Öffentliches

 

üsse auf versch Congressen sowie durch Aufrufe .. so unumwunden hervorgetreten, daß über das Verbrecherische ihrer auf den Umsturz aller staatlichen und sozialen Ordnung gerichteten Endziele und der zur Verwirklichung derselben teils beabsichtigten, teils schon angewandten Mittel füglich keine Täuschung obwalten kann.

 

Es its deshalb an verschiedenen Orten in Berlin, Königsbrg, Breslau bereits mit der Schließung der Arbeiter-Vereine vorgegangen worden. Dabei hat sich, wie zu erwarten war, außer den speciellen Beweisen für die Strafbarkeit der eigentlichen Vereinszwecke überhaupt auch .. herausgestellt, daß diese Vereine den Bestimmungen des Gesetzes vom 11. März zuwider, fortwährend unter sich und mit dem Central-Comite in Leipzig in Verbindung stehen ...

 

Den Arbeiter-Vereinen sind in Tendenz und Gefährlichkeit sowohl als in ihrer Strafbarkeit zwei andere Vereinigungen, nämlich der Gutenbergbund, das ist die Association der Buchdrucker und Schriftsetzer, und die Cigarrenarbeiter Association gleichzusetzen. ... Bitte an den Landrat, Auskunft über Tätigkeit der Vereine und Assoziationen zu geben.

 

1852 I 9

den Männergesangverein Oelde betr: 1851 gründete unter anderen der Postexpedituer Carl Vollmari, dessen Bruder Georg Vollmari, der Lehrer Tacke und Hermann Westermann dahier, sämtlich für die sog. Volksfreiheit bekanntlich eingenommene Männer, einen sog. Männer Gesangverein in einem öff. Wirtshauses.

 

Die Gründungsmitglieder wurden aufgfordert, Statuten vorzuelgen, "um die ]berzeugung zu gewinnen, daß derselbe nicht gleichzeitig zu politischen Zwecken veranlaßt sei". Der Verein hat im ersten Jahr seines Bestehens keine Statuten vorgelegt.

 

1851 V 13 Abends 10 3/4 Uhr unternahmen die Mitglieder des Gesangvereins ohne Vorwissen der Polizei einen öff Aufzug über die Straßen der Stadt Oelde nach der Wohnung des Lherers Tacke, um diesem als Director des GEsangvereins ein Ständchen zu bringen. Der Lehrer Tacke beantwortete die Rde des Posteleven Vollmari in der Art, daß es der Polizei nicht zweifelhaft mehr bleiben dürfte, daß auch der Gesangverein gleichzeitig politische Tendenzen verfolge,, denn der Schluß der Rede des Tacke war folgender: "Freiheit und Gesamg ist des Lebens höchstes Glück, darum lasset uns beharren bis zum Ende, und wir werden siegen!"

 

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Städteordnung Sendenhorst

Reg MS 5101

 

1889

Ergänzungwahl:

I.         Klasse Gutsbesitzer Isfort

II        Kaufmann Dünnewald

III       Bildhauer Dämmer, Laurentius

 

1894-1898

Apotheker Peus, Beigeordneter; VIII 1898 Fortzug

 

1898-1904

Neuwahl: Kaufmann Heinrich Silling, geb 1844 VII 7, seit langen Jahren in hiesiger Stadt ansässig.

1898 VII: Wahlprotokoll: Stadtverordnete Bonse, Bücker, Dämmer. Everke, Horsman, Klümper, Sommersell, Isfort

Tagesordnung: Anlegung eines Staus an der Südenbleiche bzw Vergrößerung der Bleiche;

===> dabei Stempel mit Stadtsiegel von 1818

 

1902 X 14 Sendenhorster Volkszeitung

Nov 1901, Stadtverordnetenwahl:

II Abt: Sommersell, Brennereibesitzer

III abt: Holzschuhmacher Heinrich Schlüter

 

ab Nov. 1901 Stadtverordnete Beumer, Bonse, Bücker, Dämmer, Dr. Geiping, Horsman, Isfort, Klümper, Wieler

 

1902

... die ruhigeren und besonneren Bürger hatten an den ewwigen Reibereien seitens der Oppositonspartei, an dessen Spitze der Dr. Geiping und der socialdemokratisch gesinnte Stadtverordnete Dämmer standen zur Genüge gekostet.

... Dr. Geiping gab sich mit Hilfe einiger Vertrauter, u. a. der Fahrradhändler Jaspert, und Stadtverordneter Wieler große Mühe zur Wiederwahl.

... Die Personen wurden aber fallen gelassen, weil Dämmer als Trinker doch keine Zierde des Colegiums mehr sei ...

 

1904-1908

Dr. Borgmann, * 1839 III 18, als Beigeordneter gewählt: vollständige rüstig und lebt in guten Verhältnissen, katholische und gehört in politischer Beziehug keiner extremen Partei an.

 

1902

Zur Entlastung Silling wird als stellvertretender Standesbeamter Gemeindeempfänger Düning eingestellt

- Bürgermeister Hetkamp hält Silling wegen seines körperlochen Zustandes und wegen seiner geistigen Bildung für den Beigeordneten nicht für fähig.

 

1904

Wahl des Theodor Wieler (* 1854 V 29); betreibt Aackerbau und Branntwein- brennerei und ist Mitglied des Sparkassen-Kuratoriums. Ders. ist katholisch und politisch unbedenklich.

 

1906 V 10

Wieler +, statt seiner Fabrikant Ramesohl, 1856 zu Diestedde *, seit 1889 I

in Sendenhorst; betreibt eine Fabrik zur Herstellung von Centrifugen und ähnlichen kleinen landwirtschaftlichen Maschinen

Jahressteuer: Einkommen 252, Gerwerbe 156 Mark

 

1911 VIII

Einführung der Magistratsverfassung beschlossen gegen den Willen des Bürgermeisters.

Polizei-Sergeant Pieper stellt die Einladungen zum Stadtverordneten-Kollegium zu.

 

1911

Stadtverordnete: Arens, Bonse, Dr. Geiping, Isfort, Klümper, Saerbeck, Linnemann, Wieler, Pälmke

Regierung sieht Magistratsverf. als unzweckmäßig an

 

1912-1918

Wiederwahl Ramesohl als Beigeordneter

 

1914

Wahl des Bahnmeisters Kröger wird für ungültig erklärt, da nicht wählbar.

Stadtverordnete an Reg: Kröger ist das einzhige Mitglied, das über bautechnische Kenntnisse verfügt.

 

1922 VI 19

Beigeordneter Eduard Panning

Ratsherren: Jaspert, Happe, Greive, Fischer, Sorgs, Dr. Geiping, SChmies, Schmitz, Brandhove, Helweg, Kröger

 

1924

Stadtverordnete: Jaspert, Fischer, Sorges, Kröger, Helweg, Happe, Schmitz, Schmies, Dr. Geiping, Brandhove, Greive

Beigeordneter Ramesohl

 

1924 Ortsstatut

da im Oktober 1923 2344 Einwohner, auf 100 Einwohner ein Stadtverordneter, 14 Stadtverordnete

 

1929

Gastwirt Bernhard Herweg, Wiederwahl als Biegordneter

 

1929

Stadtverordnete: Westhoff, Panning, Düsterhus, Daldrup, Tergeist, Helweg, Brünemann, Dünnewlad, Schmies, Specht, Schrick,  Saerbeck, Bücker, Jaspert.

 

1933 IV 24

Wiederwahl Herwegs (Beigeordneter)

 

1933 IV 12

Stadtverordnete Bartmann, Hille, Stute, Wallmeyer, Daldrup, Bücker, GRaute, Dünnewlad, Brünemann, Panning, Saerbeck, Helweg, Fischer, Herweg

 

NSDAP

 

1933 IV 14

STützpunkt Sendenhorst in Westfalen

Anschrift und Kasse: Dipl. Ing. Josef Bartmann, Sendenhorst, Adolf-Hitler-Str 41

 

An den Kreisleiter der NSDAP

Pg Otto May, Ahlen

Wir erheben Einspruch gegen die Wiederwahl des Herweg als Beigeordneter. Wir bitten, ihm die Bestätigung zu versagen. Wir schlagen unsererseits den Pg Heinz Everke Sendenhorst vor.

Begründung. Beigeordneter Herweg ist Wirt. Es besteht die Gefahr, daß in seinem Haus bei Alkohol Politik betrieben wird, die wir Nat-Soz nicht gutheißen können.

(Herweg trotzdem bestätigt)

 

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Wirtschaftl. und Verkehrsverhältnisse 1909

 

Antrag des Franz Sextro, Diener des Erbkämmerers Galen/Assen um Konzession für ein Hotel Südstr. 117 (heute v. Danwitz, Südstr. 19)

 

Haus zum Betrieb eines Hotels eingerichtet: 2 Gastzimmer, ein Aal parterre, 10 geräumige, helle, den hygienischen Anfordrungen entsprechende Frendenzimmer. Dreiteilige Bedürfnisanstalt, durch den Saal und durch die Küche zu erreichen. Stallungen für 10 Pferde.

 

===>Das Bedürfnis nach Ausspanngelegenheit auf der Südstraße ist schon jetzt nicht mhr, insofern an Sonn- und Feiertagen einige Bewohner der Landgemeinde genötigt sind, bei Privatleuten der Südstr (Schmied Arnskötter, Zimmermeiter Knieper) auszuspannen. Es steht zu erwarten, daß nach Fertigstellung der Chausseee Ahlen Borbein Sendenhorst mit dem gesteigerten Verkehr auch das Bedürfnis von Auspanngelegenheit steigern wird, und zwar um so mehr, als die meisten Bewohner der Bft Borbein erheblich näher bei Sendenhorst wohnen als bei Ahlen.

DEr Fremdenverkehr in der Stadt S. hat sich seit Anschluß an den Bahnverkehr gehoben, Wenn zwar mancher Reisende, der früher genötigt war in S. zu übernachten, jetzt mit den Abendzügen abfahren mag, so ist doch dasBedürfnis nach Logier-Gelegenheit infolge der Gesamtsteigerung des Verkehrs nicht geringer geworden

FM LA 422.1

 

 

Stadtprivileg Bischofs Heinrich von Schwarzenberg

1490

 

 

Wy Hynryck van godes ghnaden bysscop to Münster und der hyllyghen kercken to Bremen Administrator doen kundt und bekennen vor unnß und unse nakomelinghe to eyner ewyghen gedechtnysse dat wy van unsern steddeken Sendenhorst ghewontlyge und geborlycke huldynge und eede entffangen heben, unß und unsn styffte van Münster truwe und holt to syne alse truven undersaten gebort

1) und hebben wedder um den borghmesteren, sceppen und rade den  gemeynen borgheren daersulven eere priveleg en van unsen vorfaderen ghegeven, vernyet und bestedyghet und en gelavet und toghesacht, se nae unser macht tho beschudden und to bescermen ghelyck den anderen unsrn ghetruven undersaten und

2) dat se sollen und mochten ghebruken der vryheyt wybbeldeß rechte

3) ghelyck ander unse stedde eere porten op und to  sluten und up

4) dat se eere steddeken deß to better bewaren moghen ghunen und gheven wy en tho eren nuths da twe dele van upkunnst des gherychtes daer bynnen verscennne und vorffallende und

5) to betterungh erer straten dat ghewontlyche wegghelt uptoboren

6) wert ock sake dat wy myt macht und herschylde van unses stychtes weghen to velde toghen, so sollen se uns volghen myt eyner voer eyns herwaghens daer sevenn redelyche perde sollen vorghespannet syn und daer sollen sy by hebben drey knechte, unse koeken rescop to voren, vorder en sollen wy eerer nycht besweren.

7) Vorder sollen se nye borghere moghen annemen in dem de van uns off unser rychter aldaer ersten entffangen und toeghelaten werden,

8) wy gheven  en ock sulke ghnade, dat se vor nynen unsen anders gogreven off wertlyken rychteren schuldych sollen syn to gherycht to volghene  dan allene vor unsen gogreven und rychter en van uns bynnen Sendenhorst ghesat

9) Deß ghelykes ensollen se ock nycht schuldych syn to volghene vor jenych unse hemelych und vemerychte anderß dan vor unsen stoell des solven gherychteß bynnen Sendenhorst beleghen in den uns nycht wedderstrevych und ungehorsam en werden

10) Ock gheve wy en twe vrye market daghe in itlycher wocke tho holden anghaende van der vespertyt deß sundagheß und deß maendaghes uth und deß gudensdaghes to vespertyt an und des dondertaghes so langhe dat de sunne undergheyt

Desse unse privelegien und gnaden den vorgh. borghmesteren, scepen und ghanser ghemente unses stedekens to Sendenhorst van uns und unsen vorfaderen byscopen toMunster gheven und bestedyghet wyllen und gebeden wy unverbrocken te holden to werden van allen den ghennen de uns wyllen doen un laten wylten tho ewyghen tyden

Orkunde desses hebben wy Hynryck bysscop und administrator vorgh, unse seghell hyr nedden an doen hanghen

gegheven in dem jare unseß heren dutent veyrhundert und neghentych des saterdaghes nar dem hylghen paesserdaghe (1490 IV 17)

 

 

hier Abschrift und von zweiter Hand aktualisiert für Bischof Wilhelm 1555 (Wy Wilhelm van gotz gnaden  ...)

1705, Domkapitel, Akten IV A Nr 9

 

Gravamina  der Städte unter  Bischof Christian und Vorschlag der Redimierung

 

Sendenhorst

 

1. Gravamen dieser Stadt ist, daß viele arme Bürger und Einwohner in dieser Stadt sein, so ihr Schatzungsrcontingent nit bezahlen können sondern betteln gehen. Daher die übrige noch habende  Bürger solches uff sich nemen  und mitt abtragen müssen, und also dadurch pedesstation mitt zugrundt gehen und ihre Länderey verkaufen müssen, da hingegen die Schatzung und Beschwer auf die Häuser stehen bleibt.

Vorschlag: Daß solches verkaufte und hinführo verkaufte Land mit etwas Schatzung belegt werden mögte.

 

2. Gravamen  daß 50 Rthlr zur Schatzung geben üssen und nur 36 Rthlr 10 Schilling vermöge Registri monatlich eingenommen habe, weilen viele wüste Plätze in der Stadt vorhanden.

Vorschlag: daß  man solche wüsten Plätze verkaufen möchte, woll ein oder ander sich darzu finden und darauf bauen thäte  zu seiner Schatzung

 

3. Gravamen ist, daß  dieses Richtern Vetter sählig vor 30 Jahren ungefähr  (1687!) zu seiner Behausung und Gehöffte einige wüste schatzbareHausstätten eingezogen, darauff  zum Theill sechs Gädeme gezimmert und von der Schatzung eximit, onangesehen dieselbe allerhandt Bürgernahrung treiben und ihr Viehe auf die geringe Heide gleich anderen schatzbaren mitweiden lassen.

Vorschlag: hierzu findet sich von selbsten, daß nemblich solche Gädeme Schatzung geben und weilen der Richter vom gantzen Gogericht dependirt, die Billigkeit were, diesen Abgang der wüsten Hausstetten das ganzte Gogericht ersetzen müsse.

 

4. Gravamen ist, daß Fiscus und Gerichtsscheriber in diesem Wigboldt principale, schatzbar Häuser bewohnen, da doch von gantzem Gogericht dependiren und  des das Gogericht billig.

Vorschlag, den Abgang solcher Häuser mittragen helfen sollte.

 

5. Gravamen ist, daß die Erbgen.  Mensing zu Münster haben ein Gueth unterhaben, so vorhin  einem Bürger aus Sendenhorst zugehörig gewesen   und mit den Ländereyen, Weiden und Büschen jährlichs an die 200 Rthlr einbringen. Zu besagtem Gueth  wer gehörig gewesen ein in Sendenhorst gestandenes großes Wohn- und Bauhaus, von welchem Gueth das Bauhaus vortgenommen und außerhalb Sendenhorst gesetztet und ist solches gueth anitzo als adlich frey verpachtet. Von dem principalen Hause aber weren acht Gädeme gemachte, deren 6 zur Perfation gebracht und von Soldaten und anderen  geringen Leuthen bewohnt woe den, welche gar wenig oder so gar nichts zur schatzung contribuiren thäten.

Vorschlag: solches Haus wierumbs in der Stadt niedergesetzet und die Länderey darbey gelegt würden.

 

6. Gravamen ist, daß die münsterischen Fraterherren haben in Sendenhorst ein großes schatzbares Haus stehen haben, und dabey auch  einige Länderey außerhalb der Stadt belegen gehörig gewesen, daß aber der abgelebte Pater Santman vor über drei Jahren auf die Länderey ein neues Haus bauen lassen und einen Pfechter darauff gesetzet und als adlig frey verheuret werde, von dem Haus in Sendenhorst aber Thüren, Henxels, Bretter und Balken weggenommen und das Haus verwüsten lassen.

Daß auch vieles land von den schatzbaren Bürgern angekauft.

 

7. Gravamen ist, daß der Herr von Kerckerinck zur Sunger von schatzbaren Leuthen Länderey, Kämpe fast täglich ankauft und dieselbe bey seynem freien Gut Deitkamp leggen thue.

 

8m Gravamen ist, daß die Einwohner jedesmahls angehalten werden, die Gefängnisse anzuschaffen, wen ein Delinquent vorhanden ist, obwoll solches dem gantzen Gogericht angehet undt das Wigboldt nicht das geringste von den Brüchten nitt zu genießen hatt.

Vorschlag folget von selbsten, daß das Gogericht zu thuen schuldig sey.

 

9m Gravamen ist, daß wan die Büergerey in einige  mißverstendthisse gerechtet, solches also vorth am Gericht schriftlich vorgebacht werden müssen, da solches für diesen die Bürgermeister geschlichtet und de plano abgemachet haben.

Item klagen, daß die Taxen  so erschröcklich hoch kommen, daß die Bürger dadurch ruiniret werden.

vorschlag, das Wigboldt begehret, daß die Bürgermeister bey die alte Gerechtigkeit mögen manuteniret werden.

 

10 Gravamen ist, daß dieses Wigbold zur Reperation der Straßen, Schulen, Pforten, brücken und Wegen nicht das geringste holzt vorräthig haben und ihnen solche sachen jährlich 150 M. woll zu stehen kämen, und hingegen nur 14 Rthlr aus dem Wegggeldern einzubekommen hetten.

 

Vorschlag, daß das Weg- oder Passagegeldt etwas angiert und von einem Wagen wenigst 2 Schill., vom  Pferde 6 d, von einer Kuhe 4 d, von Schwein oder Schaeff 2 d gegeben werden mögte.

Stadtrechnungen

 

 

1724

 

a) ordinairer Empfang Juli - Dezember 209-24-11

b) extraord Empfang                              80  (Schatzung)

                                                             55  Garrath Pacht

Gesamt                                               262-9 Rthlr

     

 

1724 VIII

Bei letzter Abreise Ihro churfürstlichen Durchläucht von Arnsberg nach Münster ist die Guarde dahie einquartiert gewesen und hat verzehrt, so ich aus Commission deren Rath und Gemeinheitsleuthen bezahlt 6 - 25- 8 Rthlr

eodem einem durch Brand Verarmten 4ß 8 Pf

Herren Ambtsverwaltung verschiedentlich ahn Küchensteuer gesandt ad 1 - 17 - 6 Rthlr

Doctori Abeck ahn Küchensteueren geandt ad 1 - 3- 6 Rthlr

den Diener, welcher die Küchensteuer nach Münster gebracht an Wechgelt zahlt 7 Schill

Johan Henrich Ahage Organedo

 

Ausgaben in extraordinariis

Herrn Richtern pro Receptione juram; deren Bürgermeistern und Chorgemossen ahm platz der vorgewesenen Küchensteuer zahlt 2 Rthlr

Johan Henrich Ahagen als organedo hieselbsten von verschied, Pensiones 1 - 14 Rthlr

Zwey durch Brandt Verarmbten von e... Ambts Kloppenburg zur Beysteuer  9 - 4 Schill.

Noch zweyen durch Brandt Verarmbten von Seppenrahe zur Beysteuer 9 - 4 Schill.

Debn 3, Febr. 1724 vom Rath wegen einquartierter Reuter eine Beysteuer; Zettel formiert, ist dabey verzehret 1 - 7 Rthlr

einem durch Brandt verarmbten von Hagen Stifts Oßnabrück 4 . 8 Schill

Herrn Rhentemeisteren bey einliefferung des Accinsens zur Küchensteuer gesandt 24 Schill

Zwey durch Brandt verarmbten von Sepperahe nahmens Hernich Boese und Anthon Hugemann

Noch Berndt Zurheyden von Horsewinkel so durch Brandt verambt zur Beysteuer 4 - 8 Schill. ...

Für das Kupfer so zuviel einkommen, in der Pfennigkammer aber nicht acceptiert worden

Stadtdienerm Wechgelt  1- 21 Rthlr

Nachtwächter Deservitium 6 Monate 7 1/2 Rthlr

4 Pförtnern, daß sie die Schatzung beigefordert, das Servitium gezahlt 3- 20 Rthlr

Die Avization und Portat Gelder belaufen sich auf 3 Rthlr

Bey Verfertigung dieser Rechnung verzehrt - 14 Schill.

Dinte und Paupier

 

Designatio deren ohnzwinglichen Restanten
Oistviertel

Bernardt Niserdt, consul, frei (gemeint ist wohl Bürgermeister = proconsul)

7 Soldaten (miles): Henrich Broilman, Henrich tho Boyninck, Jobst Börle, Berndt Westerroth, Henrich Reinecke

Angelkotten Haus vom Juden bewohnt von 4 Moanten 16ß

W. Geißeler weilen für ord gelassen 8 Schill

Nordviertel:

Bertram Kossendorpff  neues Haus, keine Steuer, weil (noch) unbewohnt (12 Schill.)

Johan Dirck Ritter miles

Henrich Boymer

Berndt Decker

Wittibe Wyler

Dirck Edelinck, miles

Nordviertel:

Johan Laeckmann neue Zimmerung

Herman Bering Ende der Freiheitsjahre (wegen neuer Zimmerung frei gewesen) ;

Bürgermeister Bernard Bontzen bis Juli exclusive

ebenso Bürgermeister Lippers (d. h. Neubau ca 1720)

 

 

Notar Catjou erwähnt

wegen Briefsachen einzubringen nach Westerwinkel 8ß

Visitation der Kirche durch den Herrn Administrator; Rat hat verzehrt ...

einem durch Brand Verarmten

 

 

 

1724 X 22

Einem armen Mann, so sich vom lutterischen zum catholischen Glauben begeben, zur Beysteuer geben

 -4-8

Rat und Gemeinheitsheulten bey Einwilligung der Schatzung zur Recreation 1-10-6 Rthlr

Den Pächtern des Garrats bey bezahlten Heuergeldern zur Recration geben - 18 -8 Schill.

 

Designatio deren ohnerzwinglichen Restanten:

Oistviertel

- Bernard Niserdt, consul, frei für 6 Monate 1 - 23 Rthlr

- Henrich Broilman, miles 5 Schill

- Jobst Boele, miles - 8 - 9 Schill

- Geisler, für ord. gelassen 10 Schill

- Angelkotten Haus, vom Juden bewohnet 17 Schill

Südviertel

- W. Husemann  6- 3 Schill.

- Rennen Haus 14 Schill

- W. Henrich Kohaus für odr. gelassen 8 - 9 Schill

- Berndt Westerroth, miles, frei 7 - 6 Schill

Westviertel

- Henrich Reineke miles 8 - 9 Schill

- Joh Westmeyer wegen neuer Zimmerung frei 1-6 Rthlr (6 Mon)

Nordviertel

- Bertram Kossendorpf neues Häusgen, weilen ohnbewohnbar - 12- 9 Schill

- Johann Dirck ritter, miles 4 Mon 4 Schill

- Henrich Boymer - 6 - 3 Schill

- Witwe Berndt Deckers - 6- 3 Schill

- Joh Laeckmann wegen neuer Zimmerung frei - 21 3 Schill

- Witwe Wieler für ord. gelassen 5 Schill

- Dirck Edeling miles 16 Schill

 

 

1725

 

Theodor Hermann Crede uti Oeconomico Vicariae ad Sanctam Catharinam hierselbst verschiedenen Pensionen 1 Rthrl

Der Witwe weiland Dietherichn Suerman, Bürgermeister hieselbst, den Rückstand so ihm die Stadt lt Rechnung 1724, die ersten 6 Monate schuldig verblieben 5 - 20 -1 Rthlr

Herrm Advocato Friedrich Xstian Hosius ad comp. deserviti 4 Rthlr

Dem Diener, daß er die Accisen übergeliefert an Wegegeld 7ß

Eine geistlichen Ordensbruder von Constantz, welcher von ihro churfürstl. Durchlaucht zur Wiederherstellung ihres abgerbannten Cloesters dahir zu collegieren Uhrlaub gehabt, zur beysteuer 21 Schill.

Einem durch Brandt  verarmbtten Collectanten von Seppenroh 4 - 8 Schill

Einem Collectanten von Lorbach in Bayern zru Wiederherstellung einer neuen Kirchen (mit Genehmigung des Kurfürsten) - 18 - 8

Als der Rath wegen des Nachrichters Sachen bey einander gewesen, verzehrt 17 Schill

einem armen Geistlichen,w elcher mit der fallenden Krankheit behaftet (Attestat) 7 Schill

8. Juli als das Rathaus verheuert ist

einem reisenden Handwerksburschen vig. attestati zur Beysteuer 3- 6 Schill

Dem Pastor und Ökonom Crede ein Mandatum Archidiaconale communiciren lassen 7 Schill.

22/23. Juli in causa Horstmans mit meine Collega nach MS gewesen und verzehrt 1-21 Rt

1. August,  als der Stadtsjäger angenommen ist ,verzeht 16ß

dem Jäger zum Weinkauf

den Stadtsdiener, welchen in extraord. Stadtsachen zweimal nach Westerwinkel und zweimal nach Münster gewesen, zahlt 1 Rthlr

 

Ohnbezwingbare Restanten

Ostv: Dietherich Suerman (Consul), Cüsters Haus, Henrich Thoboyinck (miles), Henrich Broilman (miles)

Südv: Johan Lindeman, Adolph Jungeman, Wwe Hch Kohaus, Vid. Hen Thoboyninck, Berndt Westerroth miles

Westv: Henrich Reineke (miles9, Hagedorns Gadem ohnbewohnt, Berndt Schaller miles

Nordtv: Joh Dirck Ritter, miles, Dirck Edeleing (miles), Einwohner des Hilligers Häusgen, Wwe Jürgen Schemdde, Wwe Berndt Deckers, Dirck Boymer (nicht pfandbar) 20 Schill, derse, wegen 1724 von 6 Monaten 21-3 Schill

 

1726

 

 

3.II an die Hoffcammer wegen des Juden Philip Meyer die jura directa zahlt mit1 Rthlr

Herrn Richteren pro receptione juramenta als Bürgermeister und Churgenossen offerirt 2 Rthlr

Johan Henrich Ahagen uti Organedo hieselbst die fällige Pension 1-14 Rthlr

Herrn Vicario Kleykampff die von 1727 fällige Pension 1 Rthlr

Bernard Bontzen alsProvisoren der Kirchen für Pension 1 Rthlr

Herrn Renthmeister Schücking wegen Firmung, die repartierte Zehrungskosten pro quota der Stadt 2-23-6 Rthlr

Herrn Commisario Archidiaconali Tönneman ist mit Consentz des magistrats von der Stadt eine neue Lucht oder Glas verehret, 4 Rthlr

13. III aös wegen den Durchmarsch an gehaimben Rath supplicirt und erhalten, daß das Kirspell pro quota concurriren müssen, pro juribus cancellaria zahlt 14 Schill

Einem Collectanten nahmens Schade, welcher sich vigore attstati vom Lutherischen zum Catholischen Glauben begeben zur Beysteuer 4-8 Schill

Beym gehaltenen Send hat der Rat verzehrt  8 Schill

Einem abgedankten Officier nahmens Fabri vig Att. zum Zehrpfennig 7 Schill

Unserem secretarii  Langen, das jährliche salarium 4 Rthlr

20. XI als in Causa Horstmans eine verbesserte Vollmacht sub sigillo civitatis übergeben, haben in 2 Tagen verzehrt 24 Schill

Rat und Gemeinheitsleuten, welche bei Einwilligung der Schatzung erschienen, zur Recreation gegeben 2-7 Rthr

Restanten:

Ostviertel: Custers Haus von 4 Monaten

Westviertel Bernd, Schaller, miles

Nordviertel: Dirck Boymer, nicht pfandbar -20 -    von 6 Monaten und von 1724 - 21- 3

Bernadt Niserdt, Bürgermeister mpp (gute Schrift, gewandt, professionell, beherrscht Latein)

 

1727

 

Rat ist in Stadtsachen beyander gewesen und hat verzehret 15ß

Ostviertel: Johan Boymer wegen Zimmern, frei, Joahn Broilman miles , Hen. Boyinck miles

                 Johan Thorwesten, verarmt und todt

Südviertel: vidaua Jh Schrade, Johan Lindeman sen, vid. Joh Oisthuser, vid. Balthasar Suermans

Herman Pepperhove ob discussionem nicht pfandbar

Westviertel: Berndt Schaller miles, von 4 Mon.  Henrich Bontze frei (Bürgermeister)

Nordviertel. Johan dirck Ritter miles, Dirck Edeling miles, Otto Henrich Pepperhove ob discussionem nicht pfandbar für 6 Monate; Hilligers Häusgen Einwöhner, miles frey

 

1728

 

Herrn zur Sunger habe von 600 Rthlr Capital die vom Jahr 1728 termino S. Martini Episcopi fällige  pension zahlt mit 21 Rthlr

Herrn Oisthueß, Vicario S. Johs Baptitsa hieselbst Pension 2- 6 Rthlr

An die Hofkammer habe wegen der Juden pro sportibus decreti zahlt 14 Schill

Notar Langen pro insinuation in person. Ludimagistri zahlt 6 - 6 Schill

Den Pächtern des Garrath bei bezahlten Heurgeldern zur Rekreation gegebn 18-8 ß

Stadtsekretär Langen habe das salarium pro oc anno zahlt mit 4 Rthlr

Herrn Kinnebrock, Vicario S. Catharinam die pension von 1 Rthlr

Diethrich Suer, Kirchenprovisor

zweyen Nonnen aus dem Preußenlande vog Att zur Erbauung ihres Closters zum Beysteuer 21 Schill

in causa S. Horstrupff das juramenta malitia abschwören müssen, in Münster verzehrt

einem Collectanten von Sültbach zur Erbauung einer abgebrannten Kirchen 18-8 Schill

12. IV. 1728 als mit meinem Collega umb die Einquartierung abzukehren nacher Münster gewesen,  haben in 2 Tagen vertehrt 1-18-8

Rentmeistern Schücking eine Küchensteuer ad 18-8 Schill

28. July als mein Collega in Causa S. Hostrupff ebenfals das Juramentum malitiae abschwören wollen, haben zu Münster in zwei Tagen verzehret 1-17-6 Rthlr

03.09.1728 wegen des Schulmeisters und Juden Alexander Nahrung bei der Hofcammer zu suppliciren in 2 Tagen verzehrt 24-6 Schill

1.Xbris als Herman Zurhorst wegen confiscirten Ausstande des Brandes bestraeffet worden hat der Rat verzehrt . 12 Schill

Die von den Juden und Schulmeistern eingereichte Klage beantwortet und zwey Tage in Münster verzehrt 23-6 Schill

 

 

1729

 

 

Ausgabe in Extraordinariis

- Herrn Richtern per receptione juramenta deren Bürgermeister und Churgenossen offerrirt 2 Rthlr

- abgestandener Bürgermeister Bernardt Bontzen vom vorigen Jahr

- Herrn Kinnebroch Vicario hieselbst pension 1 Rthlr

- bey Überliefferung des Accisens ein Küchensteuer gesandt zu 12 Schill

- einem durch Brandt verarmbten vom Steinheimb Stiffts Paderborn nahmens Cordt Hen. Keyser 7 Schill

- von geführter Bilettierung jetziger Infanterie und Mühewaltung resultieren mir von der Stadt 23 Rthlr (2 Rthlr ?)

- für Potte (Portion) Fisch nach den Althoff zu bringen 7 Schill

- wegen Entführung der Erde von der Heyde mit meinem Collega nach Münster gewesen, in zwey Tagen verzehrt 1-16-6 Rthlr

- einem Collectanten von Steinfurd nahmens Laurentz Dorenberg zur Erbauung einer abgebrandten Kirchen zum Beysteuer  18-8 Schill

- eodem als die Supplic wegen daß Paschefeuer firmirt, hat der Rat verzehrt 12 Schill

- Wegen Entführung der Erden wieder nach Münster gewesen, verzehret 17-6 Schill

- wegen den Juden und Schulemeister nach Münser gewesen, in zwey Tagen 21 Schill

- wegen des Juden an die Hofkammer pro decreto zahlt 1 - 4- 8 Rthlr

- einem Collectanten von Sepperah zur Beysteur 4-8 Schill

Diese Ausgabe wan mitt den empfang vergleichen ist mehr ausgeben als empfangen, so mir die Stadt schuldig plieben ad 27 13 Rthrl

 Bernardt Niserdt Bürgermeister mppria

 

Folgen die ohnerschwinglichen Restanten:

Oistv: Bernard Noserts gademb ohnbewohnt 9ß, Hernich Brolyman miles, Henrich Thoboynck miles

Südviertel: Bernardt Bontze, consul, frei, Johann Lindeman senior ob paupertatem, Vid. Balthasar Surmann wegen Geringheit, Vid. Panninck,  Herman Stelthoven Haus, unbewohnt 16ß

Westv: Vid Joh Schlieker verstroben, Berndt Schaller miles, Hoppen Haus ohnbewohnet 4 Mon 21ß, Ferd. Holschers Gademb ohnbewohnet 4 Mopn 12 ß, Hardenberchs Gademb wüst, Herwechs gademb wöest 2 Mon 2 ß

Nordviertel: Vid, Henr Monnich wegen Geringheit, Catiou sein Haus ohnbewohnt, Johan Dirck Ritter miles, Dirck Eddeling miles, Hillies Häusgen von 4 Mon 12 Schil; gesamter Rückstand 7-20 Rthlr

 

1730

 

Rechnungen ausgestellt durch Stadtsekretär W. Langen

- ein durch Brandt verahrmte Frau aus Cölschenlandt zur christlichen Beysteuer geben ad 4 - 6 Schill

- 5 III zu Münster an der Regierung zu Münster wegen Cattio 1 Rthlr

- 19 III Cammerradt Wettendorff ein hasen verehrett ad 8-4 Schill

- 24 III gegen unsern Scharffrichter Deippenbrock ein Suplck machen lassen kost ad 10-6 Schill

- IV 16 Herrn Capitain von der Wenge pro Mensibus Jan bis Apr an Servis zahlet 8 Rthlr

- einem durch Brandt verarmbten Man von Herberen zur christlichen Beysteuer

- weitere Supplik an den Landesherrn wegen unserm Scharffrichter Deippenbrock 9 -4 Schill

- in Stadtsachen (Zeller Horstman, Scharffrichter) nach Münster gewesen 2 Tage, 21-6 Schill

- Herrn Procurator Füssing seinem Scribenten, das derselbe wegen Zeller Horstman der Ablattion  nach Wexlar zu obeserviren vereheret 9-4 Schill

- einem Mann von Westenvelde zur Auferbauung einer neuen Kirchen Stidts Hildesheim geben 14 Schill

- des Berndt Horstmans, an uns Bürgermeistern und Radt begehreter Augenschein, verzehrt 5 Schill

- Freiherrn von Gahlen, Herr zur Assen alhie zu Sendenhorst ein Pferdt abgestorben, da welche zu nacht vor der Südtpforten ausgefahrett worden ist, um Menschen und fürbey nahe der Landtstraßen grausam incomendirt, 2 Man, so ein Lock gegraben, dafür zahlet 1 - 4- 6 Rthlr

den 9. Juli haben die sämplichen Bürgeren nach dem Vogell geschossen, dazu an Bier gelieffert 3 ½  Tonnen, jede Tonne ad 2 Rthlr, facit 7 Rthlr

dem Köning behuf ein neuen Huedt  zahlet 1-9-4

den Vogell zu machen zahltt 10ß

Meister Johan Hesselman lt Quittung zahltt 7ß

den Vogell  anzustricken  zahlt 3- 6 Schill

Für Mey, auff Radthaus, sonsten alles zu verfertigen, denen Tahmburen nebens den pförteners verzehrt 7ß

11. VII seindt hiesige magistradt gegen en den 14. dito Klägern Berndt Harstman des vom Magustrat begehrten Augenschein zu Gericht zitiert, deswegen zu Münster eine Supplik machen lassen 14 Schill

- Supplik in Stadtsachen contra Cattio

- einem durch Brandt verarmbten von Seppenrode geebn 3 -6 Schill

- ein Man, Geord Lindener genandt, aus Hessen - Cassel, dessen Frau sich zu dem christcatholischen Glauben begeben, zur geistlichen Beysteuer geben 4 - 8 Schill

Gerichtsschreiber Schweling wegen des Horstmans Prozeß verzehrt 8 Schill

- Wegen Zellern Horstman 3 Zeugen angehörett und dabei verzehret 6 - 6 Schill

Prozeß gegen Zeller Horstmann, Alverskirchen; unsern Herr Docktir Hossius wegen Zellern Horstmans Prozeß 5 Rthlr (1 Pistole)

- wgen Zellern S. Horstrup des verglichenen Proze unserm Herrn Docktor sein Desercitum zahlet 1 - 9 4 Rthlr

Hiesigen Organisto Ahage, wegen des Orgell zahlet 1 - 14 Rthlr

- dem Nachtweghter sein Lohn zahlet 7 - 14 Rthlr

- habe ich und mein collega auf der alten Ratsstuben zu Münster erscheinen müssen, verzehrt -18-8

- an Fahrlohn zahlet -15 Schill  (erstmalig nicht zu Fuß)

- nach Münster gewesen unsern Scharffrichter Deippenbrock eine Suplik übergeben

. von Herrn von Assen angekaufter olim Pepperhoven Behausung

- Desigantion deß Pepperhoven, jetzo von Galen zur Assen an sich gekaufften schatzbahres  Haus, allhie in  Sendenhorst belegen, monatliche Schatzung 7ß

- Johan Berndt Wieler,  Bürgermeister

 E W. Langen, Secr

Restanten

Ostviertel: Organist Ahage, Andres Schmitz miles, Hernich Breulman, miles, Henrich to Boyinck , miles

                       

 

 

1731

 

 

- 13 II habe zu Münster dem Excelenz von Mervelde, unserern gg Herrn Ambtdrosten, das neue Schatzungsregister presentirett, ebenfals bey dem Herrn von der asse, umb Rückstandt der Schatzung von denen alhie in Sendnehorst ansich gekauftten schatzbaren Häusern in 2 Tgaen verzehret 22 - 9 Schill

Wegen an uns deß churfürstl. befelch, daß wir an der Stadt Dülmen monatlich ad 5 Rthlr Tribut beibringen sollen, sonsten um Nachlaß eine Suplik

- Wegen Assen (will für sein angekauftes Pepperhoven haus keine Steuern zahlen) und Cattiou zu Agent Bühren in Münser gewesen

- ein Botten von Dülmen umb das Suport oder Servis abzuhollen verzehret ad 2 - 6 Schill

- Stadt Dülmen Support und Servis 10 und 15 Rthlr

- einem durch Brandt verahrmten Man von Oesede aus Osdnabrückschem Landt geben 4 - 8 Rthlr

- deren Verbanten von Herbern zur christlichen Beisteuer 14 Schill

- einem durch Brandt verarmten Mann aus Steinheim, 4 Schill

- Alß des Oberstwachtmeisters von der Reck seine anvertrauete Compagny den 26. Juni 1731 Jahre allhier in Sendenhorst ein Nachtquartier gehabt, bei der Billetierung der Magstradt verzehrt ad 17-6

- Jude Alexander

- nach Freckenhorst gewesen wegen Horstmans Prozeß, verzehrt 9 Schill

- zwey arme Männer aus Paterbornschen Landt diewelche durch Hagell undt Mißgewax großen Schaden erlitten geben 3- 6 Schill

- wegen dem Herrn von der Sungern ein Suplik schreiben lassen, Uhrsach weilen bey uns ein Capitall restirett, in zwei Tagen Münster 24 Schill

- bei Bewilligung der Schatzung Brandtwein spendiret (erster Hinweis auf Branntweingenuß)

 

 

 

1732

 

- vom Juden Jacob, des vorigen Jahr an hiesiger Stadt sein verakordierts Tribut monatlich 14 Schill

facit 4 Rthlr

vom obgemelten Juden sein Tribut 6 Monate 3 Rthlr

Fourage- und Einquartiergelder 11-2-4

Mit Zeller Horstmann Ksp Alverskirchen Vergleich , 35 Rthlr erhalten

- von Wittib Speigelberg an Schätzung 18 Schill

- vom Wittib Brennt Scheder ebenfalls 18 Schill

- von Henrich Röttgerman aus Johann Hesselman sein Achterhaus an Schätzung 12 - 9 Schill

- von Herman Schackemöller wegen Stelthoven Haus an Schätzung 17 Schill

- Richter Ostendorff wegen Gleden- und Bußmans Hausstetten an unsern Wigbold verkauft; Rat und Gemeinheit an Wein und Bier verzehret 2-11

- der Stadt Dülmen 15 Rthlr

- einem durch Brandt verarmbten Mann von Billerbeck geben 5 Schill.

- habe Margartha Blyderkes aus Commission hiesigen Organista wegen das Orgell 1-14 Rthlr

- Rückstand des Bürgermeisters Bernardt Wettendorff 12 - 14 Rthlr

der gräflichen Excellence von Merveldt, unsern gnädigen Herrn Amtsdrosten, die abgelegte letzte Rechnung präsentiert, verehrer 6 Rthlr

von Otto Henrich Pepperhove wieder Schatzung

Henrich Rottgerman aus Johan Hesselman sein Achterhaus Schatzung  -12 -9

Hermann Schackmöller von Stelthoven Haus

vom Jude Jacob das 1731 verakkordierte Tribut, monatlich 14ß

ein Pferd geliehen

bei Bewilligung der Schatzung an Branntwein spendiert 1-5-9 Rthlr

 

1733

 

1. und 2. März: Aus churfürstl. Befelg um verdegtige Reuber und diebsgesindel fissitiertt, Rahd und Pförtners verzehret -24-6

11 IV. habe der Stadt Dülmen die zugelagten Suportgelder für drei Monate gezahlt 15 Rthlr

Organista Ahage wegen des Orgel vor 30 Rthlr Kapital 1-14 Rthlr

Herrn Secretarius Langen wegen mehreres als ordinares schreiben  spendiret 1 Rthlr

Herrn Graven von mervelde, unsern gg. Herrn Ambts Drosten von 300 Rthlr die pesnion gezahlett ad 9 Rthlr

selbe Zeit wegen unsern Scharffrichter zu Münster sein müssen doch sonsten mehr Stadtsachen verfertiget in 2 Tagen 24-6 Schill.

Mit unserm Herrn Doctor Stadtssachen überlegt 1 Kannes Weines holen lassen -9-4

8. X. habe hiesigen Scharffrichter durch Notarien und 2 Zeugen etwas andeuten lassen, dem Notario und zwei Zeugen an Geldt und Bier insampt kost 13 Schill

26 X wegen unseren Scharffrichter nach Münster gewesen, verzehrt in 2 Tagen 18 Schill

Unserern Herrn Richter einen Hasen gesandt, kost ad 9 Schill

Der Stadtsdiener wegen den Scharffrichter ein Uhrtell abgelösett kost ad 7 Schill

Urteil wegen Herrn von der Assen eingelöst 1-3-6 Rthlr

Eremydt rosicam (?) von Ahlen behuff eine neue Eremitasie verehrett 4 - 8 Schill

einem Man. so begehrt behuff zu aufferbauung einer neuen Kirchen zu Churll verehret 9 - 4 Schill

 

Designation deren ohnerzwincklichen Restanten

Ostviertel:

- Wittib Caspar Hölscher für ord. gelassen 13 - 9 Schill

- Henrich Breulman miles

- Hernich to Boynck miles

- Henrich Steinbicker sein Haus ist von selige Ahage als Organist 4 Monatn bewohnett gewesen 18 Schill

35 Häuser restieren, 10 Soldaten, aber keine im Südviertel

 

 

1734

 

Restanten

Ostviertel

 

 

 

 

Geiselers Haus

Oststraße

1 - 1 Rthlr

 

Wwe Schlottmann

 

11 Schill

 

Wwe Holscher

 

13 Schill

 

Adolph Lepper

miles

18 Schill

 

Henrich Bruning

miles

 

 

J B Lepper

miles

 

 

Henrich Breulman

miles

gesamt restiert 3-2-6

Westviertel

 

 

 

 

Berndt Schaller

miles

 

 

Henrich Herwegs

Gadem

 

 

Wittib Lock

 

 

 

Damß Haus

für ord. gelassen

11 -3 Schill

 

Reinken haus

 

10 Schill

 

Schrullen haus

 

12 Schill

 

Ferdinand Holschers

Gadem

12 Schill

 

Wwe Hahrenberg

7 6 Schill

gesamt 2 - 21 6

Südviertel

 

 

 

 

Wwe Spiegelberg

 

7 - 6

 

Wwe Bernd Schrader

 

7 - 6

 

Bürgermeister Wettendorff

frey

 

 

Hiddinghoff

nun von der  Assen Haus

2 - 3 Schill

 

Hockelman

nun von der Assen

 

 

Wwe Suerman

 

7 - 6 Schill

 

Bürgermeister Geiseler

frey

2 - 3- 6 Rthlr

 

Wwe Panninck

 

 

Nordviertel

 

 

 

 

Wwe Moning

 

7 - 6

 

Friedrich Ritter

(miles)

1 - 6 Rthlr

 

Scharffrichters haus

so schatzbahr

2- 3- 6 Rthlr

 

Wwe Schrader

 

7 - 6

 

J B Angelkotte

miles

10 Schill

 

Dirck Edeling

miles

7 - 6

 

Lensing

miles

 

 

Berndt Backs

miles

 

 

Berndt Bulte

miles

 

 

Wwe Schmeddes

 

gesamt 5 - 5 - 9 Rtl

 

Nach Münster, an zwei Tagen mit dem Fuhrmann verzehrt 24ß

Werner Lüttighaus an Botenlohn nach Freckenhorst, Ennigerloh und Hiltrup

1734 XII 16 habe lt Befehl wegen einquartiert gewesenen Preußen vorbeschriebener Maßen nochmal Rechnung aufstellen müssen 1 Rthlr

 

 

1735

 

- wegen Gledden und Buschmas Garten habe die Heuer erhoben zu 11 - 27 - 6 Rthlr

- Von den Bürgern und Einwohnern, welche am 20. März beym preußischen Durchmarsch keine Einquartierung gehabt, an Beysteuer erhoben 24-2 Rthlr

- aus der Pfennigkammer habe das reglementmäßige per Kopf zugelegt dobbelte Vorzehn Pfenning stück wegen unseren ahm 3ten bis auff den 4. Masy durcharhcirten Trouppen nach Attestation des Herrn Obristen von Elberfeldt auff 505 Kofen ergeben zu 41 - 25 - 8 Rthlr

- aus der Pfenningn Cammer habe die wegen dem  dahie gestandenen preußische Troppen uns zugelagte Fourage Gelder erhoben zu 182 21 - 6 Rthlr

 

Ausgab in Extraordinariis

- wegen Proviant und Fourage deren Preußen, die Rechnung auf jeden Monat eingerichtet, bei Formirung der Rechnung mit meinem Collega und Secratrio in zwei Tagen verzehret 16 - 6 Schill

- für meine große Arbeit und Mühe, so dabey gehabt rechnen 14 Schill

- den 25. und 26 Martii als die Personenschatzung zu Münster auffm Hoffzahl (Hofsaal) übergezahlt, habe in zweyen Tagen mit den Furhmann verzehret 24 Schill

den 28. März als der Rat die Bevästigung dieser Stadt besichtiget, ist an Brandwein verzehret  5 - 6 schill

29. März wegen den preußischen Durchmarsch nach Münster berichtet, Bottenlohn 8 Schill

- als für des Herrn Haubtman von Platen Compagnie Billeter gemacht, hat der Rat verzehret . 12 Schill

- Bernd Lepper ahn Bottenlohn nach Freckenhorst 4 - 8 Schill

- Weer Lüttighaus ahn Bottelohn nach Ennigerloh, Hiltrupf und Freckenhorst 10-6 Schill

- 30. April umb den Durchmarsch unserer Truppen abzukehren, nach der Wolbeck, auch ferner nach Münster zu zurück wieder nach Wolbeck

- Johan Everdt Renne, daß er nahmens der Stadt die Cheffs-Personen tractiert 11-14-

- 4. Mai Dirck Linneman und Everd Westhueß nacher Vorhelm ahn Bottslohn 7 Schill.

- Der Herr Richter, welcher sowohl wegen den Ausmarsch deren Preußen, als auch wegen den Durchmarsch unserr Trouppen zum besten der Stadt von der Obrigkeit dahier präsent zu seyn, beordert worden, hat deswegen bey mihr verzehrt 2- 14 Rthlr

- 14 Mai der Fouriga halber nach einliggenden Norm dem Richter eine Dseignation einschicken müssen 17-6 Schill...

- 20. Juny nochmals wegen Fourage, Standquartier und Durchmarsch deren Preußen ...

- 25. July wegen Verzehrung und Fourage unserer Oberofficire, auch wegen dessen, was deren Gemeine halbre uns aus der Kriegskasse bezahlt werden sollen  20 Schill

- 31. July als einige Bürger auf der Nordenstraße wegen des Nachrichtern  nach der Wolbeck gewesen, mit Einschluß ihrer Rechnung verzehrt ...

- 30. Aug als der Rat die beysteuergelder den beym preußischen  Durchmasche zuviel gelittenen zugelagt, ist dabey verzehret 7 Schill

- Denen Beckeren,welche den Durchmarschierenden Preußen ihr vorräthig gebackenes Brodt hergeben müssen, bezahlt 5-22-6

- 31. Aug. hiebey wegen unserern Truppen daß aus der Pfennigkammer per Kopf ad 20 4d erhoben, den Bürgern ausgeteilt insapt für 507 Köpfen facit 42-7 Rthlr

- denen welche den  Preußen Fourage gelieffert in toto gezahlt 16 Rt

- denen Lieveranten habe den Rest der gelieferrten rpeußischen Fourage zahlt mit 4- 6- 8 Rthlr

- 16. Dez habe laut Beflches und formularis vom gehaimben Rath  wegen einquartiert gewesenen Preußen ncohmals die Rechnung einschicken müssen, wohmit 3 Thage zugebracht, setzte für diese große Mühe arbeith und schreyblohns neben der Verzehrung insampt 1 Rthlr

Rath und Geheinheithsleuthen welche in diesen 6 Monaten bey Einwilligung der Schatzung erschienen den Branntwein spendirt ad 1- 11- 8 Rthlr

Berndt Niserdt, Bürgermeister mppria

 

1736

 

Extraord. Ausgaben

- Bernardo Geilern, Provisor der Armen pension 9 Rthlr

- Mandatario Hartman habe die wegen des Sungerschen Captials von 600 Rthlr, die im Jahr 1736 fällig geweseine Pension 21 Rthlr

- zwey hiedurch passierte Unteroffizciere nebenst einer Frauen das nachtquartier geben müssen 13 -6 Schill.

- wegen des in der Scahtzung eingekommene schlechte Geldt. welches die Pfennige Cammer nicht acceptirt werden wollen, umzusetzen, habe in diesen 6 Moanten an Wexelgheldt ausgeben 5 - 4 Rthlr

- Salariumn Stadtsecretär Langen pro 1736

 

Restanten

Oistviertel

 

Rthlr

Schill

 

Vid. Schlodtman

 

9

 

Bernd Meiteling miles, frei

 

5

 

Vid. Joh, Erdtman

 

6

 

Werner Wyler consul, frey

2

 

 

Henrich Breulman, miles

 

4

 

Dres Saerbecke, pauper

 

20

Südviertel

Vid. Speigelberg

 

6

 

Vid. Bernmd Schrader für ord. gelassen

 

6

 

Herren von der Assen haus

1

16

 

noch des Herren von der Assen haus

 

12

 

Berndt Henrich Bontzen Haus ohnbewohnet

 

12

 

Vid. Balster Suermann für ord. gelassen

 

6

 

Andres Rolle, miles

 

3

 

Vid, Hernich Schmitz 4 Mon

 

7

 

Vid. Bernd Reckers 4 Mon

 

5

Westviertel

Vid. Rinckhoff für ord. gelassen

 

6

 

Lensing miles

 

4

 

Dammes Haus von Wittiben bewohnet

 

9

 

Roberts Haus, ohnbewohnet

1

12

 

Reineken Haus, miles

 

8

 

Ferdinand Hölschers Gadems, ohnbewohnet

 

12

Nordtviertel

Vid. Monnich ad ord. gelassen

 

6

 

Vid. Balster Suermann von 4 Moanaten

 

6

 

Caspar Reckerfers, Stadtsjäger, fery

1

12

 

Joh Berndt Angelkotte miles

 

8

 

Dirck Eddeling miles

 

6

 

Annen Engelen Haus, organeda, frey

 

12

 

Berndt Bülte miles

 

3

 

Bernd Backes miles

 

3

 

vid. Jorgen Schemddees, armb

 

8

 

- vom vergleideten Juden Jacob 6 Rthlr

- Salarium für 1736 für den Stadtsecretair Langen 4 Rthlr

- wegen dahier in Standtquartier gestandenen Preußen habe die aus der Pfennigkammer zugelegten Serviesgelder geholt 184-24-6 Rthlr

- Beisteuer von den Bürgern und Einwohnern,welchge bei den  dänischen durchmarsch keine Einquartierung gehabt 17-25-

- 21 Feb als mitt Bürgermeistern Joh Bernardten Wyler, Wettendorpff, Geisler und Hölscher in Stadtsachen etwas verabschiedet, ist dabey verzehret 9 - 6 Schill

- 4 /5 May als von der Stadt einige ihr zugekommenen Klagposten besm gehaimben Rath beantworten worden, im zwey Thagen verzehrt neben dem Furhlohn 26 Schill

- wegen Vergebung des Organistendienstes dem Gerichtsschreiber für contractus documenti

- 9. April als wegen die Durchmarsche wie es altershero damit zwischen Stadt und Kirchspiel gehalten worden, beim geheimen Rat remonstriret

- In der Vorlotterie habe ex commissione senatus eingesetzt 5 Rthlr, womit gewonnen 2 Preise, 1 Rthlr und 1 ad 1 Schilling, also in der 1. Klasse 2 Lose gesetzt, aber nichts gewonnen.

- Obrist Rohmor eine Portion Krebse gesandt

- denen mit dänischen Truppen bequartiert gewesenen Bürgern aus der Pfennigkammer zurückgezahlt 35-12

Ein- und Ausgabe für 1735 424, extraord., gesamt 666 Rthlr

- Bonsen Achterhaus unbewohnt

- Nordviertel Anna Engelen Haus. Organedo inhabitat.

 

 

1737

 

- der Stadt Dülmen behueff Servituirung des Herrn Generals Argentanischen Regiments assignierter maeßen zahlt 13 - 14 Rthlr

- 8/9 Juli als mit ienem Collega nach Münster gewesen, umb die wegen Absterben unsers herrn Adovacti in Sachen des Herrn von der Assen und auch Nachrichteren verlagten Verfolg wieder auffzusuchen, in zwey Tagen verzehrt nebst Fuhrlohn 1 -4 Rthlr

Zweyen  Patribus, welche zur Erlösung ihrer beym Türck gefangenen Mitbrüder eine Beysteuer gebetten -18-8  Schill

- 16. Okt als wegen des Führer Trudewindts Klage bei den Herren Beambten zu beantworten nacher Münster gewesen, verzehrt 21 Schill

- 24. Oct habe dem Führer Trudewind unser Antworth una cum decreto copeylich insinuiren lassen 4 Schill

- für den Accisen wegzubringen, dem Diener an Weggeld -7-

- wegen Nachtwächter in Beziehung des Hauses (Steuerfreiheit)

- die Armen erhalten 9 Rthlr Zinsen von Kapital

- nur 13 Restanten u.a. Conrad Schallers Gaden, von organedo bewohnet

 - Nordviertel: + Bürgermeister Lippers Gadem, unbewohnt

 

 

1738

 

- 4. Febr. Herrn Richtern für Abnehmung deren Bürgermeistern und  Chrugenossen Aydt zahlt 2 Rthlr

- wegen der Wahl einen Expressen von Westerwinkel bekommen 7 Schill

- für dem Acciesen weckzubringen dem Diener das Wechgeldt 7 Schill

- wegen des Nachrichteren in puncto der Beziehung des Hauses ahn Herrn Amtsdrosten supplicirt 10 Schill

- 21 July zwey Collectanten von Gießen Stifts Cöllen, mit Recommandationsschreiben ihro churfürstlich Durchlaucht, daß daselbst 150 Häuser neben der Kirchen abgebrandt, zur Beysteuer 18-6 Schill

- Stadt Dülmen Servies und Supportgelder für 6 Monate 27 Rthlr

- Wegen Christian Steinbicker, wie auch Einwohner in Bontzen Haus und Moritz Schmedtkampff werden monatlich in ord, pro Kopf 6d mehr erhoben, als das Registrum exprimirt, kommt darumb der Stadt hierhin zu guthe insampt ad 12 - 9 Schill

- Den Pfächtern des Garraths habe bey Zahlung der Heuergelder eine Recration ahn Bier geben 18 - 8 Rthlr

- Denen so bey Einwilligung der Schatzung erscienenen habe monatlich den Brandewein spendirt zu 1 - 9 - 3 Rthlr

- denenselben habe gewohnlicher Maßen eine Recreation an Bier geben zu 3 Rthlr

 

Restanten

Ostv. vidua Erdmann

Südv: Caspar Junffermans Haus vom Gerichtsschreiber gekaufft 2 - 3- 6 Rthlr, Vid Speigelberg, Vid Reckers, Vid Henrich Schmitz

Westv: Vid Rinckhoff, Conrad Schallers gadem von organedo frey bewohnet 17 Schill, Reincke mile, frei

Nordv: Vid Henrich Monninch, Vidua Balthasar Suerman, Dirck Eddeling miles, Bernd Backes miles,

sel. Bürgermeistern Lippers Gademb weil ohnbewohnet 3 - 9 Schill

 

 

 

1739

 

- Einnahmen: Von Bernd Joseph Meiteling, welcher per errorem nin calculo nicht mitbegriffen 15 Schill

- Wittibe Speigelberg dito 18 Schill

- Wegen Gledden und Buschmas Garten Heuer 12 - 10 Rthlr

- Von Conrad Schufuth und Johan Hintzen wegen verkauften Poppelwieden erhoben 24 Rthlr

- aus der Pfennigkammer habe vom lauffen Jahre die der Stadt fällige Fourage, Obtach und Quartiergelder erhoben zu 12 - 14 Rthlr

- als unser Recroute Jobst Boemer von der Soldatesca zu Münster loesgegeben, uns aber ahn Platz dessen einen anderen darzustellen zugemuhtet worden, habeden 28. Febr dagegen  suppliciert, verzehrt an zwey Tagen 21 Schill

Restanten (Auszug): Erben Henrich Vinnewaldt weilen frey 7-6 Schill; Wilhelm Hen. Geißeler consul, frey 2-3-6 Rthlr, Joh Edelling verstorben, das Haus auch ohnbewohnt 17 Schill,. Robnerts Hauses Einwohner miles, Reineken Hauses Einwohner miles

- Westv. Wilhelm Trudewind, keine Extraordinaria weilen Führer

- Nord: Bertram Kossendorpfes Häusgen ohnbewohnet; Bürgermeister Niserdts gadems ohnbewohnet,  Anna Engelen Haus weilen ohnbewohnet von 2 Mon 4 - 6

 

 

 

1740

 

- Schulmeister Cattiou die von Christian Nynberg zur Instruction armer Schulkinder vermachten Gelder (Zinsen von 40 Rthlr)

- 2 Suppl. verfertiget und in Stadtsangelegenheiten ein feistes Kalb verehret 4 Rt

 

 

1741

 

- dem Schulmeistern Cattiou die von Nyenberg selig zur Instruction deren Arm,en Schulkinderen vermachte gelder deren 40 Rthlr de 1736 bis 26. April 1740 veraccordirte Pension zahlt mit 6 Rthlr

- Herrn Ambtsdrosten bey Präsentation der Rechnungen offerirt 6 Rthlr

- dabey zu Münster beyde Bürgermeister in 2 Tagen verzehrt 1 - 6 Rthlr

Extraord. Augaben:

- Mandatario Hartman wegen Freiherrn von Droste zu Vischerung von 600 Rthlr Capital die pension 21 Rthlr (3 ½ %)

- denen Armen-Provisoribus von 180 Rthlr Capital die Pension mit 9 Rthlr (5 %)

- pro supplica in causa Sendenhorst ctra Bisping pro Advocatum confecta 9 - 4 Schill

- an Herrn Rentmeister Schücking wegen die Firmung uffgangener consumptions Kosten 2 - 3- 6 Rthlr

- einem aus Schottland vertriebenen armen Geistlichen -9-4

- am 6. Nov Einquartierung münsterscher Truppen, 2 Unteroffziere verschiedentlich vom Herrn Capitain geschickt, verzehlt 10 ß

Rechnung der Stadt über empfang von Bürgermeistern Henrichen Bonse abgelegt

- beym Einzug der Quartieren ein Felscher, weil in Lysta nicht benennet gewesen pernoctirt und verzehrt 6 Schill.

- ein zugeschickter Musketier, so bald kein Billet erhalten, verzehrt - 3 Schill

- Prozeß Stadt ctra Bisping, Revision gegen die ergangene Sententia  1 - 9 - 4  Rthlr

- ohnerzwingliche Restanten Fehlbertrag 13 - 3- Rthlr

 

1743

 

Jude Alexander

dem gewesenen Schulmeister Cattiou  1-21  Rthlr von 40 Rthlr Kapital wegen Instruction der armen Schulknaben

 

1744

 

Vermöge vorigen Jahres Rechnung und dessen Conclusi ist die Stadt dem Bürgermeistern Sievert schuldig plieben 53 - 22 - 5 Rthlr

- Rechsgrafen von Merveldt von 300 Rthlr Captial termino Oistern 1744 die fällige Pension mit 9 Rthlr (3%)

Zinsen für Vikar Kinnebrock, Vikar Otte

- Jude Alexander contribuirt vopn 6 Monath ahn Schatzung 3 - 14 Rthlr

- Jude Jacob von 6 Monathen 3 Rthlr

- vermöge Conclusi ist die Stadt dem Bürgermeistern Wieler schuldig  plieben und zahlt 14 - 14 Rthlr

- 2. März S. Thorgeist beym Herrn Amtsdrosten auf Vergleich beide Bürgermeister erscheinen müssen, verzehrt in zwei Tagen 1-3-6

- an Fuhrlohn, weil der zweite Bürgermeister kränklich gewesen - 18 -

- noch wegen S. thorgeist ein Billetierung nach Münster gereichet, in 2 Tagen verzerht 21 Schill

- in causa ctra Vagedes zahlt (dem Agenten) 17 -. Schill

- einen Allmosen den Verbranten von Nieheimb geben 4 - 8 Schill

 

1745

 

Beym Durchmarsch deren Hannoverschen ahn Botenlohn hin- und wieder und sonst ausgeben 4-17-6

- wegen Obdach und Lagerstatt 6-5-6 Rthlr

- Bei Einrücken Grandier Compagnie und gemachten Billeter

- wegen Obdach und Lagerstatt deren Soldaten laut Befehl gezahlt 2-2-6

- beym Nachtquartier deren Münsterschen von Generaletat verzehrt 10-21-5

- Rückstand der Servißgelder nach Abrechnung Bürgermeister Bonsen 33-3-3

- für vielmahilge Mühewaltung deren Durchmäschen, Einbequartierten, gemachten Bielletteren und sonst ankommend und abgehehden Labürgen (?) geben 2 - 14 Rthlr

- Notario Cattiou dieserhalb (wegen Wecknahem deren jungen Söhne supplicirt) für Abhörung Zeugen 2 - 5 Rthlr

- Bürgermeister dieserhalb 3 Tage zu Münster commorirt, verzehrt 24 Schill

- 2 Juni einem abgerandten von Ahlen zum Beysteuer geben 14 Schill

- 26 Sept die Magistrath mit dem nachrichter ein Vergliche tentiert, verzehrt 1 - 3 Rthlr

- 27 Sept. Bey Einrücken der Granadier Compagnie und gemcahten Billetter verzhert 27 - 6 Rthlr

- an Bottenlohn wegen Durchmarcshen, ankom- und abgehenden man zahlt 9 - 16 Rthlr

- Beym nachtquartier deren münstrishen Generalstaab verzehrt 16 - 21 - 5 Rthlr

 

1746

 

- vorigen Jahr Bürgermeister Bonsen zahlt die Stadt von dem schuldig gebliebenen 78 Rthlr dei Hälfte, 39 Rthlr, die andere Hälfte an Bürgermeister Geisler

- Schulmeister wegen Instruction deren arme Schulknaben von 50 Rthlr Kapital 1-21 Zinsen

 

 

1747

 

- 6. July nach Münster gewesen wegen Herrn Obristen von Bönninghausen Compagnie, verzehrt 9 - 4 Schill

- einen Boten wegen Dirck Brandhove aus richterlichem Befehl nach Münster geschickt -7 -

- wegen Linnentuchmacherambt nach Münster, verzehrt  -17- 9 Schill

- Die magistrath in Angelegenheiten convocirt und verzehrt 26-6 Rthlr

- dem Wigbold Olfen zum Support der Einquartierung 12 Rthlr

- wegen Jörgen Hugers Schatzungs-Rückstand zu Münster , verzehrt 9 - 4 Schill

- wie der Jäger angenommen vom Magistrath verzehrt 8 - 9 schill

- Restanten; item gehet ab S.  Thorgeist monatlich mit 2 Rt 4ß = 12 24 Rthlr

- 26. martii wegen den Hessischen Durchmarsch nach Münster gewesen, auch bey der Wittiben Loyer taxam deserviti 2 - 7 Rthlr

- durch richterlichen Befehl einen Juden nach Warendorff abgeliefert. 2 Bürgern, so selben übergebracht, nebst den 4 Pförtenern zahlt 14 Schill

- ein Man mit Brief in dieser Gelegenheit nach Sassenberg abgeschickt, nach Überlieferung des Junden ist verzehrt worden 7 - 6 Schill.

- 28 Okt bey eingeloffener Ordres der Einquartierung vom Rat verzehrt 16 - 6 Schill

- Wie aus beambtlichen befelch die angewiesene Soldaten verzeichnet, vom Rat undt einigen deren Gemeinheit verzehrt 22 - 6 Schill

- Zur Beysteuer der Collectanten der neuen Kirchen bey Rhein 7 schill

 

1749

 

Empfang in ordinariis 6 Moante 207 Rthlr; hievon gehet ab der grnädigsten landtsherlichen Nachlaß 59 Rthlr, bleibt 147 Rthlr

- dem Ludimagister Bonsen von 50 Rthlr Capital pension 1 - 21 Rthlr

- Als aber wegen Abnehmung Einquartierter compagnie eine Veränderung vorgenommen, Bürgermeister wieder in Münster gewesen; damalen in Münster in vier Tagen verzehrt 1 - 21 Rthlr

- Ncoh vorgang einen neuen Brandt nach Münster gewesen und beym geheimbden Rath erlittenen Schaden vorzustellen pro supplica zahlt 7 Schill

- pro Extractione deren Beschädigten Notario Mertesn zahlt 10 - 6 Rthlr

- Ohnerschwinglichen Restanten in sechs Monaten 22-26-3 Rthlr (hoch!wahrscheinlich wegen Brand)

- wegen bey vorgewesensen Brandt der verdorbenen Schlangen pompen auszufirschen, wie solche mit hochster menage reparirt werden könnte, einen Tag aus gewesen 7 Schill

- Des Nachtwächters Horn repariren lassen, 17 - 4 Schill

- Die neuen Schlangen zur Pumpen mitbringen lassen 2 Schill

- Aus Commission oberheitlichen Befehls die Magistrat aus Berndt Meitelings Behausung  wegen Feuersgefahr besichtiget und  verzehrt 5 - 6 Schill

 

1750

 

- 22 Febr bey Zusammenkunft wie der status von deren Verbranten Erlittenen schadens von den Anwesenden verzehrt 1 - 10 Rthlr

- auff den Jahrtag der in Anno 1749 erlittenen schwären Brandes eine Kirchen Andacht angestellet, dafür den Herrn Pastori und übnrigen Kirchen Bedienten zahlt in toto 1 - 18 - 8 Rthlr

- für ein neues angekauftes Schatzungsbuch, weil das vorige in Brandt geblieben 1-3-6 Rthlr

 Neues Wahl- und Administrations Regelment für das Wigbolt Sendenhorst

 

Seine Kurfürstliche Durchlaucht zu Köln, Fürstbischof zu MS, unser gnädigster Fürst und Herr haben aus den eingeschickten Rechnungen des Wigbolds Sendenhorst gnädigst wahrgenommen, daß das Rechnungswesen gar zu sehr und unter den jährlich abwechselnden ältesten und zweiten Bürgermeistern, auch Kämmerern nicht nur verteilet, sondern auch dabei mehrere Mißbräuche eingeschlichen sein; zu deren Abstellung und einer künftigen so sehr notwendigen Administration gesagter Wigbold höchstgemeldte Seine kurfürstliche Durchlaucht folgendes Reglement zu erlassen, gnädigst bewogen worden, befohlen und verordnen sodann hiermit:

 

Erstens

Von der Wahl des Magistrats

1. Dem Wigbold S. bleibt die freie Wahl der Magistrats-Personen, so lange die Bürgerei sich nach gegenwärtigem Reglement genau und ruhig verhält, unbenommen; es soll aber

 

2. solche Wahl künftighin allezeit auf Maitag oder, wann solcher ein Feiertag ist, auf den darauf folgenden Tag, damit der Rechnungsführer mit seiner Rechnung des jüngstverflossenen Jahres zeitig genug fertig werden könne, vorgenommen werden, wes Ends

 

3. Die Bürger - mit Ausschluß jedoch derer, welche des Rats wirklich sind, und welche Bürgermeister gewesen sind, als welche zu Körgenossen nicht zugelassen werden - von dem Wigbold Secretario aufgeschrieben, die Namen derer zum Wählen tauglichen Bürger, welche vor dem Orts-Richter den Bürger-Eid abgstattet haben, von dem Richter und Secretario und zwar jedes Viertel besonders eingewikkelt, so dann

 

4. in jedem Viertel von zwei durch das Los zu bestimmenden Rats-Gliedern zwei Namen, so des Koers sind, ausgezogen und folgends

 

5. Diese nach abgestattetem Körgenossen-Eid zwei Bürgermeister, vier Ratsherren, einen Syndicus oder Lohnherren, so dann zwei Armen-Provisoren erwählen sollen, wobei aber zu beobachten

a) daß von einem Amte oder Gewerbe nicht mehr als zwei

b) noch Vater und Sohn oder zwei leibliche Brüder zur gleichen Zeit

c) von Schwägern und Oheimen aber nicht mehr als zwei zu Bürgermeistern und Ratsgliedern gewählet werden dürfen.

 

6. Der Orts-Richter wird hiermit gnädigst commitiert, bei der Ratswahl und der Rechnungs-Aufnahme das Präsidium zu führen, und auf die genaueste Einfolge gegenwärtigen gnädigsten Reglements zu halten.

 

7. Den Korgenossen soll künftighin kein Branntwein nich frei Essen gegeben, noch solches weiterhin in der Wigbolds-Rechnung passoert werden, da dieses nur zum Volltrinken und Streit Anlaß gibt, sondern ein jeder soll sich mit den ihm zu verabreichenden 7 Schilling fürhaupts begnügen.

 

 

Zweitens

Von dem Gehalte und Pflichten

des neu erwählten Magistrats

 

8. Da die beiden Bürgermeister und der Kämmerer wegen Anordnung eines beständigen General Wigbolds Rezeptoren ihres Empfangs und Ausgabe, und dadurch schier aller MÜhe überhoben werden, so erhalten die Bürgermeister an Gehalt auch weiter nichts als die Schatzungsfreiheit; und wenn einer von den Bürgermeistern in Wigbolds-Angelegenheiten außerhalb dem Wigbold und Kirchspiel Sendenhorst verreisen muß, so bekommt solcher anstatt der Defrairung täglich 14 Schilling; doch muß davon eine genaue Spezifikation mit Bemerkung solcher Angelegenheit, die jede Reise notwendig gemacht hat, geführt und den Beamten zur Zahlungs-Order eingeschickt werden.

 

9. Der erwählte Magistrat - nachdem diejenigen Mitglieder, welche noch niemalen des Rats gewesen sind, den sonst gewöhnlichen Eid geschworen - soll nach eingegangener gnädigsten Konfirmation dem Wigbold zum Besten vorstehen, alle Parteilichkeit und Eigennutz vermeiden, so dann mit demjenigen sich begnügen, was in gegenwärtigen Reglement bestimmt wird.

 

 

Drittens

Verordnungen bei der künftigen Administration

 

10. Wenn der Magistrat oder ein oder anderes Mitglied deselben ohne eingeholte beamtliche Erlaubnis einigen, auch noch so geringen Rechtsstreit selbst oder durch andere anfängt, oder Anlaß dazu gibt, so haftet derselbige oder die Anfänger für alle Kosten in propriis, pohne von dem Wigbold den geringsten Ersatz zu erhoffen. Sollten indessen Sachen vorkommen, wo das Wigbold ihre Gerechtsame zu vertätigen genötigt würde, so soll dem Richter die ganze Sache sofort vorgelegt werden, und dieser um die beamtliche Erlaubnis zu erhalten, den gutachtlichen Bericht und besonders wie die Sache gütlich abgemacht werden könnte, sofort abstellen.

 

11. Auf gleiche Art sollen fernerhin keine Reparations - Kosten obsonstige extraordinäre Ausgaben statten haben, wenn nicht bei Präsentation des genauesten Kosten-Überschlags die beamtliche Assigantion eingeholt worden.

Imgleichen sollen künftighin die in den Rechnungen verschiedentlich zur Ausgabe gestellte Verzehrungs-Kosten, in specie die Verzehrungs-Kosten bei Verfertigung der Rechnung, bei Verpachtung des Weggelds, beim Empfang der Einwohner-Schatzung, Huldigung, Gewinnung der Bürgerschaft, auf Grund- Gewinnungen, beim Nachwiegen des Brots, beim Umgang auf den Gemeinheitsgründen, bei der Fronleichnams-Prozession durchaus nicht mehr passieren, sondern nur bloß allein 2 Rthlr 9 ß 4 d für eine Tonne Bier, welche nach abgestatteten sämtlichen Rechnungen bisher verzehrt worden, als welches auch künftighin geschehen mag.

 

12. Der Satzungs-Anschlag oder die sogenannte Umschreibung der Schatzung soll künftighin alle drei Jahr in Anwesenheit des Orts-Richters, des sämtlichen Magistrats, des unterfolgenden General-Wigbolds-Receptoren und des alten Rats, mit Zuziehung zweier alter, rechtschaffener Bürger aus jedem Viertel vorgenommen werden, dergestalt, daß nicht allein das ganze zu der hochfürstlichen Pfennigkammer monatlich zu zahlende Quantum, sondern auch die vormalen daraus bezahlten Gehälter, soweit solche durch dieses Reglement nicht abgeändert oder eingestellt sind, so dann auch in Specie das monatliche Servies Support, dadurch völlig bestreiten werden können, ohne daß das Wigbold aus ihren privativen Einkünften das mindeste beizutragen nötig hat.

Indessen aber auch soll beim Schatzungs-Anschlag darauf gesehen werden, daß kein Bürger über die Billigkeit beschweret, besonders aber die jungen Anfänger nicht übernommen, noch die Einziehende Fremde durch schwere Auflagen abgeschreckt, sonder hierunter vielmehr durch etliche a magistratu zu akkordierende Freiheits-Jahren die Aufnahme des Wigbolds und der selben Bürger auf alle Art befördert werde.

 

14. All jetzt obhandenen Wibolds-Urkunden und Nachrichten sollen von einem dazu fähigen geschickten Menschen gegen billige, von den Beamten zu assignierende Zahlung sofort sämtlich wohl registriert und in besonders dazu einzuteilende Archiv-Kästen, welche bei unverhofft entstehendem Brand leicht weggetragen werde können, auf einem verschlossenen Zimmer des Rathauses wohl aufbewahrt, zu solchen Kosten zwei besondere Schlösser und Schlüssel verfertigt, sodann ein Schlüssel davon bei dem zeitlichen ältesten Bürgermeister, der ander aber dem dem General-Rezeptor aufbehalten werden. Wer nun von beiden teilen, welche keinem von ihnen verweigert werden soll, in Gegenwart des anderen die verlangte Nachricht eingesehen hat, muß solche auch gleich dem Archive wieder beilegen; falls aber dieselbe irgendwo zu produzieren unumgänglich nötig hätte, so muß ein solcher allenfals rentana ad archivam Copia, welche der Secretarius vi officii zu besorgen hat, dem Archiv und Paket, wohin solches gehöret, einen eigehändig unterschriebenen Schein, welche Nachricht quo dato, und zu welchen Behuf entlehnt worden, beilegen, Übrigens aber hat der Secretarius demnächst allezeit vi officii solches Archiv und alle Paquetter in der besten Ordnung zu halten, wiedrigenfalls er für aller Nachteil in propriis haftet, und letzteres auf dessen Kosten durch andere besorget werden soll.

 

 

Viertens

Von dem General-Wigbolds-Rezeptoren

dessen Pflichten und Gehalt

 

15. Da bei dem steten Wechsel des Magistrats und Empfängern deren Wigbolds-Einkünfte keiner ist, der von den Gerechtsamen des Wigbolds und allen Umständen ihrer Einkünften eine genugsame und gründliche einsicht sich in solchen kurzen Zeit erwertben kann, wodurch - wie die Erfahrung bestätigt - leicht kostspielige Rechtshändel entstehen, eines un anderen Teils, da de also wechselnden Magistrats einer bald dieses, der ader bald jenes in Rücksicht auf die baldige neue Wahl zuläßt, was doch in der Folge dem Wigbold zum offenbaren Schaden gereicht, ferner drittens die alten Administations-Mißbräuche abzustellen, dahingengen die notwendigsten und nützlichsten Verbesserungen einzuführen, ein Magistrat auf den anderen verschiebt, oder aus Mangel der Erkenntnis unterläßt, folglich dem gemeinen Besten vorzüglich und höchstdienlich ist, daß künftighin einer wenigstens beim Magistrat stehen bleibt, welcher immerfort den ganzen Empfang und die Ausgabe führt und von allen vorkommenden Sachen, wodurch der Nutzen der Gemeinde befördert und der Schaden abgewendet werden kann, einen beständigen, hinlänglichen und gründlichen Unterricht sich erwerbe, so wird bis auf anderweitiger gnädigster Verordnung der vormalige Bürgermeister Joan Henrich Kocks zu einem stehenden General-Rezeptor des Wigbolds Sendenhorst dergestalt gnädigst angeordnet, daß selbiger auch votum et sessionem in senatu nach den beiden Bürgermeistern haben soll.

 

16. Dieser General-Wigbolds-Rezeptor soll sofort beamtlich in Eid und Pflicht genommen werden, daß er das Beste des Wigbolds als sein eigenes auf alle Art suchen, alle desselben Gütre und Einkünfte ohne Ausnahme mit vollkommenster Treu und Sorgfalt, ohne von jemand hierin, außer dem hernächst festgestellten das Gerignste zu nehmen, administrieren, alles, was zu des Wigbolds Schaden gereicht, soviel an ihm ist, nach Möglichkeit abkehren, allenfalls sich dazu gehörigen Orts verwenden, die ihm gutdünkenden Verbesserungen vorstellen und allen Nutzen befördern, endlich demselben mit allem Fleiße treu und mit Sorgfalt bedient sein, allen beamtlichen Anweisungen und Vorschriften die stracklichste Folge zu leisten, sodann in allen und jedem sich so betragen wolle, als er es vor Gott, seinem höchsten Landesherrn, der vorgesetzten Obrigkeit und einem jeden rechtschaffenen Bürger alle Stunde und jeden Augenblick verantworten sich getraut.

 

17. Der General-Rezeptor muß alle einkommenden Wigbolds-Gelder separiert halten und wohl aufbewahren, mithin nicht das Mindeste davon zu anderen als des Wigbolds Ausgaben gebrauchen, sodann binnen sechs Wochen a dato publizierten Reglements eine von den Beamten hinlänglich befindende Kaution von wenigstens 500 Rthlr beibringen.

 

18. Beim Empfang und Ausgabe besteht in allem und jedem ohne die geringste Ausnahme was das Wigbold an Schatzung, Servies-Support, Grund- und Weidegeldern, Beitrag der Juden, von verpachteten Ländereien und Fischereien, auch von der angepachteten Windmühle etc. oder sonst auf irgendeiner anderen Art einzunehmen und zu berechnen, dahingegen an Schatzung, Servies-Support, stehendn Gehältern, Zinsen, Kosten, Reparationen, Kapital-Zahlungen ud allen übrigen Posten auszugeben hat.

 

19. Er darf ohne beamtlichen Befehl weder an Gerichts-Kosten, nichtfixierten Gehältern, weder für einige Zechereien, Defrairierungen, Zulagen, Reaprationen oder sonstigen extraordinären Ausgaben nicht das Mindeste bezahlen als widrigenfalls dessen verlustig erklärt, bei der Rechnungs-Aufnahme solches wohl bemerkt und zum Ersatz ex proprius sofort angehalten werden soll.

 

20. Den Verpachtungen aller des Wigbolds-Pertinentien und Gerechtsamen ohne Ausnahme, so jedesmal öffentlich dem Meistbietenden nach vorgegangener Bekanntmachung und mit Vorbehalt der beamtlichen Genehmigung geschehen, und dabei von dem Secratario des Protokoll gführt, der Extrakt aber in glaubhafter Form dem General-REzeptor unentgeltlich mitgeteilt werden muß, hat letzterer allezeit beizuwohnen und wenn dabei Schaden verhütet und der Nutzen vermehrt werten kann, solches in Magistratu anzuzeigen allenfalls, wenn dieses ohne Wirkung bleibt, den Beamten einzuberichten.

 

21. Der General-Rezeptor soll auch über des Wigbold Waage, Brükken, Wälle, Gebäude, Ländereien, Wiesen, Weiden, Buschgründe eine stete gute Oberaufsicht führen und fleißig darauf sehen und aufpassen lassen, daß nichts, was dem Wigbold gehört, entwendet, verdorben oder von jemand zum privaten Nutzen gehaut und fortgeholt, sondern auf den zweckmäßigen, richtigen und vollständigen Gebrauch eines jedn Teils bestens geachtet, was an Holz, es sei noch so gering, was von den Wigbolds-Toren, Mauern, Brücken, obsonst an ein oder anderer vorfallender Abfall, nur immer zu Gelde gemacht werden kann, den Meistbietenden verkauft und der Kaufschilling zur Tilgung der Wigbolds-Schulden verwendet, die Wigbolds-Wälle soviel es noch nicht geschehen und füglich geschehen kann, vor und nach von der Bürgerei eingeglichen, die Gräben, wo es Nutzen schafft, zugefüllt und alsdann zu eben selbigen Behuf zu Gartenland meistbietend verpachtet, der Buschgrund mit Eichen oder Tannen nach Beschaffenheit des Bodens alljährlich angepflanzet, schließlich in allen und jeden das jetzt und künftige gemeine Beste befördert werde.

 

22. So wie der General-Rezeptor gegen alle schatzpflichtigen Bürger des Wigbolds in Beitreibung der Schatzungsgelder, auch aller übrigen Wigbolds-Einkünfte die gereide Impignation, Ästination und Distraktion nötigenfalls vornehmen zu lassen, kraft gegenwärtigen Reglements befugt sein soll. also werden auch die Stadt-Diener oder Pförtner ernstlich in Betreibung der Wigbolds-Revenuen ohne Ausnahme, auch in den sonstigen ihm obliegnden Pflichten bloß auf sein Geheiß und ohne des Rats vorgängig nötiger Requisition die prompteste und getreueste Assistenz bei Strafe der Dimission zu leisten.

 

23. Wer sich untersteht, den gnädigst angeordneten General-Rezeptor mit schimpflichen Worten, groben, unanständigen Gebärdenm oer Tätlichkeiten zu begegnen oder zu beleidigen oder Schaden zuzufügen, soll ohne einige Ausnahme den Umständen und Befinden nach auf ein oder mehrere Jahre mit der Verbesserungs - allenfalls Zuchtshauses oder andere schwre Strafe belegt werden; dahingegen einem jeden, welcher über denselben klagen eine gegründete Ursache hat, immer freisteht, solches den Beamten zur Remedur vorzustellen.

 

24. Das General-Rezptors-Gehalt besteht in folgendem: a) Schatzungsfreiheit b) von den gezahlten Zinsen an Restitut per Reichstaler sieben Pfennig, sodann c) für die ganze Emonitur, Empfang, Ausgabe und Berechnung der Schatzung und sämtlicher Wigbolds-Einkünfte, Aufsicht und Berechnung der aus der angepachteten Windmühle eingehenden Gelder, welcher vorstehender Empfang bishr unter den beiden Bürgermeistern, Kämmerer und sogenannten Mühlenherren verteilt gewesen, ferner für alle übrige Bemühung in Wigbolds-Angelegenheiten, besonders auch die Korrespondenz überhaupt, auch mit den Creditoren wegen Zinszahlungen, ablage der Kapitalien, wobei allezeit auf den größten Nutzen des Wigbolds zu sehen ist, erhält der General-Rezeptor jährlich 40 Rthlr Gehalt. d) Wenn solcher in Angelegenheitn des Wigbolds außerhalb desselben und des Kirchspiels Sendenhorst verreise muß, täglich vierzehn Schilling e) Das in Angegenheiten des Wigbolds ausgelegte Botenlohn und Porto, wobei aber zu bemerken, daß von letzteren beiden Posten und d) et e) eine besondere Designation mit dr Anzeige der jedesmaligen Veranlassung geführet und zur beamtlichen Assignation eingeschickt, sonst aber in der Ausgabe nicht passiert werden soll.

 

 

Fünftens

Von Einrichtung der Rechnung

 

25. Die Rechnung soll mit jedem ganzen Jahr, nämlich a) 1ma Januar des einen bis 1mam Januarii des anderen Jahres abgeschlossen und allezeit 14 Tage vor der neuen Ratswahl den Beamten mit den dazu gehörigen Original-Justificationen zur beamtlichen Revision eingeschickt werden.

 

26. Der General-Rezeptor soll die Rechnung nach der ihm zu erteilenden beamtlichen Vorschrift genauest einrichten.

 

27. Damit das Wigbold von den noch darauf haftenden vielen Schulden allmählich entledigt werde, so sollen folgende Posten ohne Ausnahme zum Schuldtilgungsfonds berechnet und verwendet werden:

a) die wegen der planierten Wälle jährlich eingehenden Gelder

b) der reine Überschuß aus der angepachteten Windmühle

c) was aus den Fourage-, Obdach- und Quartiergeldern eingeht

d) was dem Wigbold aus dem verdoppelten Servies-Support allenfalls gnädigst zugelegt werden möchte

e) die etwas abgelegt werdende, dem Wigbold gehörende kleine Kapitalien

f)  was aus den dem Wigbold zuständigen nud zu verkaufenden überflüssigen Toren, Mauern. Erde etc. und sonst zufälligen Posten eingeht

wobei zu beobachten, daß diese Rechnung für sich besonders abgeschlossen werden soll, um zu ersehen, ob auch alles, was zum Schuldtilgungsfond bestimmt worden, gänzlich verwendet sei, das allenfalls übrig gebliebene oer zu viel ausgegebene soll in der folgenden Jahres-Rechnung hoc loco wieder zum Empfang oder Ausgabe gebracht werden.

 

 

Sechstens

Von der Befolgung dieses Reglements und Schluß

 

28. Unseren Beamten des Amts Wolbeck wird die Einführung des gegenwärtigen Reglements, die Besorgung über dessen richtiger Einfolge und die fernere Anordnung des zu dem vorgesetzten Endzweck erforderlichen gnädigst aufgetragen und soll dasselbe nicht nur auf dem Rathause zu Sendenhorst in Beisein der Beamten und Orts-Richter dem des Ends versammelten Magistrat und Bürgerschaft publiziert, unseren Beamten, Richtern und Wigbolds-Rezeptoren jedem eine Abschrift mitgeteilt, sdann auch ein Exemplar auf der gewöhnlichen Ratsstube angeheftet, das Original aber dem Archiv wohlverwahrsam beigelegt werden, und hat ein jeder, den es angeht, sich darauf gehorsamst zu achten.

Urkund unseres gnädigsten Handzeichens und beigefügten geheimen Kanzlei-Insiegels.

Bonn, den 10. Nov. 1786

Max Franz Kurfürst

  

 

Ratsprotokolle 1784 ff

 

 

1794 eodem ist resolviert, daß auf der Tranenweide gar keine Kühe angenommen werden sollen.

... am Diestag den 10. Mai des Morgens 9 Uhr sollen die Bleichplätze am Südenwalle gemessen werden, weil darüber geklaget, daß die gepfalnte Hecken zu nahe gesetzt sein sollen

 

1794, den 10. Juni bei versammelten Rate wurden wegen den Bleichplätezn in den letzt planiertem Walle von Süden nach Westen, nach genommener Besitzigung  vom Rat recolviert, daß da diese Bleichplätze einen langen District faßten, eine anzulegende Wäsche zu wenig, mithin 2 Wäschen und also auf jedem Ende der sämtlichen Bleichen eine anzulegen wäres, so daß zu jeder Bleiche 2 Pöste in die Gräfte gesetzt und darüber 2 Überlager und hierauf 2 Schalen, jede 10 Fuß lang, geleget werden. Ferner müßte bei der einen Wäsche nächst der Westpforten annoch 1 Schale mit 2 Pösten zur Durchsetzung der Gräften, um das Wasser aufhalten zu können, gesetzt werden.

Kostenanschlag 8-16-4 Taler

 

1815 Kreisarchiv

Inventar der Verwaltung des Bürgermeisters

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13

14. Die Präfecturblätter poro 1809 im Convolut

15 das westph Amtsblatt pro 1814 so aus 1 Heft bestehen

16. das münstersche Intellegenzblatt pro 1814 1 Heft

17. das preußische Landrecht 5 Bände

18. das Hoffmans Repertorium 1 Band

19. Edicten Sammlung 2 Bände

Sendenhorst, den 28. Januar 1815 Der Bürgermeister Langen

für die Richtigkeit Lange, Sulzer

 

 

 

 

Amt Vorhelm

 

Haushalt 1822/23

 

1. 1. Polizeistrafgelder                 10 Rthl

             2. Wegegelder                        150

             3. Zuschuß aus der Grundsteuerkasse  225 (Vorschlag Regierung 425)

 

          2. Von der Stadt

             1. Zuschuß aus der Steuerkasse       100

             2. Zeitpachtgefälle                           266

             3. Jagd                                                 5

             4. Fischerei                                         3

             5. Pflastergeld                                   27

             6. 1 Stadtsgadem                                 5

             7. Weidegelder                                  33

             8. Städt Gemeinheit                           10;

                                                                                                  

                                            gesamt 513 Rthlr

 

         3. Vom Kirchspiel

             1. Zuschuß Steuern                   325

             2. Pacht Bischobskotten

             3. Fischerei

             4. Verkaufsgelder Bischobskotten     700

 

 

 

          1-3                                     1760 Thlr

              

         

Amtsarchiv Vorhelm

 

Etat der Einnahmen und Ausgaben der Bürgermeisterei Sendenhorst für das  Jahr 1824

 

          Seelenzahl    St: 1423

                              Ks:  857

 

          Grundsteuer   St;  431 Rthlr

                                Ks: 3339

 

          hierunter sog. Kommunalanteile

                        St:   31

                        Ks:  244

 

          Bleibender Betrag für die Staatskasse

                        St:  400

                        Ks: 3095

 

          Klassensteuer St:  728

                        Ks   821

 

          Gewerbest.    St:  220

                        Ks   -

 

          Summe der Steuern:

                        St: 1348      monatlich 112 Rthlr

                        KS: 3917                326 Rthlr

         

                                                                                                 Gesamt 5265

                  

 

 

 

Ausgaben 1847 Stadt und Kirchspiel

 

1. Wegebau

Ausbau der Bauerschaftswege, Chausseen, Kunststraßen, Sand, Abpfählen. Sandfuhren. Planierarbeit

 

2. Polizeiaufgaben

Dem Wessel  für einen Strohsack zum Arrestlokal

 

3. Umweltverbesserungen

Pappeln und Linden pflanzen

Hecke vor dem Osttor

 

5. Mieter für Landwehrkavalleriepferde

Jungfermann für Repatarut des Durchlasses vor dem Nordtor

Allendorf für den Landwehr-Schießplatz

Journal der von der Brgermeisterei Sendenhorst im Jahre 1831 visierten  P„sse

 

1830: 12 P„sse; nur Februar bis Juli

1832: 11 P„sse; nur Februar bis August; Fhrung des Journals offensichtlich  unvollst„ndig un lckenhaft.

 

Zweck der Reise: 14 Arbeitsuche

                  3 Handel

                  5 Besuch

 

Religion der Reisenden: 8 katholisch

                        4 evangelisch

                       10 mosaisch

Reiseziele: Mnster, Sachsen und Preuáen, Warendorf, Dsseldorf, Lippstadt  Erfurt, Arnsberg, Ahlen, Hamm. Beelen

 

Berufe: Schustergeselle, Handelsmann, Weber, Scheider, Porzellankitter.

Orgelspieler, Tr”dler, Tapezierer, F„rbergesell

 

hierzu

šbernachtungen in den Sendenhorster Gastwirtschaften

          Gasthaus                1832         1845

 

          Zimmermann               56

          Wiechard                 52

          B”cker                   30           14

          Topp                     62

          Silling                 142           19

          Schwarte                131

          Suermann                  9            3

                 

 

Stadtverordnetensitzungen

Protokolle

 

 

01.02.1867

Bern. Böcker

Everke

Lütkehaus

Panning

Spithöver

Borghorst

 

1. neuer Schiedsmann, Bürgermeister Hennemann nach Wadersloh versetzt (Kämmerei-Rendant Bernhard Lammerding)

2. Einführung Hundesteuer gemäß Kabinettsordre 1829: Abänderung des urspr. Entwurfs: auch Schäfer, Metzger und Brennereibesitzer, die zwei Hunde zum Wasserpumpen frei halten durften, sollen zahlen

 

14.03.1867

anwesend zusätzlich Düning

doch Befreiung für Schäfer und Metzger: Befreiung der Brennereibesitzer von der Hundesteuer, welche zum Wasserpumpen gebraucht werden, aber nicht eintreten zu lassen, das sie zum Betriebe der Brennerei wohl entbehrlich werden könnten, und auch von den meistern Brennereien in hiesiger Stadt nicht mehr benutzt werden.

 

11.04.1867

1. Antrag Münstermann, Werring, die Ufer des Abzugsgrabens zwischen ihren Gärten, der von der Stadt zur Trockenlegung des Stadtgrabens geräumt sei, auf städt. Kosten zu befestigen (wird höherer Behörde vorgelegt.

2. Anlage einer neuen Wäsche an der Lehmkuhle, Vermehrung der Stangen auf der Bleiche zum Gebrauch beim Trocknen der Wäsche. Versammlung erklärt, es soll eine dritte Wäsche hergestellt werden. Stangen; Kostenvoranschlag Zimmermann Brandhove

 

25.04.1867

1. Stadt besteht darauf, zwei Mitglieder des Wahlkollegiums zur Wahl des Kuratoriums der in Gemeinschaft mit dem Amt Vorhelm errichteten Sparkasse zu stellen

2. Wahl des Geometers Meier, z z.T. Bürogehilfe in BE mit 7 Stimmen (einstimmig!) zum Bürgermeister

 

17.05.1867

1. Kündigung der aus der Sparkasse BE geliehenen Kapitalien und Anleihung bei der eigenen Sparkasse, 4%: Beschluß: Da die Beckumer Sparkasse einen bedeutenden Fonds hat, und daher das Geld sicherer zu sein scheint, soll es in Beckum bleiben; Voraussetzung wieder auf 4% reduziert

2. Aufstellung von Eingesessenen, die als Bürgern zugelassen werden. Erklärung: daß bei Einrichtung der Sparkasse die Stadt ihre Mitwirkung versagen mußte und deshalb auch das fragliche Verzeichnis nicht erstellt wird

 

27.05.1867

1. 24. 03. Baugesuch Füchte (Mietwohnungen) genehmigt

2. Antrag Dietrich Wessenkemper (Baugesuch) genehmigt, denn

a) der Antragsteller sich gut führe

b) Bauplatz, wohin ein öff. Weg führt

c) ihm eigentümlich gehöre

d) die nötigen Mittel zur Ausführung des Baus vorhanden seien

3. Regierung: Münstermann und Werring verpflichtet, den Abzugsgraben zwischen ihren Gärten instand zu halten.

Dennoch Beschluß. damit die Gärten durch den Stadtgraben nicht unterspült werden, Mauer auf städt. Kosten zu errichten

4. Verpachtung der Grasnutzung auf den Mittelwegen

5. Verpachtung der Grasnutzung auf der Galle und Südenbleiche; zu niedriges Gebot. Aber Weiterverpachtung der Grasnutzung auf der Südenbleiche an Müller Bröckelmann

 

03.06.1867

Bürgermeister Meyer am 25. April auf 12 Jahre (bis 1879) gewählt. Jahresgehalt 300 Taler, Bürounkosten 100 Taler.

Dienstantritt 01.07.1867; bis dahin Bürgermeisterverwalter Neuhaus

 

13.07.1867

1. Baugesuch B Th Knipping in der Feldmark stattgegeben

2. Durchlaß gegenüber dem Königschen Haus soll mit einer Diele bedeckt werden

3. Darlehen soll bei der Sparkasse BE bleiben, da auf 4% ermäßigt

4. Stadt verpachtet Hütungsrecht an Wegen in Brock, Protest Schöckinghoff, Kössendrup, Vornholz zurückgewiesen

5. Mauer am südl. Ausflusse des Stadtgrabens (Werring Münstermann Gärten) Maurermeister Schmedkamp mindestbietender 17 Taler; Beschluß ausgesetzt

6. Beschwerde Amtmann Brüning, Enniger, betr. unbefugtes Fällen von 27 Pappeln am Ahlener Damm

 

27.07.1867

1. Mauer Stadtgraben - Gärten abgelehnt, da zu teuer; statt dessen einfacher Zaun durch Tagelöhner Mefus

2. Unterstützung für Badekosten Lehrer Drees, Stadt will zunächst den Beschluß der Ksp-Gemeinde abwarten

3. Verkauf Erde an der Lehmkuhle und Graswachs auf dem trocken gelegten Stadtgraben

 

23.08.1867

1. Lehrer Drees 10 Taler Badezuschuß

2. Schaukommission für die Reinigung der Flüsse und Bäche; neu eingerichtet. 2 Mitglieder und 2 Stellv.

4. Antrag Seilermeister Soekeland, Ankauf einiger Ruten des städt. Grabens hinter seinem Hause abgelehnt

 

27.08.1867

1. Entlastung Rendant: Kämmereirechnung 1865: E 5741 Taler, A 5498 Taler, Überschuß 242 Taler

2. Grundentschädigung Schöckinghoff für abgetretenen Grund bei Anlage Weg nach Alverskirchen; durch verschiedene Hütungsrechte der Stadt die Sch. durch Pflügen an sich gezogen, entschädigt

3. doch Abmauerung des Durchlasses Gärten Münstermann/Werring: Schmedkamp für 8 Taler, nur 3 Fuß

 

20.09.1867

Mittelfristige Finanzplanung 1868-1870 ergibt ein voraussichtliches Defizit von 1775 Talern, die wie bisher zu gleichen Prozentsätzen mit der Grund, Klassen bezw. Einkommensteuer unter Freilasung der Gewerbesteuer aufzubringen ist

2. Nach Entlassung Polizeidiener Degenhardt für das Ksp. Beibehaltung für die Stadt

3. Neubau eines Durchlasses vor dem Südtor, da wo der Weg zur Südmühle abführt; Schmedkamp für 11 Taler; Lichtweite 18 Zoll = 45.7 cm

4. Sökeland kann folgende Grabenfläche von der Stadt erwerben: Freilassung von Weg 12 Fuß, Stadtgraben 6 Fuß; Rest kann gekauft werden. S. muß Weg und Graben herstellen

5. gleicher Antrag W. Alsberg abgelehnt

6. Einführung neuer Feuerlösch-Ordnung. Commissionsmitglieder Lütkehuas, Diening, Everke

 

21.10.1867

Stadt will Degenhardt 50 Taler zahlen und erwartet, daß Ksp eine entspr. Pension zahlt, so daß das Einkommen D. nicht geschmälert wird

 

08.11.1867

1. Verkauf der Pappeln am Ahlenschen Weg vom Prozessionsweg beginnend bis zur Grenze des Stadtbezirks

2. Tgl Beumer Schmitz wollen Stadtgraben vom Osttor bis Judenwall trocken legen, falls er ihnen  zur Benutzung als Weg überlassen wird. Zustimmung auf Widerruf. Beumer/Schmitz müssen Graben 6 Fuß Breite und 3 Fuß Sohlenbreite ausheben; Reinhaltung dieses Grabens

3. Rechnung Tgl Mefus: Trockenlegung des Stadtgrabens vom Südtor bis zum Garten Schmiedemeister Münstermann 17 Taler

 

22.11.1867

1. 33 Pappeln am Weg nach Ahlen wurden für 231 Taler verkauft; Stück 7 Taler

3. Wähler zur Wahl des Provinzial-Landtags-Abgeordenten, Kaufmann Hch Everke, Kaufmann th Böcker

5. Everke stellt Antrag auf Entschädigung  für Drainierung der von der Stadt angepachteten Sandgrube am Westtor

 

20.12.1867

Degenhardt soll nur 50 Taler erhalten, obwohl LR auf 100 Taler und 15 Taler Kleidungsgeld festgesetzt. D. könne nur noch die nötigsten Dienstleistungen erbringen; wie in letzter Zeit zutrage getreten könne man von ihm nicht viel erwarten. 1100-15 nur für einen neuen volltauglichen Offizianten. Bei Dienstuntauglichkeit D. nur 20 Taler Pension

2. Bleichplatz am Westgraben, Pachtung Ackerwirt Geilern. Schenkwirt Panning am Westtor solle ihm Entschädigung zahlen, weil P. im letzten Sommer den Platz als Bauplatz benutzt habe

 

 

1868

 

Ratsmitglieder: Böcker Bd, Brüning, Everke, Borghorst, Tawiede, Spiethöver

 

02.01.1868

1. Einführung Böcker, Brüning, Tawiede für 1868-1973

2. Verpachtung städt. Pflastergeldhebestellen am Nord- und Südtor

Südtor: Bäcker Spöttel, Nordtor Bäcker Dietz; beide je 6 Taler

3. Verlesung eines Schreibens des Komitees WAF sowie des Dr Samby zu Iburg betr. projektierte Eisenbahn Hamm-WAF-Osnabrück.

Wahl der Deputierten Brüning und Bürgermeister Meyer zur Generalversammlung. Stadt weist auf ihr reges Interesse hin; ... sowie Größe und Bedeutung des hiesigen Verkehrs vorläufig anzugeben

5. Sammlung freiw. Beiträge zum Ausbau der projektierten Chaussee. nach Meinung der Stadtverordneten ohne jeglichen Erfolg.

 

18.01.1868

1. Sammlung freiw. Beiträge für die Unterstützung Notleidender in Preußen

2. Antrag auf Schadensersatz Tgl. Fischer, Beschädigung der Grasnutzung bei Ausbesserung des Weges auf dem Garrath abgelehnt

 

15.02.1868

1. Antrag Zimmermeister Saerbeck: Reduzierung seines Anteils bei Neupflasterung Oststr. von 15 auf 5 Sg; stattgegeben

3. Entwurf eine neuen Feuerlöschordnung; Beschluß vertagt

4. Ausbau des Durchlasses auf der Ostenchaussee gegenüber dem Prozessionsweg; Privatangelegenheit der Interessenten

5. Termin mit Pflasterer Langkamp, Horstmar, betr. Neubau des Weges auf dem Schleiten

 

10.03.1868

1. Müller Anton Hartmann, Baugesuch. da hart am Stadtgraben, soll das Grundstück vorher abgesteckt und in Augenschein genommen.

2. Baugenehmigung für Tgl. Laumann

 

24.03.1868

1. Neubau Hartmann zugestimmt. von H. überbauter städt. Grund soll mit 10 Thlr pro Rute entschädigt werden.

2. Baugesuch Diekemper genehmigt

3. Grundsatzregelung: Kleinere Rechnungen bis 10 Taler werden von Stadt und Ksp im Verhältnis 1 : 2 bezahlt

4. Fertigstellung der Chaussee nach Drensteinfurt steht bevor. Hebestelle bei Stricker (Barrieregeld) vorläufig noch nicht verknallt, da er der Verkehr auf der neuen Strecke abgewartet werden soll.

 

27.03.1868

Entwurf Feuerlöschordnung im Grundsatz zugestimmt. Beim ersten Feuerlärm soll jeder mit seinen Pferden an dem Platze, wo die Wasserbottiche aufgestellt sind erscheinen.

40 Rettungsmannschaften, keine Uniform bloß weiße Binde am linken Oberarm.

Druck von 500 Exemplaren der Feuerlöschordnung

 

24.04.1868

1. Verpachtung der neu angelegten städt Wiese vor dem Westtor (kleine Sandgrube)

2. Anlage einer neuen Straßenrinne längs des Weges auf dem Schleiten nach Art einer Molle: Die benötigten weißen Steine sollen aus dem Steinbruch des Ökonom Kleikamp entnommen werden

Ausbau der Strecke Rathaus- Einmündung Südstr. nicht in diesem Jahr, da zu hohe Kosten

 

02.06.1868

1. Neuwahl eines Beigeordneten nach Ablauf der 6jährigen Amtszeit B. Panning; Zimmer- und Maurermeister Heinrich Brandhove 4:3 Stimmen bis 1874.

2. Grundsätzlich: Trockenlegung des Stadtgrabens:

a). die bis 1872 angepachteten Bleichplätze verlieren an Wert, da sie nur noch zur  Grasnutzung brauchbar.

b) Stadt ist bereit, Pachtzins zu erlassen

 

10.06.1868

1. Beschwerde Müller Stricker wegen Pappeln an der Chaussee nach Vorhelm, die seiner Mühle Schaden zugefügt; abgelehnt

2. Polizeidiener Degenhardt Zulage von 10 Taler für 1868

3. Wwe Alsberg erhält ca 2  Fuß  vom städt Grund hinter ihren Haus

4. Trockenlegung de Stadtgrabens vom Schmiedemeister Münstermann bis Westtor

 

10.07.1868

Grasnutzung Galle erbringt 9-18 Taler

 

13.07.1868

Ausbau der Rinne Schleiten: Da die Kleikampschen Steine augenblicklich nicht zu haben sind, Verschiebung auf den Herbst

 

23.07.1868

Stv. Everke als Kreistagsabgeordneter auf 6 Jahre, B. Böcker als Stellvertreter gewählt

 

01.09.1868

Streit mit Müller Stricker (Pappeln am Vorhelmer Weg) spitzt sich zu. Gemeinde droht, Stricker die Communal-Hebestelle zu nehmen und die Befreiung von Chausseegeld der zur Mühle gehenden Fuhren zurückzunehmen-

 

24.10.1868

1. Verpflichtung Dr. Frey sen. für +B.  Böcker

4. Stv. Brüning stellt im Namen des Kuratoriums Antrag auf mietweise Überlassung der im oberen Stockwerke des Rathauses nach dem Marktplatze belegenen 2 Stuben als Schullokal der Rektoratschule: Für 18 Taler zugestimmt; Entfernung einer Zwischenwand

5. Angebot Fa. Wagener und Comp. Frankfurt a M Lieferung der kompletten Straßenbeleuchtung für Petroleum eingerichtet, für 6 1/2 Taler pro Stück.

Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit und Nützlichkeit der Einführung einer Straßenbeleuchtung in der hiesigen Stadt wurde beschlossen die Unterhaltungskosten von einigen Laternen auf die Kämmereikassse zu übernehmen.

 

17.12.1868

1. Gutachtliche Äußerung ob Brüning gleichzeitig Stadtverordneter als auch Rendant der Sparkasse sein könne: Brüning ist als besoldeter Beamter der Stadt zu betrachten und muß daher als STV ausscheiden

 

29.12.1868

3. Verwendung von Pappeln aus der Pappelschule am Südendamm

4. Anschlag  Tgl Mefus betr. Abtragung der Bleichplätze am Westtor als zu hoch, verworfen

 

14.01.1869

2. Landrat entscheidet, Hauptmann a. D. Brüning sei als Sparkassenrendant kein städt Beamter; weiterhin Ratsmitglied

 

25.01.1869

1. Theodor Untiedt erhält Genehmigung ein Kühlfaß auf städtischem Boden bei seinem Hause aufzustellen.

 

16.03.1869

1. Schulvorstand beantragt, Saal im oberen Stockwerk des Rathauses für die vierte Elementarklasse zu überlassen

Umbauten: Verlegung der Treppe; Einbau von Dachfenstern

3. Antrag Victualienhändler Jaspert Ankauf eines vor dem  Nordtor längs des Stadtgabens belegenen städt. Grundstücks, abgelehnt

4. Baugesuch Maurer Wilhelm Lütkehaus genehmigt

5. Pfarrer Reinermann: Erbreiterung der Straße an der Südseite des Kirchhofes sowie an beiden Ecken des Kirchhofes welche nach der West- und Nordstraße belegen sind gegen entsprechende Entschädigung beim Marktplatz; abgelehnt

 

23.03.1869

1. Erneuter Antrag  Jaspert, Kaufgebot von 5 auf 7 Taler pro QR erhöht; qm = 1/2 Taler = 15 Sg

2. Stadt bespricht Angebot Pfarrer. Reinermann Grundstückstausch- Kirchplatz/Marktplatz: auf Widerruf zugestimmt, solange wie die Stadt von der längs der südl. westl. und nördl. Seite des Kirchhofes zwischen den neuerdings gefällten Lindenbäumen und den vorbeiführenden Straßen belegenen Grundstücken, welche offenbar Eigentum der Stadt sind, ihr Eigenstumsrecht geltend macht

3. Ankauf Wegeabspliß vor dem Westtor als Düngergrube (Wirt Topp)

abgewiesen

4. anderweitige Verwendung der Bleichplätze am Westgraben: Verpachtung unter günstigen Bedingungen. Pächter sollen Stadtgraben auf einer Breite von 6- 8 Fuß binnen eines Jahres durchführen

 

06.04.1869

Bleichplätze Verpachtung: Fuhrmann B Beumer, Maurer Lütkehaus, Zimmermann Wildemann, Wwe Linnemann, Wwe Bischob, Tgl Knepper

bei vierjähriger kostenfreier Überlassung sollen die Stadtgräben innerhalb von zwei Jahren gefüllt werden; Stadtgraben soll unter 2.5, oben 5 Fuß behalten. Die Grenzen des Pachtlandes dürfen nicht durch Zusammenlegung mit Wallgärten verwischt werden

2.Pflänzlinge in der Pappelschule 58 Taler

5. Wurde der Antrag des Vorsitzenden im Betreffe der Anschaffung einer Flagge für das hiesige Rathausgebäude einstimmig genehmigt

 

14.05.1869

1. Verpachtung Grasnutzung auf dem trocken gelegten Teil des Stadtgrabens am Südtor für 5 Taler genehmigt

 

21.05.1869

1. Grundstückstausch Kirchhof-Marktplatz für den Fall genehmigt, daß die Mauer des Kirchhofs auf der Südseite nicht 2 1/2 sondern 3 Fuß zurückgezogen werde

Städt. Brunnen Süd- und Nordseite des Kirchhofes: bei Reparatur wird keine Garantie oder Entschädigung bei Beschädigung der Kirchhofsmauer geleistet.

2. Abtragung von 1/2 Fuß Erde vom Schleiten und Auffüllung des Grabens

 

01.07.1869

1. Verpachtung der städt. Fischerei 1869-1881 für jährlich 8 Taler (bisher 14 Taler!)

2. Baugesuch Tgl Johann Vohs in der Feldmark genehmigt

4. Kosten des Ausbaus des Rathauses für die zu errichtende 4. Elementarschule werden entsprechend der Staatssteuer anteilmäßig auf Stadt und Kirchspiel verteilt

5. neu einzustellender Lehrer soll 200 Taler Gehalt bekommen und 25 Taler Mietentschädigung

Im Interesse des Schulwesens soll der neue Lehrer die große Knabenschule, Lehrer Drees mit Rücksicht auf seine Schwäche und Kränklichkeit die kleine Knabenschule erhalten.

 

16.08.1869

1. Begradigung der Grenze zwischen städt. Garrath und Grundstück Dummenholt des Colon Jungmann

 

26.08.1869

1. Jahresrechnung Stadt 1868: E 3242 Taler, A 2811 Taler (!)

3. Unterverteilung der Einquartierung , Schlüssel aufgestellt

4. Beschwerde STV Lütkehaus wegen des seitens des Brennereibesitzers Brüning unbefugter Weise benutzten Weges vom Garrath zum sog. Dummenholt. nachträglich genehmigt, falls Brüning den Weg instand hält. Benutzung des Hauptweges über den Garrath gegen 15 Sg; Brennereibesitzer Böcker soll für die geringere Benutzung 5 Sg. zahlen

 

26.10.1869

3. Entschädigung Bischof gt Schöckinghoff; erneuter Antrag, Stadt weist ausführlich nach, daß 1852 Colon Theodor Heinrich Sch. sich zur Abtretung pro Mg 100 Taler einverstanden erklärt habe. Aufrechnung der Stadt mit von Sch. eingepflügten Weg Pottbrede mit Hütungsrecht ergibt, daß Sch, keine Ansprüche zu stellen hat.

 

15.12.1869

1. Sparkasse Ahlen erhöht Zinsfuß um 1/2%. Stadt will nach günstigeren Krediten sehen, zur Not aus der eigenen Sparkasse

2. Ausbau eines Appartments zwischen Rathaus und Spritzenhaus für die Knaben-Vorschule.

 

07.01.1870

1. Ergänzungswahl Stadtverordneten: Hermann Panning, Jos. Ridder, Theodor Flürenbrock

2. Unterbringung des geisteskranken Lehrers Hch Holtmann in der Irrenanstalt Marsberg, Stadt gibt Zuschuß

6. Verpachtung der Pflastergeldhebestelle Nordtor Schuhmacher Pagenkemper,. Südtor Bäcker Spöttel; gesamt 29 Taler

 

21.03.1870

1. Antrag Tgl. Becker Anbau eines Stalles auf städt. Grund abgelehnt

3. Baugesuch Steinhauer Bernard Schmitz genehmigt

4. Reisekostenerstattung Bürgermeister Meyer wegen Reise nach Elberfeld: Eisenbahn Hamm -WAF-Osnabrück

 

04.05.1870

Gegenwärtig: Panning, Tawiede, Everke, Flürenbrock, Brüning, Ridder, Borghorst

1. Antrag des hiesigen Schulvorstandes auf Überlassung eines Turnplatzes für die hiesigen Elementar-schüler.

Versammlung erklärte, daß für den gedachten Zweck seitens der hiesigen Stadt augenblicklich keine geeigneter Platz zu beschaffen sei, war jedoch damit einverstanden, daß ein solcher auf Kosten der hiesigen Stadt und Landgemeinde angepachtet werde

2. Verkleidung der Westseite des Rathauses mit Schiefer, Jalousien sollen ausgebessert werden

5. Beschaffung von 5 Schachtruten Piesberger Steine für die Chausseestrecke vor dem Westtore von Müller Woestmann bis Weg nach S. Tergeist

 

01.06.1870

1. Tischler Joseph Bartmann erhält  Genehmigung zur Grenzbebauung seines Hauses (Westseite nach dem Stadtgraben hin)

2. Händlerin Gertrud Bunte und Weber Johann Schmitz, Osttor; Antrag abgelehnt

5. Gemeinde Ksp hat beschlossen, den Ausbau der Chaussee nach Albersloh bzw. Münster davon abhängig zu machen, daß die Gewerbetreibenden der Stadt die Anfuhr von 230 Schachtruten Steine von Drensteinfurt (Bahn) zur Baustelle übernehmen.

Gewerbetreibende haben erst 90 1/2 Schachtruten gezeichnet. Überzeugt von der Wichtigkeit des Zustandekommens vorgedachter Chaussee beschloß die Stadt die Zeichnung erneut einzuholen

 

17.06.1870

3. Sparkassen BE und Ahlen erhöhen Zinssatz auf 4 1/2%. Darauf sollen 1000 Taler von der Wwe Suermann im Kirchspiel zu 4% geliehen werden

4. Antrag Händlerin Bunte, Grundstücküberlassung zur Erbreiterung des Wohnhauses erneut. 1/3 Rute - 50 Taler; unglaublich hoher Grundstückspreis; beinahe 11 Taler für 1 qm

 

11.11.1870

Krieg Deutschland - Frankreich findet im Protokollbuch nicht statt

1. Deutsche Invalidenstiftung (Veranlassung des Kronprinzen). Beschluß (4:1) jährlich 5 Jahre lang 10 Taler zu stiften. Mehr wegen des Schuldenstandes der Stadt wurde nicht für tunlich gehalten.

2. Antrag Holzhändler Düsterhues auf Beseitigung der Pappeln angenommen

 

07.12.1870

Beschluß Einlagen in Zukunft (über 1 Taler) mit 3 172% zu verzinsen

 

23.01.1871

1. Pflastergeld: Wirt und Bäcker Hermann Spöttel übernimmt Nord- und Südtor für 24 Taler

2.  Verlegung des Jahrmarkts 1872 wegen Feiertag der Juden: Vorschlag 21 Oktober

 

05.04.1871

3. Unterverteilung der Einquartierung im Frieden: Bei Einquartierung in Stadt und Feldmark ist nach den disponiblen Wohnungsverhältnissen, dem Bedürfnis des Inhabers entbehrlichen Räume ohne Rücksicht auf die persönlichen Steuerverhältnisse zu verfahren.

4. Prozeßsache Stadt gegen Drensteinfurt. Rechtsanwalt Grünhoff verlangt 47 Taler

5. Ausbesserung Chaussee vor dem Westtor, Schachtrute beste Kiesel in Zukunft nicht 10 sondern 16 Taler

6. Antrag Kaufmann Schäfers wegen gelieferten Pulver anläßlich stattgehabter Friedensfeier 11 Taler wird von der Kämmereikasse übernommen.

 

21.07.1871

1. Schmied Münstermann erwirbt 1 Rute von der Stadt an der Nordseite seines Gartens an der Weststr.

2. Verpachtung Grasnutzung Stadtgraben am Südtor und auf der Galle gesamt 23 Taler

3. Josef Jaspers Gastwirt auf Überlassung städt. Grund für Kegelbahn; zurückgestellt

4. Antrag Apotheker König, Fuhrmann Jäger auf Entschädigung der Feldfrüchte wegen umgestürzter Pappeln vor dem Westtor abgelehnt

 

01.09.1871

1. Rechnung 1870, 466 Taler Kassenbestand

2. Antrag Händler Jaspert (Kegelbahn) abgelehnt wegen befürchteter Wertminderung der Nachbargrundstücke (Lärm)

4. Händlerin Bunte erwirbt städt. Grundstück an der westl. Seite ihres Hauses bis zur Remisenstraße  für insgesamt 50 Taler

 

21.10.1871

1. Antrag Jaspert (so) und gleichlautender Antrag Tgl Christoph Suntrop doch endlich genehmigt

2. Tgl Heinrich Beumer erhält 15 Sg wegen Schaden durch Umsturz einer städt. Pappel

5. Beschluß die Pappeln vor dem Westtor, soweit solche mit dem Weg zur Neuhausschen Mühle abscheniden,  zu verkaufen

6. StV Brüning auf 5 Jahre zum Schiedsmann gewählt

 

21.11.1871

1. Organisation des Armenwesens (besonderes Verhandlungsprotokoll)

2. Polizeidiener Degenhardt gibt Dienst für Landgemeinde auf, bleibt aber für die Stadt weiterhin im Amt

4. Antrag Tischler Johann Degener auf Gewährung einer größeren Beihilfe abgelehnt

5. Kombinierter Antrag Lehrer Rademacher und Lehrerin Kemper auf Gewährung freien Brennmaterials, als zu früh und nicht hinreichend motiviert abgelehnt

6. Trockenlegung der Stadtgräben aus sanitätspolizeilchen Gründen von Medizinalrat Strahler gefordert.

9. Polizeidiener Kottenstein wird als Stellvertreter für Degenhard berufen. Nach dem Tode Degenhrards wird Kottenstein für gesamt 150 Thlr für die Stadtgemeinde und Landgemeinde als Polizeidiener eingestellt.

10. Verpachtung städtischer Grundstücke auf 12 Jahre, u. a. Garrath und Teigelkamp.

 

21.02.1872

Ergänzungswahl  von zwei STV

StV: Borghorst, Brüning, Flürenbrock, Panning, Schöckinghoff, Tawiede, Dr. Frey

1. Verpachtung Hebestellen Nord- Südtor für gesamt 13 Taler

2. Müller Woestmann beantragt Wegräumung der vor seinem Haus stehenden Pappeln, abgelehnt

3. Trockenlegung der Stadtgräben aus sanitätspolizeilichen Gründen notwendig (Gutachten Sanitätsrat Strahler). Zustimmung, aber Umbau des Durchlasses am Südtor

6. Stellvertetung für erkrankten Lehrer Drees. Stadt weist auf schwierige finanzielle Lage hin .. .man doch im vorliegenden Falle gegen den Lehrer Drees von dessen bedrängten Lage man allgemein Überzeugung gewonnen, Billigkeit Rücksichten nach Möglichkeit eintreten lassen müßte. Gesamt 170 Taler Vertretungskosten zugestanden

Bürgermeister Meyer wird für 5 Jahre als Kreistagsabgeordneter gewählt

 

27.03.1872

Der Versammlung wurde vom Vorsitzenden mitgeteilt, wie nunmehr seitens des kgl Handelsministeriums der Direktion der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft die Ausführung der generellen Vorarbeiten für die Herstellung einer direkten Bahn von Hamm nach Osnabrück gestellt worden.

Nach stattgehabter Beratung erklärte Versammlung, daß es für die hiesige Stadt von unberechenbaren Vorteil sei, wenn auch sie von der projektierten Eisenbahnlinie berührt und in ihrer Nähe ein Bahnhof angelegt werde, und wurde daher demnächst beschlossen, eventuell das zur Anlegung des Bahnhofes hierselbst erforderliche Areal unentgeltlich zu beschaffen, sowie alle Kommunal-Grundstücke, soweit solche vom Bahnkörper durchschnitten werden sollten, ohne Entschädigung abzutreten.

Zugleich wurde Vorsitzender ersucht, der Direktion der Bergisch-Märkischen Eisenbahn von diesem Beschlusse baldigst Kenntnis zu geben und auf die Bedeutung der hiesigen Stadt hinsichtlich ihrer Lage, sowie der Ein- und Ausfuhr derselben näher hinzuweisen.

2. Polizeidiener Kottenstein als Stellvertreter für Degenhardt

 

06.06.1872

1. Polizeidiener Degenhardt+. Überlegung, für Stadt und Ksp nur einen Polizeidiener einzustellen (besonders finanzielle Erwägungen).  Bei ausreichender Besoldung könne sich der Polizeidiener. seine Kräfte ausschließlich dem Polizeidienste widmen und selbige nicht auf ein etwas erlerntes Handwerk alsdann zu verwenden. Ferner: Der Polizeidienst für beide Gemeinden (2750 Einwohner) ist keineswegs zu anstrengend.

Polizeidiener Kottenstein (bisher nur Ksp) soll auch von der Stadt übernommen werden, soll von der Stadt 75 Taler erhalten.

2. Zur Ausbesserung bzw. neuen Deckung der städt. Chausseestrecken vor dem West- und Osttor 30 Schachtruten Piesberger Steine: 400 Taler aus der Sparkasse als Zuschuß.

 

04.07.1872

1.LR ist der Meinung, die Stadt müsse einen eigenen Polizeidiener einstellen. Stadt weist auf große Schuldenlast hin und erklärt sich nur in der Lage, 50 Taler Gehalt und 15 Taler Kleidergeld zu zahlen

 

21.08.1872

Rechnung 1871: Kassenbestand 420 Taler

2. Ergebnis der Verpachtung städt Grundstücke; Garrath und Teigelkamp auf 12 Jahre

 

04.09.1872

Da Ausschreibungen keine Bewerbungen durch eine versorgungsberechtige Militärperson ergeben haben, wiederum Kottenstein.

2. Wahl eine Kreistagsabgeordneten, landrätliche Verfügung (1872-1877), gewählt Bürgermeister Meyer, Stellvertreter STV Brüning

3. Mit Rücksicht auf die durch die diesjährige gute Ernte bedingte Leistungsfähigkeit der hiesigen Eingesessenen beschloß Versammlung das aus dem Jahre 1871-73 sich ergebende Kommunaldefizit in Höhe von 1127 Taler um 400 Taler zu erhöhen (Ausbesserung Chaussee)

4. Antrag Schornsteinfeger Quante, Abhaltung Feuer-Visitation, Vergütung, abgelehnt

 

11.10.1872

1. Polizeidiener Kottenstein; Einigung mit Ksp wegen Gehalt; Hinweis K. erhält durch Ausrufen und Publizieren jährlich wenigstens 30 - 40 Taler. Stadt lehnt endlich gemeinsamen Polizeidiener ab.

Statt dessen Einstellung Invalide Wiemann, jährlich 60 Taler, 15 Taler Kleidergeld

 

08.04.1873

5. Antrag Müller Stricker, Erhöhung Prozentsatz Verwaltung der Barriere abgelehnt, da durch den Bau der Hamm-Osnabrücker Bahn eine wesentliche Verbesserung im Verkehr dieser Straße und mithin der Hebestelle in Aussicht stünde.

6. Überschichtung Chausseestrecke vor dem Osttor auf das nächste Jahr verschoben

 

20.05.1873

2. Ablehnung Gesuch Lehrer Böller auf Erstattung Umzugskosten von Hattingen, da die Schulgemeinde dazu gesetzlich nicht verpflichtet ist.

3. Antrag Hermann Lütkehaus wegen geschädigter Grasnutzung auf der Schluse durch Trockenlegung Südengräfte; Verzicht auf Pachtung angeboten

4. Hebamme Brandhove+; Neubesetzung

 

16.08.1873

3. Regierung hat Wahl Bürgermeister Meyer in Coesfeld bestätigt. Stelle in Sendenhorst soll auf 400 Taler und 100 Taler Bürokosten-Entschädigung festgesetzt werden

 

31.08.1873

2. Ausschreibung der Bürgermeisterstelle in öff. Blättern soll nicht stattfinden

 

03.09.1873

1. Einstimmige Wahl des Bürogehilfen des Amtmann Brüning zu Enniger als Bürgermeister auf 12 Jahre

2. Festsetzung der Steuer zur Deckung des Gemeindedefizits. Diejenigen Personen deren Einkommen weniger als 140 Taler beträgt und welche keine Unterstützung aus Armenmitteln erhalten, mit einem fingierten Klassensteuersatz von 1/2 Taler zu den Kommunallasten herangezogen werden.

 

14.11.1873

1. Betr. Verbesserung der Besoldung des Lehrpersonals; Beschluß und besondere Verhandlung

2. Nachtwächter Künne erhält 10 Taler zur Beschaffung eines neuen Dienstmantels

 

16.12. 1873

1. Wahl eines Kreistagsmitglieds (mit verdeckten Stimmzetteln) statt Meyer: Brüning 3, Albring 2 Stimmen

 

19.12.1873

1. Ankauf der Realitäten der Wwe Beumer zu Schulzwecken. Versammlung sprach die Hoffnung aus, daß der Neubau eines Schulgebäudes wegen der mißlichen finanziellen Lage der Stadt in den ersten Jahren nocht nicht in Angriff genommen werden müßte. Kosten des Ankaufs von Grundstück und Gebäude der Wwe Beumer sollen im Verhältnis der direkten Staatssteuer von Stadt und Ksp erbracht werden

2. Polizeidiener Wiemann nach Coesfeld, vorübergehend Kottenstein.

 

13.01.1874

2. Hebestelle Nord- und Südtor erbringt 12 Taler

3. Verpachtung der Barriere Stricker zunächst ausgesetzt, da die geringe Konkurrenz keinen Mehrbetrag erbringt. Stricker soll sich mit 15% Hebegebühren zufrieden geben.

 

18.04.1874

Instruktion der Regierung 30. III. uind LR 9. IV betr. Beurkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung.

Stv. beschließen keinen besonderen Standesbeamten einzustellen, sondern den Bürgermeister damit zu befassen. Ein Bezirk

2. Müller Neuhaus erhält Erlaubnis, Fußschemm über den Stadtgraben zu legen.

3. Antrag Horsmann, Ankauf eines Teils des Stadtgrabens hinter seinem Hause abgelehnt

 

10.05.1874

Betr. Beschluß Landgemeinde, Verfügung LR, Bau der Chaussee von hier über Albersloh nach MS:

Die fragliche Strecke habe nach der ihnen allen sehr genau bekannten Wirklichkeit und nach der nach der Natur aufgenommenen Zeichnung eine so gelinde verlaufende unbedeutende Biegung, daß sei keine irgend in Betracht zu ziehende Verlängerung des Weges involviere, auch falle sie durchaus nicht unangenehm ins Auge. Das Schlagen einer kurzen Lücke in die schon stark herangewachsenen sehr schöne Allee würde aber, wie das Ksp ganz richtig bemerkt, einen sehr unangenehmen Anblick gewähren ... keine Verlegung durch ein nasses Wiesenstück ... Der jetzige Damm ist nur durch hohen Auftrag von Kiessand zum stehen gebracht der in den ersten Jahren  ein öfters Nachfüllen nötig gehabt habe,

Stadt kann nicht mehr leisten, zahlt zus. mit Kirchensteuer bereits 160% der Staatssteuer als Kommunalsteuer.

Große Schuldenlast abzutragen; hauptsächlich entstanden durch Bau der Chaussee im Drensteinfurter Gebiete; Drensteinfurt weigerte sich zu bauen. Stadt führte auf eigene Kosten durch.

Ausbau des Weges über den Garrath hat die Schuldenlast um 1000 Tor erhöht. "Wir müssen die Landgemeinde dringend bitten, von einer Verlegung des Weges abzusehen

 

29.07.1874

5. Antrag Lehrer Rademacher, Zuschuß Brandgeld und Lehrerin Kemper Gehaltserhöhung beide abgelehnt

7. Ksp und Amt Vorhelm lassen Passanten von Sendenhorst nach Hoetmar und umgekehrt von Wegegebühren frei. Stadt schließ sich an

 

28.08.1874

2. Schreiben Kgl Landratsamt Verzichtleistung der  Gemeinden auf die fernere Erhebung des Chausseegeldes. Sendenhorst erklärt auf die Gelder nicht verzichten zu können

5. Lehrerin Kemper erhält ab 1875 5 Taler  Erhöhung

 

11.04.1875

3. Zum Ankauf der Beumerschen Scheune werden 699 Taler = 2099 Mark bei der Sparkasse geliehen

4. Auf Antrag erhalten die Lehrer jährlich 120 Mark Zuschuß zu den privaten Brennkosten

 

26.08.1875

Kommunaldefizit auf 7394 Mark festgesetzt

 

30.12.1875

Dr. Frey und Bürgermeister Albring als Waisenrat gewählt

2. Anfertigung der städt. Pumpe nach Plänen des Friedrich Sternemann

 

23.02.1876

1. Ergänzungswahl Stadtverordnetekollegium: Sorges, Arnskötter

2. Lehrer erhalten für die Teilnahme an Konferenzen pro Tag 4.50 Mark

3. Mitglieder der Militär-Reklamations-Kommission bestimmt

 

06.03.1876

Theodor Bonse erhält auf Antrag 4 Ruten städtischen Grund neben seiner Scheune verkauft, Preis 75 Mark pro Rute, qm 5.40 Mark

(sehr  hoch für 1876!)

2.Holzschuhmacher Farnz Menke: Antrag auf Errichtung Holzschuppen auf städt. Grund; Erlaubnis auf Widerruf

 

20.03.1876

1. Pappeln auf dem Weg nach Hoetmar, soweit solche mit dem Weg nach Horstmann abschneiden, verkaufen und die Strecke mit Ulmen bepflanzen

2. Verpachtung Wohnung im Armenhause an Schuster Hamels (vorläufig für jährlich 60 Mark jährlich)

 

15.09.1876

3. Wahl des Brennereibesitzers Brüning auf 6 Jahre zum Beigeordneten.

4. Kämmerei-Rendant Lammerding, Antrag auf erhöhte Vergütung abgelehnt

5. Zur Ausbesserung und Bereitschüttung der städt Chausseestrecke vor dem Osttor werden 25 Schachtruten Basalt-Steine angeschafft

6. Antrag Zimmermann Schlottmann, Ankauf städt Grundfläche vertagt

 

14.11.1876

STV Arnskötter, Borghorst, Brüning, Dr. Frey, Sorges, Tawiede, Schöckinghoff, Ridder

4. Straßenbeleuchtung: Beschluß, die jährlichen Unterhaltskosten für 3 Laternen in der Nähe des Gastwirts Neuhaus, Leffmann und Tawiede auf die hiesige Kämmereikasse zu übernehmen

 

02.01.1877

1.Erhebung des Chausseegeldes auf der Strecke Albersloh-Sendenhorst; In Übereinstimmung mit den Nachbargemeinden wird die Erhebung ausgesetzt

 

23.03.1877

Ausbesserung der städt. Chaussee vor dem Westtore mit 50 Schachtruten Basaltsteinen. Da städt, Mittel nicht ausreichen, werden die Kosten der städt Sparkasse entnommen.

 

11.06.1877

30 - 40 Pappeln vor dem Westtor sollen gefällt und verkauft werden

3. Ankauf eines Grundstücks für eine Sandgrube; Suche nach einem passenden Grundstück

4. Wäsche am Südtor soll bei passender Witterung im Herbst ausgemodert werden

5. Trockenlegung der Stadtgräben von Steinberg bis Bartmann; zunächst Kostenanschlag

 

08.09.1877

Wahl des STV Brüning zum Schiedsmann bis 1889

 

12.11.1877

Kommissionmitgliederwahlen ...

 

19.11.1877

1. Feststellung de Kommunaldefizits. für das zum Schulneubau aufgenommene Kapital  müssen 2620 Mark mehr Zinsen erbracht werden

Etat in Einnahme und Ausgabe auf 12.285 Mark festgesetzt

4. Schriftl. Antrag von 5 STV auf Einführung einer collegialischen Magistrats-Verwaltung

Beratung aller StV (fehlen Dr. Frey, tot. Ridder)

Brüning begründet seine Ablehnung des Antrags: ... Leider sei es hier bereits dahin gekommen, daß über die wichtigsten Angelegenheiten der Stadt nicht mehr auf dem Rathause sondern anderswo beraten und beschlossen würde: nur um der Form zu entsprechen, käme man hierher; und die gefaßten Beschlüsse protokollieren zu lassen; dabei fänden dann auch diejenigen Mitglieder des Kollegiums, welche nicht das Glück haben, zu den Vertrauten und Eingeweihten zu gehören, Gelegenheit von den Beschlüssen Kenntnis zu nehmen. Daß bei solchen Vorgehen ein kollegialisches Zusammenwirken der Stv unmöglich sei, vielmehr Gegensätze und Parteiungen hervorgerufen würden, liegt auf der Hand.

Zur Sache selbst äußerte sich derselbe dann weiter: Nach allgemeiner Erfahrung habe eine Magistratsverwaltung sich nur für größere Städte zweckmäßig erweisen, nicht aber für kleinere, in letztem würde durch diese Form der Verwaltung der Geschäftsgang in ganz unnötiger Weise erschwert und verlangsamt, um so mehr als es in den kleineren Orten fast überall an geeigneten Kräften fehle,

Sendenhorst zähle bekanntlich unter die kleinsten Städte der Provinz und wäre auch durch seine schon in den fünfziger Jahren mit der jetzt aufs Neue beantragten Verwaltungs-Form ein Versuch gemacht, durch welchen das Vorgesagte gleichfalls vollständig bestätigt sei. Man habe sich dann auch sehr bald genötigt gesehen, zu dem jetzigen Verfahren, bei welchem der Bürgermeister den Vorsitz in der Versammlung führt, zurückzukehren. Leider sie es aber nicht mehr möglich gewesen, auch die für die Stadt höchst nachteiligen Folgen jenes Versuches zu beseitigen, da sei die Trennung der Stadt und Landgemeinde welch letztere bekanntlich in Folge des damaligen Beschlusses der Stadtverodneten auf Einführung der Magistrat-Verwaltung mit dem Amte Vorhelm vereinigt sei, Allerdings sei noch gegründete Hoffnung, daß in nicht ferner Zukunft eine Wiedervereinigung beider Gemeinden sich ermöglichen lasse, um so mehr, als auch die vorgesetzte Behörde einer solchen nicht abgeneigt sei, wie aber der oben erwähnte Beschluß der STV die Ursache der Trennung gewesen sei, so müßte die Annahme des vorliegenden Antrag als das schwerste Hindernis einer Wiedervereinigung angesehen werden.

Er müsse deshalb gegen den Antrag stimmen, auch schon deshalb weil durch denselben ein ganz unbegründetes Mißtrauen gegen den jetzigen Verwaltungsbeamten ausgedrückt werde. Klagen über dieselbe seien noch nicht laut geworden, Bei den schwerwiegenden Folgen, welche die Annahme des Antrags für die Stadt haben würde, müsse er bitten, in dem Protokoll zu bemerken, daß er gegen den Antrag gestimmt habe.

Auf eine Motivierung des Antrags wird von Übrigen verzichtet. Alle versicherten, bei ihrem Antrag bleiben zu wollen. Daher wurde der Antrag mit 5 gegen 2 Stimmen angenommen.

Nachdem das Protokoll vorgelesen und auch von einigen STV gelesen worden war, erklärten die nachbenannten StV. wie die Sache zwar richtig protokolliert, aber die Äußerung des STV Brüning gegen den Antrag in kein Protokollbuch gehöre. einfach sei zu protokollieren, daß mit 5 gegen 2 Stimmen beschlossen sei, auf die Einführung einer coll. Magistratsverwaltung

Unterschrift von 5 STV

 

16.02.1878

Verfügung LR und Regierung betr. Einführung der koll. Gemeindeverfassung wird zur Kenntnisnahme mitgeteilt (abgelehnt?)

 

27.05.1878

2. Antrag Bürgermeister Albring auf Überlassung des Rathauses als Dienstwohnung. Absprache mit der Landgemeinde, die zu 2/3 Miteigentümer des Rathauses. Landgemeinde stimmt auf unentgeltliche Überlassung, falls die Rektoratschule auch weiterhin im Rathaus bleiben kann. Stadt stimmt ebenfalls zu.

 

10.09.1878

STV Brüning, Tergeist, Arnskötter, Sorges, Happe, Vihsing, Tawiede, Ridder

2. Chaussierung bzw. Pflasterung des Westgrabens von Bonse bis Fuhrmann Beumer; weitere Kosten sollen ermittelt werden.

5. Anschaffung von zwei Wasserbottichen, da die alten so defekt sind, daß sie bei einem entstehenden Brande zusammenstürzen.

 

07.10.1878

Verpachtung  Grasnutzung Mühlenweg von der Mühle bis zur Mehrstraße an Müller Wöstmann nur, wenn Wöstmann die angepachtete planierte Sandgrube der Stadt überläßt

2. Verding Planierung der Sandgrube vor dem Westore

3. Mahl erhält Genehmigung auf Widerruf auf angepachteten städt. Grund einen Schuppen zu errichten

 

20.10.1878

Beschluß des Schulvorstandes Anstellung einer neuen Lehrerin, unter Bedingung zugestimmt, daß Entschädigung für häuslichen Brennbedarf 60 Mk, Jahresgehalt 600 Mk festgesetzt wird.

Gehalt erscheint völlig ausreichend, unter Berücksichtigung, daß Bürgermeister nur 1200 Mk, erster Lehrer 900 Mk erhält.

2. Knabenschule der Stadt soll versuchsweise verkauft werden

4. Antrag des Lehrpersonals Anbringung einer Laterne auf der Schulstraße abgelehnt, weil kein Bedürfnis.

 

30.11.1878

1. Verkauf von Pappeln an der Chaussee nach Drensteinfurt

2. Kämmereirechnung 1877/78 E 23.922 Mk, A 21.373 Mk, Kassenbestand 2.548 Mk

4. ab 1879 fünfte Lehrkraft; Mehrausgaben, Umlage entspr. der Staatssteuern

5. Die Chaussee am Osttor ist in einem sehr defekten Zustand, Muß ausgebessert werden. Öff. Verding

6. Antrag Tergeist, Stadt solle seine Gräben, die in der Nähe der Stadtgräfte anfangen und dem  Hellenbache zu bis an Borghorst Gärten sich erstrecken, reinigen.

Nach reiflicher Überlegung, da die Gräben alles Wasser und allen Schlamm, die aus der Stadt kommen aufnehmen, wurde zugestimmt, daß die Stadt die Reinigung übernehme, wenn die Gräben Stadteigentum werden, sie verbreitert werden und der ausgeworfenen Schlamm der Stadt zukommt.

7. Antrag König und Alsberg, Fällung der Pappeln von ihren Gärten bis zur Greinkuhle zunächst abgelehnt

 

08.02.1879

1. Zustimmung zum Verkauf zweier Armengrundstücke an Gärtner Fuest und Bäcker Anton Koch

2. Beschluß, die Chaussee am Westtor mit Ahornbäumen zu bepflanzen

 

29.11.1879

5. Anfuhr von 7 Schachtruten weil die Chaussee vor dem Ost- und Westtor in einem sehr defekten Zustand (Basalt)

6. Für die Besserung am Süd- und Nordtor sollen 9 - 10 1/2 Schachtruten Kalksteine aus dem Grundstücke Belterwort gebrochen werden. Anfuhr dem Wenigstbietenden

8. Eingabe Müller Wöstmann: Überlassung eines Teils der alten Mühlengrube (Kuhle?) zum Aufpacken von Holz zum Bau einer neuen Mühle. Angebot der Pachtung der gesamten Fläche

 

14.01.1880

1. für den ausscheidenden Tergeist wird Everke in das STV Kollegium gewählt (1880-1885)

 

22.5.1880

6. Südenbleiche soll so rasch als möglich ausgemodert werden

 

14.08.1880

STV Brüning+ Wahl eines Ersatzmitgliedes am 19. Juli: Theodor Schmetkamp

Ausbesserung Chaussee Ost- und Westtor mit 6 Schachtruten Basalt

 

15.10.1880

2. Verpflichtung und Einführung des Beigeordneten Theodor Bonse

 

03.02.1881

1. Verpachtung der kleinen und großen Sandgrube

2. Ankauf oder Anpachtung einer Sandgrube; alles Weitere soll veranlaßt werden.

3. a) An der Chaussee nach Drensteinfurt soll wieder Ahorn

b) nach Beckum Obstbäume,

c) Weg nach Hoetmar Ulmen gepflanzt werden

Lieferant Heinrich Laurentius, Krefeld

5. Beitrag zu dem für Seine Kgl Hoheit, dem Prinzen Wilhelm seitens der Provinz Westfalen gestifteten Ehrengeschenk. abgelehnt weil der Kreis sein Möglichstes schon geleistet hat

6. Im Kirchspiel aufgegriffene Arrestanten werden im Arrestlokal untergebracht. Gefälligkeit; Amtmann Brüning soll bestätigen, daß kein Rechtsanspruch besteht.

 

19.02.1881

Verpachtung: Kleine Sandgrube an Kappenmacher Gravenkötter für 20,50 Mk

Das Gras der großen Sandgrube soll jährlich verkauft werden, und zwar unter der Bedingung, daß die hergebrachten Schützen. und Kriegerschießen abgehalten werden können.

 

31.08.1881

1. Anstreicher- und Tapetirarbeiten der noch im Rohbau befindlichen Dienstwohnungen der Lehrer: Anstreicher Schrey, 306 Mark

5. 10 Schachtruten Basalt für Chaussee vor dem Ost- und Westtor

 

11.04.1882

1. Wurde vom Vorsitzenden darauf aufmerksam gemacht, wie bei den jetzt häufiger vorkommenden Streitigkeiten und Unruhen es für die öffentliche Sicherheit von großen Nutzen wäre, wenn hierselbst ein Gendarm stationiert würde und bat derselbe daher die Versammlung, sich hierin seiner Meinung anzuschließen: Sämtliche Anwesende bejahten die Frage der Notwendigkeit eines Gensdarm und ersuchten den Vorsitzenden sich beim Kgl. Landratsamt zu Beckum resp, bei der Kgl Regierung um Anstellung eines Gensdarmen zu  bemühen, Zugleich wurden solchem von der Stadt Sendenhorst 120 Mark Mietentschädigung gewährt

2. wurde der Kontrakt, welchen der Bürgermeister mit dem Kolon Brüser im Kirchspiel geschlossen hatte (die Schachtrute Steine zu 30 Mark) einstimmig genehmigt.

3. Beschluß, die hinter den Häusern liegenden städt Grundstücke nach Taxe zu verkaufen

4. Antrag Bildhauer Dämmers, Verpachtung des unmittelbar vor seinem Haus gelegenen städt. Grundstück für 6 Mark jährlich genehmigt. Der Fußweg muß bleiben

 

07.09.1882

Rekurs des Krämers Bernard Drüner, Erteilung der Konzession zum Betrieb eine Gast- und Schenkwirtschaft. abgelehnt, da kein Bedürfnis.

4. Armenrechnung Dr. Petermann ist nicht der Stadt sondern der Armenkommission vorzulegen

8. Alle zu verkaufenden städt. Grundstücke sind vorher von Stv-Kollegium zu besichtigen.

 

 

Protokolle der Stadtverordnetensitzungen 1890 - 1900

 

06.07.1895

Im laufenden Jahre sollen nur die notwendigsten Reparaturarbeiten auf der Nordstraße, bei der Wielerschen Brauerei, der Wassergraben zwischen Schlottmann und Wwe Bartmann, der Durchlaß von Drostenhof  sowie der Südstraße ausgeführt werden. Auf de sogenannte Placken soll an der anderen Seite ebenfalls eine Gasse angelegt werden

 

27.07.1895

Ortskrankenkasse: Versicherungspflichtige Personen  Gemeinde Ksp Sendenhorst sollen in der AOK der Stadt aufgenommen werden

 

23.08.1895

Kriegerverein: Beihülfe behufs Bestreitung der Kosten für die am Sedantage in Aussicht genommene Bewirtung der dem Kriegerverein angehörenden Veteranen des   ruhmreichen Feldzuges 1870/71 : freies Mittagessen nebst Falsche Wein; Kosten sollen 3 Mk nicht übersteigen (gesamt 200 MK)

 

18.10.1895

Anschaffung von Familienstammbüchern; die betr. Personen sollen die Kosten erstatten

 

30.11.1895

Unterstellung der Stadt S unter die Landgemeindeordnung und Antragstellung  auf Vereinigung der Gemeinde Ksp und Stadt Sendenhorst zu einem Amtsverband

Das Kollegium glaubt, die Abgabe des städt Wahlrechts nicht annehmen zu können und wurde unter anderm Bedenken besonders hervorgehoben, daß der Amtssitz später vielleicht aus dem Stadtbezirk verlegt werde

Eine Vereinigung erachten wird für sehr vorteilhaft und wünschenswert und bitten Kgl Reg deshalb dahin wirken zu wollen, daß die Gemeinde Ksp Sendenhorst der Stadtgemeinde angeschlossen wird, bzw. einem Amtsbezirk Sendenhorst unterstellt wird

 

24.01.1896

dem Pfarr-Caecilienverein kann die zu entrichtende Lustbarkeitssteuer ad 6 Mk bei der Aufführung am Weihnachts - und Neujahrstag geschenkt werden

Schreiben des Bischofs betr. Errichtung Rektoratschule

Eisnutzung auf der Greinkuhle und Lehmkuhle wird Brauereibesitzer Wieler für 10 Mk pro Jahr verpachtet.  Bei Tauwetter darf W mit seinem Fuhrwerk auf der sog. Lehmkuhle nur bis zur 1. Wäsche an die Bleiche heranfahren

 

10.04.1896

der sog. Schleiden und der Placken sollen im kommenden Jahr neu gepflastert werden

 

17.02.1897

Feier des 100j. Geburtstages S Majestät weiland Wilhelm I. am 22. März

Zur Begehung des Geburtstages sollen die Bewohner der Stadt ersucht werden, an dem betr. Tage möglichst zu flaggen, von einer weiteren Festsetzung der Feier glaubt Versammlung Abstand nehmen zu müssen

 

14.07.1897

Beschluß, keine Einholung des Armeekorps durch die Stadt mehr

Seelige erhält Entschädigung für das Anzünden der  Laternen

 

20.11.1897

Wir halten die wirtschaftliche Zusammenlegung der Grundstücke in der Feldmark für nicht angebracht, da die hiesige Feldmark nach Abzug der Gärten nur eine unbedeutende Größe hat.

Falls WLE den Bau der vollspurigen Nebeneisenbahn von  Ennigerloh nach Münster übernimmt will sich die Stadt mit einem Betrage von 100.000 MK zur Hälfte Prioritäts Stamm Aktien beteiligen

 

19.02.1898

Verf. Regierung betr. Errichtung einer öff. Rektoratschule welche von der Regierung abgelehnt wurde, da ein Bedürfnis nicht anerkannt ist, wurde der Versammlung mitgeteilt

Vers. wünscht, daß nochmals ein Gesucht an den Bischof eingereicht werde um Anstellung eine geistlichen Rektors am hiesigen St Josefsstift, der eine Rektoratschule leiten kann

 

26.03.1898

Antrag Bartmann:  Legung einer Brücke über den Graben am sog. Judenwall gegen Anerkennungsgebühr genehmigt

 

01.06.1898

Anlegung eines Trottoirs seitens der Adjacenten der hiesigen Oststraße  beschlossen

 

11.03.1899

Antrag gemeinde Ksp auf Trennung der bestehenden Schulsocietät

Hinweis auf  Entscheidung der Regierung von 1865 und gemeinsamer Vertrag von 1876:

In einer gemeinsamen Sitzung soll  eine definitive Lösung der stets wiederkehrenden unangenehmen Fragen gefunden werden

 

21.11.1899

Kommission, die die Entfernung des Stadtgrabens prüfen soll

Brauerereibesitzer Wieler statt +Kaufmann Everke in den Stadtrat

 

03.02.1900

Stadt soll die ersten 25.000 Mk für die gezeichneten Aktien zahlen: Stadt will das Geld vom St Josef-Stift leihen (die gesamten 100.000 Mk) kann es aber noch nicht in bar erhalten, da die Sparkasse eine dreimonatige Kündigungsfrist hat; Deshalb Zwischenkredit bei der Landesbank

 

07.03.1900

Beschluß, das Kommunaldefizit in Höhe von 12.5000 Mk durch Steuern aufzubringen:

20% der Grundgebäude und Gewerbesteuer

140% der Einkommensteuer

150 % der Betriebssteuer

 

09.05.1900

Grundstückreservierung für die demnächst anzulegende Straße zum Bahnhof

 

14.07 1900

Hetkamp schlägt Bebauungsplan wenigstens für denjenigen Teil des Stadtgebietes vor, in welchem die Bautätigkeit voraussichtlich eintreten wird

Baupolizeiordnung wünschenswert; beides vom Rat abgelehnt

Vergrößerung der Südenbleiche. Baumschule soll beseitigt werden

Kanalisation: Entfernung der Stadtgräfte; Pläne werden dem Techniker Breme zu MS übertragen Versammlung wünscht Anfrage beim Amt Drensteinfurt, wer dort die Kanalisation ausgeführt hat

 

 

14.05.1903

Anfuhr der Chausseesteine: Für den Chausseebau nach Hoetmar werden verwandt zur Packlage Anröchter Steine, welche an der WLE zum Preise von 29.50 Mark pro Doppelwaggon zur Ladestelle geliefert werden, zur Decklage zerkleiner Schlache, geliefert vom Unternehmer Huerkamp aus Hoetmar zu 50 Mark frei Baustelle. Anfhur des Sandes word Brauereibesitzer Th Wieler übetragen zum Preis vom 1 Mark pro cbm

ausbau der Strecke vom Nordtor: Plan und Kostenanschlag vorgelegt: Ortstermin vorgesehen

 

18.07.1903

Neubau der Straße vom Nordtor zum Bahnhof, beidseitig Trotoir von 2 m, anschließend entsprechende Mulde wegen Regenwasser

Packlage Anröchter, Decklage Piesberger Kleinschlag

 

24.09.1903

Festfeier am 30. Sept bei Einweihung der Eisenbahn, Es können bis zu 70 Mark verwandtr werden, wenn Musik bestellt wird, ohne Musik 25 Mark

 

27.02.1904

Es is ein dringendes Bedürfnis, daß die Niederlassung eines approbierten Tierarztes hier in der Stadt Sendenhorst erstrebt wird, Ohne daß dem betr Tierarzt jedoch seitens der interessierten Gemeinden eine Zulage zugesichert word, wird ein approb Tierarzt sich hier nicht niederlassen. Beschluß, Stadt und Kirchspiel stellen bei halbjähriger Kündigung 600 Mark Zulage in Aussicht

 

19.07.1904

Pflasterung verschiedener Straßenteile

1. Auspflasterung mit Kieselsteinen vor den Toren bis zu 100 m,

2. vor dem Osttor, ferner Weg auf Mauritz, Südtor,

Landesversicherungsanstalt wegen Arbeiterhäuser: Bei Stellung von Anträgen auf Darlehen seitens Versicherter wird die STadt selbstschuldnerische Bürgschaft für Kapital., Zinsen und tilgung gegen Schuldverschreibung und Prüfung übernehmen. Dr. Geiping will statt LVA die Sparkasse einschalten

 

02.08.1904

Erster Fall: Gärtner Dierkes erhält für den Neubau seines Hasues von der LVA 4000 Mark. Stadt übernimmt Bürgschaft

 

15.08.1904

Nach mehreren Wahlgängen wird Kaufmann Heinrich Silling für weitere 6 Jahre als Beigeordneter wiedergewählt

 

19.10.1904

Stadt übernimmt Bürgschaft für Maurer Theodor Menke, Darlehn von 2400 Mark von der LVA (Arbeiterwohnheim)

 

06.12.1904

Mangelnder Patriotismus: Bewilligung eines Beitrages zu den Kosten zu einem Geschenk der Provinz für Sr. Kgl Hoheit dem Kronprinzen aus Anlaß dessen bevorstehenden Vermählung. In Anbetracht, daß der Kreis Beckum bereits einen Betrag gewährt hat, wird von einer besonderen Beteiligung an dem Geschenke abgesehen.

 

10.05.1905

Chaussierung der Wegestrecken nach Alverskirchen, Wolbeck und Heringloh. Die Stadt wird den ChausseemäßigenAusbau ausf+hren sobald die Landgemeinde ihren Wegeanteil chaussiert hat. Der Bau sol bald möglichst erfolgen

 

29.05.1905

Abhaltung Kreiskriegerfest am 3.Juni: Die STadt wird zur Ausschmückung der STraßen und Errichtung von Bogen 100 Mark bewilligen. Insbesondere ist aber auch auf die zweckmäßige Ausschmückung des Bahnhofes Bedacht zu nehmen.

 

29.07.1905

Fabrikant Panning leifert die Zementrohre für die Kanalisation

Redaktuer der Ahlener Zeitung wird in Anbetracht falscher Berichterstattung die Mißbilligung ausgesprochen

 

18.12.1905

Beitritt der Stadt zum Flottenverein wird abgelehnt

Antrag der Handelskammer Dortmund wegen Aufhebung der Polizeiverordnung betr das Blenden der Schaufenster an Sonn- und Feiertragen während des Gottesdienstes.

Dem Antrage wird zuggestimmt

Ausbau Landweg nach Heringloh, Alvcerskirchen und Wolbeck als Chaussee: Pläne und Kostenahschläge durch Brandhove, Der erste Teil des Weges nach Heringloh und zwar von der Stadt bis zur Josephskapelle in einer Breite von 6 M wird festgelegt.

 

07.07.1906

Antrag Kössendrup, Bauunternehmer, auf Erteilung der Bauerlaubnis (Wohngebäude III 207/19). K- muß eine Parzelle von 4 m Breite vor seinem hasu kostenlos an die Stadt abtreten. Die STadt verpflichtet sich den Straßenbau zu übernehmen.

 

20.07.1906

Anschluß des Bürgermeisteramtes an das öffentliche Fernsprchenetz ist unerwünscht

 

30.11.1906

Chausseebau zur Bauerschaft Bracht: dieLandgemeinde wird aufgefordert, eine Erklärung abzugeben, die Wegstrecke zwischen Helmbach und der Abzweigung zum Garrat chausseemäßig auszubauen. Darauf weiterer  Beschluß

 

04.03.1907

Chausseebau nach Bracht und Alverskirchen:

Der Bau ist zu beschleunigen, die notwendigen Unterlagen sind zu beschaffen, die Ausführung nach Alverskirchen soll in diesem Jahre ausgeführt werden, sobald die Provinz einen Zuschuß zugesagt hat

 

16.04.1907

Ausbau der Wegestrecke gt. Brockstraße als Chaussee. Gemeinsame Überlegungen mit der Landgemeinde: Stadt baut ihren Teil vom Helmbach bis zum bneriets ausgebauten Teil aus. Die Landgemeinde trägt die Unterhaltung.Grenzen werden durch Grenzsteine festgelegt. Landgemeinde zahlt der Stadt 2000 Mark

 

28.01.1908

Neubau Lange: Festlegung der Straßenfluchtlinie der neunen Straße bei Bartmann Osttor

Antrag Lange, die Breite von 12 auf 10 m festzulegen. Es bleibt bei der vorgesehenen Breite Lange muß Grund und Boden für den Bürgersteig gegen Entschädigung abtreten. Solange der Ausbau nicht erfolgt ist bliebt Lange die Nutzung von Grund und Boden

 

07.04.1908

Die Stadt beschließt, ihren Anteil des Landweges im Jahre 1909 auszubauen (Landstraße nach Wolbeck; Beschluß Landgemeinde für 1909)

Die Vertretuing erklärt hiermit ausdrücklich dem Provinzialverbande gegenüber, neben der Übernahme des Baues der Strecke im Stadtbezirk auch die dauernde Unterhaltungspflicht der Chausseen zu übernehmen

 

11.09.1908

Anbringung einer Stauanlage bei der Bleiche Süden.  und Freilegung der Baumschule bei der Südenbleiche.Lokalbesichtigung erforderlich

 

08.06.1909

Der Landweg nach Wolbeck ist bis zum Eisenbahngeleise in einer Briete von 4 m chaussemäßig auszubauen. der Bau ist auszuschreiben (wahrscheinlich 1910 durchgeführt)

 

29.04.1913

Pflasterung des Nordgrabens: Das gewonnene Steinmaterial soll zum Ausbau des Weges nach Isfort und zur Ausbersserung des Landweges nach Ahlen Verwendung finden.,

Vergabe der Arbeiten am Torhause: Bauunternehmer Joseph Schmetkamp

 

25.07.1913

Der Rat gedenkt des am 17. Juli 1913 verstorbenen Stadtverordneten Wieler

Gesuch des Anstreichergehülfenn Linnemann auf Bewilligung eines Stipendiums zum Besuch eiern malerschule wird befürwortend an den LR weitergeleitet

 

 

Protokolle  des Rates ca 1910 ...

Beigeordneter

151, 160,. 228

Beigeordneter+

227

Bleiche

282, 331

Bürgermeisterwahl

244

Darleen LVA, Bautätigkeit

147,150, 154, 147, 192, 231, 233, 291, 33, 338, 376

Feuerwehr

259

Flottenverein

202

Friedhof

285

Gew. Fortbildung

241

Gräfte

255

Kanalisation

164, 179, 181, 184, 189, 220, 224, 242, 244, 257, 283

Kommunale Neugliederung

172f, 235, 237

Kreiskriegerverbandsfest

183

Mühlenkuhle

296

Pflasterung

315

Rathaus

176f

Straßenbeleuchtung

226, 263, 287f, 285

Straßenschilder

190

Telegrafenanlage

200

Thema

Seiten

Tierarzt

212, 254

Trinkwasser

152, 158,  163m 165f, 368, 371

Volksschulunterhaltungsgesetz

276, 284, 293

Weg durch die Bracht

171, 283

WLE-Aktien

194, 208

Ziegnzuchtverein

1193

Beschlüsse der Gemeindeversammlung von Kirchspiel Sendenhorst

 

 

 

1886

Anwesend:

Vornholz, Vorsteher.

Vrede

Homann

Niemann

Arnemann

Horstmann

Geilern

Werring

Brüning, Amtmann

Etatüberschrietung um 5000 Mk wegen des Neubaues des Weges durch die Bft Bracht. Nach Zahlung der Beihilfe der Provinz bleibt ein Defizit von 466 Mk

Kirchspielskasse zahlt für die hilfsbedürftige Franziska Bokel aus dem Ksp: Medikamente im Krankenhaus Wolbeck 30 M, Dr. Petermann, Sendenhorst, 72 Mk Liquidation, Bandagist Middendorf (Münster) 6 Mk für eine Leibbinde, Apotheker Peus für Medikamente 19 Mk, Krankenhaus Wolbeck 151 Tage à 1 Mark, 83 à 75 Pf = 213 Mark, 10 Mark für Wein.

Polizeidiener Kottenstein erhält 60 Mk für Beaufsichtigung des Wegebaus durch die Bft Bracht.

Bürogehilfe Schockmann erhält 30 Mk für Zeichnungen und Kostenanschläge für den Weg

Anschaffung von 100 Pyramidenpappeln

Benennung der Mitglieder der Communal-Einkommensteuer-Einschätzungskommission und der Wasserschaukommission.

Auf Antrag werden der Colon Bußfeld und der Pächter Westhoff, Hoetmar, von der Zahlung des Barrieregeldes bei Bartmann befreit. Auf Antrag ist man bereitt, die Einwohner von Nachbargemeinden, die viele Grundstücke im Ksp liegen haben, von den Chausseegeldern zu befreien.

Kappenmacher Gravenkötter erhält 12 Mark für Beschädigung seiner Wiese bei der Sandanfuhr aus der Isfortschen  Sandgrube für den Weg durch die Bft Bracht

Gemeindeempfänger Overhage, Ahlen, legt den Etat für 1885/86 vor: Rechnungsergebnis in Ein- und Ausgaben 20.282 Mark, Bestand  7228 Mark

Appell an die Landgemeinde Ahlen, das Wegestück bei Haus Hove instandzusetzen, damit eine durchgehende Verbindung und ein Anschluß an den neuen Weg durch die Bracht ensteht. „Man wolle nur an Feuersnoth erinnern, wo doch die Nachbargemeinden auf gegenseitige Hülfe angewiesen seien. Auch sei die Verbindung für die Nachfrage und den Absatz der Producte von der größten Bedeutung, welche in einer Zeit, wo die Landwirthschaft in einem Nothstande sich befunde, umso mehr ins Gewicht falle.“

Die Armenpflege kann aus den Zollerträgen nicht mehr bestritten werden. Das Schulgeld armer Eltern wird aus der Gemeindekasse bezahlt. „Vermögenden Eltern das Schulged zu erlassen, dazu finde man keine Veranlassung.“

Anton Gnegel erhält Entschädigung für Beschädigung seines Grundstücks.

 

1887

Entschädigung des Vorstehers: Seit Einführung der Landgemeindeordnung 1841 unverändert 54 Mark (18 Thlr). Seitdem ist der Geldwert gesunken. Die Geschäfte des Vorstehers haben bedeutend zugenommen, statt drei sind neun öffentliche Wege zu beaufsichtigen, Flüsse, Bäche und Abzugsgräben müssen jährlich revidiert und gereinigt werden. Daher Erhöhung auf 100 Mark

Auf Anfrage wird Bürgermeister Panning zugestanden: Man wolle ihm das Rathaus als Dienstwohnung wie dem verstorbenen Bürgermeister Albring überlassen.

Auf Antrag wird das Gehalt des Kottenstein auf 375 Mark festgesetzt, ferner 45 Mark Montierungsgelder.

Vorsteher Vornholz wird als Wahlmann für die Unfallversicherung und Krankenversicherung der in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben Beschäftigten benannt.

Tierarzt Tillmann, Ahlen, erklärt sich bereit, für 450 Mark Entschädigung sich an einem bestimmten Wochentag in Sendenhorst aufzuhalten. Die Gemeindeversammlung kann kein Geld bewilligen.

Barriereempfänger Bartmann beantragt die Erhöhung seiner Entschädigung von 15% auf 20%. Da Tischler Johann Hagemann bereit ist, für 15% zu arbeiten, wird die Barriere zu seinem Haus verlegt.

Überprüfung der Feuerlöschspritze des Kirchspiels durch einen Sachverständigen-

Etat 1886/87: 7087 Mark stammen aus dem Verkehr mit Wertpapieren; von den Ausgaben werden 9212 Mark bei der Sparkasse abgelegt. Bestand 10.285 Mark

Die Gemeinde findet keine Veranlassung, der westf. Witwen- und Waisenversorgungskasse beizutreten.

27.12.87 Einführung des Gemeindeverordneten Tüte.

Beschluß, Kreisabgaben erst durch die Übernahme auf den Gemeindeetat aufzubringen.

Es besteht kein Anlaß, der westf. Feuerwehr-Unfallkasse beizutreten. Wenn bei dem Löschgeschäfte Unfälle vorkommen sollten, so sei man bereit, für die Verletzten und ihre dadurch in Noth gerathenen Angehörigen in reichlichem Maße zu sorgen.

Verkauf von Pappeln in der Nähe des Wirts Kogge.

 

1888

25.04.88 „Wurde die Ansprache Seiner Majestät des Königs und Kaisers „An meine Volk“ verlesen, wobei die Versammlung sich erhob.

Die Versammlung hielt die Einführung der Krankenversicherung der in land- und forstwirtschaftlichen Betreiben Beschäftigten nicht für nothwendig und zweckmäßig und nahm daher Abstand.
Kötter Theodor Kötter hat den öffentlichen Weg vor seinem Haus verlegt und die Geminde durch ein anderes Grundstück entschädigt.

Wiederwahl des Vorstehers Vornholz.

Der Beitritt zur freiwilligen Feuerwehr Sendenhorst soll erst dann erfolgen, wenn dei Feuerwehr genügende Beweise ihrer Wirksamkeit abgeleistet hat.

15.12.88 Vorlesung der Ansprache Kaiser Wilhelm II. „An meine Volk“

Etat 39.306 Mark Einnahme, 22.344 Mark Ausgabe, somit Überschuß 16.922 Mark

24.175 Einnahmen aus Wertpapieren, die Gemeindemitglieder müssen somit noch 9.125 Mark nach dem Schlüssel der Staatssteuer aufbringen.

Gesuch des Arbeiters Heinrich Becklas auf Entschädigung für seinen Sohn, der beim Ausästen einer Pappel an der Drensteinfurt-Beckumer Chaussee verunglückte.

Rechnung Tischler Bartmann, Reparatur am Rathause

Bürogehilfe Schockmann erhält 60 Mark für die erforderlichen Arbeiten zur Einführung der Unfall- und Krankenversicherung; Versicherung der Gemeindewegearbeiter

Die Einrichtung einer gewerblichen Fortbildungsschule wird grundsätzlich begrüßt, Im Kirchspiel sind jedoch junge Leute, welche zum Beische einer solchen Schule angehalten werden könnte, gar nocht oder wenig zu finden.

Erneuter Antrag, den Weg durch Bracht in Sendenhorst und Altahlen auszubauen:“Dieser Weg hat aber eine nicht geringe Bedeutung. Derselbe verbindet einen großen, wohlhabenden, dicht bewohnten Theil der Gemeinden Altahlen und Drensteinfurt sowie die Bauerschaft Bracht mit der Stadt Sendenhorst. Eine Verbindung mit Walstedde wird erreicht. Das Kirchspiel will die Ausbaukosten im Stadtbezirk der Strecke durch die Bracht übernehmen.

Instandsetzung des Rathauses nach einem Kostenvoranschlag des Anstreichers Vennewald.

 

1889

04.08.89 Herr Rentner Spithöver in Rom hat bekanntlich für die Stadt- und Landgemeinde Sendenhorst mit einem sehr bedeutenden  Kostenaufwande ein Krankenhaus erbaut und dasselbe hinlänglich dotiert, so daß der Fortbestand desselben gesichert ist. Es ist nun die Absicht, bei der bevorstehenden Einweihung des  Hauses mit einer kirchenartigen Kapelle dem, hochverdienten Geschenkgeber eine ehrenvolle Festlichkeit zu bereiten. Das Kirchspiel nimmt die Häfte der Kosten von 300 Mark auf seine Rechnung

Verpflichtung des Gemeindeverordnenten Angelkötter gt Rothkötter.

Etat mit einem Bestand von 20.742 Mark

Wegewärter Becklas erhält 90 Mark für seinen verunglückten Sohn.

Das Amt Wolbeck teilt die Aufbeung der Chausseegeldhebestelle bei Schlautmann (Albersloh-Alst) mit.

 

1890

Der Bestand der Gemeindekasse beträgt 23.540 Mark, Verkehr mit Wertpapieren 54.262 Mark.

Stellungnahme zur Landratsverfügung betr. Badeeinrichtung: „ein Bedürfnis zur Anlage einer Badeanstalt liegt hier nicht vor. Die Arbeiter wohnen in isolierten Gebäuden in der ganzen Gemeinde verstreut. Auch sind hier keine Beschäftigungen, welche ein Baden nötig machen. Das Arbeiten in den Strontianitgruben hat ganz aufgehört.“

Witwe Köhne hat zu  ihrem Unterhalt kostenlos eine Kuh von der Gemeinde erhalten.

Anschaffung eines neuen Tores am Eingange des Begräbnisplatzes; Bezahlugn nach dem Anteil der Seelenzahl.

Keine Veranlassung zur Einrichtung einer Bullenstation.

Beschwerde über die Stadt, die keinen grunstückkundigen Landwirt als Taxator benannt hat.

Verpachtung der Grasnutzung auf dem Weg nach Ahlen an Schulze Horstrup.

 

1891

Heeßen widersetzt sich einer allgemeinen Aufhebung der Chausseegelder: „Wenn  Heeßen ein so geringes Interesse für die Hebung des allgemeinen Verkehrs bekundet, soll das kein Hindernis für die von ihr vertretene Gemeinde sein, den Kleinverkehr zu fördern, damit der Wohlstand auf dem Lande sich nicht immer mehr vermindere, sich in den großen Städten concentriere und nach denjenigen gendenden sich hinziehe, wo der Verkehr in Erkenntnis der Verhältnisse erleichtert sei.“

Unbefugtes Sandfahren von Ridder und Jürgens aus der Sandgrube.

Beitritt zur Westf. Witwen und Waisenkasse für Polizeidiener Kottenstein.

Der hilfsbedürftige Kötter Hahues erhält monatlich 10 Mark

Der durchschnittliche Tageslohn eines männlichen Arbeiters beträgt 1.65 Mark.

Der Überschuß der Sparkasse wird auf die vier Garantiegemeinden verteilt. Das Kirchspiel erhält 1000 Mark, die zum Wegebau in der Bracht verwandt werden sollen.

 

1892

Gemeindebedarf wird in Höhe von 4500 Mark durch die Steuerpflichtigen aufgebracht. Einkommen unter 900 Mark sind von den Communalsteuern befreit.

Kötter Hahues in der Bracht erhält einmalig 50 Mark.

Die Gemeinde Vorhelm leiht 9.000 Mark vom Kirchspiel Sendenhorst.

Polizeidiener Kottenstein übernimmt auch die Aufgaben eines Vollziehungsbeamten; er erhält dafür die Pfändungs- und Mahngebühren.

Die Instandsetzungsverpflichtung des Rathauses ist strittig, ein Rechtsgutanchten wird angefordert. Rechtsanwalt Jungeblodt, Münster wird beauftrag. Er soll aich ein Rechtsgutachten  über das Spritzenhaus erstellen.

Zum Rathaus: Der Ehrenamtmann (Brüning) war bekanntlich früher lange Zeit Bürgermeister der Stadt Sendenhorst. Er hat in den Akten gefunden, daß das Schindlersche Haus, welches zum Rathaus angekauft wurde, von der Mairie, Stadt und Kirchspiel, gemeinschaftlich bezahlt wurde. Später wurden von der höheren Behörde  die Koten der Unterhaltung aufd den Bürgermeisteretat gesetzt, wonach das Kirchspiel unverhältnißmäßig herangezogen wurde. Nach der Trennung des Kirchspiels von der Stadt ist das Beitragsverhältnis beibehalten worden. Die französische Gesetzgebung kannte keine Einzelgemeinde. Nach Trennung der Gemeinden benutzte das Kirchspiel nur eine Stube zu den nicht sehr häufigen Abhaltungen der Verordnetensitzungen.

„Es sei dazu in letzter Zeit das auch von der Stadt benutzte Local gebraucht, was zu Unzuträglichkeiten nicht geführt habe.“ Erhebliche Reparaturkosten stehen inAussicht, Das Kirchspiel ist aber nicht bereit, die Nachlässigkeit der Stadt zu tragen (das Dach regnet durch).

Das Kirchspiel setzt die Wegstrecke in der Bauerschaft Jönsthövel von Austermann bis Lücke mit Kiessand instand.

Festsetzung der ortsüblichen Tageslöhne: männliche, erwachsene Personen über 16 Jahre: 1,65 Mark, unter 16 Jahren 1,00 Mark; jugendliche weibliche Personen 0,80 Mark, erwachsene weibliche Personen 1,10 Mark.

Die Sparkassenüberschüsse sollen zum Neubau von zwei Brücken auf dem Weg von Sendenhorst nach Vorhelm verwandt werden; die vorhandenen hölzernen sollen durch steineren Brücken ersetzt werden.

 

1893

Auf Anfrage wird dem Landrat mitgeteilt: Die jetzigen Waisenräte sind wohlhabende Eingesessene, die für ihre Mühewaltung keinerlei Vergütung verlangen. Die Bezirke sind  so klein, daß die Waisenräte mit den Verhältnissen in den Familien sehr genau bekannt sind, ohne ihre Mündel besonders zu besuchen und darüber Bücher führen zu müssen.

Bau einer Straße von Sendenhorst nach Altahlen in der Bauerschaft Borbein; Stellungnahme der Gemeinde: Nachdem die frühere Fahrpostverbindung von Ahlen über Sendenhorst nach Münster durch den Bau der Eisenbahn aufgehört hat, und eine Chaussee zur Eisenbahn nach Münster und Drensteinfurt angelegt ist, hat die Verbindung nach Ahlen an Bedeutung verloren. Der breite Kiesdamm auf geradem Weg zwischen Ahlen und Sendenhorst genügt vollkommen, Daher besteht kein Bedarf für den Ausbau nach Borbein. Auch habe sich die Landgemeinde  Altahlen bisher sehr renitent gezeigt. Beim Durchbau der Straße durch die Bracht, die bis zum Haus Hove geführt worden sei. Die Schule in Borbein wird von Sendenhorst aus nicht besucht.

Alter Postdamm nach Ahlen: 93 Kolonate als Anliger; Querverbindung nach Tönnishäuschen.

Landwirt  Stephan  Kleine-Westhoff gt. Schotte Deligierter der Genossenschaftsversammlugn der westf. landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für die Sektion Beckum.

Überlegungen, auf das Rathaus und Spritzenhaus gegen eine Abfindung durch die Stadt zu verzichten.

Die Sparkassenüberschüsse 1892 sollen für eine massive Brücke auf dem Weg nach Ahlen statt der defekten hölzernen verwandt werden.

 

1894

Gemeindekasse leiht 1000 Mark zu 3 ¾ % zum Schulbau in Enniger.

Stellungnahme zu einer Beschwerde des Landwirts Silling betr. Weiterbau des Jönsthöveler Wegs: Die Gemeine hat sämtliche Bauerschaftswege, welche früher unpassierbar waren, in gute Kiesdämme bzw. Chausseen ungewandelt. Die Wege waren meist vorher Eigentum der Bauerschaftseingesessenen. Diese haben Grund und Boden abgetreten und nicht unerhebliche freiwillige Beiträge geleistet. Dann sind die Wege der Gemeinde abgetreten worden. Dagegen sind die Bewohner von Jönsthövel zu ähnlichen Opfer nicht zu bewegen gewesen. Die Anwohner, auch Silling, kümmern sich nicht um die Wege. Beim Grabenreinigen wird der Schlamm auf den Weg geworfen. Auf dem Weg wird der Pflug gewendet.

Lieferung von Victualien für die Wwe Köhne soll wie bisher durch den Händler Vohsding erfolgen.

Etat 112,418 Einnahmen, 76.298 Mark Ausgaben, Bestnd 36.120 Mark. Die Sparkassenüberschüsse werden für Brückenbau und Neubau von Wegen im Kirchspiel verwendet.

Gas Gesuch des Witte, Nachbar der Pastoratsscheune, zur Anlegung einen neuen Flures zwischen Pastoratsscheune und seinem Haus wird nicht genehmigt. Witte erhält 20 Mark für eine neue Dachrinne.

 

1895

Pensionierung des seit 1863 im Dienst befindlichen Rentmeisters Overhage, Ahlen. O. hat Anspruch auf 36/60 seines Diensteinkommens.

Der Sandweg Sendenhorst-Hoetmar soll vorläufig nicht ausgebaut werden; auf 10 Jahre zurückgestellt. Eine Beschlußfassung soll erst erfolgen, wenn die projektierte Eisenbahn Beckum-SendenhorstHiltrup vermessen und die Strecke endgültig fertiggestellt ist.

Für das neue Tor am Friedhof (Zeichnung Schmied Stapel) will das Kirchspiel die Hälfte übernehmen.

Einteilung der Gemeindejagd, Begrenzung: a) Ahlener Weg bis Alsbersloher Chaussee. b) Albersloher Chaussee bis zum Hoetmarschen Weg, c) Hoetmarscher Weg bis zur Vorhelmer Chaussee d) Vorhelmer Chaussee bis zum Ahlener Weg.

Protest gegen den Antrag des Sendenhorster Bürgermeisters Hetkamp, ihm nach dem Tode des Amtmanns Brüning auch die Verwaltung der Kirchspielsgemeinde zu übertragen. „Die Interessen des Kirchspiels sind, wie sich immer ergeben hat, mit denen der Stadt nicht zu vereinbaren. Deshalbe hat sich im Jahre 1848 die Stadt selbst von der Gemeinde Kirchspiel getrennt. Bei dieser Trennung hat sich die Gemeinde Kirchspiel sehr wohl befunden und daher sind die sämtlichen Eingesessenen mit unserem Protest  einverstanden und verlangen solchen von uns.“

Kein Beitritt zur Kreis- sondern zur Ortskrankenkasse Sendenhorst. Anschaffung von 50 Familienstammbüchern und Weitergabe zum Selbstkostenpreis.

Sparkassenüberschüsse werden zum Brückenbau über den Meerbach auf dem Albersloher Wege, welche neu gebaut werden muß, verwamdt.

Das Komitee zum Bau einer Eisenbahn von Beckum nach Münster erhält für Vorarbeiten 233 Mark.

 

1896

Der Steuerbedarf soll durch Zuschläge auf die Staatssteuer gedeckt werden (Grund-, Gebäude-, Gewerbe-, Betriebs-, und Einkommensteuer, jeweils 22 %). Die Einführung von Hunde- und Lustbarkeitssteuer wird einstimmig abgelehnt.

„In Betreff des zu Münster zu errichtenden Denkmals des hochseligen Kaiser Wilhelm I. wurde beschlossen, in Anbetrachtt, daß der Polizeidiener bei den wohlhabenden Eingesessenen der Gemeinde schon gesammelt hatte, einen Betrag abzulehnen.“

Die Chaussee Beckum-Drensteinfurt soll mit Ulmen bepflanzt werden.

Der Weg über Homans Heide in der Elmenhorster Bauerschaft, der sog. Münsterweg ist ein öffentlicher Weg der Gemeinde (was bestritten wird).

Übernahme verschiedener Wege in der Bauerschaft Jönsthövel auf dei Gemeinde.

Gemeinde zahlt 45 Mark für einen silbernen Kranz zum 25jährigen Bestehen des Kriegervereins.

Die Pappeln am Wege nach Drensteinfurt und Albersloh sind unterhändig zu verkaufen; Erlös 17.000 Mark.

In Anwesenheit des Landrats wird über die Zusammenlegung mit der Stadt beraten: In früheren jahren, als Stadt und Kirchspiel eine gemeinsame Verwaltung gehabt, ist zwischen beiden Gemeinden immer nur geringe Einigkeit gewesen. Aus jender Zeit stammen noch verschiedene gemeinsame Einrichtungen,  bei deren Verwaltung bis auf den heutigen Tag ständige Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Gemeinden bestehen.

Etat: Bestand 46.761 Mark, Beiträge der Gemeindemitglieder 3.544 Mark.

 

1897

Überschüsse der Sparkasse werden für den Ankauf einer Feuerspritze verwendet.

Vorsteher Vornholz, Gemeindevertreter Suermann und Kleine-Westhoff als Mitglieder des Kuratoriums der Rektoratschule benannt.

Beschluß, 300 Ulmen anzupflanzen.

Das Jubelfest sr. Majestät Wilhelm I. soll am Tönnishäuschen mit den Gemeinden  Enniger und Vorhelm gefeiert werden. Die Musik zu dem Konzert word gemeinschaftlich gestellt. Es werden 5 Mark für das Buch Kaiser Wilhelm I. der Große von A. von Liliencron ausgeworfen. Es sollen die größeren Knaben je ein Exemplar erhalten.

Bau eines neuen, sechsten Schullokals und Anstellung einer 6. Lehrkraft:

Der Platz für das Spritzenhaus am Nordgraben wird nicht für gut gefunden (Bürgermeister Hetkamp hat das Grundstück des Armenfonds am Nordtor angeboten). Es soll verhandelt werden.

Wegewärter Schmitz.

Maurer Anton Jungfermann erhält 40 Mark für Mehrarbeiten an der Brücke auf der Chaussee nach Albersloh.

Bewilligung von 50 Mark für Unwettergeschädigte in verschiedenen deutschen Landesteilen.

Antrag, das Rat- und Spritzenhaus an die Stadt abzutreten.

Hoetmar hat Antrag gestellt, den Weg nach Sendenhorst auszubauen. Befragung der Bauerschaft Rinkhöven. Bei Brüser und Schockemöller sollen Steine vorhanden sein.

Kirchspiel bietet der Stadt den Kauf des Rathauses für 2400 Mark an. Die Stadt soll eine Parzelle von 152 qm für das Spritzenhaus an das Kirchspiel abntreten.

Kötter Bernhard Steinhoff erhält auf Antrag eine einmalige Unterstützung von 150 Mark.

Falls die WLE den Bau und Betrieb der vollspurigen Nebenbahn von Beckum-Ennigerloh nach Münster übernimmt und der Provinzialverband Westfalen die Hälfte des Aktienkapitals aufbringt, will sich die Landgemeinde mit 50.000 Mark Stammaktien beteiligen.

Gemeinde Kirchspiel übernimmt den Ankauf der Grundstücke für die Eisenbahn; 25 Mark pro Ar und 30% der Durchscheidungskosten.

Beschluß, die Chaussee Sendenhorst-Hoetmar innerhalb der nächsten drei Jahre zu bauen. Steine müssen im Steinbruch Borgmann-Brüser gebrochen werden, der Kies kommt aus der gemeindeeigenen Kiesgrube. Statt Spanndienste müssen 2 Mark pro cbm Kies gezahlt werden. Dienstboten sind befreit.

Der WLE sollen 426 ar zum Preis von 13.845 Mark zur Verfügung gestellt werden (0,925 Mark pro qm)

 

1898

Die Sparkassenüberschüsse werden zum Bau der Chaussee nach Hoetmar verwandt.

Die Einführung der allgemeinen Fleischbeschau wird einstimmig abgelehnt.

Anpflanzung von Ulmen auf dem Weg nach Wolbeck.

Das Kirchspiel ist jetzt bereit, das Rathaus für 1200 Mark der Stadt abzutreten.

Durch Regierungsverfügung  wird ein Bedürfnis zur Errichtung einer Rektoratschule verneint.

Unterhaltung der Schulen (LR): Nach Ausweis der Schulakten wurden 1898 die Schulen, welche von den beiden Gemeinden gemeinsam benutzt wurden auf die politischen Gemeinden übernommen. Die Lasten werden nach der Steuerkraft verteilt, das Kirchspiel zahlt 3/4. Bisher wurde die Knabenschule von der Stadt, die Mädchenschule vom Kirchspiel unterhalten. Beim Neubau der jetzigen Schule ging die Knabenschule in den alleinigen Besitz der Stadt, die Mädchenschule in den Besitz des Kirchspiels über. 1855 wurde die Vorschule im Rathaus errichtet, 1874 die vierte Schule im Rathaus. 1879/80 wurde eine fünfte Lehrkraft, 1897 eine sechste eingestellt, Die jetzige Schulsozietät wurde 1883 eingeführt.

die Gehälter der Lehrer wurden früher von Fall zu Fall von beiden Gemeinde festgestellt. 1858 wurde zum erstenmal gefordert, die Stadt solle sich an der Besoldung nach Maßgabe der Schülerzahlen beteiligen. 1876 wurden 3 Mark Schulgeld verlanft, der Rest wurde je zur Hälfte von den beiden Gemeinden aufgebracht.

Obwohl die Grundstücke beiden Gemeinden eigentümlich, behandelt die Stadt das Schulgrundstück als ihr Eigentum. Sie hat einen Steigerturm und ein Spritzenhaus für ihre Feuerwehr dort errichtet.

Bei der Beitragsabrechnung wurde das aufgehobene Schulgeld nicht berücksichtigt. Das Kirchspiel hatte meist 100-120 Schüler, die Stadt 300.

Die Versammlung verlangt eine Neufestsetzung und die Rückzahlung von ca 300 Mark durch die Stadt. Die Einwohnerzahl der Stadt nimmt ständig zu, auf dem Land bleibt sie stabil. In der Stadt ist schon eine Fabrik gebaut worden, nach Anlage der Eisenbahn werden weitere folgen. Zur Zeit muß das  Kirchspiel für jeden Schüler 30 Mark, die Stadt nur 10 Mark aufbringen.

Die Ubernahme  der Gemeindechaussee auf den Provinzialverband wird abgelehnt. Anstelle der angebotenen Darlehen sollen Beihilfen genommen werden.

Entsprechend dem Antrag der Betriebsdirektion der WLE in Lippstadt werden für die Vorarbeiten der Eisenbahn 500 Mark bewilligt.

Vorlage der Rechnung durch Gemeindeeinnehmer  Schockmann.

Das Kommunalabgabengesetz verlangt, von den Gewerbetreibenden Unterhaltungsbeiträge zu fordern, falls sie durch die Chausseen besondere Vorteile haben.

 

1899

Sparkassenübeschüsse sind für den Bau der Chaussee Sendenhorst-Hoetmar bestimmt.

Erhöhung des Tagelohns für Wegearbeiter: Sommer 2.25 Mark, Winter 1,75 Mark.

Antrag des Landwirts Röper auf Verlegung der geplanten Bahnlinie südlich seines Kolonats wird stattgegeben.

Die Chausseestrecken sollen je nach Bodenbeschaffenheit mit Birnbäumen, Castanien oder Ulmen bepflanzt werden.

Doe WLE Lippstadt stimmt der Legung der Bahnlinie südlich der Höfe Röper,. Schotte, Watermann und Mellinghoff zu. Die Mehrkosten übernimmt die Gemeinde.

Im Zuge der Landstraße nach Hoetmar wird eine massive Brücke aus Ziegelsteinen nach dem Kostenvoranschlag des Baugewerksmeisters Brandhove in Höhe von 1173 Mark genehmigt. Länge 4 m.

Unterstützung des Vereins für katholische Arbeiterkolonien mit 30 Mark

Ausbau der Chaussee von der  Gemeindegrenze in der Bauerschaft Isendorf bei Keuthage vorbei bis zum Kreuzweg bei Baggelmann. Finanzierung durch die Interessenten. Bepflanzung mit kanadischen Pappeln. Kronenbreite des Wegeew 24 Fuß = 8 m, beidseitige Gräben je 8 Fuß, 2 m.

Zur Behandlung landwirtschaftlicher Unfälle erhält Dr. Geiping eine Pauschale von 150 Mark.

Zum Jahre 1900 wird der seit 18 Jahren amtierende Vorsteher Vornholz auf weitere 12 Jahre wiedegewählt, ebenfalls sein Vertreter Werring.

 

1900

Erhöhter Prozentsatz (20%) für den Gemeindesteuerbedarf.

Beschaffung einer neuen Feuerspritze.

Sand aus der Gemeindegrube soll nur für öffentliche Interessen ausgegeben werden, und nicht mehr als 20 cbm

Dr. Geiping erhält pauschal 750 Mark zur Behandlung der Kranken der Gemeinde für die Jahre 1895-1899.

Aufnahme von 125.000 Mark bei der Sparkassen zu  4 % Zinsen und ½ % Amortisation für das Aktienkapital der WLE. Der Kreis verlangt, das Darlehen durch Kapitalvermögen des Kirchspiels bei der Sparkasse zu tilgen. Kirchspiel hält den Verbrauch des Substanzvermögens für nicht tragbar und beschließt, die Steuerbeiträge zu erhöhen.

Der Bau der Straße durch Jönsthövel soll im Jahre 1900 chausseemäßig ausgeführt werden.

Bewilligung von 60 Mark zur Anschaffung eines Fahrrades für den Gendarm, falls sich die übrigen Gemeinden des Amtes ebenfalls beteiligen, das Rad Eigentum der Gemeinde bleibt und der Aufsicht des Amtmanns untersteht.

Ampflanzung von Pappeln an allen Wegen, die Grundeigentümer sollen eventuell 1/5 des Ertrags erhalten.

Die freiwillige Feuerwehr  der Stadt übernimmt auch die Bedienung der neu angeschafften Feuerspritze.

Zeichnung von 10.000 Mark Prioritätsaktien zur Beschaffung von Güterwagen.

Verhandlung wegen Schließung des Friedhofs

Gendarm Wachholz erhält von den drei Gemeinden des Amtes eine Mietbeihilfe.

Für Dienstreisen wird ein Tagegeld von 7 Mark bewilligt.

 

1901

Steuerbedarf 9.841, das sind 80% der staatlich veranlagten Realsteuer.

Antrag Dr. med. Borgmann auf Übertragung der Gemeinde- und Armenarztstelle wird abgelehnt.

Antrag des Brennereibesitzers Vihsing auf Entschädigung für einen Fuhrweg an der Eisenbahn Beckum-Münster wird abgelehnt.

Auf Anfrage des Amtes Wolbeck wird mitgeteilt: Der Ausbau der Alverskirchener Straße ist möglich, wenn die Interessenten ein Drittel der Kosten übernehmen.

Niemann, Kleikamp und Strohbücker in Rinkhöven erhalten Entschädigung für die Grundstücksbenutzung beim Bau der Steinfuhren Sendenhorst-Hoetmar.

Die Dienstentschädigung des Vorstehers Vornholz wird auf 150 Mark erhöht.

Ausbau des Wegs von Enniger nach Ottenloh über den Voßbach: Neubau der Brücke in 14 Fuß Breite, Eisenwölbung mit eisenem Riegel.

Landwirt Hunkemöller gt Brüggemann erhält für den Straßenbau 600 Mark Entschädigung pro Morgen.

30 Mark Unterstützung für die Arbeiterkolonie Maria Veen.

Erstattung eines Teils der Schulunterhaltungskosten für den  Landwirt Gößlinghoff, dessen Kinder nach Ahlen zur Schule gehen.

Kolon Thieskötter erhält 300 Mark wegen Verlust seiner beiden Pferde

Der Antrag der Ehefrau Möllers, Stadt, wegen Beihilfe zur Beschaffung eines Fahrrades wird abgelehnt (Hebamme Möllers). Nachträglich 50 Mark genehmigt.

Anpflanzung von Pappeln am Walstedder Weg

Etat 1900: Einnahmen 39.204 Mark, Ausgaben 38.766 Mark, Überschuß 437 Mark.

 

1902

Höherstufung des Gemeindevorstehers und Gemeindeempfängers bei Reisekosten.

Einleitendes Enteignungsverfahren laut Beschluß der Bez-.Reg. Münster betr. Eheleute Kolon Anton Homann gt. Große Düveler (wegen der WLE)

Arbeiter Kersting, Stadt, stellt Antrag auf Entschädigung wegen Entwertung seines Grundstücks durch Anlage der WLE

Zustimmung zur Erweiterung ders Friedhofs (in der alten Stadt) durch ankauf von 150 QR von der Vikarie St. Katharina. Der Kaufpreis son von 20 auf 15 Mark pro Rute gesenkt werden. Begräbnisordnung wünschenswert.

Sparkassendarlehen für den Ankauf von Grundstücken für den Bau der Eisenbahn, 80.000 Mark, 6% Zinsen und Amortisation

Neubau der baufälligen Brücke über den Nienholtsbach auf der Jönsthöveler Chaussee, Eisenträger

Gemeindevorsteher und Amtmann nehmen an einer Versammlung des Kommitees zum Bau einer Eisenbahn von Bünde-Warendorf-Hamm teil.

Kötter gr. Zacharias wird aufgefordert, eine Splitterparzelle von der Gemeinde zu erwerben, die er bereits ohne Erlaubnis bepflanzt hatte.

Verkauf von 100 Pappeln in Rinkhöven an der Hoetmarer Chaussee für 8.762 Mark

Vikariengrundstück, das zum Ankauf und zur Erweiterung des Friedhofs gedacht war, ist nach dem Gutachten des Kreisarztes Beckum ungeeignet. Darauf erklärt sich die Versammlung mit dem Ankauf eines neuen Friedhofgeländes einverstanden.

 

1903

Gebührenordnung für Neu- und Umbauten

Der Antrag von Silling und Genossen wegen Erweiterung und Ausbau einer Chaussee soll geprüft werden.

Der Antrag Enverke auf Besserung der Wegstrecke über den Elmenhorster Berg wird abgelehnt. Es handelt sich um einen reinen Kulturweg. Everke kann die Wegstrecke bei Feldmanns Kolonat benutzen.

Gebührenordnung für Schlachtvieh und Fleischbeschau.

Sparkassenüberschüsse: a) 2000 Mark neuer Friedhof, b) 225 Mark Armenwesen, c) Rest Kosten des Amtshauses

Kostenvoranschlag einer Chaussee nach Alverskirchen.

Die Anstellung eines Desinfectors für Stadt und Amt sind zwar zwckmäßig, aber die Kosten zu hoch und der Bezirk zu klein.

Die Niederlassung eines approbierten Tierarztes in der Stadt ist ein dringendes Bedürfnis. Bis auf weiteres soll er enie Zulage von 400 Mark erhalten.

Die Stadt hat beschlossen, auf die Anlage eines neuen Friedhofs zu verzichten und die Anlage der katholischen Kirchengemeinde zu überlassen. Die Stadt soll veranlaßt werden, ihren Beschluß zurückzuziehen.

Zulage für den Tierarzt kann auf 600 Mark erhöht werden, das Kirchspiel übernimmt die Hälfte

Ausbau der Wegestrecke von Kötter Austermann durch die Weide Jönsthövel bis zum Sillingschen Fuhrweg, 110 lfm, soll auf 3 ½ m und ½ m tiefe mit Haardsteinsand ausgefüllt werden.

Der Friedhof soll einen angemessenen Platz für Nichtkatholiken erhalten.

Für die Nebenbahn Bünde-Warendorf.Hamm sollen keine Vorschußzahlungen geleistet werden.

Kuafmann Linnemann erhält den Auftrag, von den Startionen Vorhelm und Drensteinfurt Basalt zur Ausbesserung der Chausseen anzufahren.

Bau eines konfessionellen Friedhofs unter Verzicht auf einen sog. politischen Begräbnisplatz. Für nicht heimatberechtigte auswärtige Verstorbene soll eine angemessene Abgabe gezahlt werden.

Die Bewohner der Hardt halten die Anlage eine Haltestelle für ein dringendes Bedürfnis.

Voranschlag Neubau der Angelbrücke im Zuge der Straße nach Hoetmar

Der Gemeindeweg bei Werring nach Tawidde in Richtung Feldmann soll abgetreten werden.

Die Pappeln an der Alverskirchener Straße bei Schulte Elmenhorst sollen gefällt werden, falls die Grundbsitzer mit einer Neuanpflanzung einverstanden sind.

Der Polizeideiner soll für Botengänge die einmalige Hin- der Rückfaher mittelst der Eisenbahn in der III. Wagenklasse bezahlt bekommen.

 

1904

Der Dividendenschein zu den Eisenbahn-Aktien soll bei der Sparkasse oder Landesbank hinterlegt werden.

In den Sandgruben auf der Hardt sollen Eichen und Tannen angepflanzt werden.

Auf Antrag der Interessenten wird der Weg von Jönsthövel zur Hard von der Gemeinde übernommen.

Brennereibesitzer Everke erhält für das Fahren der Spritze zum dem Wielerschen Brande die übliche Entschädigung von 6 Mark bewilligt. Eine höhere Vergütung erscheint nicht angezeigt, da die Spritze wegen Wassermangels gar nicht in Tätigkeit treten und sofort wieder zurückfahren konnte.

Der prakt. Tierarzt Caspar Wulff aus Wadersloh erhält 600 Mark Zulage aus der Stadt- und Kirchspielskasse.

Aus dem Sparkassenüberschuß werden 300 Bäume angepflanzt, das übrige für Unterhaltung des Amtshauses.

Der Wegebau zum Kolonat Silling wird dem Wegewärter Schmitz übertragen.

Neue Brücke über die Angel und den dazugehörigen Umflutgräben (Pläne von Bauunternehmer Lutterbeck, beckum)

Antrag der Interessenten auf Ausbau der Landstraße Sendenhorst - Wolbeck beim Kolonat Tüte.

Gemeinde währleistet ausdrücklich den Unterhalt der Brücken über die Angel gegenüber dem Provinzialverband.

Cementwarenfarikant Heinrich Panning, Weststraße, liefert die fehlenden Nummernsteine für die Chausseen zum Stückpreis von 60 Pf, für die Nummerierung in Ölfarbe je 5 Pfg.

9. Okt. Ausstellung von Obst, Gemüse, Bienen und Geflügel; Zuschuß der Gemeinde 20 Mark.

Der Amtmann und Gemeindevertreter des Kirchspiels vertreten die Gemeinde bei der Sitzung der Eisenbahn Bünde - Warendorf - Hamm in Hamm.

Die Einführung der Eisenbahnaktien an der Berliner Börse wird abgelehnt.

Die freiwillige Feuerwehr erhält einen jährlichen Zuschuß von 50 Mark

Die Besitzer der Sandgruben auf der Hardt sollen zu den Unterhaltskosten der Straße herangezogen werden.

Beschluß, jedes Jahr 1000 m Wegestrecke auszubauen. Es kommen infrage die Landstraße nach Wolbeck, nach Alverskirchen, der Bauerschaftsweg in der Bracht über Bartmann bis Heringloh. Die Anlieger müssen den Grund und Boden kostenlos hergeben und 2 Mark für den lfm zahlen, Zustimmung zur Anpflanzung kanadischer Pappeln.

 

1905

Festgehalt für den Gemeindeeinnehmer: 1200 - 2200 Mark Grundgehalt; Hebgebühren an die Gemeindekasse.

Beschluß gegen die Eingemeindung. Deb Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 1. April 1905, welcher und nicht wenig überraschte, lehnen wir einstimmig abm da eine Eingemeindung von dern Bewohnern der Landgemeinde Sendenhorst noch niemals gewünscht und ein Bedürfnis zur Än derung unserer bestehenden Gemeindeeinrichtung in keine Weise notwendig oder fühlbar geworden ist. Wir sind der einstimmigen Ansicht, daß die Gründe im einseitigen Interesse der Stadt liegen und daß eine Eingemeindung bei der größeren  Steuerkraft der Landgemeinde für das städtische Finanzwesen namentlich hinsichtlich der Verwaltungskosten eine Verbesserung, für die Eingesessenen des Kirchspiels eine Verschlechterung der Verhältnisse zur Folge haben würde. Außerdem sind die Interssen der auschließlich Landwirtschaft betreibenden Einwohner der Landgemeinde von denjenigen der Bewohner des Stadtbezikrs so verschiedenartig, und es ist auch die im Laufe der letzten fünfzig Jahre in gemeinschaftlichen Angelegenheiten  (insbesondere in der Rathaus-. Schul- und Friedhofsfrage) entstandenen Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten die Abneigung der Landbewohner gegen jede Gemeinschaftlichkeit mit der politischen Stadtgemeinde so groß geworden, daß wir von einer gemeinsamen politischen Verwaltung niemals eine gedeihliche, die Bewohner des Kirchspiels zufriedenstellende Entwicklung unserer Verhältnisse erwarten könne.

Im übrigen sind den Eingessessenen der Landgemeinde jene Feindseligkeiten innerhalb der Verwaltung bzw. Vertretung der Stadt nicht unbekannt gehlieben, welche wiederholt die Öffentlichkeit beschäftigt haben und welche für ein Gemeindewesen überaus nachteilig wirken müssen.

Das Amtshaus in Tönnishäuschen kann seit der Eröffnung der WLE leicht erricht werden.

Anfechtung der eigenächtigen Grundbucheintragung vbon Rathaus und Spritzenhaus druch den früheren Bürgermeister Panning zugunsten der Stadt.

Das Wasserwerk Ahlen zahlt 10 Mark für jedenm Km Rohrleitung durch die Bauerschaft Jönsthövel.

Falls der Provinzialverband entsprechende Zuschüsse gibt, soll die Landstraße durch die Bracht nach Heringloh chausseemäßig ausgebaut werden.

Beitritt zum Landgemeindetag

Bischofsfeier: Melisch (Gärtner) erhält die vorgelegten Rechnnungen erstatte, Sommersell übernimmt die Aufbewahrung der 4 Zugfahnen und der 2 schilder.

Erneuerung des Angelschemms; Kosten 99 Mark

Da Eschen an den Landstraßen keinen Wert und Ertrag haben, sollen sie durch kanadische Pappeln ersetzt werden.

 

1906

Die Landgemeinde verpflichtet sich gegen über dem Prov. Verband, die Chaussee dauernd zu unterhalten, sie erkennte die Freiwilligkeit der Zuschüsse an.

Etat: Zuschlag zur Staatssteuer 120%

Überlegungen, das Ahlener Wasserwerk auf der Hardt zur Gemeindeeinkommensteuer heranzuziehen.

Aufhebung des Bschlusses, dem Tierarzt eine Zulage zu zahlen. Tierarzt Wulff ist aus Sendenhorst verzogen. Die Stelle wird neu ausgeschrieben.

Verpflichtung des Desinfektors Bernhard Tewes, Ahlen, auf Widerruf. Die Beteiligten haben die Kosten zu tragen.

Neuregelung der Tageslöhne für Chausseearbeiter: vom 1. April bis 1. Nopv. 2,50 Mark, die übrige Zeit 2,00 Mark.

Nachlieferung von Steinen für den Chausseebau durch Linnemann/Ahlen; Pappelanpflanzungm an den Gärten Obstbäume auf Kosten der Gemeinde.

 

1907

Überschüsse der Sparkasse werden zunehmend differenzierter, in kleinen Beträgen verteilt: Schrift: „Wie erhält man sich gesund und erwerbsfähig“  10 Mark; Borromäusverein 20 Mark, Chaussee nach Alverskirchen 1000 Mark. Der Weg soll mit Zuschüssen der Prov. Verwaltung gebaut werden.

Lieferung unnd Setzen von Nummernsteinen an der Chaussee durch die Bracht durch den Unternehmer Strock zum Preis von 3,30 Mark.

Ablehnung der Anstellung vonn Waisenpflegerinnen, da auf dem Land kein Bedürfnis besteht.:

Es wird beantragt, die Chaussee Sendenhorst - Ahlen über Tönnishäuschen staatlich als Kunststraße anzuerkennen.

Anlage eine neuen Decklage auf der Chaussee Sendenhorst-Hoetmar

Der Landwirt Stephan Westhoff wird als zweites Mitglied in den Schulvorstand berufen.

Sparkassenüberschüsse: Fortbildungsschule 200 Mark, für die Hebung  der Viehzucht 200 Mark.

Eine andere Verwendung zu allgemeinen Wohlfahrtseinrichtungen ist bei dem apsgesprochen ländlichen Charakter der Landgemeinde Sendenhorst nicht möglich.

 

 

1908

Zuschläge zur Staatssteuer mittlerweile 140%

Ausbau der Straße nach Wolbeck soll in den nächsten Jahren von der Stadtgrenze bis Alverskirchen erfolgen, wenn angemessene Interessenbeiträge und Provinzialzuschüsse fließen.

Intereressenten sollen zur Instandsetzung des Schulweges des Kötters Bruland bewegt werden.

Aufnahme eines Darlehens vonn 18.00 Mark zum Ausbau des Weges nach Alverskirchen. Ausbau durch die Bauerschaften Sandfort und Elmenhorst nach Albersloh (Hollinger und West) sowie Alverskirchen. Länge 4405 m, von denen Alverkirchen nur 275 m bezahlen muß, Erwartete Kosten 48.000 Mark.

Die Gemeinde zahlt Horstmann 1200 Mark für den Morgen zur Entschädigung für die Eisenbahnlinie

Antrag der Kaufmanns Northoff, Pappelen am Ahlener Sandweg anzupflanzen.

Auftragvergabe für die Schaflakenbrücke auf dem Wege nach Wolbekc. Prov. Verw. lehnt Zuschüsse für den Weg nach Wolbeck ab, da eine Weiterführung in den Kreis Münster nicht gesichert ist.

Zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit bewilligt die Versammlung aus Sparkassenüberschüssen einen jährlichen Zuschuß von 10 Mark.

Vorbereitung der Bahn Haltern-Drensteinfurt

25 Zuschuß für die Obst-Geflügel-Bienenaussstellung

 

 

1909

Verlegung der Amtsverwaltung: Die Gemeindevertretung ist einstimmig der Meinung, daß, wenn die Stadt die Landgemeindeordnung annimmt, sie dem Amt Vorhelm eingegliedert wird und der Amtssitz zur Stadt verlegt wird. Der Beschluß wird unter  der Bedingung gefaßt, daß die Stadt das jetzige Amtshaus zum Selbstkostenpreis übernimmt und auf ihre Kosten ein besonderes Verwaltungsgebäude in der Stadt errichtet und an das Amt vermietet.

Von der Wiedereinstellung eines Polizeisergeanten ist abzusehen, statt dessen Flurhüter und Vollziehungsbeamter, der auch die Wartung der Wege übernimmt. Der Stellenbewerber Bernhard Topheide erhält eine pensionsfähige Vergütung von 400 Mark,

Verzicht auf die Provinzialbeihilfe und Ausbau des Weges nach Wolbeck bis Kötter Hagedorn; Breite 3,20m, die später auf 4 m erweitert weden kann.

Solange die Feuerwehr zur Löschhilfe in der Landgemeinde satzungsgemäß verpflichtet ist, wird der Zuschuß auf 75 Mark erhöht. Die Landgemeinde ist nicht abgeneigt, zur Anschaffung einer neuen Uniform beizutragen.

1. April 1909: Anstellung Tierarzt Schwermann, Zuschuß 300 Mark.

Die Gewährung deines Beitrages zum Kriegerdenkmal wird abgelehnt.

Verfügung des Landrats: Errichtung einer elektrischen Überlandzentrale.

Einführung des Haushaltungsunterrichts in den Volksschulen, besonders in den Fortbildungsschulen wird von der Versammlung nicht als erforderlich angesehen, da die schulentlassenen Mädchen nicht in der Industrie, sondern nur im Haushalt und in der Landwirtschaft beschäftigt werden.

Bei dem ausgeprägt ländlichen Charakter der Gemeinde, und da in absehbarer Zeit eine Industrie nicht zu erwarten ist, wird vorläufig von der Einführung der Wertzuwachssteuer abgesehen.

 

 

1910

Das Defizit von 19.597 M.. durch Zuschläge in Höhe von 150% der Staatssteuer beglichen werden.

Rückübertragung der Grundstücke an der Brockstraße, soweit sie zum Wegebau nicht notwendig sind.

Zum 25j. Priesterjubiläum des Pfarrer Beckmann übernimmt die Gemeinde 250 Mark.

Sparkassenüberschüsse u.a. Hebung der Viehzucht und Förderung des Obstbaus, Hebammenwesen, Feurlöschwesen,. einmalige Ehrengabe für Kriegsveteranen (510 mark!), gärtnerische Anlagen alter Friedhof.

 

 

1912

Anleihe von 25.000 Mark zum Ausbau der Chaussee von Jönsthövel zur Hardt

Zur Beschaffung des Büchleines „Das Büchlein der Eltern“ wurde ein Bedürfnis nicht anerkannt.

Vorsteher Werring beantragt die Anlage eines Telefonanschlusses; die Kosten von 40 Mark werden zur Hälfte übernommen.

Die aus dem Fürstentum Lippe-Detmold stammenden Ziegeleiarbeiter werden nur mit der Hälfte des Einkommesn zur Kommunalsteuer herangezogen

Nationalflugspende erhält 25 Mark

Erlaß eines Ortsstatuts

Sämtliche amtlichen Bekanntmachungen in Gemeindeangelegenheiten sollen durch einmaligen Ausruf am Sonntagvormittag nach dem Hauptgottesdienst unweit der Pfarrkir. in der Stadt und durch siebentägigen Aushang im Gitterkasten bekannt gegeben werden.

Letzte protokollierte Sitzung am 10. Sept 1912 unter Vorsitz von Amtmann Eickenscheind.

Gemeinderatsmitglieder:

Suermann

Arens

Bartmann

Feldmann

Middelhove

Rothkötter

Abwesend:

Werring, Gemeindevorsteher

Horstrup

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1924 ff Ratsprotokolle

1923 Nov 6

Antrag der Unterstützungsgemeinschaft »Glückauf« auf Überlassung eines Raumes im alten Rathaus zu Versammlungszwecken

Dem Verein soll die Turnhalle auf jederzeitigen Widerruf für Versammlungszwecke überlassen werden


1924 V 1

Antrag der Gemeinde Kirchspiel auf Beteiligung der Stadt an den Kosten der Überlandzentrale. Im Prinzip einverstanden

Eingruppierung des Verwaltungsangestellten Schüttelhöfer in Gruppe V, Besoldungsdienstalter 1. IV. 1924, Beamteneigenschaft anerkannt.


1924 VII 8

Hundesteuer: 1. Hund 3 M, 2. Hund 20 Mk, 3. Hund 50 Mk.

Licht-und Kraftpreis: Licht auf 50 Pfg pro kwStunde festgesetzt, Kraft auf 25 Pfg.

Die Stadt beabsichtigt Baugrundstücke zu schaffen. Sie ist bereits mit dem Priesterseminar in Verhandlungen getreten wegen des Austausches des städt Teigelkamps und Grundstücken an der Chaussee nach Vorhelm gelegen


1924 Aug

Antrag des Jugendvereisn auf Gewährung einer Beihilfe wird an den Jugendpflegeausschuß überwiesen.


1924 Okt

Beschaffung eines Umkleideraumes in der Turmhalle, Es soll ein Kostenanschlag gemacht werden und die Arbeiten ausgeschrieben werden.


1924 Nov 6

Wohnungsprobleme. 1. Die Wohnung bei Leo Ramesohl wird Direktor Wagner bei der Fa Vohs zugewiesen unter der Bedingung, daß dieselbe für die Stadtr so lange beschlagnahmt belibt, bis W. die Wohnung bezogen hat

Näherin Kloss erhält die bis jetzt von der Fürsorgeschwester Schmidt innegehabt eWohnung, Frl Schmidt erhält in der Oberwohnung des Rathauses 2 Zimmer zugewiesen

Bildung einer Wohnungskommission, Vorsitz Kruse, Mitglieder Menke., Jaspert, Kottenstein, Schrick


1925 Jan

Weiterführung der Kanalisation; vorher Planaufstellung durch einen Sachverständigen

Verteilung staatlicher Zuschüsse für Eigenheimbauten:

Heiringhoff, Elmenhorst, Schmitz Josef, Schrick,. Menke Franz, Benning, Buhskötter, W. Tigger, Avermann, Weber, Kath Wegmann, Strickmann (insgesamt 12). mit den Antragstellern ist zu verhandeln, ob sie bei einem Zuschuß von 4000 Mark ein Einfamilienhaus bauen wollen.


1925 III 10

Stadt übernimmt Bürgschaft für Bergarbeiterwohnungen für den Bergmann Bernhard Elmenhorst und Genossen. Anleihe der Knappschaftskasse Bochum in Höhe von 24.000 Mark zum Bau von Wohnungen (Becshluß, 14.000 Mark von der Stadt bei der Kanppscahft aufzunehmen).


1925 IV 22

Antrag Wessel und Gen. auf Instandsetzung der Filzstaße (Fillstraße). Interessentenweg de Wessel der durch Holzfuhren stark beschädigt wird

1925 April

Stadt stellt zum Bau der Badeanstallt 3000 Mark zur Verfügung. Die Gelder sollen durch freiw. Zeichnungen aufbracht werden


1928 XII 21

Verfügung LR betr Einrichtung von Mädchenberufsschulen. Es sollen weitere Erkundigungen eingezogen werden.  

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1946ff Bauamt

 

11.06.1946

Vorsitzender Dr. Untiedt, Bürgermeister.

Stadtdirektor Strotmann

Hch Laink-Vissing

Hermann Bücler

Josef Dahlkötter

Hch Brandhove

Sachbearbeiter der Bauabteilung H Schüttelhöver

1. Antrag Wessel Ausbau der Filzstr. Im Westen der Stadt sind so gut wie keine Verkehrsteilnehmer, daher kein Bedarf

2. Everke: Anpflanzung von Zierbäumen vor seinem  Haus im Bürgerteig

Ersatzpflanzung für drei alte Bäume; Verkehr wird durch deb Bäume behindert, sind zu entfernen

 

08.07.1946

Kanalisierung des Placken: freiwillige Beiträge der Interessetnen: Happe, Bartmann, Linnemann, Schmies, Bischob, Rottkemper Everke,  Volkery.

 

09.10.1946

Entwässerungspaln der Stadt (Besprechung mit Kreisbaumeiter Hoffmann) Südstr, Spuithöverstr, Neustr

Wasserversorgung der Stadt: Angestrebt Anschluß an das Wasserwerk Ahlen auf der Hardt. Stadt wäre in Ost-West-Richtung mit einer Leitung zu versehen. besonder für die Feuerwehr

Sportplatz soll mit  Drainagerohren zum Helmbach hin entwässert werdenm. ebenfalls notwendig, Anschluß kath Kindergarten, der sich in der Sandkuhle befindet. 

Nordenbleiche: Waschbretter sind unbrauchbar. Erneurerung mit Zementauflage

neue Waschbretter aus Beton

Sportplatz: Stadt übernimmt Kosten wenn Sportverein die Arbeiten durchführt. 

 

01.02.19147

Errichtung Kleinsiedlung auf städt. Grundstück Brink vor dem Osttor

Es sollen alle Anträge berücksichtigt werden. Grundstückgröße 500 - 700 qm. 

Besprechung mit Pastor und Priesterseminar empfohlen, damit  deren Grunstücke in die Siedlung mit einbezogen werden können. 

 

18.04.1947

Errichtung einer Bockstation: Abbruch des alten Torhauses an der Oststr. 

Grundstücktausch. Frau Bonse erhält Fläche von der Südstr. bis einschl. ihres Brennereigebäudes gegen die Fläche die sie zur Anlegung der Promeande abgetreten hat

Noch einmal: Everke und Schmülling sind aufzufordern, die Bäuem die sie in den Bürgersteig gepflanzt haben, zu entfernen

Frau Wwe Graute lagert in der Liebesgasse Asche und Unrat, ist zu entfernen

 

11.08.1947

Ortsbesichtigung Siedlungsgelände am Osttor. Bauplätze bereits eingepflockt. Wasserbeschaffung für den Bau durch Anbringung einer Pumpe auf Grunststück Kötter Ecke Prozessioneswqeg-Ostenchaussee

genehmigte Vorhaben Beckmann, Fenke, Koschig, Kantke; abgelehnt Hölzel

 

03.12.1947

Verlegung Straße zwischen Südenpromenade und Besitzung Anton Sommersell (lt Bebauungsplan)

soll bis auf 5 Meter an die jetzt bestehende Baumreihe der Promenade herabngschoben werden, so daß zwischen Promenade und der neuen Straße ein Grünstreifen von 5 Meter bleibt. Straße soll statt 12 nur 10 Meter breit werden

Bauantrag Sendenhorster Maschinenfabrik;  wird befürwortet, Errichtung einer  Verzinkerei dringend notwendig. 

Antrag Steinhüser: Umwandlung städt Behelfsheim an der Nordenbleiche, weil weiterhin als Wohnung genutzt. geschieht auf Wiederruf

 

29.04.1948

Kanalisierung Schulstraße; Neupflasterung, da starke Rundung der Straße

VErlängerung des Pachtverhältnisses für den Sportplatz

 

20.07.1948

Kläranlage: Beschwerde des Bauern Borgmann Alerbsloh und Anfrage beim Kreisbauamt. Kreisbauamt drängt auf Bau der Kläranlage

Wann das Objakt von etwa 45.000 DM durchgeführt werden kann, setht noch nicht fest

 

04.03.1949

Anpflanzung Hecke durch Kersting und Wolke, Nordenpromenade

Antrag Kersting auf Entfernung des ersten Kastanienbaumes am Eingang der Promenade zur Verbreiterung seiner Einfahrt wird nicht entsprochen, weil mit so großen Fahrzeugen nicht die Promenade befahren werden soll. Dafür steht der Nordgraben zur Verfügung

Promenadenüberfhart für Schmitz, Heinrichbrummel, Böhmer und Stamm

Nach Ortsbsichtigung wird Recht der Überfahrt eingerüumt. Bedingung, Stück der Überfahrt muß gepflastert werden. Stamm soll veranlaßt werden, den Schutthaufen an der Promande zu entfernen

...

 

1946 Baukommission der Stadt Sendenhorst

 

 

 

11.06.1946

Vorsitzender Dr. Untiedt, Bürgermeister.

Stadtdirektor Strotmann

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