutschlands; Neue Zusammensetzung

1. Vors. Anton Saerbeck Nordstr. 257

2. Vors. Wilhelm Fischer Drostenhof 174

1. Schriftführer Hermann Linnenlüke, Südstr. 155

2. Schriftführer Gerhard Wegmann Osttor

Kassierer Hch Hellweg Osttor 349

 

1907

Landwirtschaftlicher Verein der Stadt S. und des Amtes Vorhelm hält Tierschaufest beim Wirt Werring ab. Schau ind er sogenannten Mühelkuhle; Zug mit Musik von der Wirtschaft Werring zur Mühlenkuhle; Abends Zapfenstreich durch die Stadt; Abbrennen einiger bengalischer Flammen; Festball mit Verlängerung der Polizeistunde

Vereinsdirektor Reinhold Brüning (Tönnishäuschen)

 

 

1907

Gründung und Satzungsverabschiedung Verein "Frohsinn"

1. Zweck des Vereins ist, gemütliche Geselligkeit und Frohsinn zu hegen und zu pflegen

2. Mitglieder nur unbescholtenen Männer (keine Frauen!)

7, monatliche Generalversammlung

8. Vereinsabende finden jeden Abend statt, jedoch außer der Charwoche

10. Vereinslokal ist im Hotel Ridder (Inhaber C. Schramm)

Vorstand  Fr. Hesse/Isfort/Schramm

Mitgleider (außer Vorstand)

- Joh Lainck-Vissing

- H Dorsel

- Dr. med Röhrkohl

- J B Holtel

- A  Ehsmeyer

- B  Bücker

- W. Schmülling

- C. Katjo

- A. Pottmeyer

- C. Bischof

- A. Eenschoven

- Hub. Tergeist

- A. Keller

- Th Knieper

- H. Ramesohl

 

1908

Wiederholte werbende Aufforderungen dem Verband Westf. Verkehrvereine beizutreten

          

 

1913 I 1

Gründung de Brieftaubenvereins Blitz; 12 Mitglieder, 2 Ehrenmitglieder.

Antrag auf Beihilfe; Stadt zahlt 21 Mark; Schriftführer Heinrich Ahland

 

 

 

1914 I 10

Bürgermeister Hetkamp an Diözesanpräses der kath Gesellenvereine Kochmeyer MS

 

Seit Jahren dringender Wunsch der Handwerksmeister und Gesellen, einen Gesellenverein für den hiesigen Ort ins Leben zurufen. 120 Handwerksmeister und ca 70 Gesellen in einem Ort von 3000 Einwohnern.

Der Verein würde unter guter Leitung sicher lebensfähig sein

Darauf 1914 III 23: Mitteilung Kaplan Fürstenau (Präses) und Bürgermeister Hetkamp; Erfolgte Gründung des kath Gesellenvereins

Gelichzeitg Antrag auf Unterstützung durch die Stadt (Stadt hat bisher in hochherziger Weise Vereine, welche sich in der Jugendpflege oder für das soziale Wohl der Stadt betätigen, durch GEldmittel unterstützt und ist ihnen besonder bei der Gründung durch eine beträchtliche Summe zu Hilfe gekommen. 

Darauf 100 Mark aus Sparkassenüberschüssen

 

Beigefügt eine gedruckte Satzung für den kath Gesellen-Verein zu Sendenhorst (Pöttkendruck) 

 

1914 II 1

Turn-Verein Sendenhorst (1. Bezirk des Münsterländer Turngaues, Kreis VIIIa der Deutschen Turnerschaft)

Mitteilung statt Vorsitzendem Lehrer Knieper Bahnmeister Kröger

Heinrich Terwesten, Schriftführer______

 

 

1914 III

Brieftaubenverein Blitz, 1913 gegründet, z Zt 12 Mitglieder und 2 Ehrenmitglieder , bittet Stadt um Beihilfe von 50 Mark

Begründung: Unser Verein hat gleich im Gründungsjahr 12 Presei erobert

Die Luftlienie welche unsere Vereinstauben geflogen betrug beim letzten Fluge 473 km

 

1914 III

Centrumsversammlung bei Gastwirt WErring, Mitteilung Kaplan Fürstenau

 

 

1923 B 161

Mitgliederliste Kegelklub Eintracht

Kegelabend Samstagsabend; Wirtschaft Hullerum

geschlossene Gesellschaft

Vorsitzender E. Borgmann

2. Vors,     B Holtel

Schriftführ. F Lütke

Kassierer    Hullerum

Sonstige Mitglieder

Dt Schwermann

Al Brinkmann

Fr. Brinkmann

H Löckmann

Fr Brüggemann

H Leifert

F Silling

C. Lammerding

f. Lammerding

Dt. Holtmann

H Everke

R. Sieckmann

H. Telges

E. Bonse

P. Obermeier

 

 

1923 

Beamtenverein Sendenhorst

durchschschnittlich monatlich eine Versammlung

40 Mitglieder (Post,Bahn, Lehrer, Stadtverwaltung, Polizei)

 

1923 XI 11

Öffentliche Versammlung des Arbeiter-Vereins Sendenhorst (Politische Gegenstände kommen nicht zur öff.Verhandlung)

 

1924 I 18

Hermann Brünemann beantragt öff. Versammlung bei Seelige zur Gründung eines Konsumvereins

 

Politische und wirtschaftliche Organisationen 1924

 

Name, Vorsitz/Geschäftsführer, Mitgliederzahl, Dachverband

 

kath Arbeiterverein    Bröcker/Bröcker 180 Diözesanverband

christl Gewerkschaften

Ortskartell Hellweg/Hellweg 150 Reichsverband

Christl Bauhandwerker    Hellweg/Hellweg 60

Christl Metallarbeiter  Bolte/Bolte 50

Unterstützungsverein

"Glückauf" Angelkötter/ders 45

freier Gewerkschaftsver.Menke/Menke 20

Volksverein Bröcker/Bröcker 170

Beamtenverein Brüggemann/ders. 50

Pächter- und Kleingar-

tenbauverein Kröger/Kröger 150

Consumverein Brünemann/ders. 195

Wirteverein Herweg/Herweg 20

Handwerker- und Gewer-

beverein Westhoff/Westhoff 110

Gesellenverein Gerbert/Gerbert 60

Rindviehversicherungs-

verein Bücker/ders 140

landw. Ortsverein Roetering 210

Ziegenzuchtverein Kleinhans 350

Spar- und Darlehnskas-

senverein Jaspert/Drüner 250

Bezugs- und Absatzgen.  Westhoff-Schotte/

Panning 80

Centrumspartei          Bröcker/ders 900 (?, wohl eher 100)

 

 

1925 IV 26

Reiterverein-Sendenhorst

Stadt- und Landgemeinde

 

21.10.1926

Reichsverband Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener Ortsgruppe Sendenhorst:

Versammlung bei Kamerad Hullerum; Tagesordnung

- Kranzniederlegung am Allerseelentage

- Besprechung der Weihnachtsfeier

1927

Fehlanzeige: Es besteht kein Obst. und Gartenbauverein

 

1930 VI

Meldung: Vorhandensein eines "Kleinkaliber-Sportvereins Sendenhorst 15 Mitglieder, 1 Kleinkaliberbüchse

 

1936 B 127

Gestapo MS: Anfrage über bestehende Herrengesellschaften o.ä.

Antwort Bürgermeister: Seit Jahren besteht hie eine Gesellschaft "Verein". Politisch beteiligt sich diese Gesellschaft nicht und hat sich auch früher soweit bekannt ist, nicht politisch betätigt.

 

1939 IV 10 B 29

Gastwirt Herweg beantragt Verlängerung der Polizeistunde für eine Veranstaltung des Chorvereins "Eintracht" in seinem Saale

 

 

 

 

22.01.1925 B 166

Polizeiverordnung betr öff karnevalistischer Veranstaltungen

- Die Veranstaltungen öff. karnev. Umzüge und sonstiger karnev. Veranstaltungen unter freienm Himmel sind verboten

Verboten sind ferner.

- das tragen karnev Verkleidungen oder Abzeichen jeder Art

- das Singen, Spielen und Vortragen karnev Lieder, Gedichte, Vorträge

- das Werfen von Luftschlangen, Konfetti usw

Öff, karnevalistische Veranstaltungen in geschlossenen Räumenm nur mit Genehmigung des LR

 

28.11.1930 RP

Karneval 1931: 1. karn. Veranstaltungen jeder Art unter freiem Himmel sind ohne Ausnahme verboten

2. karn. veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind dem Ernste der Zeit entsprechend einzuschränken

Rechtslage:

1. Veranstaltungen mit Tanz sind lt Rg polizeiverordnung von 1901 genehmigungspflichtig

2. Veranstaltungen ohne Tanz (karn. Sitzungen) können von der Ortspolizeibehörde genehmigt werden

 

12.01.1932

Auch Karneval 1932 gilt die Rundverfügung für das Jahr 1931:Keine Umzüge unter freiem Himmel 

 

11.01.1933 RP

Auch für den Karneval 1933 gilt das Verbot der Veranstaltungen unter freienm Himmel usw (siehe 1931)

 

20.12.1933 RP MS

Die Polizeiverordnung vom 3. Dez 1929 betr öff. karnevalistische Veranstaltungen haben ich aufgehoben. Damit werden jegliche Beschränkungen in der Durchführung karn. Veranst. außer Kraft gesetzt

Ich habe mich zu der Aufhebung der Polizeiverordnung entschlossen im Vertrauen auf den gesunden und friedlichen Sinn der Bevölkerung, ein würdiges, echt fröhliches Karnevalsfest im Geiste wahrer deutscher Volskverbundenheit zu begehen.

 

12.12.1934 RP

Im Interesse der deutschen Karnevals- und Festartieklindurstrie gebe ich hiermit schon jetzt bekannt, daß ich nicht beasichtige, wegen Beschränkung karn. Veranstaltungen Anordnungen zu treffen

 

07.02.1937 B167

die Ortsgruppe Sendenhorst der NSDAP beabsichtigt, am Sonntagm den 7.2. 1937 abends 8 Uhr im Saale Werring einen öff. Fastnachtsball zu veranstalten und bitte um die polizeiliche Genehmigung

Heil Hitler iA Bisping

Lustbarkeitssteuer 15 RM, Gebühr 2 RM,. Verwaltungsgebühr 21 RM

verkaufte Karten 257 (a 50 Pf) 43 zurück

Besuch hält sich in Grenzen!

 

1939 II 2

Bürgermeister Beckum an Bürgermeister Sendenhorst

Bitte um Aushang von 10 Plaktaen, Hinweis auf diesjährige karnevalistische Veranstaltungen

der diesjährige Karneval in Beckum wird alle bisherigen Veranstaltungen gleicher Art übertreffen, Der Beckumer K. ist einer der ältesten der Provinz, Die Durchführung erfolgt nicht asu fremdenverkehrspol. Betriebsamkeit sondern aus traditionellen  Gründen._

 

 

 

 

1821 Fam Archiv Everke

 

Am Fast-nachts Sonntag werde ich hier wie gewöhnlich einen Ball veranstalten, wenn sich hinlängliche Subscribenten finden; - Ich ersuche daher die jenigen Herren, welche hirebei theilnehmen wollen, sich gütigst zu unterschreiben.

Das übrige werde ich alsdann, wie immer geschehen, besorgen.

Sendenhorst, den 28ten Januari 1821

 

Everke

 

Eigenhändige Unterschriften (Zusagen)

Langen

Suten (?) nicht lesbar

Marmet

Bonse

Darup Pf.

F. Darup, Vicarius

Beumer

Westhoven (zu dieser Zeit Bürgermeister; eigentlich v. W.)

Kocks

 

Frey

Schwarte

Hetzel (?)

...

Sulzer

Frye

Wigartt

Tergeist (18 Personen)_

1834 VII 19 Bürgermeister Brüning:

Erst seit einigen Jahren hat sich in der Stadt Sendenhorst der Unfug eingeschlichen, daß eine Menge junger Leute aus der niedrigsten Klasse sich an den Fastnachts-Tagen in Lumpen kleiden und maskieren und so auf Wagen mit Musik durch die Stadt hin und her ziehen. Es wäre sehr zu wünschen, daß diese Narrheit abgeschafft würde, denn, wie gesagt, nur der niedrigste Pöbel gibt sich dazu her und glaubt, daß ihm, wenn er verlarvt ist, jede Zügellosigkeit erlaubt sei. die Verhandlungen über die früher in Sendenhorst verübten Excesse beweisen klar, daß diese sogenannten Lumpenkersl viel Skandal getrieben haben

Ich muß auf Veranlassung der rubricierten geehrten Verfügung gehorsamst darauf antragen, die erwähnten Carnevals.Aufzüge abgeschafft werden mögen

 

1835 II 20

Bürgermeister Brüning bezieht sich auf sein Schreiben von 1934 (s.o.) ... wie eine Menge junger Burschen aus den Hefen der Einwohner sich an den Fastnacht-Tagen auskleiden und so auf Wagen mit Musik in der Stadt herunzögen und allerlei Unfug treiben

 

 

1835 II 18

Publicandum: Zechen und fernere Lustbarkeiten am Aschermittwochen sind verboten und die Polizei-Officianten angewiesen, dieses Verbot zu handhaben.

Ferner wird bemerkt, daß das Würste- und Eier-Sammeln und dergleichen an den Fastnachts-Tagen nicht geduldet werden kann und dieserhlab in den vorigen Jahren bereits mehrere Individueen mit Arrest bestraft worden sind

 

1835 II 19 BE, der Landrat:

Bei Gelegenheit der bevorstehenden Fastnachtszeit bringe ich die Polizeiordnung in Erinnerung, daß alle Störung erlaubter Vergnügungen sowie überhaupt Beunruhigungen der Einwohner jeden Orts durch Trunkenheit, mutwilligen Unfug und sonstiges ordnungswidriges Betragen gesetzlich verboten sind

 

 

1838 StAS A 287

Publicandum

Zur Erhaltung der allgemeinen Ordnung lasse ich das Publicandum vom 25. Januar 1837 nochmals verlesen und erinnere zugleich, daß

1. Öffentliche Masken und Aufzüge nur mit Besonderer Legitimation schriftlich vorzuzeigender Erlaubnis gestattet sind, für welche 3 Sgr an die Armenkasse entrichtet werden müssen.

2. Jedenfalls verboten sind alle Verkleidungen und Aufzüge, die gegen die Religion und guten Sitten anstoßen oder eine Störung der öffentlichen Ruhe oder Verletzung für obrigkeitliche oder Privat-Personen befürchten lassen, daher das Tragen von einheimischen Civil- und Militär Uniformen wie auch der Waffen

3. Gleichfalls verboten sind Äußerungen und Gebärden welche Anstand und Ehrbarkeit verletzen

4. desgleichen alle Aufzüge und Auskleidungen nach den Fastnachtstagen, namentlich das ferenere Schwärmen und Zechen am Aschermittwochen und in der Fastenzeit überhaupt.

... Androhung von Polizeistrafen von 1 bis 5 Thlr

 

 

07.02.1937 B167

die Ortsgruppe Sendenhorst der NSDAP beabsichtigt, am Sonntagm den 7.2. 1937 abends 8 Uhr im Saale Werring einen öff. Fastnachtsball zu veranstalten und bitte um die polizeiliche Genehmigung

Heil Hitler iA Bisping

Lustbarkeitssteuer 15 RM, Gebühr 2 RM,. Verwaltungsgebühr 21 RM

verkaufte Karten 257 (a 50 Pf) 43 zurück

Besuch hält sich in Grenzen!

 

1939 II 2

Bürgermeister Beckum an Bürgermeister Sendenhorst

Bitte um Aushang von 10 Plaktaen, Hinweis auf diesjährige karnevalistische Veranstaltungen

der diesjährige Karneval in Beckum wird alle bisherigen Veranstaltungen gleicher Art übertreffen, Der Beckumer K. ist einer der ältesten der Provinz, Die Durchführung erfolgt nicht asu fremdenverkehrspol. Betriebsamkeit sondern aus traditionellen  Gründen._

 

 

 

 

 

Stadtarchiv Sendenhorst

 

1866 II

Gründung eines Männer-Gesang-Vereins

Vorlag der Statuten durch den Vorstand Theodor Böcker, B. Beumer, Dr. Bennemann

 

Zweck des Vereins ist Förderung des Sinnes für Musik; Verein ist für jeden achtbaren Bürger offen, Aufnahme erfolgt durch Abstimmung und Prüfung durch den Dirigenten auf Stimme und Gehör. 

Gesangübungen finden am Mittwoch abends von acht bis zehn statt

Anm. Bürgermeister Hennemann: Verein wird genehmigt; zählt die achtbarsten Eingesessenen zu seinen Mitgliedern; besitzt ein eigenes Lokal in dem Toppschen Wirtshauses; Gelegentliche Befreiung von der Polizeistunde in Aussicht gestellt

 

1867 VII

Tanzlehrer Koch (Sendenhorst) will Schlußball mit Tanzschülern und Eltern bei der Wwe Silling feiern und bittet um Genehmigung

 

 

1867 X

Vorlage der Statuten einer Geschlossenen Gesellschaft, deren Mitglieder zu den achtbarsten Bürgern hiesiger Stadt bestehen: Treffpunkt beim Schenkwirt Heinrich Wieler Oststraße.

Aus den Statuten:

 

_ 1 Zweck des Vereins ist Besprechung landwirtschaftlicher, gewerblicher und kaufmännischer Verhältnisse, sowei ein geselliges einträgliche Zusammenleben der Mitglieder

_ 2 Regelmäßige Zusammenkünfte in denen teils wissenschaftliche, teils gesellige Unterhaltung geführt wird sowie durch Halten von entsprechenden Zeitschriften zu erreichen

_ 3 Aufnahme eines jeden unbescholtenen Bürger möglich; Ballotage

_ 9, täglich stattfindende Versammlungen; Sommer 8 Uhr, Winter 7 Uhr

Vorstand; Salomon Alsberg; J B Panning, G. E. König (auch Antragsteller)

 

 

Vereine spec. 

Versammlungen

StA Sendenhorst A 290

          

1880

Aufnahme von Sendenhorstern als Mitglieder des Westf. Bauernvereins

- Brennereibesitzer J Vihsing

          

1882

Aufnahme weiterer 29 Mitglieder aus S.

Stadt:

- Bonse Th

- Silling Ferd

- Thawide Joseph

- Meyer Th

- Schöckinghoff Gerhard; 

  Kirchspiel: ua Länferding Ökonom#

              Frye jr Heinrich Colon

 

 

1883

13 Aufnahmen, davon Stadt Sendenhorst:

- Everke Heinrich, Landwirt

- Sorges Heinrich, Landwirt

- Ridder, Joseph

- Schwering, Felix, Kaplan

Ksp: - Heinrich Kogge, Kötter

       Theodor Jungfermann, Kötter

       Schlodt Hermann, Landwirt

1884

Aufnahmen, Stadt:

- Koch, Anton, Ackerer und Bäcker

- Wieler, Heinrich

- Trendelkemper, Bernhard

          

1885 

Stadt:

- Fuest Heinrich

- Münstermann Theodor

- Topp Paul, Gast- und Landwirt

- Beumer Bernard

- Drees Heinrich

- Stapel Franz

- Stapel Franz, Oststr

- Düning, Wilhelm Ackerer und Stellmacher

 

1886

- Spithover Heinrich

- Pieper Johann Ackerbürger und Böttcher

- Backmann Anton, Pfarrer

 

1930

Vorsitzender des landw. Ortsvereins B. Roetering

1889

Antrag auf Zulassung einer geschlossenen Gesellschaft "Einerlei". Dazu Bürgermeister:die Statuten lassen erkennen, daß der Verein nur eine Scheinexistenz führt, um dem Koch  (bereits  wegen  unerlaubten Ausschanks geistiger Getränke bestraft) die nicht zu erlangende Schänke unter Umgehung der Gesetze möglich machen. Koch verpachtet seine Küche und die beiden Wohnzimmer dem Verein. Die Genehmigung sollte wegen mangelnder Räumlichkeiten untersagt werden.

Dem Verein waren bei seiner Gründungsversammlung 34 Mitglieder beigetreten.

 

Vorlage von Statuten und eines Wahlprotokolls sowie Verzeichnis der Mitglieder; Bezug auf Art. 30 der Verfassungsurkunde; Abschrift des Vertrages mit dem Castellan;

Vorsitzender Lammerding

Schriftführer Dünnewlad

Rechnungsführer Horsmann, 

Mitgliederlist weist nur honorige Bürger (Wieler, Everke, Stapel usw.) auf. Insgesamt 36 Personen, davon 2 aus dem Ksp

 

aus dem Statuten:

I Die Gesellschaft bezweckt seinen Mitgliedern Gelegenheit zu geselligen Zusammenkünften im Kreise gleichgesinnter Freunde und Berkannten zu geben, wodurch es zu ermöglichen ist, solche Leute fernzuahlten, mit denen die Mitglieder gesellig nicht verkehren wollen. Religion und Politik ist ausgeschlossen und jede Förderungen socialdemokratischer Bestrebungen untersagt

II Beschaffung von Getränken und Erfrischungen in Speisen und Getränken zum Selbstkostenpreis...

XIII Mitglieder können zu jeder Tageszeit das Vereinslokal besuchen und können auch Bekannte einführen, solange kein Einspruch erfolgt

Gesellschaft hat ihr Domizil im Hause 258 Stadt Sendenhorst

 

Pachtvertrag der geschl. Ges. Einerlei mit Anton Koch: 

Stellt seine Küche und zwei Wohnzimmer als Vereinslokal zur Verfügung; Jahrespacht 120 Mark (sehr hoch!)         

1893

Rechnunglage des Vereins Einerlei: 631 Mark Ausgaben; 8.50 Mark  Überschuß; wurde an bedürftige Leute verteilt

          

1896

Vorsitzener Bildhauer Bernhard Strickmann

          

1897

"frühere" Gesellschaft Einerlei (d. h. inzwischen eingegangen)

 

1892

Antisemitischer Verein

 

1890 X 

Schuhmachermeister Jspart stellt Antrag auf Versammlung mit Reichtstagsabgeordneten v.Liebermann Leipzig; Thema: bauer und Jude in der Gastwirtschaft Horsmann Bernhard

Hierzu ausführlicher Bericht des Bürgermeisters Wibberding: Abhaltung einer Antisemiten-Vesammlung in Sendenhorst

... Zu Beginn ein mit Begeisterung aufgenommenes Hoch auf Sr Majestät den Kaiser.

Schilderung der landw Verhältnisse de Hessenlandes; gefährlicher jüdischer Zwischenhandel. ... Daß in hieisger Gegend die Zustäden lange nicht so schlimm stehen, führt Redener auf den Einfluß des Westf. Bauern-Vereins zurück 

Redner verlangt schärfere Gesetze gegen Wucher; Als Selbsthilfe wird empfohlen, mit keinem Juden Geschäfte einzugehen ... Redner beleuchtete dann noch kurz die jüdische Hetzpresse und die Socialdemokratie. Mit der Aufforderung gegen diese beiden Feinde einmütig zu kämpfen und mit einem Hoch auf das Dt Vaterland, worauf das Lied Dtl, Dtl über alles folgt, schloß der Redner die Versammlung

Keine Ruhestörungen; Redner warnte vor Ausschreitungen gegenüber den Juden; Vortrag war im großen und ganzen von Hetzungen frei

Zuhören größtenteils Arbeiter, Dienstboten und Geselleun; nur wenige Ladnwirte waren vertreten wie überhaupt die antisemitische Bewegung hierselbst wenig Interesse mehr entgegengebracht wird

 

1900

Mitteilung über die Gründung des Dt. Flottenvereins. Der Verein  hat  keine politische Tendenz!

 

1902 IV

Öffentliche Versammlung des Spar- und Darlehns-Kassenvereins;

Vorsitzender W. Arnskötter; Saal Horsmann       

 

1903 Nov 8 Schulchronik

wurde hier ein Geflügelzucht-Verein gegründet. 

 

1903 Nov 15

bildete sich eine landw. Genossenschaft und wurd die Lagerstelle dem Herrn E. Panning übertragen.    

 

1904 III 19

Wilhelm Bischob teilt die geplante Gründungsversammlung eines  Brieftaubenliebhaber- Vereins im Locale des Herrn Clemens Daldrup mit.

 

1904 III

Interessenten-Versammlung Höckerskamp; Besprechung über Breite der

Wege zwischen den Gärten; Düning

 

1905

Franz Westhoff Schneidermeister, Westgraben: Versammlung der Wähler der III. Abteilung zur bevorstehenden Stadtverordnetenwahl

bei Autermann, Südstr.

(Anm. Kottenstein Beaufsichtigung der Wahl und demnächst Referat)

 

1907 Hermann Brünemann; Osttor 373; Versammlung der christlich gesinnten Bauhandwerker

 

1907 IV

Inzwischen erfolgte Gründung einer OG der 

christlichen Bauhandwerker:

Regelmäßige Versammlungen einmal montalich im Lokal Suermann, Weststr.

Vorsitzender Hermann Brünemann

Schriftführer Heinrich Hellweg, Osdttor

Kassierer Josef Schmies, Neustraße

1907 III

Öffentliche Gewerkschaftsversammlung Saal Werring

 

 

1908 II

Vorstand der OG des Zentralverbandes christlicher Bauhandwerker und Bauhilfsarbeiter Deutschlands; Neue Zusammensetzung

1. Vors. Anton Saerbeck Nordstr. 257

2. Vors. Wilhelm Fischer Drostenhof 174

1. Schriftführer Hermann Linnenlüke, Südstr. 155

2. Schriftführer Gerhard Wegmann Osttor

Kassierer Hch Hellweg Osttor 349

 

1907

Landwirtschaftlicher Verein der Stadt S. und des Amtes Vorhelm hält Tierschaufest beim Wirt Werring ab. Schau ind er sogenannten Mühelkuhle; Zug mit Musik von der Wirtschaft Werring zur Mühlenkuhle; Abends Zapfenstreich durch die Stadt; Abbrennen einiger bengalischer Flammen; Festball mit Verlängerung der Polizeistunde

Vereinsdirektor Reinhold Brüning (Tönnishäuschen)

 

 

1907

Gründung und Satzungsverabschiedung Verein "Frohsinn"

1. Zweck des Vereins ist, gemütliche Geselligkeit und Frohsinn zu hegen und zu pflegen

2. Mitglieder nur unbescholtenen Männer (keine Frauen!)

7, monatliche Generalversammlung

8. Vereinsabende finden jeden Abend statt, jedoch außer der Charwoche

10. Vereinslokal ist im Hotel Ridder (Inhaber C. Schramm)

Vorstand  Fr. Hesse/Isfort/Schramm

Mitgleider (außer Vorstand)

- Joh Lainck-Vissing

- H Dorsel

- Dr. med Röhrkohl

- J B Holtel

- A  Ehsmeyer

- B  Bücker

- W. Schmülling

- C. Katjo

- A. Pottmeyer

- C. Bischof

- A. Eenschoven

- Hub. Tergeist

- A. Keller

- Th Knieper

- H. Ramesohl

1908

Wiederholte werbende Aufforderungen dem Verband Westf. Verkehrvereine beizutreten   

1913 I 1

Gründung de Brieftaubenvereins Blitz; 12 Mitglieder, 2 Ehrenmitglieder.

Antrag auf Beihilfe; Stadt zahlt 21 Mark; Schriftführer Heinrich Ahland

1914 I 10

Bürgermeister Hetkamp an Diözesanpräses der kath Gesellenvereine Kochmeyer MS

 

Seit Jahren dringender Wunsch der Handwerksmeister und Gesellen, einen Gesellenverein für den hiesigen Ort ins Leben zurufen. 120 Handwerksmeister und ca 70 Gesellen in einem Ort von 3000 Einwohnern.

Der Verein würde unter guter Leitung sicher lebensfähig sein

Darauf 1914 III 23: Mitteilung Kaplan Fürstenau (Präses) und Bürgermeister Hetkamp; Erfolgte Gründung des kath Gesellenvereins

Gelichzeitg Antrag auf Unterstützung durch die Stadt (Stadt hat bisher in hochherziger Weise Vereine, welche sich in der Jugendpflege oder für das soziale Wohl der Stadt betätigen, durch GEldmittel unterstützt und ist ihnen besonder bei der Gründung durch eine beträchtliche Summe zu Hilfe gekommen. 

Darauf 100 Mark aus Sparkassenüberschüssen

 

Beigefügt eine gedruckte Satzung für den kath Gesellen-Verein zu Sendenhorst (Pöttkendruck) 

 

1914 II 1

Turn-Verein Sendenhorst (1. Bezirk des Münsterländer Turngaues, Kreis VIIIa der Deutschen Turnerschaft)

Mitteilung statt Vorsitzendem Lehrer Knieper Bahnmeister Kröger

Heinrich Terwesten, Schriftführer______

 

1914 III

Brieftaubenverein Blitz, 1913 gegründet, z Zt 12 Mitglieder und 2 Ehrenmitglieder , bittet Stadt um Beihilfe von 50 Mark

Begründung: Unser Verein hat gleich im Gründungsjahr 12 Presei erobert

Die Luftlienie welche unsere Vereinstauben geflogen betrug beim letzten Fluge 473 km

 

1914 III

Centrumsversammlung bei Gastwirt WErring, Mitteilung Kaplan Fürstenau

 

1923 B 161

Mitgliederliste Kegelklub Eintracht

Kegelabend Samstagsabend; Wirtschaft Hullerum

geschlossene Gesellschaft

Vorsitzender E. Borgmann

2. Vors,     B Holtel

Schriftführ. F Lütke

Kassierer    Hullerum

Sonstige Mitglieder

Dt Schwermann

Al Brinkmann

Fr. Brinkmann

H Löckmann

Fr Brüggemann

H Leifert

F Silling

C. Lammerding

f. Lammerding

Dt. Holtmann

H Everke

R. Sieckmann

H. Telges

E. Bonse

P. Obermeier

 

1923 

Beamtenverein Sendenhorst

durchschschnittlich monatlich eine Versammlung

40 Mitglieder (Post,Bahn, Lehrer, Stadtverwaltung, Polizei)

 

1923 XI 11

Öffentliche Versammlung des Arbeiter-Vereins Sendenhorst (Politische Gegenstände kommen nicht zur öff.Verhandlung)

 

1924 I 18

Hermann Brünemann beantragt öff. Versammlung bei Seelige zur Gründung eines Konsumvereins

 

1925 IV 26

Reiterverein-Sendenhorst

Stadt- und Landgemeinde

 

21.10.1926

Reichsverband Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener Ortsgruppe Sendenhorst:

Versammlung bei Kamerad Hullerum; Tagesordnung

- Kranzniederlegung am Allerseelentage

- Besprechung der Weihnachtsfeier

 

1927

Fehlanzeige: Es besteht kein Obst. und Gartenbauverein

 

1930 VI

Meldung: Vorhandensein eines "Kleinkaliber-Sportvereins Sendenhorst 15 Mitglieder, 1 Kleinkaliberbüchse

 

1936 B 127

Gestapo MS: Anfrage über bestehende Herrengesellschaften o.ä.

Antwort Bürgermeister: Seit Jahren besteht hie eine Gesellschaft "Verein". Politisch beteiligt sich diese Gesellschaft nicht und hat sich auch früher soweit bekannt ist, nicht politisch betätigt.

 

1939 IV 10 B 29

Gastwirt Herweg beantragt Verlängerung der Polizeistunde für eine Veranstaltung des Chorvereins "Eintracht" in seinem Saale

 

 

Ziegnzuchtverein

 

19.08.1905

Als Entschädigung der Kosten der Ziegenschau wird die Pacht mit 15 Mk gecshenkt, für die folgenden Jahre bis zum Ablauf der Pachtperiode der städtische Grundstücke wird die Pacht auf  10 Mk festgesetzt

Kaiserbild

 

1912 II 7

"eingesandt"

Kritik am Bau des Sendenhorster Rathauses, an der Vergabepryxis usw.

... Ja, es wird noch rieisge Summen verschlucken, wenn man die Vorschläge des Bürgermeisters hört, ein Kaiserbild von 630 Mk., und Stühle von je 26 Mk ...wogegen ander Städte, die es sich viel besser leisten können wie wir, 20 Mk für das Kaiserbild auslegen.

Civis

B 43

 

Sozialdemokratische Tageszeitung "Der Hammer" vo, 05.10.1927:

 

Aus dem Kreisausschuß Beckum

Stadt Sendenhorst, Wilhelm II. und Siegel mit Szepter und Krone.

 

Der Kreisausschuß des Kreises Beckum hielt seine letzte Sitzung in Sendenhorst ab. Die Leitung des kath. Krankenhauses Sendenhorst hatt den Kreisausschuß zu einer Besichtigung des Krankenhauses eingeladen. Die Stadt Sendenhorst stellte für die Beratung den Rathaussitzungssakk zur Verfügung, Soweit war ja alles ganz nett. Als der republikanische Landrat und die Kreisausschußmitglieder mit einigen Beamten der Republik den Sitzungssaal betraten, sah man auf dem Sitzungstisch Blumen und eine Kiste Zigarren, 

Als einzigstes Porträt zierte die Wand Wilhelm II, nicht der 1. und 2. Reichspräsident der deutschen Republik. Was hat denn auch Sendenhorst mit der Republik zu tun? Im Zeichen Wilhelm des letzten werden in diesem Saal von den Stadtverordenten mit dem Bürgermeister an der Spitze Becshlüsse gefaßt. Daß der Bürgermeister als Polizeiverwalter ganz besonders verpflichtet ist, für die Stärkung der Autorität des heutigen Staates einzutreten, dürfte jedem klar sein. Als wir noch die Monarchie hatten, da wußte auch die Stadt Sendenhorst, was sie dem monarchistischem Staate schuldig war: die Achtung des Repräsentanten der damaligen deutschen Demokratie. Deshlab ist ja auch das Bild des Exkaisers Wilhelm II. von der Stadt Sendenhorst beschafft worden, Was nicht alles inder geduldigen Republik möglich ist. Was wäre geschehen, wenn vo dem Kriege in dem sitzungssalle anstatt Wilhelm II, der große Führer der Sozialdemokratie Bebel gehangen hätte? Die Antwort kann sich jeder selbst geben. Es war gut, daß der Sitzungssaal nicht geheizt war, so daß der Kreisausschuß auch as diesem Grund gezwungen war, in ein anderes Sitzungszimmer, da in dankenswerter Weise vom Krankenhaus zur Verfügung gestellt wurde, überzusiedeln, Im anderen Falle hätte erst festgestellt werden müssen, ob wir unter Aufsicht Wilhelm II. als treue Deiner einer Republik, denn auch die unbesoldeten Kreisausschußmitglieder gelten als Beamte im Sinne des Disziplinargesetzes für nichtrichterliche Beamte von 1852, tagen dürften. Bei dieser Gelegenheit wollen wir bemerken, daß erst im vorigen Jahre festgestellt worden ist, daß in der Stadt Sendenhorst noch amtliche Siegel mit Szepter und Krone verwandt wurden, Ob das jetzt noch der Fall ist, entzieht sich unserer Kenntinis. Jdenfall dürfdte eine amtliche Nachprüfung am Platze sein. Was in nationaler Hinsicht für die Staats- und Reichsbehörden Pflicht ist, muß auch für Selbstverwaltungen Pflicht sein. Der preußische Innenminister Greczinsky hat erst vor kurzem auf dem Städtetat inmagdeburg erklärt, daß die Selbstverwaltung da aufhören muß, wo es sich um die nationalen Belange des heutigen Staates handelt, Das muß auch für Sendenhorst in Frage kommen

 

Der Regierungspräsident                 Münster, den 24. 10.1927

 

Mit einer Ablage 

dem Bürgermeister 

          Sendenhorst

 

durch den Herrn Landrat

                   Beckum

zum eingehenden Bericht übersandt.

 

 

Der Regierungspräsident            Münster, den 12. November 1927

1a Nr. 3719 II.

 

 

 

Zum Bericht vom 5. 11. 1927

 

 

Mit Bezug auf den Runderlaß vom 21.7.1922 (Abl. i.V. S. 724) ersuche ich, das Kaiserbild zu entfernen und mir vom Geschehenen bis zum 1.12.1927 zu berichten. Gelichzeitig ersuche ich um verantwortliche Äußerung, warum der Erlaß bisher nicht durchgeführt worden ist.

 

gez. Dr. Amelunxen

 

 

An den Herrn Bürgermeister               Ich ersuche, dem in Rückbericht

Sendenhorst                              durch meine Hand

durch den Herrn Landrat                   vorzulegen

in Beckum                                der Landrat

 

 

Konzept

Sendenhorst den 5. 11. 27

Dem Herrn Regierungspräsidenten in Münster

durch den Herrn Landrat

mit folgendem Berichte zurückzureichen:

Es ist richtig, daß das Bild des ehemaligen Kaisers Wilhelm II,. im Sitzungssaale des Rathaueses hängt, nicht richtig ist es,. daß das Bild von der Stadt Sendenhorst beschafft worden ist.

Das Bild ist vielmehr das Geschenk eines Wohltätersm der noch mehrere Bilder für das Rathaus geschenkt und im Laufe der Jahre viel Gutes für die Stadt Sendenhorst getan hat, Aus Pietät gegen den Stifter ist das Bild nicht entfernt worden.

Aus demselben Grunde wurde auch ein vor einigen Jahren von einem Stadtverordneten gestellter Antrag auf Entfernung des Kunstwerkes (!) aus dem Sitzungsaale von der Stadtvertretung abgelehnt.

Es ist unwahr, daß hier im vorigen Jahre noch derartige Siegel verwandt worden sind. 

 

II

Konzept 

Sendenhorst, den 27.11.1927

Regierungspräsident durch Landrat

 

Das Kaiserbild ist aus dem Sitzungsaal entfernt worden.

Im Übrigen bitte ich Bezug nehmen zu dürfen auf den Bericht vom 5. November 1927, Nr, 3567:

Andere oder neue Gründe vermag ich nicht anzuführen.

 

 

 Öffentliche Beleuchtung

Laternen

 

die Laternen wurden mit Petroleum gespeist: Vergabe meistbietend

Die Anlage war Sache der Anlieger. Die Unterhaltung übernahm die Stadt (wenigstens um 1890)

 

Sept 1892

Maurer Friedrich Seelige erhält fgür das Anzünden der Laternen statt bisher 40, 60 Mk jährlich

 

Okt. 1895

Erhöhung der Vergütung auf 70 Mk

 

Polizei

Polizeidiener

 

 

1832 

Für den verstorbenen Polizeidiener Lahrmann wird eingestellt Degenhart

Jahresgehalt 60 Thlr, dazu 15 Thlr Uniformgeld

 

Aufgaben Degenhart:

Begleitung der Kantonisten nach Beckum zur Aushebung durch die Departements-Commission für zwei Tage eine Thlr

 

 

Polizei

(nach Akten des Kreisarchivs)

 

ca 1830

Polizeidiener in Enniger 75 Rthlr Gehalt

                 Vorhelm 60 Rthrl

                S'horst 100 Rthlr

und jeweils 15 Rthlr für Dienstkleidung

 

1834

erstmalig: Anfertigung einheitlicher Dienstkleider (Uniformen):

- Kappe mit roten Streifen

- Bewaffnung nebst Knüppel und Schild (müsssen noch beschafft werden)

- Tuch von Kaufmann Phil. August Rose MS

- Schneider Vunke Ahlen

- Schild (Leder) nach dem Vorbild des Oelder Polizeidieners

 

          

1854

Suspension des Polizeidieners Degenhart

 

1855

Wege und Gefangenenwärter Gerhard Kottenstein übernimmt die  Stelle  des Degenhardt

 

1856

Freispruch des Degenhardt  betr  unsittl  Verhalten  (ders.  seit  1830  im  Dienst)

 

1864

Miete für den im Osttor wohnenden Gefangenen- und Wegewärter Kottenstein

 

1872

Anstellung eines eigenen Polizeidieners für das Ksp

Ksp zahlt Degenhardt 40 Thl Pension, Stadt 60 Thl = 100 thl; zu wenig

___________________________________________________

 

 

 

1832 X LR BE

Bezug: Bericht über die schlechte Aufführung des Bernard Linnemann: Einsetzen von sechs neuen Scheiben in der Wohnung des Polizeidieners Degenhart, weil ihm solche frevelhafter Weise von noch unbekannter Hand eingeworfen wurden

 

 

Polizeisergeant Bernard Pieper

* 1886 IV (Greven); Eltern Weichensteller Ferdinand P oo Marg Tegeder

Vokrsschule, Rektoratcshule bis Untertertia, Bahnarbeiter Emsdettten, Militär

21 III - 14. VI 1909 Polizeiscule Recklinghsuen; Ist befähigt zum Polizeisergeanten

1ca 1914

Umschlagdeckel, Handschrift Hetkamp: Personalakte Polizeisergeant Bernhard Pieper

01.09.1909 Einstellung (Diensteid) als PolSerg. in Sendenhorst

Jahresgehalt 950 + 150 Mietensch. + 100 Kleidergeld = monatl.100M

auch Vollziehungsbeamter und Wegeaufsicht

1912 Antrag Pfr Beckmann, Pieper als Kirchenschweizer einzustellen wird von Bürgermeister Hetkamp abgelehnt

1917 Wiedereinstellung in den Militärdienst

 

1919 statt Polizeisergeant Polizeiwachtmeister

1920 III 22: Vereidigung Pieper: Ich schöre Treue der Reichsverfassung"

1929 Einführung eines wöchtliche vorzulegenden Dienstbuches

ab 1931 Unregelmäigkeiten bei der Abrechnung von beigetriebenen Steuern und Außenständen. Klagen mehren sich. Pieper verwickelt sich in Widersprüche, schafte Verwahnung

1931 IX: die Stadtkasse ist dauernd in Geldschwierigkeiten, Zum größten Teil ist diese Geldknappheit daruaf zurückzuführen, daß der Vollziehungsbeamte die Aufträge entweder gar nicht oder sehr lässig ausführt

1931 XII Unterschlagung eines Briefes

1932 I: Flucht in die Pensionierung: Amtsärztliche Zeugnis: Pieper ist ein stark fettleibiger Mann von hochroter Gesichtsfarbe und kurzem, gedrungenen Körperbau

Unter besonderer Berücksichtigung er körperlichen und geistligen Antrengungen, die heute an einen Polizeibematen gestellt werden, halte ich eine volle Dienstunfähigkeit auf Grund meines Untersuchungsbefunden nocht mehr gegeben. 

Anfang 1932: Ermittlungsverfahren eingeleitet (Unterschlagung und Fälschung) 

1932 VIII 22 Polizeihauptwachtmeister und Vollz,B. Pieper aus Sendenhorst wird von der Strafkammer des LG MS wegen Unterschlagung im Amten sowie Urkundenfälschung und Betrug zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr 7 Monaten bei sofortiger Verhaftung verurteilt

1932 X Reichsgericht Leipzug verwirft die Revision

1932 X LR Einleitung eines Disziplinarverfahrens

1933 VI 6 Nachweis zur Festsetzung der Versorgungsbezüge: 65% der Dienstbezüge, = 2278 RM, von der Dienststrafkammer auf 50% auf 7 Jahre reduziert = ca 1750, = monatlich 148 RM

1934 I 10 Entlassung aus dem Strafvollzug; Rststrafe im Gnadenweg erlassen

1937:Bürgermeister beurteilt P Führung: Seine Kinder sind ordentlich erzogen und gehören dem RAD, der Hitlerjugend und dem BDM an. Er Selbst gehört der NSKOV an, welches eine Gliederung der Partei ist. Aus gesundheitlichen Gründen erwerbsunfähig 

1937 VII +Pieper; Frau stellt Antrag auf Witwenrente

1938 III 31:Regierungspräs. überweist die Personalakten des +Polizeiwachtmeisters Pieper (52J)

Stadt versucht, die Witwen- und Waisenrente nicht anzuerkennen, da sie bereits stark mit Pensionzahlungen (Düchtung, Hetkamp, Kleinhans, Saerbeck, Westtor 402) belastet ist. Gesuche werden hin- und hergeschoben. Ausgang nicht bekannt

Polizei-Hauptwachtmeister Bernard Pieper

* 01.04.1986

verheiratet,Kinder

- Heinrich   * 08.07.1913

- Felix      * 09.09.1916

- Anna       * 18.06.1919

- Hildegard  * 22.05.1924

- Walter     * 26.05.1925

 

Grundgehalt  2700

Wohnungsg     474

Kinderzulage 1440        gesamt 4672 RM

 

 

 

1918 X 31

Antrag des Gendarmerie Wachtmeister Kleinke und des Polizeisergeanten Pieper auf Befreiung ihrer Schutz- und Begleithunde von der Hundesteuer; genehmigt

 

1920 II  B 128

Gendarmerie Wachtmeister Kleinke erhält Zulage für Vertretung von 8 Wochen während der ERkrankung des Polizei Wachtmeisters Pieper

 

1920 V

B. Siekmann beantragt beim Landratsamt Erhöhung der Miete für die angemietete Gendarmeriewohnung

 

1920 VIII 27

BE beabsichtigt, mehrere Landjäger einzustellen. Sendenhorst will einen unverheirateten Mann übernehmen, da hierfür Wohnung vorhanden. Keine Familienwohnung

 

1920 X 18

Einweisung des unverh. Vizefeldwebels E. Bull, Holzminden in eine Aushilfsjägerstelle (Sendenhorst); wohnt beim Metzgermeister Niermann, Oststraße

 

1923 III 31 B 127

LR teilt Zuständigkeitsabgrenzung mit:

Oberlandjäger Kleinke:

engerer Dienstbezirk Sendenhorst (alle Bauerschaften) und Sommersell, Wessenhorst

erweiterter Dienstbezikr; Landjägeramt Vorhelm

 

1924 V 20

LR: Oberlandjäger Herken, engerer Dienstbezirk Sendenhorst

 

1924

Landrat: gemäß Dienstvorschrift der preußischen Landjägerei sollen sich die Landjäger an den Standorten, der gleichzeitig Sitz der Ortspolizeibehörde ist, wenigstens einmal wöchentlich beim Bürgermeister zur Entgegennahme etwaiger Ansuchen melden. 

 

1925 

Landjäger Herken

 

1926 IV

Aushang von Plakaten zur Eröffnung der Halle Münsterland

 

1927 III B127

Landjägereiamt Vorhelm (Ljägermeister Gerats) 

- Ahlen I und II, Sendenhorst (Herken)

(Dez 1927 von Vorhelm nach Ahlen verlegt)

 

1932 III 31

Ausschreibung der Stelle des Polizeihauptwachtsmeisters

eingestellt wird Versorgungsanwärter Heinrich Schulte, wohnhaft Hamm, Kentroper Weg 15

01.11.1932

Dienstantritt 

Personalien: * 25.08.1900 Thuine, Kreis Lingen

wohnahft Weststr. 287, Sendenhorst

8.11.1936 SA-Sportabzeichen

 

 

1934 B144

Merkblatt Nachprüfung der Gemeindepolizei

Polizeihauptwachtmeister 34J., wird nach staatlichen GRundsätzen besoldet

keine Hilfspolizei eingestellt

Diensteinteilung erfolgt auf Anordnung des Bürgermeisters

Es ist ein Nachtwächter vorhanden

Schulte hat 3mal in der Woche nachts Dienst 2-3 Stunden 

keine Ausländer im Bezirk

Gasthöfe, Meldewesen: geschieht, aber fast keine Übernachtungen

keine Lokale mit weiblicher Bedienung

Baugenehmigungen 1933: 31, 1934 13

 

1941 IX 5 

Beuurteilung durch Austrup: In dienstlicher Hinsicht war Sch stets sehr aktiv und äußerst eifrig Er ist ein pflichttreuer Beamter, hat eine leichte Auffassungsgabe und eignet sich gut im Fahndungs. und Erkennungsdienst. Sch hat einen ehrlichen und aufrichtigen Charakter ... 

wird von der Stadt Sendenhorst zur Beförderung als Polizeimeister vorgeschlagen: (18 Jahre im Polzeidienst, dh seit 1923)

hat mehrere Lerhgänge besucht Gasuführerschule und Reichsführerschule der NSDAP

1941 IX 12:Untersuchung durch die Sanitätsstelle der Schutzpolizei REcklinghausen (Zahnetraktion, Impfung gegen Pocken, Typhus und Paratyphus) Einsatz in Rußland vorgesehen? 

Personalbogen: * Thuine Kreis Lingen 25.08.00 oo Maria Klene, Dörpen Kreis Ascheindorf, Sohn Erich *1935 Rheine. 

1941 XI 1 Schutzpolizeidienstabteilung Rheine

1943 Schulte kann für seine Familie in Rheine keine Wohnung bekommen. 

 

 

1936 B 128

Erstmalig: Ergebnis bei der Verkehrskontrolle am 18. Juli 1936

Gendarmerie, Amtsbreich Sendenhorst 

Gebührenpflichtige Verwarnungen: Radfahrer 2

                                 Kräder    3

Sicherstellung 1 Kraftrad

Vorführung     1 Kraftrad

bei PKW und LKW Fehlanzeige

 

1937/38

Polizeiliche Strafverfügungen  (hier 1946 Mitteilung an LR)

1937

11 wegen groben Unfug

 1 wegen Abspringen vom fahrenden Zug

 3 wegen ruhestörenden Lärm

 6 Übertretung baupol Gsetze

 8 Benutzung falscher Gewicht

 1 Unterlassung der pol anmedlung

 1 weil Sohn nicht zur Schule geschickt

1938

12 grober Unfug

 1 Nichtfestsetzung eines beißigen Hunde

 2 Unerlassung pol Anmeldung

 5 Gefährdung des Verkehrs

 1 ruhestörender Lärm

 3 Nichtbeachtung baupol Gesetze

 1 wegen freien Herumlaufesn von Hühnern

1938 III B 128

Verkehrskontrolle auf drei Tage ausgedehnt

kontrolliert   beanstandet

PKW    44       3

Fuhrwerke      2    -

Fahrräder     37       4

insgesamt 7 gebührenpflichtige Verwarnungen

 

 

1938 V 18

Reichführer SS und Chef der Deutschen Poliezi:

ich verbiete für alle Angehörigen der SS und Poliezi den neu augenommenen Tanz "Swing" in Uniform zu tanzen

 

 

1939 XII 28

Polizei als Freund und Helfer, Vermittler bei den Behörden_ Gend,Mstr Herken an Bürgermeister: Amtliche Anordnungen durch Ausschellen werden oft nicht von den Bürgern (nicht Volksgenossen!)  außerhalb des geschlossenen Stadtteils gehört. 

"HerrnBürgermeister bringe ich dieses zur Kenntnis wie die Bevölkerugn sich darüber ausspricht, vielleicht ist auch heir ein Ausweg zu findem um diesem Übel auch hier abhelfen zu können"

Daruaf anweisung an Becker und Menke, die Bekanntmachung weiter vor dem Toren zuer folgen 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

 

1945 VI 6

Meldebestätigung für den Hilfspolizisten Franz Pälmke, Nordstr. 3,

* 04.04.91

 

1945 VI 7 LR BE

Die Polizei untersteht der Mil Reg und zwar ohne Einschränkung. Die Herren Bürgermiester haben an Polizeibeamten und pol. Dienststellen keine Befugnisse. (mehr)

 

 

1945 IX 4 B 127

Landespolizeipräsident von Westfalen: Abwicklung aller Vorgänge der früheren Dienststelle des Befehlshabers der Ordnungspolizei un der früheren Stapoleitstelle MS

 

1946 II 19

Neuordnung der Polizei; Vollzugs- und Kriminalpolizei steht ganz unter der Befehlsgewalt und Aufsicht der MilReg

aufgaben der bisherigen Verwaltungspolizei:

- Meldewesen

- Pawesenn

- Staatsangehörigskietswesen

- Namen, Namensänderung

- Zeugnisse, Bescheinigungen

- Straßen, Straßenordnung

- Verkehrsregelung ....

- Gewerbepolizei 

- Gesundheitspolizei

- Veterinärpolizei ...

- Baupolizei usw.

 

1946 III 13 B48

Lt Verfügung des Kommandierenden Polizeioffiziers RB MS sind folgende Polizeibeamte zum 1. 4. 1946 wegen Polizeidienstuntauglichkeit in den  Ruhestand versetzt

Polizei.Meister Karl Möller, Sendenhorst

Versorgungsbezüge auf 225 RM festgesetzt (22 Dienstjahre seit 1923)

 

1946 III 29

Pol.Meister Hahnekamp von der PolStation Heessen nach Sendenhorst versetzt. verlangt Trennungsentschädigung (Frau wohnt in Heessen; Februar 1945 von Schlochau,Pommern geflüchtet

1946 X 16 B128

Stadtdirektor beschwert sich, daß trotz der seit längerer Zeit durchführten Trennung von Polizei und Verwaltung die Stadt immer noch die Portokosten für die Polizeistation trägt

 

04.05.1946 B 49

Nachweis der kommunalen Polizeibeamten: Sendenhorst drei Schupo

Anm. die Polizeibeamten werden aus Gemeindemitteln bezahlt

1946 X 23

Stadt beantragt Mietentschädigung für die von der Poliezistation benutzten Diensträume siet 1. 4. 1946 in Höhe von monatlich 60 RM

 

1947 VII 17 Beckum (B48) Neueinteilung der Polizeistationen:

Pol.St. Vorhelm aufgelöst. Stationsbereiche Sendenhorst und Vorhelm zur PolStation Sendenhorst vereinigt. Leiter Sendenhorst. ist Polizei-Meister Zerbe, Vorhelm. Vertreter Po-Mstr Hahnekamp, Sendenhorst.Polizeistation 8 (Sendenhorst) erfaß S.S-Ksp, Enniger und Vorehlm

Gruppenpsten Enniger, Polizeiposten Vorhelm

1949 I

Polizeiwachtmeister Söthe (keine weiteren Informationen)

 

 

 

 

Polizei

Polizeidiener

 

 

1832 

Für den verstorbenen Polizeidiener Lahrmann wird eingestellt Degenhart

Jahresgehalt 60 Thlr, dazu 15 Thlr Uniformgeld

 

Aufgaben Degenhart:

Begleitung der Kantonisten nach Beckum zur Aushebung durch die Departements-Commission für zwei Tage eine Thlr

 

 

Polizei

(nach Akten des Kreisarchivs)

 

ca 1830

Polizeidiener in Enniger 75 Rthlr Gehalt

                 Vorhelm 60 Rthrl

                S'horst 100 Rthlr

und jeweils 15 Rthlr für Dienstkleidung

 

1834

erstmalig: Anfertigung einheitlicher Dienstkleider (Uniformen):

- Kappe mit roten Streifen

- Bewaffnung nebst Knüppel und Schild (müsssen noch beschafft werden)

- Tuch von Kaufmann Phil. August Rose MS

- Schneider Vunke Ahlen

- Schild (Leder) nach dem Vorbild des Oelder Polizeidieners

 

          

1854

Suspension des Polizeidieners Degenhart

 

1855

Wege und Gefangenenwärter Gerhard Kottenstein übernimmt die  Stelle  des Degenhardt

 

1856

Freispruch des Degenhardt  betr  unsittl  Verhalten  (ders.  seit  1830  im  Dienst)

 

1864

Miete für den im Osttor wohnenden Gefangenen- und Wegewärter Kottenstein

 

1872

Anstellung eines eigenen Polizeidieners für das Ksp

Ksp zahlt Degenhardt 40 Thl Pension, Stadt 60 Thl = 100 thl; zu wenig

___________________________________________________

 

 

 

1832 X LR BE

Bezug: Bericht über die schlechte Aufführung des Bernard Linnemann: Einsetzen von sechs neuen Scheiben in der Wohnung des Polizeidieners Degenhart, weil ihm solche frevelhafter Weise von noch unbekannter Hand eingeworfen wurden

 

 

Polizeisergeant Bernard Pieper

* 1886 IV (Greven); Eltern Weichensteller Ferdinand P oo Marg Tegeder

Vokrsschule, Rektoratcshule bis Untertertia, Bahnarbeiter Emsdettten, Militär

21 III - 14. VI 1909 Polizeiscule Recklinghsuen; Ist befähigt zum Polizeisergeanten

1ca 1914

Umschlagdeckel, Handschrift Hetkamp: Personalakte Polizeisergeant Bernhard Pieper

01.09.1909 Einstellung (Diensteid) als PolSerg. in Sendenhorst

Jahresgehalt 950 + 150 Mietensch. + 100 Kleidergeld = monatl.100M

auch Vollziehungsbeamter und Wegeaufsicht

1912 Antrag Pfr Beckmann, Pieper als Kirchenschweizer einzustellen wird von Bürgermeister Hetkamp abgelehnt

1917 Wiedereinstellung in den Militärdienst

 

1919 statt Polizeisergeant Polizeiwachtmeister

1920 III 22: Vereidigung Pieper: Ich schöre Treue der Reichsverfassung"

1929 Einführung eines wöchtliche vorzulegenden Dienstbuches

ab 1931 Unregelmäigkeiten bei der Abrechnung von beigetriebenen Steuern und Außenständen. Klagen mehren sich. Pieper verwickelt sich in Widersprüche, schafte Verwahnung

1931 IX: die Stadtkasse ist dauernd in Geldschwierigkeiten, Zum größten Teil ist diese Geldknappheit daruaf zurückzuführen, daß der Vollziehungsbeamte die Aufträge entweder gar nicht oder sehr lässig ausführt

1931 XII Unterschlagung eines Briefes

1932 I: Flucht in die Pensionierung: Amtsärztliche Zeugnis: Pieper ist ein stark fettleibiger Mann von hochroter Gesichtsfarbe und kurzem, gedrungenen Körperbau

Unter besonderer Berücksichtigung er körperlichen und geistligen Antrengungen, die heute an einen Polizeibematen gestellt werden, halte ich eine volle Dienstunfähigkeit auf Grund meines Untersuchungsbefunden nocht mehr gegeben. 

Anfang 1932: Ermittlungsverfahren eingeleitet (Unterschlagung und Fälschung) 

1932 VIII 22 Polizeihauptwachtmeister und Vollz,B. Pieper aus Sendenhorst wird von der Strafkammer des LG MS wegen Unterschlagung im Amten sowie Urkundenfälschung und Betrug zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr 7 Monaten bei sofortiger Verhaftung verurteilt

1932 X Reichsgericht Leipzug verwirft die Revision

1932 X LR Einleitung eines Disziplinarverfahrens

1933 VI 6 Nachweis zur Festsetzung der Versorgungsbezüge: 65% der Dienstbezüge, = 2278 RM, von der Dienststrafkammer auf 50% auf 7 Jahre reduziert = ca 1750, = monatlich 148 RM

1934 I 10 Entlassung aus dem Strafvollzug; Rststrafe im Gnadenweg erlassen

1937:Bürgermeister beurteilt P Führung: Seine Kinder sind ordentlich erzogen und gehören dem RAD, der Hitlerjugend und dem BDM an. Er Selbst gehört der NSKOV an, welches eine Gliederung der Partei ist. Aus gesundheitlichen Gründen erwerbsunfähig 

1937 VII +Pieper; Frau stellt Antrag auf Witwenrente

1938 III 31:Regierungspräs. überweist die Personalakten des +Polizeiwachtmeisters Pieper (52J)

Stadt versucht, die Witwen- und Waisenrente nicht anzuerkennen, da sie bereits stark mit Pensionzahlungen (Düchtung, Hetkamp, Kleinhans, Saerbeck, Westtor 402) belastet ist. Gesuche werden hin- und hergeschoben. Ausgang nicht bekannt

Polizei-Hauptwachtmeister Bernard Pieper

* 01.04.1986

verheiratet,Kinder

- Heinrich   * 08.07.1913

- Felix      * 09.09.1916

- Anna       * 18.06.1919

- Hildegard  * 22.05.1924

- Walter     * 26.05.1925

 

Grundgehalt  2700

Wohnungsg     474

Kinderzulage 1440        gesamt 4672 RM

 

 

 

1918 X 31

Antrag des Gendarmerie Wachtmeister Kleinke und des Polizeisergeanten Pieper auf Befreiung ihrer Schutz- und Begleithunde von der Hundesteuer; genehmigt

 

1920 II  B 128

Gendarmerie Wachtmeister Kleinke erhält Zulage für Vertretung von 8 Wochen während der ERkrankung des Polizei Wachtmeisters Pieper

 

1920 V

B. Siekmann beantragt beim Landratsamt Erhöhung der Miete für die angemietete Gendarmeriewohnung

 

1920 VIII 27

BE beabsichtigt, mehrere Landjäger einzustellen. Sendenhorst will einen unverheirateten Mann übernehmen, da hierfür Wohnung vorhanden. Keine Familienwohnung

 

1920 X 18

Einweisung des unverh. Vizefeldwebels E. Bull, Holzminden in eine Aushilfsjägerstelle (Sendenhorst); wohnt beim Metzgermeister Niermann, Oststraße

 

1923 III 31 B 127

LR teilt Zuständigkeitsabgrenzung mit:

Oberlandjäger Kleinke:

engerer Dienstbezirk Sendenhorst (alle Bauerschaften) und Sommersell, Wessenhorst

erweiterter Dienstbezikr; Landjägeramt Vorhelm

 

1924 V 20

LR: Oberlandjäger Herken, engerer Dienstbezirk Sendenhorst

 

1924

Landrat: gemäß Dienstvorschrift der preußischen Landjägerei sollen sich die Landjäger an den Standorten, der gleichzeitig Sitz der Ortspolizeibehörde ist, wenigstens einmal wöchentlich beim Bürgermeister zur Entgegennahme etwaiger Ansuchen melden. 

 

1925 

Landjäger Herken

 

1926 IV

Aushang von Plakaten zur Eröffnung der Halle Münsterland

 

1927 III B127

Landjägereiamt Vorhelm (Ljägermeister Gerats) 

- Ahlen I und II, Sendenhorst (Herken)

(Dez 1927 von Vorhelm nach Ahlen verlegt)

 

1932 III 31

Ausschreibung der Stelle des Polizeihauptwachtsmeisters

eingestellt wird Versorgungsanwärter Heinrich Schulte, wohnhaft Hamm, Kentroper Weg 15

01.11.1932

Dienstantritt 

Personalien: * 25.08.1900 Thuine, Kreis Lingen

wohnahft Weststr. 287, Sendenhorst

8.11.1936 SA-Sportabzeichen

 

 

1934 B144

Merkblatt Nachprüfung der Gemeindepolizei

Polizeihauptwachtmeister 34J., wird nach staatlichen GRundsätzen besoldet

keine Hilfspolizei eingestellt

Diensteinteilung erfolgt auf Anordnung des Bürgermeisters

Es ist ein Nachtwächter vorhanden

Schulte hat 3mal in der Woche nachts Dienst 2-3 Stunden 

keine Ausländer im Bezirk

Gasthöfe, Meldewesen: geschieht, aber fast keine Übernachtungen

keine Lokale mit weiblicher Bedienung

Baugenehmigungen 1933: 31, 1934 13

 

1941 IX 5 

Beuurteilung durch Austrup: In dienstlicher Hinsicht war Sch stets sehr aktiv und äußerst eifrig Er ist ein pflichttreuer Beamter, hat eine leichte Auffassungsgabe und eignet sich gut im Fahndungs. und Erkennungsdienst. Sch hat einen ehrlichen und aufrichtigen Charakter ... 

wird von der Stadt Sendenhorst zur Beförderung als Polizeimeister vorgeschlagen: (18 Jahre im Polzeidienst, dh seit 1923)

hat mehrere Lerhgänge besucht Gasuführerschule und Reichsführerschule der NSDAP

1941 IX 12:Untersuchung durch die Sanitätsstelle der Schutzpolizei REcklinghausen (Zahnetraktion, Impfung gegen Pocken, Typhus und Paratyphus) Einsatz in Rußland vorgesehen? 

Personalbogen: * Thuine Kreis Lingen 25.08.00 oo Maria Klene, Dörpen Kreis Ascheindorf, Sohn Erich *1935 Rheine. 

1941 XI 1 Schutzpolizeidienstabteilung Rheine

1943 Schulte kann für seine Familie in Rheine keine Wohnung bekommen. 

 

 

1936 B 128

Erstmalig: Ergebnis bei der Verkehrskontrolle am 18. Juli 1936

Gendarmerie, Amtsbreich Sendenhorst 

Gebührenpflichtige Verwarnungen: Radfahrer 2

                                 Kräder    3

Sicherstellung 1 Kraftrad

Vorführung     1 Kraftrad

bei PKW und LKW Fehlanzeige

 

1937/38

Polizeiliche Strafverfügungen  (hier 1946 Mitteilung an LR)

1937

11 wegen groben Unfug

 1 wegen Abspringen vom fahrenden Zug

 3 wegen ruhestörenden Lärm

 6 Übertretung baupol Gsetze

 8 Benutzung falscher Gewicht

 1 Unterlassung der pol anmedlung

 1 weil Sohn nicht zur Schule geschickt

1938

12 grober Unfug

 1 Nichtfestsetzung eines beißigen Hunde

 2 Unerlassung pol Anmeldung

 5 Gefährdung des Verkehrs

 1 ruhestörender Lärm

 3 Nichtbeachtung baupol Gesetze

 1 wegen freien Herumlaufesn von Hühnern

1938 III B 128

Verkehrskontrolle auf drei Tage ausgedehnt

kontrolliert   beanstandet

PKW    44       3

Fuhrwerke      2    -

Fahrräder     37       4

insgesamt 7 gebührenpflichtige Verwarnungen

 

 

1938 V 18

Reichführer SS und Chef der Deutschen Poliezi:

ich verbiete für alle Angehörigen der SS und Poliezi den neu augenommenen Tanz "Swing" in Uniform zu tanzen

 

 

1939 XII 28

Polizei als Freund und Helfer, Vermittler bei den Behörden_ Gend,Mstr Herken an Bürgermeister: Amtliche Anordnungen durch Ausschellen werden oft nicht von den Bürgern (nicht Volksgenossen!)  außerhalb des geschlossenen Stadtteils gehört. 

"HerrnBürgermeister bringe ich dieses zur Kenntnis wie die Bevölkerugn sich darüber ausspricht, vielleicht ist auch heir ein Ausweg zu findem um diesem Übel auch hier abhelfen zu können"

Daruaf anweisung an Becker und Menke, die Bekanntmachung weiter vor dem Toren zuer folgen 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

 

1945 VI 6

Meldebestätigung für den Hilfspolizisten Franz Pälmke, Nordstr. 3,

* 04.04.91

 

1945 VI 7 LR BE

Die Polizei untersteht der Mil Reg und zwar ohne Einschränkung. Die Herren Bürgermiester haben an Polizeibeamten und pol. Dienststellen keine Befugnisse. (mehr)

 

 

1945 IX 4 B 127

Landespolizeipräsident von Westfalen: Abwicklung aller Vorgänge der früheren Dienststelle des Befehlshabers der Ordnungspolizei un der früheren Stapoleitstelle MS

 

1946 II 19

Neuordnung der Polizei; Vollzugs- und Kriminalpolizei steht ganz unter der Befehlsgewalt und Aufsicht der MilReg

aufgaben der bisherigen Verwaltungspolizei:

- Meldewesen

- Pawesenn

- Staatsangehörigskietswesen

- Namen, Namensänderung

- Zeugnisse, Bescheinigungen

- Straßen, Straßenordnung

- Verkehrsregelung ....

- Gewerbepolizei 

- Gesundheitspolizei

- Veterinärpolizei ...

- Baupolizei usw.

 

1946 III 13 B48

Lt Verfügung des Kommandierenden Polizeioffiziers RB MS sind folgende Polizeibeamte zum 1. 4. 1946 wegen Polizeidienstuntauglichkeit in den  Ruhestand versetzt

Polizei.Meister Karl Möller, Sendenhorst

Versorgungsbezüge auf 225 RM festgesetzt (22 Dienstjahre seit 1923)

 

1946 III 29

Pol.Meister Hahnekamp von der PolStation Heessen nach Sendenhorst versetzt. verlangt Trennungsentschädigung (Frau wohnt in Heessen; Februar 1945 von Schlochau,Pommern geflüchtet

1946 X 16 B128

Stadtdirektor beschwert sich, daß trotz der seit längerer Zeit durchführten Trennung von Polizei und Verwaltung die Stadt immer noch die Portokosten für die Polizeistation trägt

 

04.05.1946 B 49

Nachweis der kommunalen Polizeibeamten: Sendenhorst drei Schupo

Anm. die Polizeibeamten werden aus Gemeindemitteln bezahlt

1946 X 23

Stadt beantragt Mietentschädigung für die von der Poliezistation benutzten Diensträume siet 1. 4. 1946 in Höhe von monatlich 60 RM

 

1947 VII 17 Beckum (B48) Neueinteilung der Polizeistationen:

Pol.St. Vorhelm aufgelöst. Stationsbereiche Sendenhorst und Vorhelm zur PolStation Sendenhorst vereinigt. Leiter Sendenhorst. ist Polizei-Meister Zerbe, Vorhelm. Vertreter Po-Mstr Hahnekamp, Sendenhorst.Polizeistation 8 (Sendenhorst) erfaß S.S-Ksp, Enniger und Vorehlm

Gruppenpsten Enniger, Polizeiposten Vorhelm

1949 I

Polizeiwachtmeister Söthe (keine weiteren Informationen)

 

 

 

 

Sparkassenwesen_

 

1936 B47

Sparkassenrendant Heinrich Dorsel

Gegenbuchführer Josef Umlauf

 

1945 XII 1

Sparkassenrendant Dorsel am heutigen Tage 40j. Dienstzeit

Ehrenurkunde

 

 

Strafesachen, Anzeigen, Übertretungen

 

B 138

 

1923 IV 3 Bernhard Herweg, Hotel Ridder, an Polizeibehörde:

 

Am 1.April d. J. Abends gegen 8 Uhr kam der Bernard Hasselmann und Fritz Kröger, beide aus Sendenhorst, in meinem Wirtschaftslokale, und belästigten die anderen Gäste in der gröbsten und gemeinsten Art und Weise mit Schimpfworte, daß die sich da mehrere Mal über beschwerten.

Herr Valentin Dünnewald aus Sendenhorst machten den Fritz Kröger aufmerksam über sein Verhalten und bat ihm ruhig zu sein, worauf Herr Fritz Kröger antwortete Läk mi in den Fut. Aus Zerstörungswut nahm Fritz Kröger die Notenhefte und Bücher vom Klavier und zerknitterte die und war sie hinter das Klavier.

Einige Schupobeamten belästigte der B. hasselmann mit den Worten der gemeinsten Art, z. B. Aschloch, Dreksack, halt deine Flappe u.s.w.

Hieruaf bat mic Herr Sudhoff, und Herr Dünnewald aus Sendenhorst hier einzuschreiten, In Folge dessen verbate ich Herr B. Hasselmann derartige unanständige Worte nicht mehr zu gebruachen, und sich anständig zu benehmen. Als beide es nicht unterließen ihr Benehmen anständig zu machen, verbot ich ihnen das Lokal mehrere Male.

Diese kamen meinen Aufforderung nicht nach und nahmen eine drohende Haltung gegen mich ein, und belästigten mich in der gemeinsten Art und Weise mit den gröbsten Schimpfworten z. B. grüner Junge, dummer Mensch von Fritz Kröger, von B. Hasselmann mit Drecksack, Aschloch u.s.w. Zeuge dieser Worte sind Willy Schmies, Theodor Schlautmann und Gustav Möllman, alle aus Sendenhorst.

Fritz Kröger machte ich aufmerksam ich wollte mich über ihn beschwereden, worauf er mit antwortete, dan flög ich achtkäntig auc seinem Bau, seit Vater hielt mit ihm. Am andern Morgen stand an eine Tür meinem Lokal gegenüber mit Kreide angeschrieben die Worte: Du Aschloch, Du kannst mich im Asch lecken, welche vermutliche Weise von beiden genannnten aufgeschrieben sind.

Weitere Zeugenn sind noch folgende SChupobeamten; Poliezwachtmeister Juat, Polizeiwachtmeister Wilhelm Buchalick und Polizeiwachtmeister Klawihn, der 8ten Bereitschaft Sendenhorst, und Herr Gendarmerie Wachtmeister a. D. B Stautz (?).

Ersuche ergebenst die beiden genannten Personen wegen groben Unfug und Hausfriedensbruch zur Anzeige zu bringen.

B. Herweg

 

 

1922-1924

Übernachtung von Gelegenheitsarbeitern, Korbflechtern usw, in Scheunen rund um Sendenhorst (zB Wieler Schuene). Dabei Diestähle und gegenseitige Beraubungen

 

1923 II

Bergmann Theodor Hohn, MS Ritterstraße bettelt in Sendenhorst und ammelt für die Ruhrspende ohen Genehmigung. 

 

1923 V 25

Spannungen und tätliche Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der 8. Bereitschaftspolizei und Sendenhorstern in der Wirtschaft Bisping

Carl Bussmann, Gerhard Wegmann, Peter Lohmann, Bernhard Schliephorst: Schupo soll unschädlich gemacht werden, Es sollte jeder mit vollen Taschen erscheinen, Dynamitpatronen sollen den Beamten vor die Füße geschleudert werden, 

die Beamten sind: Straßenräuber, Lumpen, Baltikumräuber, Rotzjungen, die sich in Sendenhorst breitmachten Ringe an den Händen trügen und den Arsch voll Schulden trügen. Die Essener SChutzpolizei setze sich als lauter Lumpen zusammen, die wie die Bocumer Volkszeitung schrieb, in der Essener Folterkammer Menschen zu Tode gequält hätten. (Bußmann wird exmitiert ...)

Von dem Bussman und GEnossen wurde in der Wirtschaft weiterhin beratschlagt, wie sie die Schupo herausekeln sollten, Dabei probierten sie eine Zündschnur aus, die höchstwahrscheinlich zu dem Anschlag auf das Geschäftszimmer benutzt werden sollte, Schliephorst versuchte auch bei Herrn Löckmann Revolvermunition käuflich zu erwerben, und wie man allgemein hört, ist Lohnmann im Besitz einer Schußwaffe

Herr Hullerum bedroht Geschäftszimmer werde mit Gewalt geräumt Unterschrift Ranocher Polizei-Leutnant

Abschrift von Austrup an den Staatsanwalt. 

-->Bergmann Peter Lohmann* 1890,  erhält Haft von 10 Tagen (Widerstand und Körperverletzung); Haftbefehl später aufgehoben 

dafür Zahlung von 55 Goldmark

1924 VI

Diebstahl von 3 Mottorädern aus den Motoradwerken Jaspert Sendenhorst

- Fabrikat Haja (H. Jaspert?) Motor, Hansa Gestell, Emaillierung Krischrot, Namenszug am Tank gelbt Federnde Hintergabel im Rahmen liegend

 

Untersuchungrichter des Staatsgerichshofes zum Schutze der Republik: 

Haftbefehl wegen Vorbereitung des Hochverratsverbrechens:

- Frau Elfirede Golke, geb Eiseler gen. Ruth Fischer, Brelin, * 1895 Leipzig, bisher Reichstagsabgeordnete

- Tischler Walter Ulbrich, * 1893 VI 30 Leipzig

 

1925 III

Strafsache gegen Wallmeyer Sendenhorst,wegen Diebstahl (Näheres nicht bekannt)

 

20erJahre: Zahlreiche Fahrraddiebstähle; Wiederbschaffung meist erfolglos

 

1929 IV 30

Provisionsreisende Bernhardine Borgmann verlangt Herausgabe eines von der Ortspolizeibehörde zu Unrecht beschlagnahmten Ansichtsexemplars des von ihr vertriebenen Werkes "Praktischer Hausschatz der Heilkunde von Sanitätsrat Dr. Paul Borgmann". Darauf wurde ihr von der Firma gekündigt. Erheblicher Verdienstausfall!

 

 

1930 V 17 Wolbeck

Geen die in Sendenhorst wohnhaften 

- Bernhard Kössendrup und

- Peter Lohmann wird eine Geldstrafe von 15 RM wegen Betreten fremder Grundstücke ohne Erlaubnis verhängt Da beide zahlungsunfähig dreitägige Haftstrafe

 

1930 IX 19

Anzeige PHW Pieper an Polizeiverwaltung Sendenhorst:

Am Sonnat 7. IX 1930 (Wahlsonntag) waren die Wohlfahrtempfänger Hubert Wessel und Peter Lohmann stark betrunken. L. soll abends 9im hause und auf der Straße stark gelärmt haben.

Anm. Lohmann, Wessel und Butterweg sind diese Woche andersow am arbeiten

 

1930 X 23

Brennereibesitzer Johann Graute meldet den Diebstahl von 60 Stück Hochstamm Stachelbeersträucher aus seiner Obstplantage

Wahrscheinlich mit Wagen fortgeschafft

 

1930 XI

Amtsanwaltschaft MS: Strafsache Jordan und Genossen, Aktenanforderung

 

---> besonder viele Fahrraddiebstähle sowie andere Einbrüche aus Heessen

 

1931 VI

Abschlachtung eines einjährigen Rindes auf der Weide des Landwirts Gößlinghoff

 

...die höchstwahrscheinlich zu dem Anschlag auf das Geschäftszimmer benutzt werden sollte, Schliephorst versuchte auch bei Herrn Löckmann Revolvermunition käuflich zu erwerben, und wie man allgemein hört, ist Lohnmann im Besitz einer Schußwaffe

Herr Hullerum bedroht Geschäftszimmer werde mit Gewalt geräumt Unte...

Losto Film Theater

 

 

30.07. - 02.08. 1948

Verschlossene Lippen

Beiprogramm Tragödien im Insektenreich

(In Vorbereitung:

- Lumpaci Vagabundus

- Das Rettende Lied usw

 

06. -09.08.1948

Unser Programm "Ihre Melodie"

 

13. - 16.08.1948

Unser Programm: Wiener G'schichten, eine musikalische Kommödie; Beiprogramm Welt im Film

In Vorbereitung: Und die Musik spielt dazu

 

20. - 23.08.48

Unser Programm: Hafen der Versuchung (Simone Simon und Robert Newton)

 

27. - 30.08.48_

Unser Programm: Und die Musikspielt dazu (Operette "Saison in Salzburg)

In Vorbereitung: Pat und Patachon als Mädchenräuber

Kreis

 1829-1832

A 216

 

1829

Verordnung über die Wahl der Kreissstände

Nach Kreisordnung besteht die kreisständische Versammlung aus

1. ehem reichsmunittelbaren Standesherren

2. qualifizierte Besitzer ehem landtagsfähiger Güter

3. 4 Deputierte der Städte Beckum, Ahlen, Oelde und Sendehorst

4. 5 Depuiterte der Ladnbürgermeistsereien Beckum, Ahlen, Liesborn, Oelde, Sendenhorst

Wahlen erfolgen durch Gemeinderäte

 

1829 Juli

Gemeinsame Wahl von Ksp  sowie Enniger und Vorhelm:

1. Bürgermeister Brüning, Stellvertreter Dr. Forstmann 

 

aus dem Wahlverzeichnis:

gewählt mit

 

Wahl der Stadt Sendenhorst

1. Bürgermeister Marcus, Stellv. Kaufmann Everke

 

 

1831 Juni 6 LR

a) Ausmittlung der unterstützungsbedürftigen Landwehrmänner

b) Abgabe von Vorschlägen zur Art der Unterstützung

d) » die Bildung von Hülfsvereinen, wobei den Frauen wieder eine schöne Gelgenheit zu gemeinnütziger edler Wirksamkeit unter der oberen Leitung eines aus Männern oder anderen Mitgliedern des Armenvorstandes zu bildenden Hauptvereins sich darbieten würde«

 

1831 Juli 18

Auf Anfrage betr. Hand und Spanndienste teilt der Bürgermeister mit:

a) Kirchspiel ist für Militär-Vorspann

b) Stadt für alle Krüppelfuhren zuständig

 

1831 Aug 22, von Vincke:

... Wegen Nalaß der Domänen-Prsästationen eröffne ich, daß solcher nicht entstehen wird, sobald die in Werke begriffene Erörterung des solchen begründenden Bedürfnisses vollendet sein wird.

... Über das angeblich wegen Ihres den Dom Präst. gewidmeten Fürsorge von Königl Regierung geäußerte Mißfallen erfordere ich näherer Auskunft

 

1831 Sept

Currende: Die Bitte wegen Erwirkung eines Steuernachlasses für bedrängte Prästationen wurde vom

Oberpräsidenten mit Stillschweigen übergangen

 

1832 Oktr 30 LR BE

Tagesordnung der Kreiständsitzung am 13. Nov

... die häufige und beklagenswerte Erscheinung einer Auflösung der bestehenden Ackerwirtschaften und deren Zereilung in Niederlassung ohne eingeie Erährungskraft wird mit dem Wunsche zur Erwägung empfohlen, daß Anträge auf vorbeugenden Maßrgegeln schriftlich vorbereitet in Beratung gegeben werde.

- Bedürfnis nach gediegenen Bauhandwerkern soll beraten werden. Geeignete Subjekte sollen durch Prämien zur Vollendung ihrer Ausbildung ermuntert werden

- Nachteilige Folgen der gerichtlichen Abschätzung

_ Protest wegen der Nachteile für die Stadt Beckum durch den Bau einer Stückchaussee nach Dolberg bei Einziehung des früher gewährten Wegegelde; Suspension des Wegebaus zwischen Oelde und Beckum

 

1815 Neuwahl von Kreistagsabgeordneten

Da die Deputierten König und Stellvertreter  Beumer 1850 als Stadtverordenten ausgeschieden sind, weiter, da Bürgermeister Brüning (Enniger) und sein Stellvertreter Werring verstorben sind, ist Neuwahl erforderlich

 

Kreistagsabgeordente

Jahr

Deputierter

Stellvertreter

 

bis 1850

König

Beumer

 

1854

Böcker, Wirt

Silling, Wirt

 

1862

Brüning

Böcker (Leutnant)

 

1866

Hennemann Bürgermeister

Everke Hch

 

1868

Everke, Kaufmann

Böcker Bd

 

1872

Meyer, Bürgermeister

Brüning

 

1873

Brüning

Albering Bürgermeister

 

1877

Tawiede

Ridder

 

1882

Everke

 

1829-1832

A 216

 

1829

Verordnung über die Wahl der Kreissstände

Nach Kreisordnung besteht die kreisständische...

10.07.1894

Bürgermeister Wibberding macht darauf aufmerksamn, ob es für Sendenhorst nicht zweckmäßig sei, die Unterstellung der Stadt unter die Landgemeindeordnung zu erwägen

Abstimmung 6:4 

Unter nach stehenden Bedingungen wrid das Städterecht aufgegeben und die Stadt unter die Landgemeindeordnung gestellt:

1. Das Amt und der Wohnsizt des Amtmannsn muß dauern din der Stadt bleiben

2. Bei nächster Erledigung des Amtes Vorhelm Vereinigung unter dem Namen Amt Sendenhorst

 

30.11.1895

Unterstellung der Stadt unter die Landgemeindeordnung:

Das Collegium glaubt, die Abgabe des städtischen Wahlrechts nocht annehmen zu können. der Amtssitz könnte später aus der Stadt herausgelegt werden

Daher: Eine Vereinigung der Gemeinde Ksp Sendenhorst und der Stadt wird für sehr vorteilshaft und wünschenswert angesehen.Bitte an die Regierung, auf das Ksp Einfluß zu nehmen, daß Ksp als Amtsbezirk dem Bürgermeister Sendenhorst unterstellt wird

10.07.1894

Bürgermeister Wibberding macht darauf aufmerksamn, ob es für Sendenhorst nicht zweckmäßig sei, die Unterstellung der Stadt unter die Landgemeindeordnung zu erwägen

Abstimmung 6:4 

Unter nach stehenden Bedingungen wrid das Städterecht aufgegeben und die Stadt unter die Landgemeindeordnung gestellt:

1. Das Amt und der Wohnsizt des Amtmannsn muß dauern din der Stadt bleiben

2. Bei nächster Erledigung des Amtes Vorhelm Vereinigung unter dem Namen Amt Sendenhorst

 

30.11.1895

Unterstellung der Stadt unter die Landgemeindeordnung:

Das Collegium glaubt, die Abgabe des städtischen Wahlrechts nocht annehmen zu können. der Amtssitz könnte später aus der Stadt herausgelegt werden

Daher: Eine Vereinigung der Gemeinde Ksp Sendenhorst und der Stadt wird für sehr vorteilshaft und wünschenswert angesehen.Bitte an die Regierung, auf das Ksp Einfluß zu nehmen, daß Ksp als Amtsbezirk dem Bürgermeister Sendenhorst unterstellt wird

Laternen

Alte Sign I 8-3

Laternen 1828-1887

 

1812

Maire Langen schafft 3 Straßenlaternen an

 

1828 II

Öffentlicher Verkauf der Laternen

Heinrich Hurtig, Glaser, bietet als einziger 6 Tlr 15 Sg

 

1828 X 28

In hiesiger Stadt wird beabsichtigt, eine Straßenbeleuchtung einzuführen und sind zu diesem Behufe beriets die Laternen angeschafft worden. Zur Kostenberechnung soll Bürgermeister Lohagen, Warendorf, den Bedarf von Öl für eine Laterne angeben

 

1828 X 11

Gemeinderaäte beschließen die Laternen nicht zu verkaufen und die Beleuchtungskosten aus den extraord. Einnahmen zu nehmen.

In der öffentlichen Versteigerung erhält Gemeinderat Wichart für 12-5 Tlr den Zuschlag der Stadt

 

1828 X 29

Stadt Warendorf gibt an, bisher keine Straßenbeleuchtung eingeführt zu haben. 

 

1829

Reg MS genehmigt die Beibehaltung der Laternen und die Wiederaufstellung auf dem Kirchhof. Zugleich wird die Benutzung derselben bei dunkler Witterung gestattet

 

1830

Ausschreibung: Anstreichen und Verglasen der drei alten Straßenlaternen (ua neue Scheiben werden aus böhmischem Glas gewonnen)

 

1868

Petroleumlampenfabrik  Wagner und Co Ffm bietet Lieferung  einer Straßenbeleuchtung an. Stadt bestellt darauf 8 Laternen  zur Lieferung an die Westf. Eisenbahnstation Drensteinfurt. »Um dem seit Jahren gefühlten Bedrüfnisse nach einer Straßenbeleuchtung in hiesiger Stadt wenigstens in etwa nachzuhelfen« Anschaffung von 4-5 Laternen durch freiwillige Sammlung, Laufende Kosten übermimmt die Stadt.

Gesamtkosten 44.29 Taler

Ausschreibung zur Lieferung von Petroleum für die Städt Beleuchtung: Das zu liefernde P. muß von der besten Qualität sein, wasserhell und geruchslos.-

1868

H Brandhove, Zimmer- und Maurermeister, liefert 4 Pfähle, achteckig bearbeitet, mit eisenem Zapfen, Schließangel und Deckplatte sowie Anbringung der Laternen für 12 - 21 Taler

 

1872-1878

Kaufmann Everke liefert das Petroleum, zuerst für 3 Gg 10 Pf pro Liter, 1875 für 24 Pfg, 1876 für 38 Pf, 1877 für 24 Pf. Nachdem die Lieferung öffentlich ausgeschrieben, drastischer Rückgang der Preise-

(1878 19.5 Pf, 1882 18 Pfg).

 

die Laternen wurden mit Petroleum gespeist: Vergabe meistbietend

Die Anlage war Sache der Anlieger. Die Unterhaltung übernahm die Stadt (wenigstens um 1890)

 

Sept 1892

Maurer Friedrich Seelige erhält fgür das Anzünden der Laternen statt bisher 40, 60 Mk jährlich

 

Okt. 1895

Erhöhung der Vergütung auf 70 Mk

Jahrmarkt

 

 

1651

zwei freie Markttage

27.Mai

4. Oktober

 

27.10.1893 Ratsprotokoll

Beschluß der Verlegung des Herbstmarktes au den letzten Dienstag im September

Einführung eine Kram- und Viehmarktes auf dem letzten Dienstag im April

 

Jahrmarkt

 

 

1651

zwei freie Markttage

27.Mai

4. Oktober

Mistgruben


27.10.1893 Ratsprotokoll

Beschluß der Verlegung des Her...


Behördliche Anstrengungen betr. Beseitigung der Misthaufen auf den Straßen

 

 

 

1778 XII 17 MS

Regierung MS genehmigt betr. der Mistgruben zu Sendenhorst, daß dieselben gemäß dem Vorschlag Geisberg bei anfangenden Straßen von daselbst nicht völlig abgeschaffet, wohl aber wo selbige gar zu weit in die Straße eingreifen, bis zur gehörigen genugsamen Breite derselben eingeschränket werden sollen und habe ihr darnach den Aufsehern des Straßenbaus  zu instruieren

1778 XI 9 MS an Rentmeister zu Wolbeck

Anlage von neuen Straßen in Sendenhorst; Bericht eingefordert: außerdem ... daß Ihr fordersambst darüber ob die Mistfalle an den Straßen ohne großen Beschwer nicht völlig weggeschaffet werden können, gutachtlich berichten sollet

 

Geisberg berichtet wegen der Mistgruben nach MS:

1. daß die dasige Eingesessene ohne Vieh und einigen Land zu Garten und Korn nicht bestehen können, weil selbige besonders die geringen Leute nicht im Stand sind so vieles zu verdienen, daß sie alles nötige für Baares Geld ankaufen können.

2. sind alle Häuser so eingerichtete, daß die Viehställe gleich vorn im Hause und an der Straße liegen, damit das Vieh am Bequemlichsten aus- und eingetrieben und der Mist gleich aus den Ställen in die Gruben geworden werden kann.

3. Wann nun die Mistgruben vorn an der Straßen abeschaffet werden sollten, so müßten selbige entweder hinter den Häusern angelegt oder bei jeder Abmistung der Mist außerdemmit Wegn oder Karre gefahren werden; weilen aber sehr viele hinter ihren Häusern gar kein Platz dazu haben und ohnehin in diesem Fall der Mist fast täglich durch das ganze Haus geschoben werden müßte, eins und anderen Teils, wenn diejenige, so hinter ihren Häusern kein Platz haben, solchen  Mist bei jedem Abmisten aus dem Stall nach den Ländereien fahren sollten, dieses ganz ohnerträglich kostbar fallen müßte.

So ist unser ohnmaßgebliches Gutachten, daß die Mistgruben in dem Wigbold Sendenhorst nicht völlig abgeschaffet, wohl aber wo selbige gar zu weit in der Straße eingerissen, bis zur gehörigen genugsamen Breite derselben eingeschränkt werden mögen.

1778 XII 17 MS

Regierung MS genehmigt betr. der Mistgruben zu Sendenhorst, daß dieselben gemäß dem Vorschlag Geisberg bei anfangenden Straßen von daselbst nicht völlig abgeschaffet, wohl aber wo selbige gar zu weit in die Straße eingreifen, bis zur gehörigen genugsamen Breite derselben eingeschränket werden sollen und habe ihr darnach den Aufsehern des Straßenbaus  zu instruieren

 

StAS II 1- 2 (alte Signatur 1804/1805)

Abschaffung der Mistgruben

18.10.1804

Nachdem  der Magistrat die Einwohner aufgefordert hatte, die Misgruben wegzuräumen, ersuchten dieselben dringend, davon Abstand zu nehmen. Es genüge, die Gruben mit einem Geländer oder einer Mauer von 4 Fuß zu versehen, denn:

a) die Äcker und Gärten liegen sämtlich vor den Toren der Stadt

b) Mistbehälter könnten nur vor dem Oststor angelegt werden wegen der Wegeführung vor den übrigen Toren

Der üble Geruch wird sich in Zukunft verschlimmern;: Z Zt wird der Mist unmittelbar aus den Ställen in die angrenzenden Gruben geworfen und festgetreten. In Zukunft müßte  der Mist durch die Stadt gefahren werden. Weil aber die meisten Bürger nru wenige Vieh und Ackerland hätten, müßte der Mist  solange vor ihren Türen liegen bleiben, bis sich die Kosten des Transports lohnten. Sollte der Miste hinter das Haus gebracht werden, so nähmen die angepflanzten Bäume bzw die der Nachbarn Schaden.

Die Abtritte sind überall so angelegt, daß sie sich in die Mistgrube ergießen. Falls die Mistgruben nicht mehr vorhanden, würden sich die Abflüsse auf die Straße ergießen mit unausstehlichem Gerucht.

Ahlen und Beckum, ehemals landtagsfähige Städte stellen  es ihren Bürgern frei, ihre Mistgruben weiterhin zu benutzen.

 

31.10.1804

Landrat tadelt: Wenn der Magistrat etwas weniger Neigung zur Verteidigung der dasigen Mistpfützen hätte, sso würde die Sache dort so große Hindernisse nicht finden, Um indessen die SChreiberei über diesen Gegenstand ein Ende zu machen, wird bei 5 Tlr Strafe angeordnet

a) Anlage verdeckter. mit starken Bohlen überlegte Behälter vor den Haustüren, bodengleich oder

b) Verlegung vor die Stadt

 

10.11.1804

Alle Bürger mit Mistgruben werden zum Rathaus zitiert Dort wird ihnen der Schriftwechsel mitgeteilt und erklärt, daß sie sich jetzt bei entsprechender Strafe an die Anordnugn des LR halten müßten. Bei Bedarf werde ihnen ein Platz vor den Toren der Staddt angewiesen.

 

19.12.1804

Die Resolution der Bürger Panning, Knipping und Konsorten wird zurückgewiesen, Sollten sich am 1. März noch Mistgruben vor dem Hause befinden, wird der Magistrat in Strafe von 5 Taler genommen, Bei Neubauten ist darauf zu achten, daß die Mistgruben vor den Häusern wegfallen.

 

27.12.1804

Allen betroffenen Bürgern trägt der Magistrat die Entscheidung des LR vor, Bis 1. Arpil 1805 sind alle Mistgruben zu beseitigen

 

31.05.1805

Endgültige kgl Verfügung: Mistgruben sind utner die Erde oder vor die Stadt zu verlegen

 

17.06.1805

Magistrat läd sämtliche Mistgrubenbesitzer vor, um sie von dem kgl Urteil zu unterrichten

 

16.06.1805

LR erwartet Bereisung Sendenhorst durch den Departements-Minister von Angern und wünscht deshalb die Beseitigung  der Mistgruben

 

22.06.1805

Kreisreiter Pötter inspizeirt die Mistgruben. Androhung der Exektuion (militärisches Exekutionskommando).

 

 

 

1805 VI 28

Magistrat zeigt, an, daß der kreisausreiter Pötter in der Stadt unhergeagngen und überall festgestellt habe, daß die Misthaufen abgefahren bzw mit Erde gleichgemacht. Bitte um Aufhebung der Exekution

 

1805 VI 28

Magistrat hatte in seinem letzten Bericht vom 8. VII. sich für die Abschaffung der Mistgruben verbürgt. LR jat sich jedoch bei seiner letzten Anwesenheit in SEndenhorst deutlich überzeugt, daß an der Erfüllung nicht weiter gedacht worden ist. Nochmalige Androhung. Wenn nicht im Verlauf von 14 Tagen sämtliche Misthaufen fortgeschafft sind, erfolgt Exekution.

 

1807 Harkotten

als in den Jahren 1804 und 1805 die Fortschaffung der Mistgruben von den Straßen in Sendenhorst befohlen wurde, wurde acuh dei Mistgrube an der vom Kirchspiel zu unterhaltenden Küsterei zugefüllt und eine andere hinter dem Hause ausgemauert. Dazu Verlegung der Abtritte ...

Langen bekommt 42 Rthlr angewiesen, weil er die Arbeit mit städtischen Handwerkern hat ausführen lassen

 

Nachtwächter

 

Vorläufer des Ortspolizisten; Ende des 18. Jh als Amtsperson mit einem Rock uniforniert:

 

Rock des Stadtsdieners

1794

zeiget der Stadtsdiener an, daß die vorherigen Stadtsdiener alle 2 Jahre einen neuen Rock bzw. Geld dafür ad 4 Taler aus Stadtsmitteln erhalten hätte Da sein Gehalt mit 8 Tlr jährlich gering wäre, ihm solches ebenmäßig wieder zukommen  lassen. 

Resolutum

Da die Anzeige des Stadtsdieners, nach genommener Einsicht der älteren Stadtsrechnungen richtig befunden, so ist bewilligt, daß ihm solche Begehren, jedoch mit der Condition gestattet werden möchte, daß ihm ein Rock so nach dem gemachten ungefährigen Überschlag zu 7 Taler käme, verfertiget, er aber solchen nicht anders als auf Sonn- und Feiertage, und wann er in Stadtsgeschäften wäre anziehen dörfte. Auch dahin sorgen müsse, daß er sieben Jahre damit auskommen könnte

Restanten 1688 (Stadtrechnungen)

Johan Lütikhaus, Nachtwecker 3 Monate7 - 10 ½ Schill

 

1795 Ratsprotokolle

Nachwächter Joan Henrich Hagedorn wird von deen Rat zitiert ... und ist ihm a Magistratu bedeutet, daß zur mehreren nächtlichen Sicherheit für hinwieder zwei Nachtwächter angeordnet werden sollen, und also nebst ihm noch einer angesetzt werden soll er, Hagedorn erklärte hierauf, daß er solchen nicht annehmen wollte, und wenn ihm diese Bedienung nicht allein gelassen würde, so stünde er auch freiwillig davon ab.

Eschienen Joan Henrich Hartman senior und Joan Henrich Hartman junior, und ist ihnen befraget, ob sie, das sie vorhin schon Nachtwächter dahier gewesen wären, diese Bedienung wieder vom 1. Mai gegen das gewöhnliche Lohn annehmen wollen, welches sie beide bejahten. Darauf zum Nachtwächter angenommen, und muß jeder die halbe Nacht jede Stunde wechselseitig an den bekannten Orten in der Stadt blasen.

 

ca. 1825

Stadtkasse übernimmt die Hälfte der Behandlungskosten (Chirurgus Sulzer) des Nachtwächters Hartmann, und zwar 1 Thlr 18 Gg.

 

A661

1838

Tagelöhner Johann Menke zeigt an, daß sein Schwiegervater, der Nachtwächter Anton Hartmann vor 14 Tagen gestorben sei. Er habe den Nachtwächterdienst bereits 8 Jahra für seinen kränklichen Schwiegervater versehen: Antrag, ihm das Amt definitiv zu übertragen.

 

1846

Publicandum, daß der Nachtwächter von jetzt an mit einer Flöte die Stunden, mit dem Horn dagegen Brandunglück und andere Nothfälle anzeigen wird. 

 

1847 Okt

Gehorsamstes Gesuch des Nachtwächters Johannes Menke um Erhöhung seines Gehalts (Wenngleich ich zur Verwaltung meines Amtes noch rüstig, so ist es mir bei meinem vorgerückten Alter (58 jahre) jetzt nicht mehr möglich, wie früher des Tages über auf Tagelohn zu gehen und so für mich und meine Familie den Unterhalt zu erwerben.

die Gehaltserhöhung wird vom Rat ohne Angabe von Gründen abgelehnt

 

1856 März

Anton Menke, sohn des + Johannes Menke, will den Nachtwächterdienst bis zum Ende des Jahres weiterführen und dafür auch das Gehalt von 40 Talern beziehen, Genehmigt

 

1857 April

Anton Menke kündigt den Dienst zum 1. Juli 1857

Darauf folgende Bewerbungen:

- Tagelöhner Kackeness (Nr 28)

- Tgl Bernhard Bartmann (Nr 308)

- Tgl Kortenjahn (Nr 306)

- Tgl Heese (Nr 122)

 

Zum Juli 1857

wird darauf der Tgl Heinrich Kortenjahn als Nachtwächter angestellt. Kortenjahn stirbt 1864

 

1864 Okt

Ausschreibung der Nachwächterstelle. Daruaf 6 Bewerbungenn:

1. Heinrich Becklas, Tgl Nr 46, 32J, militärfrei

2. Bernard Stammkötter,  Tgl, 46J, militärfrei

3. Theodor Menz, Weber, Nr 63, 27J, militärfrei

4. Lutterbeck Bernard Tgl, Nr 147, 28J. Train

5. Künne Theodor Nr 29, Tgl, Landsturm

6. Kötter Zacharias, Steinhauer, 36J.

Aufgaben eines Nachwächters:

Die Funktionen stehen observanzmäßig fest, derselbe habe mit der Flöte die Stunden, mit dem Horn  dagegen Brandunglück und andere Notfälle anzuzeigen. Der Künne gelobte hierauf seinen Diestn mit Wachsamkeit, Eifer und größter Gewissenhaftigkeit wahrzunehmen.

 

1865

Das Gehalt beträgt weiterhin 40 Tlr, eine Zulage von 10 Tlr wird abgelehnt

 

1866 Febr 5

Ercshien der Künne und bat, ihm einen neuen Dienstmantel zu bewilligen.

Abgelehnt mit Rücksicht auf das nahe Ende des Winters und dem Künne überlassen, sein GEsuch beim Beginn des künftigen Winters zu erneuern. 

 

1889

Theodor Künne erklärt: Ich beziehe ein Gehalt von 120 Mk. Ich bin 70 Jahre alt, meien Ehefrau Getrud geb Hummelt, ist 68 Jahre alt, mein einziges Kind Elisabeth 30 Jahre alt. Verzicht auf Beitrig zur WEstf. Witwen und Waisenversorgungskasse

 

1890 Ratsprotokoll

Nachtwächter Künne erhält jährlich 150 Mark und eine jederzeit widerrufliche Zulage von 50 Mk_

(Antrag: Weil ich als Nachtwächter der Stadt S. bereits im Dienste ergraut bin, und wegen meines Alters (72 J) schwere Arbeit nicht mehr verrichten, folgedessen mit einem Gehalte von 150 Mark mein Auskommen nicht haben kann, möchte ich bitten, mir doch eine Gehaltserhöhung zu gewähren.

 

1893

Nachdem Künne nicht mehr dienstfähig, wird ein Vertreter gesucht. Bewerbungen:

1. Hermann Deitert

2. Arbeiter Joseph Schmies

3. Zimmermann Heinrich Saerbeck  (ders. wird provisorisch angestellt)

 

1894 Juli

Ausschreibung; wegen des geringen Einkommens (200 Mk) kommt kein Civilversorgungsberechtigter infrage

 

1894

Künne wird nahegelegt, außer seinem Nachwächteramt auch die Stelle des Totengräber niederzulegen. Künne erhält dafür 150 Mk Jahrespension.

 

1894 Nov

Saerbeck stellt Antrag auf einen neuen Mantel, weil der von Künne bisher benutzte ganz verschlissen und zu eng ist (so daß ich denselben nur ohne Rock und unter Beihülfe tragen kann)

 

1895 Febr

Saerbeck legt Rechnung vor (2 m Stoff, Wolle, Futter, Machelohn 9 Mk) Gesamt 36.78 Mark

 

1.1.1895

definitive Anstellung des Zimmermann Saerbeck als Nachtwächter

S. hatte Künne bereits vertreten

200 Mk Jahreslohn; 

erhält neuen Mantel im Wert bis 30 Mark (soll sich den Mantel selbst kaufen)

 

1898

Instruktionn für den Nachtwächter:

Sommer (Anfang Mai bis Ende September) von 11 Uhr Abendes bis Morgens 4 Uhr (5 Stunden) in allen Straßen zu patroullieren. Seit 1. 1. 1898 Controlluhr, die zur Controlle erforderlichenn 6 Kästchen sind angebracht:

1. Rathaus

2. Tippmeier Ostgraben

3. Pagenkemper, Nordtor

4. Fuest am Südgraben

5. Hassenkamp am Westtor

6. Schrey auf der Weststraße

Der Nachtwächter hat in jeder Stunde die sämtlichen Stationen zu begehen.

Der Nachtwächter hat bei seinen Patrouillen nciht nur auf Feuer, sondern auch auf alle sich nächtlich auf der Straße ahfhaltende Personen sein Augenmerk  zu richten, muß, wenn er verdächtige Personen oder Sachen, betrunkenen oder die nächtliche Ruhe störende Subjekte antrifft, sofort davon dem Polizeibeamten Anzeige machen und nötigenfalls solche Subjekte selbst anhalten und zum Arresthaus abführen resp. dem  Bürgermeister Anmzeige behuf Bestrafung zu machen

Bei entdecktem Feuer in der Stadt muß derselbe gleich Lärm schlagen und alles mögliche thun, die Führer der  freiwilligen Feuerwehr aus der nächtlichen Ruhe zu bringen. .. 

 

1910

Rechnung des Nachtwächters Heinrich Saerbeck über  162 Mark betr. Steuerzettel, Vorladungen usw. herumbringen 5 Monate

 

1913

Ärztliches Attest Dr. Roerkohl wegen Verletzung Unterschenkel. Bruch des linken Speichenknochens (Dienstunfall)

 

1914

Provinzialhauptkasse elgt das Ruhegehalt für Nachwächter Saerbeck auf jährlich 267 mark fest. 

 

 

17.02.1921

Stadtverordnete wählen Maurer Heinrich Ahlandt als Nachtwächter

Gehalt 6000 Mk jährlich; Versicherungsbeiträge durch die Stadt

 hierzu Vorbemerkung: solche Klagen waren um 1830/50 in vielen westf. Orten üblich

vgl. Rietberg S. 541 (Stuwe) ... Noch zwanzig Jahre später  (1836) fehlte in keiner Resolution zu Straßenbaufragen der Hinweis auf diese durch die Verlageurng des Bielefeld-Lippstädter Handelsweges erlittenen VErluste ... Und man zog Konsequenzen: von nun an bemühte man sich intensiv darum, daß wenigstens die für die Stadt so wichtige STrecke WD-PB chausseemäßig ausgebaut wurde.


Niedergang 19. Jahrhundert

Preuß. Finanzministerium stellt 1831 (Mißernten!) 20.000 Thlr zinslos für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Bielefelder Raum zur Verfügung

 

gut ausgebaute Straße dringend notwendig. Erst 1850 erster Spatenstich

 

1847 Arbeitsbeschaffungsprojekt 

1853/54 Strecke Wiedenbrück - Rietberg fertiggestellt

 

die nächsten Chaussierungen 1876/77 und 1883/84

 

 

 

Den gesunkenen Wohlstand und die mißlichen Verhältnisse der Stadt Sendenhorst betreffend

 

Vorlage statistischer Unterlagen ...und dabei submissest zu bemerken, daß der gesunkenen Wohlstand und die Dürftigkeit der Einwohner von mehreren Feuersbrünsten und namentlich von dem letzten im Jahre 1806 stattgehabten großen Brande, wodurch 129 Wohnhäuser und mehrere Scheunen ein Raub der Flammen wurden, wobei der Kirchturm ausgebrannt und die Glocken verloren gegangen und die Kirche gelitten hat, daß sie dieserhalb und hauptsächlich, weil sie zu klein ist, neu  gebauet werden muß, herrührt. Dieses Unglück (es ging auch fast alles Mobilar-Vermögen verloren) tarf die Einwohner desto empfindlicher und stürzte sie in ungeheure Schulden-Last, da die Häuser zu niedrigen Summen bei der Feuer-Societät versichert wqren - Jetzt da sie selbst aus Furcht für gleiches Unglück zu ihrem wahren Werte haben versichern lassen, drücken die Beiträge der Societäts-Kasse.

 

Eine 2. Ursache ist die Verlegung des Gerichts von hier nach Ahlen, wodurch ebenfalls bedeutnden Nahrungs- und Erwerbsquellen verschwunden sind.

 

Eine 3. und große Ursache des Verfalls ist, daß schier aller Verkehr und alle Passage von diesem Städtchen geschwunden ist. Früher passierten alle und bedeutende Transporte mit Korn von Lippstadt, Soest und Gegend durch Sendenhorst nach Münster und Holland; ferner alle Eisen- und Kupfertransporte von Warstein und aus dem Siegenschen. Die Führer übernachteten alle in Sendenhorst oder wurden darin abgeladen und von Sendenhorstschen Einwohner wieter transprotiert, wodurch die Stadt bedeutenden Verdienst hatte, welcher aber alles durch die Schiffbarmacherung der Lippe und durch die Anlage eine Chaussee von Lippstadt und Soest über Hamm nach Münster aufgehört hat.

 

Aufzuhelfen wäre diesem Orte durch die Anlage einer Chaussee von Drensteinfurt durch Sendenhorst nach Warendorf, wodurch unbezweifelt bedeuteende Waaren-Transprote aus den Rhein-Provinzen dem Bergischen un der Grafschaft Mark nach Osnabrück, Minden und Gegend Sendenhorst passieren und Nahrung in diesen Ort bringen würden, wiel durch die Verbindung der Chaussse von Hamm nach Münster von Drensteinfurt aus mit jener von Münster durch Warendorf ein um 5 Stunden kürzerer Weg erzielt wird.

 

Der Weg von Drensteinfurt über Sendenhorst und Hoetmar nach Warendorf ist von jeher in einem so schlechten Zustande gewesen, daß er nicht einmal in der guten, geschweige denn in der schlechten Jahreszeit passiert werden kann.

 

So sehr die Einwohner des Städtchens Sendenhorst den Nachteil des verlorenen Verkehrs und Nahrungsstandes empfinden und allem diesem durch die Anlage des Weges von Drensteinfurt nach Warendorf abzuhelfen wünschen, so fehlt es der Stadt bei ihrer drückenden Schuldenlast (66.719 Thlr) um so mehr an bereiten und zulänglichen Mitteln, da der Weg neu angelegt werden muß un dazu mit der Grundentschädigung eine bedeutende Summe erforderlich ist.

 

Der huldreichen Gnade seiner Majestät unsers Allergnädigsten Königs bleibt es daher lediglich anheim gestellt, ob den übrigens fleißigen Untertanen zu Sendenhorst die verlorene Nahrungsquelle durch Zuwendung der besprochenen 5.000 Taler wieder zukommt ...

1819

"Beförderung der Obstbaumzucht"

Bürgermeister Langen wendet sich an Lehrer Kriege, empfihelt den Domvicarius Langen, jetzt Pensionarius in Sendenhorst zu Rate zu ziehen

Kriege zeigt sich erfreut, hatte nie »eine angenehmere Verfügung« Empfiehlt als Standort die kleine Insel vor dem Südentor

Langen bittet um Zuweisung von Holz aus dem Tiergarten oder Schufuhter Holz. Das Grundstück soll mti einem Stankett eingefriedigt  werden und, da es an einem Bache leigt (Helmbach), soll eine Brücke gebaut werden

Oberförster Holling gibt Zustimmung zum Holzschalg aus dem Schufuther Hol: Fällung von 36 Eichen 1285 Kubikfuß, Preis 200 Taler

Neuer Standort: An der Westenkapelle gelgener Leprosengarten im Beistz der Armen. Der Garten ist zur Zeit an Zimmerann Tawidde verpachtet. T. verlangt von der Gemeinde für Mist, vorzeitige Aufgabe der Pacht 10 Taler

 

... Die Vorschrift hochlöblicher Regierung in einem Rescript, daß zu Sendenhorst eine lebendige Hecke  statt einer hölzernen Umzäunung anlgegt werden müsse, weil erste Holz produziert, letztere aber konsumiert, also in jeder Hinsicht vorzuziehen sei.

Kunst, Denkmalpflege, Ortschroniken

Stadtbeschreibung

Romanische Kirche Sendenhorst

Literatur:

1. Lübke, Westfalen S. 222 und 333

2. Otte,  Romanische Baukunst S. 609

3. Lotz,  Deutschland S. 554

Landratsamt 21

betr: Erhaltung der geschichtlichen Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Beckum

1854 XII 10

Bürgermeister Kreuzhage beantwortet Fragenkatalog über Kunstdenk-mäler

1881

Bürgermeister Albering vervollständigt Angaben für das Handbuch für Kunst und Kunstgewerbe

1887

Fehlanzeige über Funde von geschichtlicher Bedeutung und wischenschaftlichem Wert (Bürgermeister Panning)

Amt Vorhelm A 163:

Führung vaterl. Chroniken:

Enniger

1814 I 17

rückte bei tiefem Schnee und starkem Froste das erste Grenadierre-giment des Königs von Sachsen unter dem Obersten von Döring in Enniger und Vorhelm ein und hielt eine Woche Nachtquartier und setzte anderen Taggs über Münster den Marsch gegen Frankreich zur großen alliierten Armee fort.

1814 VI 16-18

Ligny und Belle Aliance

Bürgermeister:

1. Brüning Johann Heinrich 1809-1814, freiwillige Niederlegung des Amts

2. Franz Brüning

Johan Heinrich B. ab 1840 Beigeordneter

Schon 1832 wurde dem Bürgermeister Johan Heinrich B. zu Enniger die Verwaltung der Bürgermeisterei Sendenhorst unter Beibehaltung seines Wohnsitzes zu Enniger übertragen.

Bei Verleihung beider Bürgermeistereien an seinen Sohn Franz Brüning erfolgte die Verlegung des Verwaltungs-Büros der Bürgermeisterei Vorhelm nach Sendenhorst

Amtsblatt 1817 Nr. 39 betr. Führung vaterländischer Chroniken

Chronik Bürgermeister Brüning ca 1840

... die an der Angel gelegenen Grundstücke gehören zu den fruchtbarsten der Gemeinde

Niemand hat die schöne Gelegenheit, an der Angel eine Mühle anzulegen, beachtet.

andere Bäche, die den Namen kaum verdienen: Nienholtsbach

Hellenbach (Härderfeld --> hinter Boeckenbeumer in die Werse)

Meerbach entsteht an verschiedenen Hecken und Laufgräben beim Gut Tockenburg

auffallend der plötzliche Übergang vom Sande zum Ton an der Hardt; unfruchtbarster, zähester Ton

Größter Teil der Landwirtschaft aus sauren Weiden und Wiesen mit Hafer und Weizenboden

Hardt, Härderfeld wären für Kiefern und Eichen qualifiziert

Fast nur mittelmäßige Kolonate, 100-200 Morgen

kaum Kötter und größere Grundbesitzer; Ausnahme Schulze Bering, 500 Mg

der Handel mit Grund und Boden schläft fast ganz

Verbesserung in der Landwirtschaft kann nur durch das Fortschreiten der Kultur und Intellegenz bewirkt werden

Hier bewegt sich jedoch noch so ziemlich alles im alten Geleise. Die Landeskultur befindet sich noch ganz auf der Stufe, worauf sie zu Bernards von Galen Zeiten stand.

Kirchspiel gesamt 18830 Mg      

Ackerland   9082 Mg        48.2%

Wiesen          1223

Weiden          6320    gesamt Wiesen/Weiden 40.1%

Holz            1470            7.8%

Gärten           138            0.7

Teiche             4

Lachen, \eden      3

Heiden            44            0.2

Gebäude           64

Wege             412

Bäche             64        Rest 2.9%

Das Kirchspiel wurde in mstr. Zeit von einem Rezeptor, der in der Stadt wohnte, verwaltete

Erhaltung denkmalwerter Gebäude:

Sendenhorst 4ten April 1855

Betr. Erhaltung der älteren baulichen Anlagen und Gebäude in den Städten betr.

beehre Euer hochgeboren ich gehorsamst zu berichten:

Bauliche Anlagen zum Verschlusse und Vertheidigung der hiesigen Stadt sind mit Ausnahme des noch in seiner früheren Gestalt vorhandenen Stadt-Grabens nicht vorhanden. Die Wälle und Mauern wurden kurz nach der Beendigung des 7jährigen Krieges abgetragen und die Stadtthore, welche jedoch ohne alle Bedeutung in polzeilicher und militairischer Beziehung, sowohl als für monumentale Geschichtsruinen, sind vor etwa einem Dezennium abgebrochen worden.

Sonstige ausgezeichnete Gebäude oder Gebäudeteile fehlen ebenfalls gänzlich, seitdem das einzige Gebäude von höherem Alter die Pfarrkirche im vorigen Jahre wegen Baufälligkeit niedergerissen ist.

===>Abbruch der romanischen Pfarrkirche 1854

Die häufigen Brandunglücke, von welchen die Stadt fast vom 16ten Jahrhundert, ganz besonders der s.g. große Brand von 1806, heimgesucht wurde, erklären es hinreichend, weshalb die Stadt nichts aufzuweisen hat, was für die Geschichte oder Kunst von Wichtigkeit sein könnte.

Was schließlich die Repertorien der Gemeinde-Archive betreffen, so sind solche noch vorhanden und werden fortgeführt.

Der Bürgermeister

Kreuzhage

1888

Quantes Kreuz

Bf. Enniger, Angelbrücke unter Uferbäumen, Denkmal für Elisabeth Schütte

1927 V 29

Veranstaltung zum Besten eines Denkmals für die gefallenen Helden aus Stadt- und Landgemeinde Sendenhorst (Kreisarchiv S 3 /205)

1930 VII 14 Glocke im Bilde 

Einweihung des Kriegerdenkmals Sendenhorst (... Hoch auf das dt. Vaterland)_

1929 VI B 26

Ankauf von drei Pergamenturkunden

Ernst Weber, Antiquariat und Münzen., Paderborn, biete der Stadt drei Pergamenturkunden von 1621, 1654 und 1662 ohne Siegel zum Preis von 35 RM an. 

Quittung .. "und lege noch ein altes Güterverzeichnis von 1570 bei." <==== Hof Schotte (B. Kleinhans?)

Wo sind die Urkunden geblieben?

Sendenhrost, den 9. Januar 1948

Statistik

1. Ortsansässige     2.907

   Flüchtlinge         590

   Evakuierte          447

                     3.994

2. Bürgermeister Bernhard Stapel, Schulstraße 243

   STadtdirektor Heinrich Esses, Markt 90

3. Stadtreat 15 Mitglieder: CDU 11

                            SPD  1

                            Z    1

                         plos    2

5. Polizeistation 8, Tel 133 7 Polizeibeamte einschl. Posten Enniger, vorhelm

6. CDU Vorsitzender Caspar Roeren, Hardt 60 Mitglieder

   SPD Vors         Hermann Bücker, Kühl 307, 53 Mitglieder

   KPD Vors Bruno Salowski, Südtor 380, 18 Mitglieder

   Z   Vors Dr. Untiedt,Oststr. 53, keine Mitgleider

7. Ausweichoberschule der Stadt MS, 22 Lehrer 370 Schüler

   Volksschule S.                   13        701

9. St. Josef-Stift Sendenhorst, Anstalt für Knochen-Drüsen- und Gelenktuberkulose 5 Ärzte, 18 Pfleger, 310 Betten

10. Ortsverband des DRK, Leiter Stadtdirektor Eugen Strotmann Sendenhorst Markt 91 

Flüchtlingsgemeinschaftsküche Neustraße 43

11. Sendenhorster Maschinenfabrik Osttor

    Spielwarenfabrik Altehage, Zweigstelle Sendenhorst, Oststraße

    Sauerstoffwerk Westfalen Ladestraße

12. 18 Bauern

1949 II 8 (B25)

Beschreibung der Stadt Sendenhorst (deutsch/englisch) auf Anforderung der MilReg

Auszug

- Größe 389 ha, 65m über NN

- 4069 Einwohner, Einheimische 2996, Evakuierte 423, Flüchtlinge 650 =17% der GEsamtbevölkerung; mit Bombengeschädigten 27%

600 echte, 50 Flüchtlinge aus der russischen Zone

- Industrie.harsteinwerk, Maschinenfabrik, Weberei, Sauerstoffwerk, sonst Kleingewerbebetriebe

- Religion: Eingesessene Bevölkerung fast ausschließlich r.k. nach Zuzug von Evakuierten und Flüchtlingen 3583 Kath, 451 Ev, 35 Sonstige

-Parteipol: Politische Struktur spiegelt sich im Rat wieder: 7 CDU, 1 SPD, 1 Z.

Politische Tätigkeit der Parteien äußerst gering

- Gewerkscahften entfällt

Schulen

- eine kath Volsksschule 11 Lehrerstellen, 582 Kinder

       ev                 2                117

Schulverband, Stadt Kirchspiel

- Ausweichoberschule STadt MS, 9klassig, 350 Schüler, Sendenhorst trägt die sächlichen Kosten

- Jugendgruppen

- Sportgemeinschaft mit 2 JGr, Ziel: körperliche Ertüchtigung und

-  Pflege der Kameradschaft

- Kath Jugend: 6 Gruppen; Ziel Erziehung auf christl. Grundlage

1949 V 9

Vorlage in englischer Sprache

Ortssatzung

Bekanntmachungen Vorschriften

 

 

1925 IV  B29

Straßenreinigung

Es wird hiermit wiedeholt daraif aufmerksam gemacht, daß auér an den Samstagen auch an jedem Mittwoch die Straßen zu fegen bzw zu reinigen sind

 

1928 III

Nochmaliges Verbote: Schuttabladen in der Greienkuhle (Bleich- Eisenteile, Hecken- und Baumabfälle)

 

1928 XII 16

Bekanntmachung: Polizeiverordnung für den STadtbezirk Sendenhorst von 19. II. 1925; _ 8: Die zum Reinigen der öff Wege verpflichteten hjaben eine durch Frost oder Schneefall herbeigeführte Glätte der Bürgersteige bzw der Straßen oder Wege durch Bestreuen mit abstumpfenden Mitteln Asche, Sand, Sägemehlt, zu beseitigen_

Polizei

Polizeidiener

 

 

Acta generalia Polizeysachen

1804-1812

 

1804

Überschrift: Ctr. Grolle et Consorten.

Anweisung des kgl preuß. Gerichts an den Magistrat Sendenhorst, polizeiliche Maßregeln zu treffen, wenigstens von Sonntag auf Montag durch die Stadtpförtner mit Zuziehung einiger tüchtiger Bürger des Nachts patrouillieren zu lassen, um Ruhestörer zu vigiliren und im Betretungsfalle zu arretiren. 

Die Anweisung wurde ausgelöst durch eine Kalge des Juden Levi David über nächtliche Belästigungen:

"Erschein der Denunciant Levi David und zeigte jämmerlich klagend an, daß der vor einigen Wochen in der Stadt Sendenhorst an ihn, seinen hausgenossen und sein haus von den damals schon namhaft gemachten Denunciaten verübten Excesse noch nicht im mindesten aufgehört habe, sondern dieselben noch immer fortführen, in der Nach vor seiner  Haustür mit Steinen von beträchtlicher Größe zu werfen und davor zu stoßen, als wäre es ihre Absicht, dieselbe, wie schon einmal geschehen, zu sprengen, um so über sein Vermögen herzufallen. .. Beweislast schwierig, da die Untaten während der nacht geschehen.

Die Denunciaten fahren in ihrem der ganzen Stadt bekannten menschenfeindlichen Benehmen ferner ungestört fort. Auch seine Dienstboten verließen ihn unter dem gegründeten Vorwand, ihres Lebens nicht mehr sicher zu sein

 

1807

Polizeiordnung:

1. Ein jeder Hauswirt hat die Pflicht, seine Dienstboten oder Gesellen zu veranlassen, sich abends nach zehn Uhr nicht mehr auf der Straße sehen zu lassen. Sollten zwei zusammen ertappt werden, soll man sie als Ruhestörer arretiren. Auch die Hauswirte sollen bestraft werden, denn es ist die Pflicht eines jeden Eingesessenen, zur handhabung der Polizei und öffentlichen Ruhe das Seinige beizutragen.

2. Das Zusammenrottiren und Singen und Lärnen des Abends auf den Straßen wurd ebenfalls bei den Strafen verboten.

3. Das Tobackrauchen auf den Straßen und in den Häusern auf den Dehlen und wo brennbare Materialien vorhanden. wird bei Strafe von 5 Rthlr verboten, Stadtsdiener Panning und die Pförtner sind  angewiesen, auf die Übertretung genau zu achten.

4. Gastwirte müssen die Personalien, Herkunft, Ziel und Zweck der Reise von fremden Übernachtenden feststellen.

Diese Verfügung soll zu jedermans Einsicht in den Wirtshäusern angeschlagen werden.

 

1818

Polizeidiener Laarmann

 

1830

Aus den Polizeiakten: Wegegeldempfänger Debbelt erhebt Pflasterteld. Salzladungen sind gebührenfrei.

Fuhrmann Steffen (Enniger) wird zum 20fachen Betrag für defraudiertes Wegegeld bestraft (= 20 Sg). In dem untersuchten Wagen waren Colonialwaaren:

- 6 Ballen Kaffee

- 7 Körbe mit Zucker

- 3 Bund Stockfisch

- 1 Sack Wacholderbeeren

- 2 kleine Fäßchen Öl

- 3 Fässer Tabak

 

1831

Mißhandlung der Frau Schlüter

 

1832 

Maulkorb für Metzgerhunde

 

1834

Beanstandung der Düngerhaufen Linnemann-Schwarte

 

1832 

Für den verstorbenen Polizeidiener Lahrmann wird eingestellt Degenhart

Jahresgehalt 60 Thlr, dazu 15 Thlr Uniformgeld

 

Aufgaben Degenhart:

Begleitung der Kantonisten nach Beckum zur Aushebung durch die Departements-Commission für zwei Tage eine Thlr

 

ca 1830

Polizeidiener in Enniger 75 Rthlr Gehalt

                          Vorhelm 60 Rthrl

                          S'horst 100 Rthlr

und jeweils 15 Rthlr für Dienstkleidung

 

1831

Polizeidiener Lahrmann und Degenhard

 

1832 X LR BE

Bezug: Bericht über die schlechte Aufführung des Bernard Linnemann: Einsetzen von sechs neuen Scheiben in der Wohnung des Polizeidieners Degenhart, weil ihm solche frevelhafter Weise von noch unbekannter Hand eingeworfen wurden

 

1834

erstmalig: Anfertigung einheitlicher Dienstkleider (Uniformen):

- Kappe mit roten Streifen

- Bewaffnung nebst Knüppel und Schild (müsssen noch beschafft werden)

- Tuch von Kaufmann Phil. August Rose MS

- Schneider Vunke Ahlen

- Schild (Leder) nach dem Vorbild des Oelder Polizeidieners

 

ca 1840 Kritik des LR an der Amtsführung des Polizeidieners

Mangel an wirklicher Vollziehung. Gefordert wird 

Überprüfung des Zustands der Wege und Brücken.

Bettler und Vagabunden

ungebengelte herumlaufende Hunde

Wirtshäuser

Es reicht nicht, in den Berichten zu schreiben "ist vollzogen"

 

1841 Okt

Degenhart wird nach der Untersuchungssache Krey et Degenhard zu einer Geldbuße von 10 Rthlr verurteilt. Hierzu Anmerkung Brüning: Der Polizeidiener Degenhart befindet sich ohne Vermögen und in ganz dürftigen Umständen; daher monatliche Raten von 1 Rthlr. 

Dagegen schlägt das Gericht Ahlen eine Gefängnisstrafe vonn 14 Tagen im Arrrestlokal Sendenhorst vor. 

          

1854

Suspension des Polizeidieners Degenhart

 

1855

Wege und Gefangenenwärter Gerhard Kottenstein übernimmt die  Stelle  des Degenhardt

 

1856

Freispruch des Degenhardt  betr  unsittl  Verhalten  (ders.  seit  1830  im  Dienst)

 

1864

Miete für den im Osttor wohnenden Gefangenen- und Wegewärter Kottenstein

 

1872

Anstellung eines eigenen Polizeidieners für das Ksp

Ksp zahlt Degenhardt 40 Thl Pension, Stadt 60 Thl = 100 thl; zu wenig

 

 

1872 Polizeidiener Heinrich Kottenstein

 

1872 probeweise für das Kirchspiel eingestellt

1887 Antrag auf Gehaltserhöhung

1896 Anschaffung eines Polizei-Sergeanten Seitengewehr

1897 Gratifikation des Kottenstein (100 mark) für 25 Jahre im Dienst

1898 Antrag, die Hälfte der Osten für einen Mantel zu erstatten

1901 30  Mark für einen Dienstmantel bewilligt

1901 Für Beaufsichtigung der Steingrube auf dem Belterwort, Elmenhorst, und Leitungn der fuhren und Abladestellen für den Ausbau des zweiten Drittels der Chaussee Sendenhorst-Hoetmar zusätzlich pro Stunde 30 Pfg bewilligt

1905 Jahresgrundgehalt  wird von 375 auf 400 Mark erhöht

 

Polizeisergeant Bernard Pieper

* 1886 IV (Greven); Eltern Weichensteller Ferdinand P oo Marg Tegeder

Volksschule, Rektoratschule bis Untertertia, Bahnarbeiter Emsdettten, Militär

21 III - 14. VI 1909 Polizeischule Recklinghsuen; Ist befähigt zum Polizeisergeanten

1ca 1914

Umschlagdeckel, Handschrift Hetkamp: Personalakte Polizeisergeant Bernhard Pieper

01.09.1909 Einstellung (Diensteid) als Pol Serg. in Sendenhorst

Jahresgehalt 950 + 150 Mietensch. + 100 Kleidergeld = monatl.100M

auch Vollziehungsbeamter und Wegeaufsicht

1912 Antrag Pfr Beckmann, Pieper als Kirchenschweizer einzustellen wird von Bürgermeister Hetkamp abgelehnt

1917 Wiedereinstellung in den Militärdienst

 

1919 statt Polizeisergeant Polizeiwachtmeister

1920 III 22: Vereidigung Pieper: Ich schöre Treue der Reichsverfassung"

1929 Einführung eines wöchtliche vorzulegenden Dienstbuches

ab 1931 Unregelmäigkeiten bei der Abrechnung von beigetriebenen Steuern und Außenständen. Klagen mehren sich. Pieper verwickelt sich in Widersprüche, schafte Verwahnung

1931 IX: die Stadtkasse ist dauernd in Geldschwierigkeiten, Zum größten Teil ist diese Geldknappheit daruaf zurückzuführen, daß der Vollziehungsbeamte die Aufträge entweder gar nicht oder sehr lässig ausführt

1931 XII Unterschlagung eines Briefes

1932 I: Flucht in die Pensionierung: Amtsärztliche Zeugnis: Pieper ist ein stark fettleibiger Mann von hochroter Gesichtsfarbe und kurzem, gedrungenen Körperbau

Unter besonderer Berücksichtigung er körperlichen und geistligen Antrengungen, die heute an einen Polizeibematen gestellt werden, halte ich eine volle Dienstunfähigkeit auf Grund meines Untersuchungsbefunden nocht mehr gegeben. 

Anfang 1932: Ermittlungsverfahren eingeleitet (Unterschlagung und Fälschung) 

1932 VIII 22 Polizeihauptwachtmeister und Vollz,B. Pieper aus Sendenhorst wird von der Strafkammer des LG MS wegen Unterschlagung im Amten sowie Urkundenfälschung und Betrug zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr 7 Monaten bei sofortiger Verhaftung verurteilt

1932 X Reichsgericht Leipzug verwirft die Revision

1932 X LR Einleitung eines Disziplinarverfahrens

1933 VI 6 Nachweis zur Festsetzung der Versorgungsbezüge: 65% der Dienstbezüge, = 2278 RM, von der Dienststrafkammer auf 50% auf 7 Jahre reduziert = ca 1750, = monatlich 148 RM

1934 I 10 Entlassung aus dem Strafvollzug; Rststrafe im Gnadenweg erlassen

1937:Bürgermeister beurteilt P Führung: Seine Kinder sind ordentlich erzogen und gehören dem RAD, der Hitlerjugend und dem BDM an. Er Selbst gehört der NSKOV an, welches eine Gliederung der Partei ist. Aus gesundheitlichen Gründen erwerbsunfähig 

1937 VII +Pieper; Frau stellt Antrag auf Witwenrente

1938 III 31:Regierungspräs. überweist die Personalakten des +Polizeiwachtmeisters Pieper (52J)

Stadt versucht, die Witwen- und Waisenrente nicht anzuerkennen, da sie bereits stark mit Pensionzahlungen (Düchtung, Hetkamp, Kleinhans, Saerbeck, Westtor 402) belastet ist. Gesuche werden hin- und hergeschoben. Ausgang nicht bekannt

Polizei-Hauptwachtmeister Bernard Pieper

* 01.04.1986

verheiratet,Kinder

- Heinrich   * 08.07.1913

- Felix      * 09.09.1916

- Anna       * 18.06.1919

- Hildegard  * 22.05.1924

- Walter     * 26.05.1925

 

Grundgehalt  2700

Wohnungsg     474

Kinderzulage 1440        gesamt 4672 RM

 

 

 

1918 X 31

Antrag des Gendarmerie Wachtmeister Kleinke und des Polizeisergeanten Pieper auf Befreiung ihrer Schutz- und Begleithunde von der Hundesteuer; genehmigt

 

1920 II  B 128

Gendarmerie Wachtmeister Kleinke erhält Zulage für Vertretung von 8 Wochen während der ERkrankung des Polizei Wachtmeisters Pieper

 

1920 V

B. Siekmann beantragt beim Landratsamt Erhöhung der Miete für die angemietete Gendarmeriewohnung

 

1920 VIII 27

BE beabsichtigt, mehrere Landjäger einzustellen. Sendenhorst will einen unverheirateten Mann übernehmen, da hierfür Wohnung vorhanden. Keine Familienwohnung

 

1920 X 18

Einweisung des unverh. Vizefeldwebels E. Bull, Holzminden in eine Aushilfsjägerstelle (Sendenhorst); wohnt beim Metzgermeister Niermann, Oststraße

 

1923 III 31 B 127

LR teilt Zuständigkeitsabgrenzung mit:

Oberlandjäger Kleinke:

engerer Dienstbezirk Sendenhorst (alle Bauerschaften) und Sommersell, Wessenhorst

erweiterter Dienstbezikr; Landjägeramt Vorhelm

 

1924 V 20

LR: Oberlandjäger Herken, engerer Dienstbezirk Sendenhorst

 

1924

Landrat: gemäß Dienstvorschrift der preußischen Landjägerei sollen sich die Landjäger an den Standorten, der gleichzeitig Sitz der Ortspolizeibehörde ist, wenigstens einmal wöchentlich beim Bürgermeister zur Entgegennahme etwaiger Ansuchen melden. 

 

1925 

Landjäger Herken

 

1926 IV

Aushang von Plakaten zur Eröffnung der Halle Münsterland

 

1927 III B127

Landjägereiamt Vorhelm (Ljägermeister Gerats) 

- Ahlen I und II, Sendenhorst (Herken)

(Dez 1927 von Vorhelm nach Ahlen verlegt)

 

1932 III 31

Ausschreibung der Stelle des Polizeihauptwachtsmeisters

eingestellt wird Versorgungsanwärter Heinrich Schulte, wohnhaft Hamm, Kentroper Weg 15

01.11.1932

Dienstantritt 

Personalien: * 25.08.1900 Thuine, Kreis Lingen

wohnhaft Weststr. 287, Sendenhorst

8.11.1936 SA-Sportabzeichen

 

 

1934 B144

Merkblatt Nachprüfung der Gemeindepolizei

Polizeihauptwachtmeister 34J., wird nach staatlichen Grundsätzen besoldet

keine Hilfspolizei eingestellt

Diensteinteilung erfolgt auf Anordnung des Bürgermeisters

Es ist ein Nachtwächter vorhanden

Schulte hat 3mal in der Woche nachts Dienst 2-3 Stunden 

keine Ausländer im Bezirk

Gasthöfe, Meldewesen: geschieht, aber fast keine Übernachtungen

keine Lokale mit weiblicher Bedienung

Baugenehmigungen 1933: 31, 1934 13

 

1941 IX 5 

Beuurteilung durch Austrup: In dienstlicher Hinsicht war Sch stets sehr aktiv und äußerst eifrig Er ist ein pflichttreuer Beamter, hat eine leichte Auffassungsgabe und eignet sich gut im Fahndungs-  und Erkennungsdienst. Sch hat einen ehrlichen und aufrichtigen Charakter ... 

wird von der Stadt Sendenhorst zur Beförderung als Polizeimeister vorgeschlagen: (18 Jahre im Polzeidienst, dh seit 1923)

hat mehrere Lerhgänge besucht Gauführerschule und Reichsführerschule der NSDAP

1941 IX 12:Untersuchung durch die Sanitätsstelle der Schutzpolizei Recklinghausen (Zahnetraktion, Impfung gegen Pocken, Typhus und Paratyphus) Einsatz in Rußland vorgesehen? 

Personalbogen: * Thuine Kreis Lingen 25.08.00 oo Maria Klene, Dörpen Kreis Ascheindorf, Sohn Erich *1935 Rheine. 

1941 XI 1 Schutzpolizeidienstabteilung Rheine

1943 Schulte kann für seine Familie in Rheine keine Wohnung bekommen. 

 

 

1936 B 128

Erstmalig: Ergebnis bei der Verkehrskontrolle am 18. Juli 1936

Gendarmerie, Amtsbreich Sendenhorst 

Gebührenpflichtige Verwarnungen: Radfahrer 2

                                 Kräder    3

Sicherstellung 1 Kraftrad

Vorführung     1 Kraftrad

bei PKW und LKW Fehlanzeige

 

1937/38

Polizeiliche Strafverfügungen  (hier 1946 Mitteilung an LR)

1937

11 wegen groben Unfug

 1 wegen Abspringen vom fahrenden Zug

 3 wegen ruhestörenden Lärm

 6 Übertretung baupol Gsetze

 8 Benutzung falscher Gewicht

 1 Unterlassung der pol anmedlung

 1 weil Sohn nicht zur Schule geschickt

 

1938

12 grober Unfug

 1 Nichtfestsetzung eines beißigen Hunde

 2 Unerlassung pol Anmeldung

 5 Gefährdung des Verkehrs

 1 ruhestörender Lärm

 3 Nichtbeachtung baupol Gesetze

 1 wegen freien Herumlaufesn von Hühnern

 

1938 III B 128

Verkehrskontrolle auf drei Tage ausgedehnt

kontrolliert   beanstandet

PKW    44       3

Fuhrwerke      2    -

Fahrräder     37       4

insgesamt 7 gebührenpflichtige Verwarnungen

 

 

1938 V 18

Reichführer SS und Chef der Deutschen Poliezi:

ich verbiete für alle Angehörigen der SS und Poliezi den neu augenommenen Tanz "Swing" in Uniform zu tanzen

 

 

1939 XII 28

Polizei als Freund und Helfer, Vermittler bei den Behörden_ Gend. Mstr Herken an Bürgermeister: Amtliche Anordnungen durch Ausschellen werden oft nicht von den Bürgern (nicht Volksgenossen!)  außerhalb des geschlossenen Stadtteils gehört. 

"Herrn Bürgermeister bringe ich dieses zur Kenntnis wie die Bevölkerung sich darüber ausspricht, vielleicht ist auch hier ein Ausweg zu findem um diesem Übel auch hier abhelfen zu können"

Darauf Anweisung an Becker und Menke, die Bekanntmachung weiter vor dem Toren zu verlesen

 

1945 VI 6

Meldebestätigung für den Hilfspolizisten Franz Pälmke, Nordstr. 3,

* 04.04.91

 

1945 VI 7 LR BE

Die Polizei untersteht der Mil Reg und zwar ohne Einschränkung. Die Herren Bürgermiester haben an Polizeibeamten und pol. Dienststellen keine Befugnisse. (mehr)

 

1945 IX 4 B 127

Landespolizeipräsident von Westfalen: Abwicklung aller Vorgänge der früheren Dienststelle des Befehlshabers der Ordnungspolizei un der früheren Stapoleitstelle MS

 

1946 II 19

Neuordnung der Polizei; Vollzugs- und Kriminalpolizei steht ganz unter der Befehlsgewalt und Aufsicht der MilReg

aufgaben der bisherigen Verwaltungspolizei:

- Meldewesen

- Pawesenn

- Staatsangehörigskietswesen

- Namen, Namensänderung

- Zeugnisse, Bescheinigungen

- Straßen, Straßenordnung

- Verkehrsregelung ....

- Gewerbepolizei 

- Gesundheitspolizei

- Veterinärpolizei ...

- Baupolizei usw.

 

1946 III 13 B48

Lt Verfügung des Kommandierenden Polizeioffiziers RB MS sind folgende Polizeibeamte zum 1. 4. 1946 wegen Polizeidienstuntauglichkeit in den  Ruhestand versetzt

Polizei.Meister Karl Möller, Sendenhorst

Versorgungsbezüge auf 225 RM festgesetzt (22 Dienstjahre seit 1923)

 

1946 III 29

Pol.Meister Hahnekamp von der PolStation Heessen nach Sendenhorst versetzt. verlangt Trennungsentschädigung (Frau wohnt in Heessen; Februar 1945 von Schlochau, Pommern geflüchtet

 

1946 X 16 B128

Stadtdirektor beschwert sich, daß trotz der seit längerer Zeit durchführten Trennung von Polizei und Verwaltung die Stadt immer noch die Portokosten für die Polizeistation trägt

 

04.05.1946 B 49

Nachweis der kommunalen Polizeibeamten: Sendenhorst drei Schupo

Anm. die Polizeibeamten werden aus Gemeindemitteln bezahlt

1946 X 23

Stadt beantragt Mietentschädigung für die von der Poliezistation benutzten Diensträume siet 1. 4. 1946 in Höhe von monatlich 60 RM

 

1947 VII 17 Beckum (B48) Neueinteilung der Polizeistationen:

Pol.St. Vorhelm aufgelöst. Stationsbereiche Sendenhorst und Vorhelm zur PolStation Sendenhorst vereinigt. Leiter Sendenhorst. ist Polizei-Meister Zerbe, Vorhelm. Vertreter Po-Mstr Hahnekamp, Sendenhorst.Polizeistation 8 (Sendenhorst) erfaß S.S-Ksp, Enniger und Vorehlm

Gruppenpsten Enniger, Polizeiposten Vorhelm

 

1949 I

Polizeiwachtmeister Söthe (keine weiteren Informationen)

 

 

 

 

Sparkassenwesen_

 

1936 B47

Sparkassenrendant Heinrich Dorsel

Gegenbuchführer Josef Umlauf

 

1945 XII 1

Sparkassenrendant Dorsel am heutigen Tage 40j. Dienstzeit

Ehrenurkunde

 

 

Strafesachen, Anzeigen, Übertretungen

 

B 138

 

1923 IV 3 Bernhard Herweg, Hotel Ridder, an Polizeibehörde:

 

Am 1.April d. J. Abends gegen 8 Uhr kam der Bernard Hasselmann und Fritz Kröger, beide aus Sendenhorst, in meinem Wirtschaftslokale, und belästigten die anderen Gäste in der gröbsten und gemeinsten Art und Weise mit Schimpfworte, daß die sich da mehrere Mal über beschwerten.

Herr Valentin Dünnewald aus Sendenhorst machten den Fritz Kröger aufmerksam über sein Verhalten und bat ihm ruhig zu sein, worauf Herr Fritz Kröger antwortete Läk mi in den Fut. Aus Zerstörungswut nahm Fritz Kröger die Notenhefte und Bücher vom Klavier und zerknitterte die und warf sie hinter das Klavier.

Einige Schupobeamten belästigte der B. Hasselmann mit den Worten der gemeinsten Art, z. B. Aschloch, Dreksack, halt deine Flappe u.s.w.

Hierauf bat mich Herr Sudhoff, und Herr Dünnewald aus Sendenhorst hier einzuschreiten, In Folge dessen verbate ich Herr B. Hasselmann derartige unanständige Worte nicht mehr zu gebrauchen, und sich anständig zu benehmen. Als beide es nicht unterließen ihr Benehmen anständig zu machen, verbot ich ihnen das Lokal mehrere Male.

Diese kamen meinen Aufforderung nicht nach und nahmen eine drohende Haltung gegen mich ein, und belästigten mich in der gemeinsten Art und Weise mit den gröbsten Schimpfworten z. B. grüner Junge, dummer Mensch von Fritz Kröger, von B. Hasselmann mit Drecksack, Aschloch u.s.w. Zeuge dieser Worte sind Willy Schmies, Theodor Schlautmann und Gustav Möllmann, alle aus Sendenhorst.

Fritz Kröger machte ich aufmerksam ich wollte mich über ihn beschwerden, worauf er mit antwortete, dan flög ich achtkäntig auc seinem Bau, seit Vater hielt mit ihm. Am andern Morgen stand an eine Tür meinem Lokal gegenüber mit Kreide angeschrieben die Worte: Du Aschloch, Du kannst mich im Asch lecken, welche vermutliche Weise von beiden genannnten aufgeschrieben sind.

Weitere Zeugenn sind noch folgende Schupobeamten; Poliezwachtmeister Juat, Polizeiwachtmeister Wilhelm Buchalick und Polizeiwachtmeister Klawihn, der 8ten Bereitschaft Sendenhorst, und Herr Gendarmerie Wachtmeister a. D. B Stautz (?).

Ersuche ergebenst die beiden genannten Personen wegen groben Unfug und Hausfriedensbruch zur Anzeige zu bringen.

B. Herweg

 

 

1922-1924

Übernachtung von Gelegenheitsarbeitern, Korbflechtern usw, in Scheunen rund um Sendenhorst (zB Wieler Scheune). Dabei Diestähle und gegenseitige Beraubungen

 

1923 II

Bergmann Theodor Hohn, MS Ritterstraße bettelt in Sendenhorst und sammelt für die Ruhrspende ohne Genehmigung. 

 

1923 V 25

Spannungen und tätliche Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der 8. Bereitschaftspolizei und Sendenhorstern in der Wirtschaft Bisping

Carl Bussmann, Gerhard Wegmann, Peter Lohmann, Bernhard Schliephorst: Schupo soll unschädlich gemacht werden, Es sollte jeder mit vollen Taschen erscheinen, Dynamitpatronen sollen den Beamten vor die Füße geschleudert werden, 

die Beamten sind: Straßenräuber, Lumpen, Baltikumräuber, Rotzjungen, die sich in Sendenhorst breitmachten Ringe an den Händen trügen und den Arsch voll Schulden trügen. Die Essener SChutzpolizei setze sich als lauter Lumpen zusammen, die wie die Bocumer Volkszeitung schrieb, in der Essener Folterkammer Menschen zu Tode gequält hätten. (Bußmann wird exmitiert ...)

Von dem Bussman und Genossen wurde in der Wirtschaft weiterhin beratschlagt, wie sie die Schupo herausekeln sollten, Dabei probierten sie eine Zündschnur aus, die höchstwahrscheinlich zu dem Anschlag auf das Geschäftszimmer benutzt werden sollte, Schliephorst versuchte auch bei Herrn Löckmann Revolvermunition käuflich zu erwerben, und wie man allgemein hört, ist Lohnmann im Besitz einer Schußwaffe

Herr Hullerum bedroht Geschäftszimmer werde mit Gewalt geräumt Unterschrift Ranocher Polizei-Leutnant

Abschrift von Austrup an den Staatsanwalt. 

-->Bergmann Peter Lohmann* 1890,  erhält Haft von 10 Tagen (Widerstand und Körperverletzung); Haftbefehl später aufgehoben 

dafür Zahlung von 55 Goldmark

1924 VI

Diebstahl von 3 Motorädern aus den Motoradwerken Jaspert Sendenhorst

- Fabrikat Haja (H. Jaspert?) Motor, Hansa Gestell, Emaillierung Krischrot, Namenszug am Tank gelbt Federnde Hintergabel im Rahmen liegend

 

Untersuchungrichter des Staatsgerichshofes zum Schutze der Republik: 

Haftbefehl wegen Vorbereitung des Hochverratsverbrechens:

- Frau Elfirede Golke, geb Eiseler gen. Ruth Fischer, Brelin, * 1895 Leipzig, bisher Reichstagsabgeordnete

- Tischler Walter Ulbrich, * 1893 VI 30 Leipzig

 

1925 III

Strafsache gegen Wallmeyer Sendenhorst,wegen Diebstahl (Näheres nicht bekannt)

 

20erJahre: Zahlreiche Fahrraddiebstähle; Wiederbschaffung meist erfolglos

 

1929 IV 30

Provisionsreisende Bernhardine Borgmann verlangt Herausgabe eines von der Ortspolizeibehörde zu Unrecht beschlagnahmten Ansichtsexemplars des von ihr vertriebenen Werkes "Praktischer Hausschatz der Heilkunde von Sanitätsrat Dr. Paul Borgmann". Darauf wurde ihr von der Firma gekündigt. Erheblicher Verdienstausfall!

 

 

1930 V 17 Wolbeck

Gegen die in Sendenhorst wohnhaften 

- Bernhard Kössendrup und

- Peter Lohmann wird eine Geldstrafe von 15 RM wegen Betreten fremder Grundstücke ohne Erlaubnis verhängt Da beide zahlungsunfähig dreitägige Haftstrafe

 

1930 IX 19

Anzeige PHW Pieper an Polizeiverwaltung Sendenhorst:

Am Sonnat 7. IX 1930 (Wahlsonntag) waren die Wohlfahrtempfänger Hubert Wessel und Peter Lohmann stark betrunken. L. soll abends 9 im Hause und auf der Straße stark gelärmt haben.

Anm. Lohmann, Wessel und Butterweg sind diese Woche anderswo am arbeiten

 

1930 X 23

Brennereibesitzer Johann Graute meldet den Diebstahl von 60 Stück Hochstamm Stachelbeersträucher aus seiner Obstplantage

Wahrscheinlich mit Wagen fortgeschafft

 

1930 XI

Amtsanwaltschaft MS: Strafsache Jordan und Genossen, Aktenanforderung

 

---> besonder viele Fahrraddiebstähle sowie andere Einbrüche aus Heessen

 

1931 VI

Abschlachtung eines einjährigen Rindes auf der Weide des Landwirts Gößlinghoff

A 593

 

 

Tierschutz

 

1855

wird hiermit vermerkt, daß

1. der Tgl. Hermann Bocholt

2. der Schneider Engelbert Debbelt

die von ihnen gehaltenen beiden Perde in einem derartig trostlosen Zustand habenn versinken lassen, daß schon der Anblick der Thoere das menschliche Gefühl empört. Nichtsdestoweniger werden beide Thiere  täglich zu den schwersten Arbeiten verwendet, und zum Skandal für das Publikum abgetrieben und mit Schlägen öffentlich mißhandelt, wenn die Thiere vor Kraflosigkeit Pflug, Egge oder Wagen nicht mehr aus der Stelle zu bewgen vermögen.

Außerdem stehen beide Beistzer in dem Verdachte, daß sie ihre Theire auf fremden Grundstücken über Nacht un an Sonntagen während des Gottesdienstes weiden pres. hüten. Der Bochholt ist bereits unter dem 22ten Nove 1853 wegen Thierquälerei verwarnt worden

 

Nach mehreren Zeugenverhören erhält Hermann Bockholt (Nr 19) eine Polizeistrafe von 1 Tlr wegen Hütens auf fremden Grundstücken und 10 Rthlr wegen Thierquälerei

 

1857

ehefrau Börger (Nr 53) macht Anzeige, sie habe soeben das Pferde des Ölmüllers Christian Schmitz, der solches regelmäßig ohne Aufsicht weiden lasse, in unserer in der alten Stadt belegenen Parzelle, welche mit Roggen bestellt ist, weidend betroffen

 

1858

Nachtwächter Kortenjan gibt zu Protokoll: Der hiesige Gastwirt Anton Neuhaus besitzt zwei Hunde, welche mich des Nachts widerholt bellend verfolgen. Der einen davon ist eine röthliche Dogge, ist überdies böse, daß ich derselben auch mit Schlägen kaum erwehren kann, und muß daher bitten, mich von diesem Hindernis bei Ausübung meines Diestens zu befreien

 

1858

folgende Hunde wurden ohne Halsband auf der Straße laufend betroffen

1. Torwesten Haus 275

2. Hoppe Haus 277

3. Handelsmann Reinhaus am Kirchhofe (In der Vernehmung zugegeben; Unterschrift wurde mit Rücksicht auf die heilige Sabbatfeier abgelehnt

 

1859

Polizeidiener Degenhart:

Heute morgen vor 11 Uhr, während des sonntäglichen Hauptgottesdienstes, traf ich in der als Schenklokal benutzten Küche des hiesigen Schenkwirts Böcker (Nr 115) den hiesigen Glaser und Anstreicher Schrei, welcher ein Glas Branntwein vor sich stehen hatte

 

1861

Der schulpflichtige Sohn des Zimmermanns Decker, hier, gestand ein am Hause des Apothekers König befindliches Nest einer Grasmücke zerstört zu haben

 

1861 Juli

zeigten die Koloantsbesitzer in der Bauerschaft Brock Schulze Heinrichs und Kolon Kersting an:

am Dienstag desn 16ten, als wir von der Hochzeit des Sorges um 11 Uhr Abends zu Hause fuhren, wurden wir von der  Wohnung des Gerbers Leiffeld Nr 320 im Vorbeifahren mit einer schmutzigen Flüssigkeit, welche größtentheils aus Wasser bestand, überschüttet und der Wegen sowie unsere Kleidungsstücke verschmutzt.

Indem wir auf Bestrafung des Leiffeld antragen, bemerken wir zugleich, daß sich im Hause des Leifeld außer dem Tanzllehrer, welcher sich zur Zeit dort aufhoelt, der Gerhard Klosterkamp befanden, welche gegebenenfalls Auskunft zu geben vermögen

(darauf Befragung, u a. des Tanzlehrers Hermann Koch aus Hamm, der sich zur  Zeit im Hause des Leifeld aufhält) 

 

1863

Küper Hermann Kerkmann wohnhaft auf der Südstaße, hat seit mehreren Tagen unds Nächten einen großen Eichbaum vor seinem Hause auf der Straße liegen, das oberer theil des Baumes geht beinahe bis mitten auf die Straße

 

1863

Nachstehende Personen hatten getern vormittag ihre Bodenluken nicht geschlossen

- 137, Maurer Lindemann, Südgraben

- 141, Küper Lutterbeck, Südgraben

- 140, Schuhmacher Twessen

-  75, Ackersmann Heinrich Telgmann am Nordgraben

- 237, Schenkwirt Witte am Armenhause

 

1863

Anzeige, daß heute morgen während des Gottesdienstes 9 Geschäfte ihre Schaufenster nach der Straße unverblendet hatten.

 

Aus der Rechtfertigung des Isaak Lefmann; 

An meinem Hause befindet sich kein Schaukasten, vielmehr benutze ich die inner Seit der Fenster zum  Aufhängen von Waren, welche an Sommertagen durch Läden von außen verblendet werden. 

Eines der beiden Fenster war am 6ten dieses Monats verschlossen, während das andere , woran der Verschluß defekt ist, nicht verschlossen gehalten werden konnte.

Ich habe den Schmiedemeister Arnskötter vor längerer Zeit schon beauftragt, den Haken zu reparieren

 

1865

Gestern mrogen ist aus Anlaß der Hochzeit des Tgl Waldmann innerhaln der STadt mit Gewehren geschossen worden. 

Trotz Verwarnung sind bis in die Nacht hinein Schüsse gefallen

Trotz umfachreichem Verhör kann der Schütze nicht ermittel werden

 

1865

Der Windmüller Strücker von hier hat einen schwarzen Teckelhund, welcher bissig ist und die Leute weite Strecken verfolgt, besonders beißt derselbe die vorbeipassierenden Pferde hinten in die Hacken welches ich hiermit zur Anzeige bringe

Janke, Gendarm

 

1868 Amtmann Brüning, Enniger an Bürgermeister Sendenhorst:

Als ich gestern Morgen um 9 Uhr auf einer Dienstreise die Stadt S. passierte und beim metzger Kalthoff an der Nordstraße um die Ecke bog, lagen drei Schweine gebunden bis mitten auf der Straße. Wie diese die Pferde nahen sahen, fingen dieselben an, stark zu grunzen, worauf die Pferde scheuten und kehrt machten. Wäre nicht die Deichsel gebrochen und den Pfern in die Zügel gefallen, so wäre beim Wenden auf dem engen Raume wahrscheinlich der Wagen auf dem engen Raume  umgefallen und ich und mein Kutxscher geschleift worden. Es dauerte beinahe eine Stunde bis der Wagen in der nahen Schmiede des Stapel repariert war und ich meine Reise fortsetzen konnte.

Bei meiner Rückkehr habe ich bemekrt, daß das Blut der geschlachteten Schweine durch die Straßen-Rinne floß. Die fraglichen Schweine gehörten dem Metzger Kalthoff in der Stadt Sendenhorst und pflegt derselbe, wie ich vernommen habe, die Schweine auf der Straße zu schlachten.

Antrag, Kalthoff zu bestrafen. ... Ich erlaube mir, darauf aufmerksam zu machen, wie das Schlachten des Viehes auf der Straße in der Nähe der Schulen geeignet ist, das Gefühl der Kinder abzustumpfen und Rohheit zu erzeugen

 

1869 Juli 12

Tgl Bernard Holtmann zeigt an, wie gestern abend um 9 3/4 Uhr der anscheinend invalide Georg Bäcker ihm Vorwürfe gemacht, daß er das hiesige Schützenfest nicht mitgemacht und daß er ein schlechter Kerl sei. Er habe sich dieses verbeoten, worauf der Bäcker ihn aber angegriffen und die Halbinde zerrissen und mit der Pfeife geschlagen. Der Vater des Bäcker sei darauf seinem Sohne zu Hilfe gekommen und ihm beim Schlagen unterstützt.

Ordnungsstrafe für Bäcker 1 Tlr, für Holtmann wegen Teilnahme 1/2 Taler

 

1869 Okt Bericht Janke, berittener Genndarm:

Zeige gehorsamst an, daß ich heute Vormittag den Schenkwirth Heinrich panning auf seiner Dehle beim Hexelschneiden mit brennender Tabackspfeife rauchend antraf. 

 

1870 April

Polizeidiener Degenhart macht Anzeige, daß der Tgl Schraeder neuerdings im Westfelde auf dem Fußwege nach Everswinkel Runkel ausgegraben habe. 

 

1871 Juni

Polizeidiener macht Anzeige, daß abends gegen 11 Uhr auf der Weststraße vor den Wohnungen es Gastwirts Wilhelm Panning und des Tgl Bd Hagemann große Ruhestörung verursacht, groben Unfug und Schlägereien verursacht worden sei. 

Degenhart erklärt, er  habe in Erfahrung bringen können, die Merhzahl der betreffenden Culpaten beistehe aus Mitgliedern der hiesigen Sodalität; dieselben warenn nämlich am selbigen Nachmittage (Anm. Pfingmontag)  zu dem Schenkwirth Schlotte am Wegen mach Drensteinfurt gewesen und wie sie Abendes gegenn 11 Uhr zurückkehrten, haben sie sich noch bei dem Gastwirth Wilhelm Panning Einlaß gefunden , dort sich etnzweit und demnächst groben Umfug auf der Straße und Schlägerei verübt. 

 

1873

Janke Gendarm: Bei meiner heutigen Patrouille traf ich die Windmüller

1. Bröckelmann

2. Stricker

3. Wößmann

4. Neuhaus

zwischen 11 und 11 1/2 Uhr vormittags während des Hauptgotttesdienstes am Sonntage am Mahlen, welches ich hiermit zur Anzeige bringe.

 

1874

Anzeige Gernsdarm Janke: Tgl Hch Becklas hat diesen Morgen eine Häckselmaschine, welche durch ein Göbelwerk in Bewegung gesetzt wird, in Betrieb gesetzt. Der Verlängerungsbaum war nicht bedeckt

1 Tlr Strafe

 

1875

Wundarzt 2. Klasse  A. Stoffers erhält eine Ordnungsstrafe, weil er geimpft hat, obwohl er nach dem Imfpgesetz dazu nicht befugt war

Beigefügt Liste von fünf Kindern, die privatim geimpft zu Hoetmar 

 

1875 Dez

Gastwirt Peter Schulte trägt vor. Am dienstag gegen 8 Uhr erschien der Handelsmann Theodor Zimmerman von hier in einem angetrunkenen Zustande. Als ich ihm Getränke verweigerte, entfernte sich derselbe. Sogleich darauf kam er abermals zurück. Als ich ihm hierauf bemerklich machte, daß er mein Lokal sofort zu verlassen habe und hierauf die Tür zurriegelte, schlug er mir drei Schein ein

6 Mark Ordnungsstrafe

 

1877

Handelsmann Caspar Hausen beantragt Ausstellung eines Waffenscheins zum Tragen eines Revolvers, um sich, wie er erklärte, bei fereren Anfällen von Leuten auf der Landstraße, welche seit einem Jahre wiederholt bei ihm vorgefallen seien, genügend sich vertheidigen zu können

Landrat will nur Waffenschein zur Ausübung der Jagd zugestehen

 

1877 Sept

Caspar Hausen wird zu 3 Monaten Gefängnis wegen Widerstand gegen Beamte bestraft

 

1878 Juli

Caspar Hausen meldet dem Bürgermeister: Wie ich in Erfahrung gebracht, soll meine Frau Dorothea geb Sporbeck schon längere Zeit verbotenen Umgang mit dem Tischelergesellen Martin Mussilowski, angeblich aus Koblin, gehabt haben. Ich kann dieses durch Zeugen und Briefe nachweisen, . Am 2.. des Monats, da ich gerade nicht zu Hause war, hat meine Frau sich heimlich nach dem dieselbe verher meine besten Möbel veräu0ßert hat, entfernt. Ich vermute, daß sie mit dem Mussilowski vagbundierend herumtreibt. ... dieselbe soll sich jetzt in Unna bei dem Pferemetzger August Sparbeck befinden. Ich bitte, miene Frau polizeilich anzuhalteen, sofort zurückzukehren

 

1878 Oktz

Als in verwichener Nacht die Unterzeichneten (Kottenstein und Jahnke) bei dem Wirth Spöttel der Tanzmusik Feierabend machten und die Gäste durch mehrmalige Aufforderung sich zu entgernen, äußerte der Maurer Hermann Schmitz von hier, ich gehe nicht, so lange noch ein Mann hier ist, derselbe wurde aus dem Haus entgfernd, kam aber immer wieder aufs neue in das Haus. Es wird um Betrafung angetragen

 

1879 Jan 5

Rückantwort der Gendarmerie Oesede auf Anfrage der Bürgermeisterei Sendenhorst:

10. Gendarmeriebrigade, Osnabrücker Offizier-Distrikt an das kl. Amt Iburg

 Anzeige gegen

1. die Ehefrau maria Theresia Hausen aus Sendenhorst bei Münster

2. den Tischlergesellen Martin Musilefky aus Kolytyn in Posen

3. den Malergesellen Joseph bartmann aus Sendenhorst

sämtlich wegen Aufführung von Schaustellungen im Umherziehen ohne Legitimation bzw. Gewerbeschein.

 

Die Ehefrau Hausen in  Begleitung der beiden Nebengenannnten betreiben im Unherziehen erstens ein Gewerbehandel mit Bild und 2. geben mit einem kleinen Panorame Schaustellungen resp. zeigen für Geld damit den Krieg zwischen Türken und Russen, den Todt Jesu usw. ohne im Besitz für das Jahr 1789 ein Gewerbeschein zu haben, erstens der p. Musilefiky und Bartmann am 31. des Monats von Haus zu Haus in Holiten getan, vorzüglich der Pächterin Wittwe Schlüter und schlage ich den Haussohn Schlüter als Zeuge vor, ferner in Kl. Oesede wurden am selben Tage Nachmittags wurden beide genannten allein, ohne Frau Hausen. angetroffen, dfaß solle für Geld in der Gastwirthschaft bei Judmeyer sein die Bilder in Panoramalisten und als ich selbe nach dem Gerwerbe fragte, gaben selbe zuerst an, ihn nicht bei sich zu haben. Als ich jedoch am Abend selbe in der Herberge revidierte, hatte auch dieselben keinen Gewerbeschein und 2. hat die Hausen am 4. des Monats hier in Oesede trotzdem jedoch allein von haus zu Haus die Schaustellung ohne Gewerbeschein und ohne polizeiliche Erluabnis im Umherzoehen betrieben und schlage als Zeugen vor (3 Nomen)

Wie ich in Erfahrung gebracht habe, soll die Hausen von ihrem Ehemann forggelaufen sein und sich mit diesen beiden als Handelsfrau umhertreiben und vorzüglich mit dem Muslifky in ehelichem Verhältnis leben

gez. Wrede, Fußgendarm

 

1879

Erschien der Chausseegeldempfänger Bartmann von hier und trug an daß der Knecht des Kornhändlers Hinteler aus ahlen, dessen namen ich nicht anzugeben vermag, zweimal die mir untergebene Barriere vor dem Ostthore mit einem einspännigen Fuhrwerke ohne das tarifmäßighe Chausseegeld zu entrichten, passiert hat. Dieses beträgt 25 Pfennige (Chausseegeldtarif von 1840

 

A 593

Postwesen

 

WZ 54, S. 278

 

Bonse/Post:

... Nach dem bestimmten Zeugnisse des jetzigen Postverwalters Gerard Bonse in S. ist nun aus dem Besitze seiner Familie eine fürstl. Thurn- und Taxis'sche Bestallungsurkunde aus dem Ende jenes Jahrhunderts (17. Jh) abhanden gekommen, durch welche einem Vorfahren die Wahrnehmung der Poststelle in S. übertragen wurde. Letzterer muß der damalige Bürgermeister Heinrich Bonse gewesen sein (+ Neujahr 1700), dessen Haus an der Südpforte des Städtchens stand. 

Anm: Hch Bonse war kein Bürgermeister

          Das Haus wurde erst 1714 gebaut

          Erste Bestallungsurkunde 1741

 

1773 VII 31

Beim Antritt des Generalpostmeisters Bestallungsurkunde für Gerhard Heinrich Eustachius Bonse, * 1732, Bürgermeister zur "weiteren Bedienung derer Posthalterey zu S. ...

 

 

Quellen: OPD MS

717  Sendenhorster Postagentur und Telegrafendienst 1867-1894

697  Diensträume 1911-1930

695  Landbriefträger 1848-1924

167  Albersloh ab 1872

191  Landpostfahrt zwischen Drensteinfurt und Walstedde 1883-1925

1011 Sendenhorst Umschaltstelle, dann Ortsfernsprechnetz 1905-1928

 

 

OPD 695: Akte Landbriefträger Sendenhort 1848-1924

 

1848: Landbriefbestellung in Sendenhorst

Bei der Postexpdition S. kommen jährlich nicht  mehr als 150 Briefe nach dem platten Lande vor.

Von einer Landbriefträgeranstalt ist abzusehen.

 

1852

ein besoldeter Landbriefträger kann nicht bestehen, um so weniger, da die Landbewohner, welche ihre Briefe nicht abholen lassen und von Zeit zu Zeit Briefe erhalten, in der Stadt H„user angewiesen haben, wo dieselben angegeben werden

 

1852

179 Brief, davon 94 vom Landbriefträger, 85 durch Boten abgeholt

 

1852 IV 30

Tagelöhner Poppenburg übernimmt dreimal wöchentlich Zustellung, 5 Sg pro Tour = 26 Rthl im Jahr

Poppenburg kann Dienstkaution (50 Rt Staatsschuldscheine) nicht aufbringen.

Zeugen des Vertrags: Heinrich Böhmer, Bernard Stammkotter

 

1852 VI 4

Bonse bescheinigt den Erhalt einer Landbriefträgertasche, die ins Inventar - Verzeichnis Nr 1 Ab 6a eingetragen ist.

 

1852 XII 21

Antrag des Polizeidieners Degenhard auf Verleihung der bei der hiesigen Postexpedition eingeführten Landbriefträgerstelle nebst Invalidenversorgung

Bonse befürwortet, da Degenhard

- Träger der vom König am 23. VIII 1851 gestifteten Denkmünze ist

- 1848/49 ausgerückt ist (Soldaten soll von den Behörden Vorschub versprochen sein)

- Degenhard hohe Kosten für die Anschaffung von Kappe, Kittel, Armband hatte

- Degenhard gibt sein Amt als Polizeidiener auf, da das Gehalt 90 Rtlr zu gering zum Leben sei

--- Antrag Degenhard wird abgelehnt

 

1854 IV 1

Poppenberg scheidet aus; an seiner Stelle Maurer Theodor Jungmann

Hierzu Bonse: Für die geringe Summe von 5 Sg ist kein Mann zu finden, um so weniger, da die arbeitende Klasse wegen der in Angriff zu nehmenden Chausseebaus hier vollauf beschäftigt sein wird und ein gewöhnlicher Handlanger schon 10 Sg verdient.

Lohn 24 Rthl; trotz Bedenken Vertrag mit Jungmann: Postgang Mittwoch und Sonnabend

 

1855 V

Rücknahme der Kaution; Landbriefträger Poppenberg hat abgedankt und arbeitet als Maurergeselle mit seinem Meister auswärts

 

1855

Verhandlungen mit Jungmann wegen wöchentlicher sechsmaliger Bestellung

Jungmann verlangt 72 Rthlr ("nicht zuviel, da Arbeiter sehr gesucht sind und täglich 12-14- Sg verdienen können. (bei 315 Tagen, täglich 13 Sg = 136 Rt)

 

1856

Amtliches Verzeichnis der Bauerschaften und der adligen Häuser

- Wiese

- Tockenburg

- Deitkamp

 

keine Landbriefkästen, 1 Kasten in der Hardt

 

1865

Jungmann kündigt; erhält darauf extraord. Unterstützungen

 

1868

Erhöhung seiner Gehalts (den Leistungen entsprechend) von 84 auf 100 Rthlr

 

1869 IX 29

Jungman vom Schlag gerührt; halbseitig gelähmt. Vorläufige Vertretung Weber und Steinhauer Bernhard Heiman

Kaplan Evelt  bestätigt den Tode des Jungmann (oo Maria Cath Voßkötter)

 

1869/70

Stückmann Landbriefträger

 

1870 VI 1

Gefreiter Kassenbrock (empfohlen vom General-Commando des 7. Armee-Corps, vermittelt durch Brennereibesitzer Vrede, Vorsteher Landgemeinde)

 

1881

Übersicht über Gehöfte und Zeitaufwand: 5 Stund 39 Minuten ein Weg (von S. über Kötter Beckmann, Vrede, Ottenloh und zurück nach S.)

 

1886

Einstellung eines nicht ständigen Post-Hilfsboten für die  Bft Elmenhorst und Sandfort,

 

1895

Kassenbrock; gesteigerter Verkehr, vor allem Zeitungsbestellgeschäft. Problem: Dunkelheit im Winter

 

1896

Dauernde Hilfskraft für Kassenbrock für die Wintermonate, Kleinhöing

 

1896

Tabelle der mit der ersten Personenpost von Drensteinfurt für das erste Revier des Landbestellbezirks eingegangenen Postsendungen:

- Zeitungen 13 x Münster. Anzeiger

- 28 Briefe in 3 Tagen

Einzuschlagende Fußwege sind in Folge des schweren Lehmbodens selbst bei mäßigen Niederschlägen schwer passierbar.

 

- Ständiger Posthülfsbote Wessel, Tagegeld 1,80 Thaler

 

1898

2 Reviere: - Kassenbrock 403 Einwohner 24,1 km

                - Hülfsbote Wessel 471 Einw. 27, 3 km

 

1900

die beiden Landbesteller haben Marschleistungen zu verrichten, welche das zulässige Höchstmaß von 28 km täglich und wöchentlich 168 km erheblich übersteigen.

Vermehrung des Personals gefordert.

 

1902 

Neuorganisation;

Häuser im Außenbereich, aber noch Stadt Sendenhorst: Börger, Lepper, Krankenhaus, Wöstmann, Hesselmann, Ramesohl, Kössendrup, Löckmann, Melisch, Overhage

 

1902

Briefbote Holtkamp

- Beschwerden der Bewohner der Feldmark: Mühlenbesitzer Wöstmann, zum Außenbezirk gerechnet! Ramesohl, erhält täglich zehn Briefe

 

1902

Antrag auf 2. Landbestellung: Vom Tage der Betriebseröffnung der Eisenbahn MS-Neubeckum wird das Unterbeamtenpersonal in Sendenhorst um eine volle Kraft verstärkt.

- (Kassenbrock wohnt am Beginn der Bft Bracht)

 

bis 1903

Hardt von Tönnishäuschen bestellt

 

1917

Unmöglichkeit, Telegramme zu befördern wegen zunehmendem Mangel an Fußbekleidung

 

 

 

 

OPD MS 697 Diensträume

 

1911 III 9

Revision, Der vorhandenen Klappenschrank mit 20 Leitungen ist voll besetzt. Aufstellung eines Schranks zu 50 Leitungen stößt wegen Raummangel auf Schwierigkeiten. Dringend Erweiterung notwendig. 

- Vorschlag, das Postamt in das Haus des Dr. med Borgmann zu verlegen.

 

1911 V

Mietvertrag Post/Dr. Borgmann

 

1911

Nach Fehlleitungen von Briefen (Lindenhorst Kreis Dortmund o. „.) genauere Bezeichnung des Ortes gewünscht. Borgmann:

... so wolle von dem Zusatz Kreis Beckum Abstand genommen werden, da dieser Ort, abgesehen von seinem üblen Beinamen, in der näheren Umgebung ebenso wenig im hohen Norden wie im Süden bekannt ist wie Sendenhorst. Besser: Westfalen oder Bez. Münster, das Sendenhorst mit seinen 17 Kornbranntwein-Brennereien eine der ältesten Städte in der Herstellung des berühmten Alten Münsterländer Korns im Münsterland ist. 

 

Darauf OPD: genehmigt Briefstempel wie gefordert: Sendenhorst, Bezirk Münster

 

1911

Fabrikant Brauereibesitzer Wieler hat mit der Stadt auf 15 Jahre die Stromlieferung vereinbart, Gleichstrom 2 x 110 Volt. 

Sammelanlage; Preis des Lichts 45 Pf kwh; Zählermiete 50 Pf.

Post stellt Antrag auf Einrichtung einer elektrischen Beleuchtung mit 14 Lampen

 

1911

Beleuchtungskörper durch Installateur Meyer, der die Anlage gemacht hat.

 

1911 X 3

Inbetriebnahme der neuen Diensträume; Miete 1000 Mark jährlich

 

1914

Vermehrung des Landbriefträger-Personals

 

1915 XI

Dringenden Ausbesserung des bisherigen Posthandwagens und Anschaffung eines zweiten zur Ortsverteilung.

- Offerte; Bernhard Decke, Wagenbau mit mechanischem Betrieb; Drescherei mit Motorbetrieb

 

1921-1926

Mietvertrag Postassistent Witte in Sendenhorst und Frau Dr. Borgmann

Lageplan:

Strotmann Borgmann Mütherig Zimmermann

 

 

Telegrafie

 

1888

Errichtung der neu gefertigten telegraphischen Einrichtung; hergestellt von Engmann, Leitungsrevisor

Albersloh, Walstedde, Sendenhorst

 

Telegrafen (Telefon)

Plan und Genehmigung für 

Nr. 1 Ramesohl, Fabrikant, Osttor 53

Nr. 2 Wasserwerk der Stadt Ahlen (Hardt)

Nr. 3 H Wieler, Brauerei und Elektrizitätswerk, Osttor 81

Nr. 4 Hulerum (?)

Nr. 5 Bernhard Herweg

Nr. 6

    7

    8

    9

   10

   11

   12 Westf. Sand- und Kiesindustrie

   13

   14 Sendenhorster Stanz- und Emallierwerke

 

13. 12. 1905

Telegramm: Umschaltstelle Sendenhorst heute fertig gestellt.

 

1927

Kabelverlegung: 280 Außenleitungen

1812 2 Juli A 595

Neuigkeiten: Am 30ten Juny wurde die Fußbotenpost, welche die Correspondenz zweimal in der Woche von Münster nach Hamm führte, geschlossen, und am selbigen tage eine reitende Post, welche 4 mal in der Woche die Mairie Sendenhorst passiert, wieder eingeführt (Langen)

 

1824

Di und Fr Fahrpost:

Hamm - Ahlen- Sendenhorst - Hoetmar - Warendorf

Anschluß an die Post nach Cassel und Münster

 

 

1824 VI 21

Ab 1. Juli: Fahrpost zwischen Oelde, Beckum und Warendorf; Anschluß an die Post nach Cassel und Münster

Botenposten zw. Warendorf und Hamm

Mo und Do 5 Uhr morgens über Ahlen Beckum.  Oelde

Di und Fr 5 Uhr morgens 

 

 

 

 

 

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