Höfe Hardt I

00STATIS - 02L-DUVE - 03HOMANN - 04LINNEM - 05GRDÜV - 06ROEPER - 07SCHOTT - 08WATERM

1456


Zehnte auf der Hardt (Marienfeld)

1456

wüste Höfe, z T Angabe der Besitzer bzw Bewirtschafter



1. Schiringeshove Kunscop

2. Ghesenhove Dovelhorn

3. Diderikeshove Focke

4. Molnershove Mellinghoff

5. Schottekenhove

6. Degenhove Schotte (beide)

7. Hoyhove

8. Nonenhove Lyndeman

9. Schurhove Johan Dovelhorn

10.Fockenhove

11.Monekenhove

12.Wrenkenhove Johan Hagedorn

13.Bertenhove

14.Bunekenhove

15.Yonemanhove beide Joneman

16.Zenepstede


(macht 15 1/2 Höfe)

Die ersten Namen vielleicht die alten, ursprünglichen; die letzten die neuen Besitzer des Spätmittelalters


1498 Willkommschatzung

Hof

Personen

Johan Roper

5

de Lindemansche

5

Tentmonyck

§

Johan Hoppe cum uxore

2

Herman Dovelhouver

3

Cort then Geiseldorn

8

Focke

6

Johan to Somersell

7

Waterman

4

Johan Meldinchoff

4

Senior Schotten 3

3

Middelhove

6

Hagedorn

8

Hartman

3

Bernt Monynck cum uxore

2

senior Moynck cum uxore

2

Wessel to Somersell

/



1498 Personen über 12J

79

1698 124 über 12, 39 unter 12J, gesamt

163



1541/44 Türkensteuer

Hof

Wert

Anschlag

Wert

Anschlag

Waterman

24

22

6ß 5d

Schotte

27

7ß 11d

26

7ß 7d

de Roper

22

6ß 5d

23

6ß 5d

Douvelhover

28

8ß 6d

27

7ß 11d

Lutke Douvelhover

20

5ß 10d

18

5ß 3d

Lyndeman

27

8ß 2d

27

7ß 11d

Meldinckhoff

30

32

10ß 8d

de Griese

23

5ß 3d

17

4ß 12d

Middelhove

15

4ß 5d

12

3ß 10d

Wessel

24

22

6ß 5d

Somersell

30

30

8ß 9d

Smytkamp

20

5ß 10d

22

5ß 3d

Geseldorn

30

36

10ß 6d

Focke

30

27

7ß 11d

Hagedorn

23

6ß 9d

20

5ß 10d

Teyntmonnich

22

5ß 10d

23

Hartman

24

23

de Monnich

25

7ß 4d

20

5ß 10d



Meßkorn 1562-88

De Harder Burschop

1

Lütticke Dovelhouver

1

et dedit 1

2

Jurgen Vossebecke

2

1563 Jürgen Vos, 1569 Kuntschoff, 1570 George(n) Vos

3

Lyndeman

1

1572 Lyndeman betalt 4 Schepel

4

Grote Dovelhouwer

1


5

Roper

1


6

Schotte

2


7

Waterman

1


8

Mellynckhoff

1


9

Grysekamp

1


10

Myddelhove

1

1

11

Somersell

1


12

Wessel

1

1572 3 gelent

13

Smytka(m)p

1

et deb. 1

14

Geseler

1

1581 Geiseler

15

Hagedorn

1


16

Hartman

1

et debet 1

17

Ffocke

2

et debet 1

18

Tyntmonyck

1

1564 Teyner

19

Peter Monyck

1

et d. 1565 und 2 scep to pacht


ab 1571 sind die Höfe 3,4,5,6,


7,8 bei Rinkhöven verzeichnet



Kirchspielsschatzung 1588, Angabe in Gulden - Größe in Morgen 1816, Veränderung der Schatzung nach 1650






L Dovelhover

3

135

2 ½

Lindeman

4 ½

164

4

Grothe Dovelhover

5

187


Roeper

3 ½

96


Schotte

5

182


Waterman

3 ½

107


Mellinckhoff

3 ½

163


Grisekamp

3

83


Middelhove

4 ½

119


Sommerselle

5 ½

221


Wessel

3

101


Smitkamp

4

168


Geseler

5

244


Hagedorn

3

115


Hartman

3

113


Focke

4 ½

137

5

Teintmonick

2

66


Johann Monnick

3 ½

155

2

Everdt Diricks



3ß 6d


durchschnittlich auf 37 Morgen 1 Rthlr Steuern


1589 Feuerstättenschatzung FM LA 361.13

Luttike Dovelhover

de Heitkotter pauper

Voß half erve

Grote Dovelhover

Roper

Schotte

Waterman

Mellinckhof erve van 2 Furestedde

Grisekamp

Middelhove

Somersell

Wessel half erve

Geiseler

Smitkamp pauper

Hagedorn half erve

Hartman halt ferve

Focke

darbi Dirich Dovelhover, Brinkkötter 2 ß

Teiner perdekotter

Monnick

darbi Brenneke, Brinkötter, pauper


1664 Schatzungsregister FM LA 361,44

Hof

Frau

Knecht

Magd

Kinder

gesamt

Lütke Douveler

x

x


3

6

Lindeman

x


x

3

6

Grote Doveler

x

x


1

4

Wwe Röpersche




2

3

Schotte

x

x

x

1

5

Waterman

x



1

3

Mellinghoff

x

x

x

2

6

Griesekampf

x



1

3

Middelhove

x *

x

x

1

5

Wwe Wessels


x

x

4

7

Sommersell

x

x

x


4

Geilern

x


x

1

4

G. Kötter Engelbert

x




2

Smitkamp





wüst

Hagedorn

x



2

4

Focke, Wittiber



x

1

3

Teiner, arm





1

Mönnig

x

x



3

Backsköttersche





1

Dirichskötter, Brinksitzer

x




2






72

* lange Jahre bettlägerig




1828

Hof

Personen

Pferde

Fohlen

Kühe

Kälber

Schweine


L Düvelers Kötter

5



1

1



Linneman

8

4

1

4

6

2


Gr. Düveler

8

3

1

4

7

2


Röper

7

3

1

4

7

2


Schotte

7

7


8

11

5


Watermann

8

4


4

7

2


Mellinghoff

6

4

1

6

12

2


Grieskamp

4

4

1

4

6

2


Middelhofe

11

3

3

6

10

5


Wessel

8

4

2

4

10

3


Sommersell

10

4

4

10

19

5


Voß Nr. 2

5

3

1

4

7

3


Hagedorn

5

3

1

2

10

4


Hartmann

2

3


3

5

2


Vocke

5

2

1

4

7

3


Teiner

7

3

2

3

6

3


Münch

7

4

2

3

10

4


Borgmann

5



4

3

2


Kogge

6



2

3

2


Geilern

10

6

1

8

13

3


Schmedkamp

7

4

1

5

12

4


Gr.Düvelerskötter

6



2

1



Backskötter

6



2

1

1



 

1837 166 Personen, 57 Pferde, 9 Ochsen, 96 Kphe, 157 Rinder 47 Schweine

1832 Hardt 1 (1960 Hennecke)

Hardt 3 (?)


Lütke Düveler


1603 Domburse U 185

Abgaben an den Küster 1/2 Sch Gerste, 1 Hast; Pastor 1 Sch Gerste


1603 IX 7 Domburse U 185

Caspara Schenking, Wwe +Heinrich Ledeburs und Söhne Heinrich und Lucas verkaufen dem Domkapitel MS die Güter Große und Kleine Dovelhoyer Kspl Sendenhorst, Bft Hart einschließlich der dort wohnenden Leute (vier Kinder auf dem Kleinen Dovelhover: Else, Johann, Anna, Clara mit Sohn Antonvon Johan Mencken dem J., ferner Catharina zu Geistelern, Tocher der +Else, von Henrich Hovemann)

Verpfändung von Royenhagen und Schorneberg, dazu den schmalen Kampf bei S. an der Heiden den langen Weg nach gelegen O Pastor, W Bertenkamp; Wieschen zwischen v Ledebur und Schotten Wiesch, Knappwiese genannt; 1 St Heu in der Bortenwiese am langen Weg


1603 Domprovisoren

Domdechant und Kapitel verkaufen dem Dombursenern Engelbert von Brabeck für 400/24 Rthlr eine Rente, die zum Ankauf der beiden Stücke Große und Lütke Dovelhoiers im Ksp Sendenhorst verwandt sind.


1665 FM LA 331,47II

L Dobbeler baut ein neu Haus, wovon die Halbscheidt fertig


1770 Marienfelder Zehnt, zehntpfl. Ländereien:

Lütke Döller

auffer Sahligen (?) nächst Fockenbusch, weil öfters mit Leinsaat besamet gewesen, geweigert, den Zehnten zu zahlen

2 St auffen Achtersommerhagen

Kamp, der Plaggenkamp nahebei der Plaggenstraße, ganz zehntbar

auffer Wellen


1810

Jönsthövel gt Lütke Düveler Joan Bernard 38J Bauer oo Lütke Düveler Maria Catharina 33J

Kinder Jönsthövel Joan Bernd 11J, Maria Catharina 9J, Elisabeth 3J


1818

Zeller Lütke Düveler zahlt einen Kanon an die Rentei für ein STück Ackerland in Lütke Düvelers Hove


1820

Verkauf an Aktuar Langen (135 Morgen)


1825 I 2 RG MS 21891

Der Vormund Voss und der große Lütke Düveler Joan Bernard zeigten an, daß das Dach zum 3. Teil durch den Windsturm abgeschlagen und die Sparrren z T in Stücke geschlagen, der Giebel ganz zerbrochen. Eine Reparatur ist fast nicht möglich.

Deshalb soll das beschädigte Holz meistbietend verkauft, das

nutzbare aber vorläufig auf der Hausstelle bleiben, bis eines der Kinder sich entschließen sollte, das Colonat zu übernehmen.

Der Verkauf dürfte zu beschleunigen sein, da das Haus der Landstraße nahe liegt und zu befürchten steht, daß solches gestohlen wird.

Kreuzzeichen Voss, Lütken Düveler;

attestiert Unterschrift Langen


1828

Besitzer des Hofes Aktuar Langen Ahlen


1828 StA Sendenhorst A 844

Lütke Düveler, Tagelöhner, hierbei ein kleiner Kotten. Der Mann ist kränklich und Mangel an Verdienst; erhält 7 Pfd Brot aus Armenmitteln


1832 Lütke Düvelers Kötter; Kind B. Heinrich Jösnthövel schulpflichtig


1833

Regulierung der Domanialgefälle zwischen Reg. und Actuar Bernhard Joseph Langen, Ahlen, Besitzer des Ltke Dövelhovers


Fixe Gefälle

a) urspr. Pacht

1, Dienstgeld 6 Rth

2. Schweinegeld 15ß

3. Pachtgeld 11-4-3

4. 24 mstr Sch Gerste

5. 18 mstr Sch Hafer

6. 1 Schwein

7. 6 Hühner

8. Mehrpacht 2Rt 11 Sg 7 d 2 mstr Sch Gerste


Die jährliche Geldrente wird bis zur Ablöse auf 41 Rthlr festsgelegt


1841 VII 16

Mitteilung des Land- und Stadtgerichts Ahlen, daß Actuar Langen als Besitzer des Lütke Düvelers Colonat den Ackerkamp Scherpen Flur 9/43 für 800 Rthlr an Schornsteinfeger Andreas Quante und Hutmacher Heinrich Wiedehage verkauft hat.


1842

Bestätigung der Regierungs-Hauptkasse über die Ablösug der auf dem Colonate Lütke Dövelhauer haftende Domanialrente von 41 Rthl mit 1025 Rthlr durch Actuar Langen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Hardt 3


Schiringeshove- Vösserei- Homann


Der Kotten ist wohl eine spätmittelalterliche Gründung und dürfte nicht über das 14. Jahrhundert hinaus zurückreichen

Der älteste Name für den Hof ist Schiringes- oder Schyringeshove (1425/6). Die Bezeichnung scheint mit dem Raumnamen für das Gebiet zwischen Sendenhorst, Hardt und Rinkhöven verwandt zu sein. Der "Schörmel" war ursprünglich eine größere Siedlung in der Nähe eines Sumpfgebietes.

Aus "scurilinges miri" /Schierlingssumpf leistete um 900 der BauerGerolf Getreideabgaben an das Kloster Werden. Schiring scheint auf dieselbe sprachliche Wurzel zurückzugehen und heißt wohl Schierlingshof.


Die Nähe zur Stadt Sendenhorst bewirkte für den Kotten eine rechtmäßige und wirtschaftliche Sonderstellung. Er wurde nie in das Steuersystem der Landesherren, der Bischöfe von Münster, einbezogen. Die Eigentümer des Kottens wohnten in der Stadt. Zeitweilig mögen die Ländereien auch von der Stadt aus bewirtschaftet sein.


Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen den Obereigentümern des Kottens, die Abgaben und Pächte bezogen und den eigentlichen Bewirtschaftern, häufig wechselnden bäuerlichen Familien.

Lückenlose Belege für die Geschichte des Kottens fehlen, da die Archive der früheren Besitzer nicht mehr vorhanden sind. Deshalb muß man sich mit zufälliger ]berlieferung zufrieden geben:


1425 Staatsarchiv MS Ludgeri U 42 (Msc VII 1002 f 260'f)

Überschrift Conradus Heymstede 1/2 M nunc Ludolphus Kuntschap nunc Jürgen Vossebecke

Cord Hemstede und seine Frau Alke verkaufen dem Kapitel der Kirche zu St. Ludgeri eine Rente von einer halben Mark aus ihrem freien und durchschlachtigen Erbe "de Schiringeshove im Kerspel to Sendenhorst in der burschap tor Hart"

Mitbürge Joh van Essthen

Z: Recchwyn Swarte, Wiken de Holscher, borger to Monster

Siegel 3 Turnierkragen übereinander (West Siegel 152.2)


1426 Kollegiatsstift Alter Dom U 258

Vor Henrich van Lembecke, Richter zu Sendenhorst, verkaufen Cordt Hembstedde oo Aleke dem Kapitel des Alten Doms für 18 Gg eine Rente von1 Gg aus dem freieigenen Schyringeshove Ksp Sendenhorst

Vom Hof sind vorher 5 Schilling 2 Pf zu entrichten

Johan buten der Vore, Henrik Bonse, Bürger zu Sendenhorst, Zeugen


Nachbesitzer der Hove: Ludolf Kuntschap; Jürgen Vossebecke


Rechtsnachfolger und Erbe des Konrad Hemstede war die Familie Kunschap. Sie verwaltete fast ein Jahrhundet lang das Sendenhorster Richteramt und ist bis ca 1550 in Sendenhorst nachweisbar.


Wenn der Kotten auch nicht besteuert wurde, so hatte er doch die Abgaben an kirchliche Institutionen zu entrichten.


a) Zehntgeld an das Kloster Marienfeld (Herzebrock)

Um 1300 verkaufte die Familie von Quernheim den Zehnten auf der Hardt an das Kloster Marienfeld.In den Registern des Klosters werden Abgabe und Abgabenhöhe ab 1456 genannt:


1456 prima de Schiringes hove 1 sol. solgelt; mansus desertus

(sol=Schilling; alle Höfe auf der Hardt waren - als Folge einer Pestepedemie (oder auch durch die münstersche Stiftsfehde; dieses wahrscheinlicher)- zu dieser Zeit desertus d. h. wüst, unbewohnt))


1504 Ludolff Kunscop van der Scyringeshove, possesa est



b) Abgaben an den Sendenhorster Pfarrer (Meßkorn)

Jeder Hof hatte 1 Scheffel (ca. 30-40kg) Gerste an den Sendenhorster Pfarrer zu liefern. Der Kotten wir 1562 unter Kuntschoff, ab 1769 unter Vossebeck/Voss geführt. Jürgen Vossebecke, in anderen Urkunden auch kürzer Voss genannt, war Sendenhorster Bürger und trieb eine rege Grundstückspolitik in und vor der Stadt. Sein Name findet sich auch in anderen Quellen, die Grundstücksbewegungen zum Inhalt haben.


1617 Domkammer

Rentenbrief des Evert Voß. Sendenhorst, Bft Hard


Entscheidend, ist, daß nach der Familie Voß der Kotten einen neuen Namen bekam, die "Vösserei".


1636 Fraterherren

Voß, ein Pferdekötter, vacat


1697

Voßkotte hat Johan Dovelhover für 25 Rthlr jährlich


Nachfolger der Vossebcke/Voß war die Familie Modersohn, die für das 18.Jahrhundert in Sendenhorst mehrfach mit Grundstücksge-schäften nachweisbar ist. Jürgen Modersohn war letzter Besitzer der Vösserei. Durch ihn kam der Kotten an die Vikarie St. Johannes Baptist;


1718 Notiz, Pfarrarchiv:

Jürgen Modersohn hat nach Aussage des Vikars Henrich Schwenger (Joh Bapt) die Vösserei in der Härder Bauerschaft der Vikarie vermacht.

Der Name Vösserei/Voß hielt sich bis ins vorige Jahrhundert:

1768 Bauerschaft Hardt, Hausnummer 2, Voß, Kötter

 

1828

Statistik: Voß, 5 Personen, 3 Pferde, 1 Fohlen, 4 Kühe, 7 Kälber, 3 Schweine,

Der zuletzt gebräuchliche Name Homan bezieht sich auf den letzten Pächter des Vikariekottens. Nähere Informationen sind zur Zeit noch nicht aufgearbeite

H. Petzmeyer/ 11.01.87


Ergänzungen (Urkunden und Akten Generalvikariat):

1709

Henrich Schwenger, Pastor zu Gütersloh und Vicarius s. Joanni Baptista legt Streitigkeiten bei, die wegen einen von dem zu besagter Vikarie von weylandt Vikar Modersohn legierten Kotten verkauften Stück Land, dem Voßkamp, mit Dietrich Suermann und Leippers entstanden waren. Der Kamp geht für 350 Rthlr endgültig in den Besitz des Vikars über.


1770 Zehntpflichtige Ländereien (Marienfeld)

Das Erbe hat lange Jahre wüst gelegen, dazu gehören aber etliche Länder und Kämpe, die zehntbar:

5 Stück achter dem Sommerhagen

Kamp, der Plaggenkamp

1 St in Mönnichs Weidekamp bei Gr Dollers Kamp

3 St auffer Boschen zwischen Hagedorn und Monnichs

1 St gegenüber an Mönnigs Brink

3 St in dem Pavem (?) bei der Heerstraßen zw Focke und Wilcken

2 St auffen Suhtfeld zw Hagedorn u Schmedkamp,schießt auf den Hanweg

1 St auffem Südfeld zw Brandhoen und Middelhove

2 St auffer Hart zw Mellinghoff

1 St auffer Hart von Schuckinghoff bis Wilcken 19 St + Kamp



1810

Overkamp gt. Voß Gerhard Hch 55J Bauer Anna Maria Voß 57J

Kinder Joan Bd 13J, Maria Catharina 24J, Overkamp Anna Maria 8J


1843

Vikar Spinn und Ackersmann Hermann Gausebeck schließen Pachtvertrag über das Voßkolonat auf 12 Jahre; Jährlicher Pachtzins 100 Rthlr


1847

Vohs, Klassensteuer 3 Thlr, Grundsteuer 17-10 Thlr


1969 Theodor Homann



Zehnt Marienfeld

1456

in villa Haert: primo ded Schiringeshove 1 ß solgelt; mansus desertus

1504

Ludolff Kunscop van der Scyringeshove; possessa est


Meßkorn

1562 Jürgen Vossebecke;

1563 Jurgen Voß

1569 Kuntschoff

1570 Georg Voß

1588 ff monatliche Schatzung 2 Rthlr


1711

Jürgen Moderson vermacht der Vikarie Johann Baptist die Vösserei in der Härder Bft


1828

5 Personen, 3 Pferde, 1 Fohlen, 4 Kühe, 7 Kälber, 3 Schweine


1832 Hermann Vohs schulpflichtig


1890

Vikarie St Johan Baptist, 18.74 ha

Hardt 4


Linnemann


1302 X 31 WUB VIII 92

Bischof Otto bekundet die Abtretung des Heilewegeshove (Hellwegshove) im Ksp Sendenhorst für 5 1/2 M an Marienfeld durch Johann Repenhorst, Frau Mechtildis und Kinder Arnoldus und Gertrudis

Zeugen: Gerlacus de Beveren miles

Engelbertus de Musne;

Hermannus d Span,

Hermannus van der Beke

(Hellweghove=Linnemnn) vgl die folgende Urkunde


1458 Domburse U 53

Johann van Lembecke und Angehörige verkaufen der Domburse u. a. Lyndemans Gud sowie Nonehove (ehemals Heleweghes hove) Bft Haert


1486 Domburse, Rechnungen

Lindeman de manso suo: 2 molt ord. 10ß 2 porc 1 pull.


1504 CTW Marienfelder Zehnt

Lyndeman van der Nonenhove 1 sol (1456 1 sol solgelt; mansus desertus)


1682-92

Decima minuta Linneman 1ß jährlich


1716 XI 12 Domburse Fach III, 119,1

Obligation auf 60 Rthl des Zellers Linnemann behuf der Domburse


1720 Domburse, Akten 97

Abgaben 2 Molt Gerste; für 2 Schweine 24ß, 10ß Pachtgeld


1769 X 18 Domburse III, 119,2

Obligation zugunsten der Domburse über 132 Rthl aus.Mit den aufgenommenen Gelder sollen die Creditoren des Lindeman bezahlt werden.


1770 An Marienfeld zehntpflichtige Ländereien

Linnemann

1 St aufe Boseken bei Monnichs 3 St, zur Hälfte zehntbar 1 St



1810

Bernard Hch Mönnich gt Linnemann 50J Bauer oo Schürmann Anna Maria 70J

Linnemann Joan Hermann 38J, Anna Maria 21J

Dienstboten:

Schürmann Bd Hch 16J Pflüger

Panning 8J Schweinehirt

Scheffer Elisabeth 20J Magd

Borgmann Margarethe 16J Magd

Große Düveler Clara 7J


1816

Zeller Linnemann zahlt einen Kanon von 1-14 Rthlr an die Kirche, vormals an den zeitlichen Organisten (aus dem in der Härder Bft unter Cat Nr 3 belegenen Erbe)


1820

Marienfelder Zehnt: Linneman + von der Hove Schilling


1843

Regulierung der Dominialgefälle

Colon Theodor Hermann Linnemann; Hardt 3, früher Domburse

jährliche fixe Gefälle

6 Rthlr Dienstgeld

22 Sg 6 Pf Schweinegeld

10 sg 9 Pf Pachtgeld

24 Sch mstr Gerste

2 Schweine

8 Hühner

ungewisse Eigentumsgefälle 1 Rthl 24 Sg 3 Pf Geld, 2 Sch mstr Gerste 1 -5-8 Rthl Zehntgeld

gesamt 26 mstr Scheffel= 11 Sch 5/10 Metze preußisch


1850 V 18

Ablöse der Domanialgefälle (18-10-7) für 636 Thlr bei der Rentei MS





1498 De Lindemansche 5 Pers.

1538 Türkensteuer Lyndeman

1562 1 Sch Meßkorn

1650 4 1/2 Rthl Schatzung

1664: Frau, Magd, 3 Kinder = 6 Personen

1816 164 Morgen

1828 8 Personen, 4 Pferde, 1 Fohlen, 4 Kühe, 6 Kälber, 2 Schweine

1834/49 Hermann Linnemann Grundsteuerkapital 217 Rthlr

1969 Heinrich Linnemann, Landwirt

1986 ders. Bauer


1938 Heinrich Linnemann 41.01 ha

_________________________________________________________________________________________________________________

 

 


Hardt 5

Große Düveler (Th Vornholz)

 

1447 XI 29 Domkapitel Oblegien U 6

Drude, Wwe Stevens van der Marke, Godeke von Haltern und Johann Brockhagen als Vormünder der Elseken Druden, Hilken, Kinder des genannten Ehepaares übergeben Bernd Valken, Domdechant, den Eigenhörigen Bernde, Sohn des Ehepaars Gerd Schenctorpes oo +Aleken im Kirchspiel Sendenhorst gegen Johan Dovelhouwer, Sohn des Johann Douvelhover oo Mette, Ksp Sendenhorst Siegelankündigung Godeke von Haltern, Joh Brockhagen


Einbürgerungen Ahlen:

1531 Herman Dovelhover

1561 Gert Dovelhover

1570 Otte Dovelhovers

Anna Dovelhover


1581 Ketteler Harkotten U 471

Heinrich Ledebur zu Brochmüllen und Royenhagen oo Jaspara Schenking verkaufen Domburse Rente von 400/24 Rthlr (6%) aus Gütern Große und Lütke Dovelhover und Schürmann zugunsten der natürlichen Kinder des Domherren Caspar Schmisingh


1594

Henrich Ledebur oo Caspara Schenking verk Ehel. Berning MS 300 Rthl unter Verpfändung von Schürmann und Grote Dowelhoers


1603

Lucas Ledebur zum Royenhagen bekennt, nachdem er mit Gertrud weiland Henrich Bernings Tochter Bürger zu Münster wegen Dovelhovers Erbe richtig Rechnung gehalten, ist festgestellt, daß er 133 Rthlr schuldig ist.

Verpfändung von Dovelhover und Verpflichtung, jährlich 8 Rthl zu zahlen.


1603 IX 7 Domburse U 185

Caspara Schenking, Wwe +Heinrich Ledeburs und Söhne Heinrich und Lucas verkaufen der Domburse Münster die Güter Große und Kleine Dovelhover einschließlich der dort wohnenden Leute (Gr. D: 2 alte Vorsassen)

Verpfändung von Royenhagen und Schorneberg, dazu den schmalen Kampf bei Sendenhorst an der Heiden den langen Weg nach gelegen O Pastor, W Bertenkamp; Wieschen zwischen v Ledebur und Schotten Wiesch, Knappwiese genannt; 1 Stück Heu in der Bortenwiese am langen Weg


1604 Domburse U 309

Genehmigung der Pfandsetzung


1770 An Marienfeld zehntpflichtige Ländereien:

Gr Döller

5 St auffen Achtersommerhagen bei S. Horstrup

2 St auffen Johankamp

1 St in Döllers Austenkamp vor Hagedorns Hartkamp

3 St auffen Kalverkamp nach der Hart

1 St ebda

1 Kamp über den Schlickkamp

2 St im Lütken Schlickkamp o nächst dem Schlick

1 St auffem Schlick bei Linnemans Kamp 16 St + 1 Kamp



1810

Große Düveler Joan Hch 38J Bauer oo Linnemann Catharina Elisabeth 36J,

Kinder. Bernard Hch 5J, Joan Theodor 2J, Maria Anna 8J, Elisabeth 2 Mon

Dienstboten

Gr. Düveler Bernard Hermann 23J Ackerknecht

Gr. Düveler Joan Berd 17J Ackerknecht

Kalthoff Joan Hch 6J Schweinehirt

Vagedes Maria Catharina magd 18J

Rottmann Elisabeth 12J Magd


1816

Wittwe Grose Düveler Kanon an die Kirche von 1-7 Rthlr, angeblich von einer Kapitalschuld (aus dem sub Cat Nr 4 in der Härder Bft belegenen Erbe Grose Düveler


1827 (Steuerveranlagung)

Großedüveler, Grundbesitzer: 45 Mg AL, 5 Mg Wiese, 13 Mg Weide

Kapitalwert 10.000 Thlr


1843

Festlegung der Domanialgefälle: Colon Anton Mellinghoff gt Große Düveler oo Anna Maria geb Gr D.vormals der Domburse gehörig

fixe Gefälle:

6 Th Dienstgeld

22 Sg 6 Pf Schweingeld

5 Rt 9 Sg 1 Pf Pachtgeld

30 mstr Scheffel Gerste

24 mstr Sch Hafer

statt ungewisser Eigentumsgefälle: 10 Sg 5 Pf; 3 mstr Sch Gerste, 2 mstr Sch Hafer

1 Rt 15 Sg 2 Pf Zehntgeld

 

1850 V 18

Ablöse für 690 Rthlr bei der Rentei MS


1902 Einleitung eines Enteignungsverfahrrens wegen Grundstücke der Eheleute Kolon Anton Homann gt. Große-Düveler zum Bau der Westf. Landeseisenbahn.


 

Statistik

1498 Herman Dovelhover 4 Personen

1588 Ksp-Schatzung 5 Rthlr

1650 Grote Dovelhouwer

1664 Frau, Junge, 1 Kind = 4 Personen

1571 1 Scheffel Meßkorn

1828 8 Personen 3 Pferde Fohlen 4 Kühe 7 Kälber 2 Schweine

1847 Bernhard Henrich Gr. Duveler, Steuerkapital 265 Rthlr

1895 Anton Homann gt Düveler

1906 Anna Gr. Döveler (Aldrup)

1921 Bernhard Alttrup gt Große Düweler oo Anna Homann gt Gr. Düweler

1938 Bernhard Aldrup 41.84 ha (155 Mg)

1960 Th. Vornholz

1816 187 Morgen

1948 41.87 ha

Hardt 6

Röper




1530 Domburse U 96

Thomas v Marhulse oo Anna und Wwe Hermanna Vogedes, ehemals Frau des Dirick Vogedes und Schwester des Thomas v. M. verkaufen die Höfe Roper und Monnekemans im Ksp S. upr Hart dem Herrn Gerd van Plettenberch, Domherrn der kerken van Munster für eine genügende Geldsumme, wovon 200 Gg Tylbecke, Bürger zu MS vorgesteckt hat.


1531 IV 17 Domkapitel Domburse U 108

Vor Off MS verkaufen Thomas v Marhulse oo Anna, Wwe Dirick V. Schwester des Thomas v M ihren Anteil an Ropers und Monnekemans Hof (Monnich) Ksp S.Bft Hard. Der dritte Teil gehört Johan v Marhulse, ihrem Bruder


1557 I 8 Domburse U 151

Die Testamentsexekutoren des +Gerd v Plettenberg übertragen Monnich und Roper gemäß letztem Willen der Domburse



v. Marlhulse

NN


Thomas Hermanna Johann

oo Anna oo Dirick Vogedes


vgl mstr Stiftsfehde:

1450 Fehdeerklärung an die Hoyasche Partei Johan van Marhulse (mit Gadert van Heiden, Johan van Senden)

1451 Herman v Marhulse mit Sander Volenspit an der Tagfahrt nach Werth

1453 Herman v Marhulse hat Verschreibungen des Bischofs Walram v MS



1659 Vinnenberg Akten 96

Streit um Wegebesserung: Martin Schotte und Wittib Röpersche beantragen eine Zeugenbefragung wegen der Wegebesserungspflicht der Mühlenstraße zwischen Mellinghoffs und Watermans Kämpen, die ihnen zu Unrecht abverlangt werde. (Alle Zeugen verneinen)


1770 An Marienfeld zehntpflichtiges Land:

Roeper

2 St auffer Hart auf Monnichs Wordt und auffen Dahmweg

2 St beim Veltkamp zw Schotte

4 St zw Veltkamp und Schotte

2 St aufem Backenfeld

3 St ebda bei Schotte

5 St ebda schießend auf den Bocksweg

1 St ebda nächst Schotten Woeste an der Heggen

6 St auf Ropers Schalekamp im Osten

6 St aufm Westkampo, die ertsen 6 nach Woesten

1 Kamp, Roepers Hanerkamp 13 St 45 St


1810

Theodor Hermann Brunland gt, Röper 60J oo Anna Maria Vocke 60J, Kinder Joan Hermann 38J, Joan Hch 26J, Bernd Dirk 21J, Maria Anna 26J, Angela 24J, Maria Catharina 18J

Nordhues Bd Hch 13J Schweinehirt


1834 Muttersteuerrolle

Interessenten der Gemeinheit Flachsland Röper, Schotte und Mellinghof

Grundstuer 40-6-8 thlr


1843

Regulierung der Domanialgefälle:

Colonat Roeper, Domburse; Bernhard Th Roper

6 Thl Dienstgeld

5 Thl 16 Sg 1 d Pachtgeld

1 Schwein

anstelle der ungew. Eigentumsgefälle 1 Rt 6d Mehrpacht



1859/62

Bernd Theodor Röper oo Anna Maria Schotte; bei der Teilung der Gemeinheit Brüggerfeld abgefunden

 

 

1895 Bernhard Ltke Kogge gt Röper

1498 Joh Roper 5 Personen

1562 1 Sch Meßkorn

1588 Schatzung Roeper 3Å Rthlr

1664 Wwe Röpersche Sohn,Tochter= 3 Personen

1816 96 Morgen

1820 Marienfelder Zehnt und Blutzehnt (CTW V 311)

1828 7 Personen, 3 Pferde, 1 Fohlen, 7 Kühe, 9 Kälber, 4 Schweine

1839/49 Theodor Röper, Grundsteuerkapital 189 RThl

 

1895 21.99ha

1928 27.67ha


1938 St. Josef-Stift 30.37 ha

 

Hardt 7

Schotte

1960 Werring-Schotte



1497 Urk Haus Assen

Besitzer des Hofes Gerd Ocke: Vor Joh Bysschopinck, Richter zu MS verkauft Gerd Ocke oo Hilke, ehem Rentmeister, dem Dyderich van dem Berge d. Ä. hus und wonynge in Wolbeck bei der Hofpforte als freies Weichbildgut; nur Wortgeld und Worthühner.

Pfandsetzung des Erbes Schottengud Ksp Sendenhorst Bft Hard


1504 Marienfeld Zehnt

areales: Scotte van der Degenhove (die 1456 mansus desertus war) possessa est (!)


1553

Gutsherr Johan Osnabrug zu Münster (ders. 1561 Ratherr zu MS)



Schotte auf der Hardt

Pertinentien 1579

Anno 1579 den 14 July hefft Johan Schoette unnd Anna sin huesfruwe dit naebeschrevenne bekannt wat in den Erve gehoerich


Voer irst den kamp achte den huesse hoert gans int erve met ein Buess daer ein schoeppe in steit, is fri sunder tenden (2. Hd 2 Moldt saedt)


item noch ein gaerden achter dem huesse

item noch ein klein gaerden voer dem huesse


item noch de Roeggen kamp hoer ock gans tho behalven (außer) ein klein stuecken ein Endecken naer dem dieck her, hoert den Ruepper (Röper) tho. Seyt men inne 6 schepel Roggen schet by des Ruepers kamp an de westen siet unnd Medelkamp (?) an de Oist siet


Item ein kamp tueschen des Rueppers huiß unnd Schoetten. Hevet 4 stuecke in Schotten erve unnd 2 stuecke in Mellinckhoeves erve, de naest Schotten hueß lieggen.


Item noch de Winkelskamp is 4 schepel haeffer, hoert gans int erve


Item uup den Haefferkamp, den Ruepper horich, hier in Schott 1 stuecke, dat 4 stuecke nae Schoetten Roggen kamp steitt ein Eicken boem am Ende


Iten noch up den selvighen Haefferkamp 8 stuecke Schotten an den negst


Item in de wueste huede 14 stuecke hoert int erve, dan sind daer noch 3 stuecke in Mellinchoves ... noch is ein stuecke hoert et ... in Schotten und is et 3 stuecke voer es Rueppers hueß


Item int Groetten Doeffellers hueß, hoert in den Erve, sind 3 ort van den buesch dey an den Scherbus strecket


Item de Hurtmanntsche breide gelegen in den Schuer buss hoer 9 stuecke in Schotten unnd 1 stuecke dat man seyet unnd 7 stuecke met holte heort den grotten Doeffeler is oek in den Schuer buess


item up den blauwen kamp 7 lange stuecke int erve, des is ein stuecke de kerke tho Sendenhorst is versumet, plech men 18 D uff tho geven. Noch 6 twers stuecke schiettende baven des Ruepers unnd Mellinck hoves ...


Item up den Niyen kamp 4 stuecke hoert in schotten erve

(am Ran:d 8 schepel saet gersten)


Item up den Baecken felde 1 stuecke an beiden sieden voernoetten de Roeper

(Am Rand: 1 1/2 schepel gerste)


item noch up den solven felde 3 steucek foernotten an beiden siden Mellinchaffe

(Am Rand: 4 schepel gerst)


Item noch 2 Helle stuecke, 2 halve stuecke, vornoete Lindeman de Roeper

(am Rand: 1 schepel gerst)


Item noch 2 stuecke de Roeper thor oest siet unnd feldtkamp

(am Rand: 1 schepel Roggen)


item noch in Mellincks haff feldtkamp 1 stuecke nae dr Oest siet

(am Rand 2 schepel gerste)


item up den Kley 1 stuecke de foernoeten vorß de groetten Doeffeller

(am Rand; 4 schepel weitten)


item noch 1 stuecke up den Klei de foer notte den Grroetten Doeffeler up beiden sieden

(am Rand 3 schepel weiten)


Item up den Sliecke 3 stueck, 2 steucke daer schuitten dende (?) tegen den Sliecke in Lindemans wiessche, is met holte und snit men ock

(am Rand 1 1/2 fuer (Fuder) hoys, 6 schepel Roggen)


Item in Roepers Nyen kamp 1 steuecke, dat ander stuecke nae de Oest syet, noch ein stuecke in den kamp de vornotte in den Baeken

kamp


Item in den Merkamp up der Heck 2 stuecke voll holdt was (Holzwachs) daer nedder waret 4 stuecke an des Ruepers syet noch 3 stuecke up den dreis grundt voer Notten de Rueper und Mellinckhoff noch 1 stuecke foer notten de Rueper


Item 1 stuecke twers voer den ander her up de eine sit de Rueper


Item noch 2 stuecke da vorn Notten an beiden sidem de Rueper


Item Melckinckhaves wies, 1 stuecke, foer notte Lindeman, Mellinc-hoff, noch ein stuecke midden in der wies

(am Rand 2)


Item in den Borne und is ein Wies 2 Stuecke, de eine siet de Hegge, de ander Vornot Mellinckhoff

(Am Rand: 3)


Item noch in de Wenne 3 stuecke sind alls Wies landt, de Vornotte de Roepger

(Am Rand: 4)


Item noch an dem Borne 2 Stuecke wies ladnt, Vornotten Mellinckhoff, Horstrop an den Oest (Am Rand: 4)


item noch 1 stuecke in den Borne, Voer notte de Luyttike Doveler und Mellinchoff de ost sit


iten de wies up der Angell, 2 stueckje, ans Rupers wies und de anderde de Angel en Blick (am Rand: 2)


Item in den Maesbrinck 12 stuecke vornoette an beiden sieden de Rueper, noch 1 stuecke vormiten Mellinchoff oestsiet und de Roper


Item in den Nyen grave 2 stuecke forrnotte des Ruepers de Oest sit Foecke, is wies landt


Item noch in den Nyen grave 4 stuecke hoie alndt, scheit up de Angell, vornotte Roeper, de Oist sit und Foecke Sueden (am Rand: 1)


Item noch 3 stucke tendens de 4 stuecke up den Nyen grave, Varnotte Watterman (am Rand: 1)


Item noch 1 stuecke platt acker up den Nyen grave de Roeper an beiden sidden vornotten (am Rand: 1)


Item de Becken kamp 8 stuecken

(am Rand: 8 scheppel Roggen)


item up et Baeckenfeldt tegens Ropers Hecke, 2 stucke

(am Rand: 3 Schepel weiten)


Item noch up et Baeckenfeldt 1 stuecke Vornoten up de Oist sit Mellinghoff, de ande Rüper

(am Rand: 1 schepel Garsten)


item noch 4 stuecke up den Baeckenfelde, voernotten up beiden siden de Oist sit Mellinchoff de Rueper


item noch 5 stuecke up den Baeckenfelde vornotten Mellinchoff de Oiest sit, de ander Ruepers kamp, is sey landt; dueseen stuecken scheyten up de Angell daer is Hoywas oek anne

(am Rand: 1 Mald)


item noch up de Baeckenfelde 1 stucke Voernotten Mellinckhoff oist sit und Rueper

(am Rand: 2 Sch.)


Item noch 3 stuecek up den baeckenfeldee, scheittende up den Wall, Melchoff (!) tho oist und weist site

(am Rand 5 Schepel gersten)


item noch 1 stuecke und 2 korte stuecke up den Baeckenfeld vornote tho oist sit de Ruper de aner Mellinchoff

(am Rand 3 schepel gerste)


item noch 1 stuecke schet up de Angell up den Baeck, sindt Vornotte oiest sitt Ruper unnd Mellinchoff

(am Rand: 1 schepel gersten)


item noch 2 lange stuecke und 1 kort stuecke, fornotten Lindemann suedersit und Rueper

(am Rand: 3 schepel gersten)


Item noch up de Krumpelbreide 8 stucke scheittende up den Angell, vornotten up beiden syden

(Am Rand: 1 Mold saet)


item noch 2 stucke voer den Krumpel, vornotten de Rueper an beiden sit

(am Rand: 3 Scheppel gerst sat)


item vor den Bruigge tho Westen up de Geistschen Brede 2 stuecke noch 2 stuecke im Wursman mersekamp, de 2 stuecke de up der Geistschen Brede scheiten dorch den forder ende in Wursmans Merskamp


item noch 1 stuecke legt in der Merßbrede, den Norder siett vornnoette Schulte, westen de fuecke (Focke), furdern siet de Richter


Item up de Haert 2 stuecke unnd ein schraet Stuecksken, vornotten de Roeper, up de Oestsiedt Mellinchoff de 2 stuecke scheiten an Foecken hoeve, behalven dat end up den knappe wendet daet

(am Rand: 7 scheppel Roggen)


Item up de Langewort 6 stuecke sey landes und ein Wacker bus

(am Rand:6 schepel)


Item up Mellinckhoveß lange wordt 2 stuecke up und ner lanck

(am Rand 6 Schepel)


Item der Oestbues licht ein stuecke in, hort Mellinchoeve tho, is nien eicken holdt up bis achter an ein Wieseken


iten noch ein Buess hort im Raelle (?)



1645 Vinnenberg Akten 104a

Martin Schotte gibt an, er sei von Albert Wulfferts gepfändet worden obwohl die 200 Rthl des Kirchspiels Schuldigkeit sei und nicht seine. Die Summe sei von W. bei dem mstr Bürger und Wandschneider Otterstedde aufgenommen zur Bestreitung der hessischen und kaiserl. Kontribution, wie Schulte Berndt als Provisor bestätigt.


1659 Vinnenberg Akten 96

Streit um Wegebesserung, Martin Schotte und Wwe Röpersche beantragen eine Zeugenbefragung wegen der Wegebesserungspflicht der Mühlenstraße zw Mellinghoff und Watermans Kämpen, die ihren zu Unrecht abverlangt werde.

Befragung von Herman Waterman, Dieth Schulte Bering, Bernd Middendorpf, Kerstien Gr Doveler und Herman Spithover, so vor vielen Jahren der Orter gewohnet und mehrenteils auch

daselbst auferzogen sein.

Zeugen verneinen Pflicht ... sei keine gemeine Hellstraße sondern nur ein Zock und Treibstraße...

Geschehen in S. in Bernd Schotten Behausung Z: Joh Korckweg, Johan Homan

vor Notar Joh Berning


Vinnenberg Akten

simplex proiectum emptionis et venditionis praedii Schotten auff der Hartt zu Sendenhorst

 

1662 VII 12

Die Familie Schotte verkauft unter Vermittlung Pastor Joh Kleikamps dem Kloster Vinnenberg ihr Erbe und Güter auf Eigentumsrecht. V zahlt zur Ablösung der Schulden 1100 Rthl. Einer der freigeborenen Söhne soll nach + der Eltern oder Übertragung des Hufes sich mit Ausgebung des Freibriefs und Weinkaufs mit seiner zukünftigen Ehefrau das Erbe nach Eigentumsrecht iure colonario besitzen und gebrauchen.

Jahrespacht: 20 Rthlr, 2 Schweine, drei paar Hühner, 2 Gänse.

Den Kindern wird zum Abstand und Brautschatz versprochen 100 Rthlr. Das Vieh und andere Mobilien soll beim Tode der Eltern den Erbsitzern verbleiben

Vertrag geschen in Sendenhorst auf der Hart in Schotten Haus, in er Küchen am Tisch in Gegenwart Schulten Bering ;

Unterschrift Martin Schotte oo Cath Bering; Dietrich Schotte gt Sommersell


1662 VIII 17 Vinnenberg Urkunden

Endgültiger Vertrag:

In Gegenwart Pastor Joh Kleikamp, Bevollmächtigter des Martin Schotte, der wegen hohen Alters nicht erschienen konnte, dessen Frau Cath Beringes, jetzige Besitzer Schotten Erbes, deren großj. Söhne Dietrich, jetziger Sommersell, Johan und Martin, für die abwesenden Kinder und Brüder Jürgen, Balthasar, Herman, Henrich, verkaufen die vorg. ihr frey und allodial guett Schotten Erbe dem Kloster Vinnnenberg

Lt Kaufbrief war das Gut 1635 von dem + Henrich Borchorst, der Rechte doctor und Bürgermeister zu MS und seinen Söhnen gekauft.

V erklärt sich bereit, eine Obligation von 850 Thl für Hernich Gallenkamp, Bürger zu MS und über 250 Thl für Schulte Dieth Bering einzulösen.

Die erste Pachtzahlung an Vinnenberg soll 1663 erfolgen. Zukünftig sind folgende Abgaben an V. zu leisten:

20 Rthlr,

2 Pachtschweine,

ein paar Hühner,

2 Gänse.

Jeder der Söhne des Hofes soll als Erbteil 100 Rthl und ein Bett bzw 5 Rthl erhalten. Stirbt er unverheiratet, bleibt das Kapital beim Hofe., Wer am besten geeignet erscheint, soll durch Einlieferung seines Freibriefs sich in Eingetum begeben und den Hof iure colonario übernehmen.

Weinkauf für dieses Mal 6 Rthlr

Urkunde in zweifacher Ausfertigung des Ludolphus Heselman Notar am fürstl Hofgericht


Heinrich Gallenkamp(+1636) oo Gertrud Engelberding

vgl: 1624-53 Joh Engelberding, Pastor zu S.


1734

Geburtsbrief, Einbürgerung zu Münster: Henrich Schotte, Eltern Henrich Schotte oo Anna Christine Busch, Ksp Sendenhorst


1770 An Marienfeld zehntpflichtige Ländereien:

Schotte

Colon Merten Schotte bei der Aufzeichnung anwesend

2 St aufer Hart vom Möllenknap bis Doller und Linnemans Driefweg

2 St auf Monnichs Wort bis auf den Haertweg

3 St vom Kley bis auffen Schlick

3 St auffen Schlick bei Gr Dollers

2 St beim Veltkamp aufn Beckweg

2 1/2 St bei den obigen

6 St nächst an der Hove auf Schotten Bakenkamp

3 St aufm Bakenfeld beim Bakenkamp

3 St dahinter

4 St ebda mitten Ropers Land

3 St mitten Mellinghofs Land

1 St aufem Barkenfeld nach der Westseite

3 St ebda bei Linneman 4 St an der Westseite

4 St auf Schotten Niehenkamp

1 St aufm Blaenfeld

3 St nächst an Hanerskamp

Die Woeste, außer das Stück an der Hegge

.. St bei Röpers Hauskamp

Kamp nächst vor dem Haus (teilweise) ca 50 St


1810

Joan Hch Sommersell gt Schötte 50J Bauer oo Anna Maria Schotte, Kinder Anton SChotte 19J, Anna Maria Schotte 22J

Personal:

Niehues Friedrich Ackerknecht 27J

Saerbeck Joan hch 17J Ackerknecht

Kogge Joan Hch 14J Schweinehirt

Mussenbrock Anna Maria 26J Magd

Mussenbrock Maria Catharina 18J Magd


1826 A 212

Witwe Schotte, 53 Taler Grundsteuer


1834 Muttersteuerrolle

Interessenten der Gemeinheit Flachsland Röper Schotte Mellinghof


1859/62

Kolon Anton Schotte oo Maria Kath Röper; bei der Teilung der

Gemeinheit Brüggerfeld berücksichtigt


1893

Landwirt Stephan Kleine-Westhoff gt. Schotte Deligierter der Genossenschaftsversammlugn der westf. landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für die Sektion Beckum.


1927 Nachruf

Am 21. August verschied der Gutsbesitzer Herr Stephan Westhoff-Schotte.

Der Verstorbene gehörte seit dem Jahre 1908 dem Schulvorstande und der Schuldeputation für Stadt- und Landgemeinde Sendenhorst an.

Mit regem Eifer und vorbildlicher Pflichttreue hat er stets die Interessen der Schule wahrgenommen.

Sein Andenken wird in dankbarer Erinnerung gehalten werden

Sendenhorst, 22. August 1927

Namens des Schulvorstandes und der Schuldeputation

Austrup, Bürgermeister und Verbandsvorsteher



Statistik


1498 Bernt Schotte 4 Personen

1562 Schotte 2 Scheffel Meßkorn

1588 Schotte 5 Rthl Schatzung

1664 Frau, Magd, Junge, Sohn 5 Personen

1816 182 Morgen

1828 7 Personen, 7 Pferde, 8 Kühe, 11 Kälber, 5 Schweine

1839/49 Anton Schotte, Grundsteuerkapital 361 Rthl

1895 Kl. Westhoff gt. Grothues oo Anna Kth.Röper

1927 Stephan Westhoff-Schotte+

1929 Kaspar Roeren, Gutsbesitzer oo Maria Westhoff

1929 43.23 ha, 1940 46.91 ha

1969 Maria Roeren


1938 Kaspar Roeren, 47.03 ha

Nachruf (in B 284)

Am 21. August 1927 verschied der Gutsbesitzer Herr Stephan Westhopff-Schotte.

Der Verstorbene gehörte seti dem Jahre 1908 dem Schulvorstnade und der Schuldeputation für Stadt- und Landgemeinde Sendenhorst.





Vater :

Mutter :

Nachk. :

___________________________________________________________________________


S C H O T T E


*

+


oo

am

___________________________________________________________________________


1. Anna * zu Sendenhorst

+


oo Johan Richter um 1575

* zu Enniger

+

Vater :

Mutter :

Nachk. : Martin Schotte

___________________________________________________________________________


Martin S C H O T T E


* um 1588 zu Sendenhorst

+ 1668 zu Sendenhorst (80J.)


oo Catharina Schulte Bering aus Sendenhorst

am

___________________________________________________________________________


1. Dietrich * zu Sendenhorst

+


oo Sommersell vor 1662

*

+


2. Johan * zu Sendenhorst

+ nach 1662


3. Martin * zu Sendenhorst

+ 1678 zu Sendenhorst


oo Gertrud Schulte Schnecking am 22. 9.1665 zu Sendenhorst

* zu Enniger

+ 8. 5.1715 zu Sendenhorst (65J.)


Anerbe.


4. Georg * zu Sendenhorst

+


oo Catharina Hiddinghoff am 29. 1.1663 zu Sendenhorst

* zu Sendenhorst

+


Tagelöhner, wohnt im Ostenviertel der Stadt Sendenhorst.


5. Balthasar * zu Sendenhorst

+ nach 1666


6. Herman * um 1640 zu Sendenhorst

+ 21. 2.1689 zu Enniger (49J.)


oo Catharina Schulte Schnecking Witwe Schulte Höckelmann

am 29.10.1685 zu Enniger

* um 1643 zu Enniger

+ 25. 4.1709 zu Enniger (66J.)


gewinnt den Hof Schulte Höckelmann in Enniger.



Vater :

Mutter :

Nachk. : Martin Schotte

___________________________________________________________________________


Catharina Schulte B E R I N G


* zu Sendenhorst

+ 13. 5.1665 zu Sendenhorst


oo Martin Schotte aus Sendenhorst

am

___________________________________________________________________________


7. Henrich * zu Sendenhorst

+


oo Anna Schulte Bering am 26.11.1673 zu Sendenhorst

* zu Sendenhorst

+


8. Clara * zu Sendenhorst

+ nach 1662


oo Johan Wattendrup

*

+


ist 1662 Patin bei Schulte Bering.

Vater : Martin Schotte

Mutter : Catharina Schulte Bering

Nachk. : Gertrud Schotte

___________________________________________________________________________


Martin S C H O T T E


* zu Sendenhorst

+ 1678 zu Sendenhorst


oo Gertrud Schulte Schnecking aus Enniger

am 22. 9.1665 zu Sendenhorst


Trauzeugen: Diderich Sommersell, Bernd Schotte, Ludolph Jonßh|vel

___________________________________________________________________________


1. Catharina get. 1666 zu Sendenhorst

1.

2.

+


2. Anna get. 1668 zu Sendenhorst

1.

2.

+


3. Johan get. 1670 zu Sendenhorst

1.

2.

+


4. Gertrud get. 1674 zu Sendenhorst

1.

2.

+


oo Henrich Geilern gen. Schotte um 1695

get. zu Sendenhorst

+


Anerbin.


5. Maria get. 1678 zu Sendenhorst

1.

2.

+



Vater : Johan Schulte Schnecking

Mutter : Gertrud Meyeß

Nachk. : Gertrud Schotte

___________________________________________________________________________


Gertrud Schulte S C H N E C K I N G


* zu Enniger

+ 8. 5.1715 zu Sendenhorst (65J.)


oo I. Martin Schotte aus Sendnehorst

am 22. 9.1665 zu Sendenhorst


Trauzeugen: Diderich Sommersell, Bernd Schotte, Ludolph Jonßh|vel


oo II. Johan Sommersell gen. Schotte aus Sendenhorst

am


Trauzeugen:

___________________________________________________________________________



Vater :

Mutter :

Nachk. :

___________________________________________________________________________


Johan S O M M E R S E L L gen. S C H O T T E


* zu Sendenhorst

+

___________________________________________________________________________


6. Anna get. 1680 zu Sendenhorst

1.

2.

+


7. Catharina get. um 1680 zu Sendenhorst (1750: 70J.)

+ nach 1750


oo Everhard Austermann am 27. 8.1702 zu Enniger

get.

+ vor 1750


Freibrief derÄbtissin von Vinnenberg vom 14. 8. 1702 (Archiv Darfeld).


8. Theodor get. 1682 zu Sendenhorst

1.

2.

+


9. Maria Elisabeth get. 1684 zu Sendenhorst

1.

2.

+


10. Bernd get. 1688 zu Sendenhorst

1.

2.

+Vater : Martin Schotte

Mutter : Catharina Schulte Bering

Nachk. :

___________________________________________________________________________


Georg S C H O T T E


* zu Sendenhorst

+


oo Catharina Hiddinghoff aus Sendenhorst

am 29. 1.1663 zu Sendenhorst


Trauzeugen: Berndt Schotte, Diderich Sommersell


Tagelöhner, wohnt im Ostenviertel der Stadt Sendenhorst.

___________________________________________________________________________


1. Henrich get. 14.10.1663 zu Sendenhorst

1. Henrich Lange

2. Elisabeth uxor Johan Hurre

+


2. Theodor get. 29. 6.1666 zu Sendenhorst

1. Dirich Sommersell (geb. Schotte)

2. Gertrud Schnecking genand Schotte

+


3. Catharina get. 14. 2.1669 zu Sendenhorst

1. Henrich Hiddinckhoff

2. Catharina Dreppers genandt Schotte

+


4. Gottfried get. 10. 4.1672 zu Sendenhorst

1. R.D. Godefrid Ribbers

2. -

+


5. Martin get. 6. 8.1673 zu Sendenhorst

1. Martin Schotte (oo Gertrud Sch. Schnecking)

2. Anna Lange

+


6. Elisabeth get. 1680 zu Sendenhorst

1.

2.

+


7. Balthasar get. 1683 zu Sendenhorst

1.

2.

+



Vater :

Mutter :

Nachk. :

___________________________________________________________________________


Catharina H I D D I N G H O F F


* zu Sendenhorst

+


oo Georg Schotte aus Sendenhorst

am 29. 1.1663 zu Sendenhorst


Trauzeugen: Berndt Schotte, Diderich Sommersell

______________

 


Hardt 8

Watermann


ursprünglich einer der beiden Freigüter "Meldinghove" später landesherrlich


1553 Gutsherr Fürstbischof


1574 FM Hofkammer VIII i Nr 30

Extract Aufschreibungsbuch Amts Wolbeck 1574, erneuert 1685

Verzeichnis Watermann

lassen zu Münsterschen Maßen, hofhörig in den Hof zu Wettendorff


Pertinentien:

1. im Brüggenfelde 4 St (5 Sch Hafer) Vorn Grisekamp und Mellinghoff

2. hinter dem Neuen Kamp 7 St (5 Sch Hafer) Vornoten wie 1

3. ufm Kornlande 3 ST (4 Sch Hafer) Vorn die Roper

4. uf der Hausbreiden 7 St (9 Sch Gerstensaat) Vorn Mellinghoff und Röper

5. die Geistkamp, 7 Sch Hafer

6. die kortegarte 4 Becker Linns sath

7. die groite Garte 1 Sch Linns saeth

8. die Geistkamp 4 Kuhweide

9. im Neuengraven ist eine Wisch 4 Foder Heuwachs

10.Eickbusch im Brinke ist 10 Schweine-Mast


Abgaben an den Landesherrn:

Dienstgeld 2 Gg

Kuhschatz 1 Rthl

Hundegeld 5ß

noch jährlich ein feist Schwein


In den Dom zu MS:

20 Sch Hafer und 1 Molt Gerste, Spiekermaß

daselbst 14ß

noch jährlich zu Hofgelde 9ß


1608 (ebenda)

Caspar Schenckinck Richter und Gograf zu S und Rentmeister Anton Modersohn, Wolbeck verfügen den Waterman auf die Malstatt, da die Pertinentien gelegen und nehmen ein Besitzprotokoll auf:

Kämpe und Saatlande

das Haus etwan baufällig nach geringer Hausleute Gelegenheit,

das Spiker niederfellig, in maßen das Backhaus und Schoppen gar geringe.

Garten (4 Becher Lynensaaten); Gr Garten, Kl Garten bei dem Backhaus und Spieker, Kamp die Heubrede von Mellinckhoff gebuttet (1 Molt Sendenhorstescher Maßen, im Brügger Velde und aufm Kornlande, der Geistkamp

Summa an saitbaren Lande Insaet:

Roggen 2 Malt 4 Scheppel

Gerste 1 1/2 Scheffel

Lynsaamen 1 Sch 4 Becker

Weideland:

Kohkamp (aus dem gemeinen Felde geschlagen) gegen den Neuenkamp getauscht

4 Kuhweide, 5 St nidriges Land hinterm Geistkamp im Zuschlag (2 Rinder)

Heugewachs:

Die Neingeraffwische 4 Fuder Heu

Holzgewachs:

wan Gott volle Mast beschert, 10 oder 11 Schweine Mast

Markengerechtigkeit:

zu wissen, daß dies Erbe in keiner Marken oder Vehedrifft berechtigt.


Pacht:

1 feist Schwein

an Hundegeld und Koheschat 24 ß

in den Hof zu Wettendorf (dahin hofhörig) 11 ß

uf die Cappe ein Molt Gerste Spiekermat

daselbst 20 Sch Hafer Spiekermat

Berndt Drosten zum Hülshoff van allem lebendigen Vehe den blodigen Zehenden

Domkellner MS 12ß Veirgeld (?)

Pastor zu S 1 Sch Mißgersten

Coster 1 Sch Mißgersten

Schenck zu Hoitmar 5ß


Beschwer und Schulden:

an die 200 Rthl


Eltern und Kinder

Elsa W. sich mit Henrich Jonsthövel bestatten fürhabend, hat bereits eine Tochter Anna; noch hat gedachte Else vor 3 Jahren vom jetzigen Focken auch ein Megden Cath genandt außerhalb der Ehe gezeuget und beide Kinder an das Amtshaus eigenhörig.

Henrich Jonsthövel, der Bräutigam, gibt an er könne, falls er sich an Elsen W auf das Erbe bestatten möge, 160 Rthl zum Brautschatz bringen: Sei frei und bereit sich eigen zu geben, falls seine Kinder dagegen freigegeben werden mögen (nach landsettlichem Gebrauch).


1643

Drost von Merfeldt schreibt wegen landesfüstlichem Eigenbehörigen Watermann. Er habe ein Stück Gartenalnd seit undenklichen Jahren für 2 Schilling für seine Leibzucht binnen Sendenhorst, jetzt aber bei neuerlicher Feuersbrunst eingeäscherte Behausung, Diese mache der Pastro ihm streitig


1652 (ebenda)

Hofsprachprotokoll

Erscheint Johann Focke, jetziger Zeller Watermanns, und gibt zu Protokoll

hat eine Tochter, dem Landesfürsten eigen 12 J

Zeller Johann Focke gebürtig vom Focken Erbe 41 J, seit 13 Jahren an Watermanns Tochter bestattet.; er selbst sei noch frei, seine Frau dem Landfürsten eigen

Seiner Frauen Schwester habe sich freigekauft und an seinen Bruder,jetzigen Focken wieder bestattet.

Keine Kotten zum Erbe excepto eine in der Stadt S hinder Johansen Saurmans Hausstette am Graben belegenen Hausstätte gehörig sey, welche dem Stadtsgraben bislanges schießet und sey bey selbiger Hausstätte ein Gartenstücke außerhalb S für der Austpforten außer dem Schlagbaum gelegen. so zwaren der Kirche zuständig (2ß an die Kirche) trotzdem im ständigenBesitz; Garten wird jeweils nach 4 Jahren mit 7ß beweinkauft.

Folgt Aufzählung von Bauland (Nach mstr nicht nach Sendenhorster Maß!)

Das Prinzipalhaus sei baufällig, die übrige Gezimmer in guter esse

Habe mehrmalen gehört, daß an Watermanns Stette viel Schulden seyn sollen, aber er habe keine gemacht, erhabe gehört, daß sein Vorgänger Schulden beim +Berndt Langen in MS, habe aber hiervon keine eigentliche Wissenschaft.

Erbgenossen +Pustekrey zu S sollen auch 100 Rthl forden, aber woher solche Schuld herrühre, sei ihm unbewußt

ad Bursam eccl maj. 13 ß jährlich

224 Rthlr Schulden

Unterschrift Gerichtsschreiber Henr Kisker, Notar


1652 VIII 12

Erbgerichts Receß Praedii Watermans durch Richter Hermann Huge, S.

Die creditores des Hofs werden gebührend eingeladen um ihre Forderungen anzumelden. (MS, Wolbeck, S, Albersloh, Rinkerode publiziert)

Darauf Meldung verschiedener Schuldner; u a Johan Hannasch, Bürger und Bäcker MS 50 Rthl ex mutuo Henrich Schmitts Ratsverwandter MS 40 Rthl (1639) Bertram Pustekrey und Johann Schmitz, Krameramts-verw. MS oo Elisabeth Pustekrey wegen ihres Vaters Henrich P. (Urkunde liegt in Abschrift vor:

 

1633 II 1,

Henrich Watermann oo Cath leihen 100 Rthl von Henrich Pustekrey

oo Else; Bürgermeister; Zeugen Bernt Reintwers, Henrich Nistert

Johamm Angelkotte Bürger zu S

1637 24 Rthlr, 4 Sch Gerste 2ß (Rest bei der Abrechnung vorgeschossenen Geldes zum Ankauf von 4 Mutterpferden von

Henrich Dobbeler zu Warendorf. (ex libro Rationum Joannis Angelkotte)

Dekretum: Die Gläubiger werden abgewiesen; der Zeller Watermann seines übelen Verhaltens halber ihres am besagten Erbe gehabten Gewinns selbst de facto entsetzet, und dasselbe höchstgn. hochfürstlichen Amt uf gnädigsten Belieben hin wieder einzuräumen schuldig...(Standardformel, um die Gläubiger zu beruhigen und ihre Forderungen gegenstandslos zu machen. In Wirklichkeit wurde der Zeller nicht vom Hof entsetzt)


 

1697 Hofspracheprotokoll

Colonus Henrich Greiwe von Greiven Erb Ksp Sendenhorst; hat sich vom Herrn Dompropst freigekauft und den Rentbrief der Rentmeisterei eingeliefert. Frau Clara Watermans die eine Tochter von der Stätte und im fürstlichen Eigentum geboren.

Eltern der Frau: Joan Focken von Focken Erbe Ksp Sendenhorst geboren, so sich aus der Domkellnerei freigekauft und sich in Leibeigenschaft des Landesherrn begeben; Mutter Elßke Watermans vom Erbe gebürtig.

Brüder und Schwestern der Mutter sind keine gewesen; Brüder und Schwestern der Frau ebenfalls keine und alle minderjährig gestorben.

Kinder: Elßke (30), freigekauft und an Joan Herwegh in Sendenhorst verheiratet; hat gedient. Gertrud (25), auf Niesters Erbe verheiratet, hat gedient. Greyte (23), ist eigen ist eigen und geheiratet auf Berndten von Schulten Henrichs Erbe gebürtig, so bei ihm dienen. haben 2 Kinder Henrich (4), Joan (2); Enneke (21) auf Langenkamps kotten Ksp Wolbeck verheiratet. Henrich (19) nicht gedient, Maria (13)


Vieh: 5 Zugpferde, 2 Füllen, 2 milchgebende Kühe, 3 Rinder, 3 Kälber, 6 Schweine, 4 Ferken


Weiß von keinen Schulden, zahlt aber an Zinsen Caspar Vennewalt 25 Rthlr, Heiman Ksp S 15 Rthlr, Caspar Hölscher, Herrn Rentmeister, Caspar Ahagen 12 Rthlr

 

Schatzung 3 1/2 Rthlr


Zehnt an das Haus Hülshoff den blutigen Zehnt


1726

Bernhard und Margarete Watermann verzichten auf den Hof. Aufstellung de Peculiums.

Bruder Dietrich ist seit 1732 Zeller Ottenloh, Aussteurung durch seinen Bruder, u.a. Freibrief für 30 Rthlr.

Sohn Henrich Watermann übernimmt den Hof: Gewinn 80 Rthlr, Sterbfall 123 Rthlr


1735

Bei der großen Wasserflut wurde nicht nur Korn und Heugewachs unersetzlichen Schaden getan, sondern sogar einige Zugpferde und Kühe ertrunken. Begründung für Pachtrückstände.

Gleiche Anträge von Sommersell und Jönsthövel

Antrag kann wegen der hohen Schulden des Watermann (seit mehreren Jahren 150 Rthlr Rückstände an die Rentmeisterei) nicht statgegeben werden.


1742

Der Hof hat 224 Rthlr Rückstände


1749

Zellerin Watermann verstorben, Der Sterbfall wird auf 133 Rthlr gesetzt; die Hälfte 66 Rthlr.

Kinder: Margarete (20) hat dem Amtsdrosten gedient. Joan Henrich 14J, Dieterich

Onera:

Schatzung 3 ½ Rthlr

1 Pachtschwein

Hundegeld 4ß 8d

Kuhschatz

Dienstgeld 10 Rthlr

ad Off. Wettendorf 9 ½ Scheffel Gerste

17 Scheffel Hafer

Geld 15 Schil.

Herrn von Hülshoff den blutigen Zehnten

Debita

ca 300 Rthlr

u. a. Dr. Spirckmann 70 Rthlr, Schmied Osthues 20 Rthlr, Henrich Wielers 50 Rthlr, Bürgermeister Bonse 19 Rthlr.


1749

Margarete Watermann heiratet Henrich Debbels im Ksp Vorhelm


1757 (ebenda)

Abraham Alexander meldet seine Forderungen von 19 Rthlr 9ß 1d, die er gegenüber Watermann hat, beim Landesherrn an: Wen nun behueff Creditoren, einiges Korn jährlich denen letzt- und meistbietenden verkauft worden, er hingegen zu solchem Ankauf nicht gelangen könne, mithin er ein alter, gebrächlicher Mann, sein Getreide seinem Sohn Jacob Alexamder übergelassen, in höchster Armut geraten und das seinige zum Lebensunterhalt für sich und seiner Ehefrau höchst benötiget.

 

Aus der Rechnung des Abraham Alexander:


1750

Jetzigen Zellern Watermans Schwiegervater von mir gekauft einen Kupferkessel ad 69 Pfd, facit 23 Rthrl

hierauf ein Kuh für 9 Rthlr in solutum angenommen, restirt 14 Rthl


1740

jetziger Zeller 4 1/4 Elle fein gelblich braun Wandt 4-7 Rthl

2 1/4 weißlich Wand 1-19-3


1752 4

Ellen rohe Wandt 2 Rthlr 2 1/2 Elle fein gelblich braun Wandt


1754

3 Elle Kirstey (?) 1 1/2 Elle Catoum -10-6 2 Ziegenbocksfelle 3-14 Rthl

darauf von W. empfangen 4 Sch Gerste, ein Kalb, 7 Zentern Heu

restirt 19-9 Rthl


1763

meistbietende Verpachtung der Hofesländereien, u.a. an Bürgermeister Bonse


1765-1767

Verpachtung der gesamten Ländereien für insgesamt 92 Rthlr; u. a. Bonse (38 Rthlr), Brinke. Schotte usw

1767

Das Erbe wegen erlittenen Viehzeuge (Viehsseuche) und Beschwernis des Krieges vor etlichen Jahren wüst geworden; Bitte, für den Neuanfuang die Pacht von 19 Rthlr 17 Scheffel hafer 9 ½ Scheffel Gerste für einige Jahre zu erlassen.

Das Gesich vom Pastor ausgestellt und von diesem bezeugt.


1768

gleicher Antrag; Watermann muß Ackergerät und Saatkorn beschaffen.


1772

Watermann ist dem Juden Lazerus Jacob in Sendenhorst für abgekauftes Tuch, Fleisch uind einem Eingeweide 10 Rthlr schuldig. Er wird zur Zahlung verklagt.


1772

Receptor Bonse ctra zeller Schmidtkamp, Watermann, Jönsthövel wegen Pachtrückstände

Dafür wird 1773/74 der Weidekamp Eppenkamp für 24 Rthlr verpachtet.

Johann Henrich Bonse beklagt Watermann wegen Schuldrückstände in Höhe von 48 Rthlr


1784

Zeller Watermann nimt Abstand und übergibt den Ho seinem Sohn Bernd Henrich oo Elisabeth Beckmann, freien Standes.

531 Schulden des Hofes

Kinder auf dem Erbe: Bernd Henrich 27J, Anna Gertrud 24J, Anna Margarete 20 J, Joan Henrich (Anerbe) 18 J.


1790

Anerbe hat das Gut in einem seher schlechten Zustand übernommen. Er bitte daher um die Genehmigung zur Verpachtung des Rippenkampes (oben Eppenkamp) für 40 Rthlr jährlich


ca 1805 Spez Orgkomm MS 60a

mit Sommersell und Hartmann spannpflichtig 10 Rt Dienstgeld; pro Tag in natura 5ß 4d (zahlt statt der 52 Spanndienste Dienstgeld)


1810

Watermann Bernard hch 53J Bauer oo Wisseling Elisabeth 45J

Kinder Bernard Hch 16J, Dirk Henrich 6J, Amma Maria 24J, Elisabeth 10J

Roer Hermann Wilhelm 30J Ackerknecht


1859/62

Bernh. Henrich Watermann, bei der Teilung der Gemeinheit Brüggerfeld abgefunden


1498 Waterman 4 Personen

1562 1 Sch Meßkorn

1650 3 1/2 Rthl Schatzung

1664 Frau und Tochter = 3 Personen

1768 Brandkataster: Nr 7, W. Zeller

1816 107 Morgen

1828 8 Personen, 4 Pferde, 4 Kühem 7 Kälber, 2 Schweine

1895 Bernhard Heinrich Watermann

1911 Gerhard Heinrich W.

1969 Albert Watermann, Landwirt

1986 ders. Bauer, Zur Angel 15


1895 29.7 ha 1908 32.41 ha

___________________________________________________________


27.05.1943

Bestandsaufnahme der Hofsanlage durch Stafflage, im Auftrag Denkmalamt (Gefährdung von Baudenkmälern durch Bombenangriffe)

1. Das Gehöft liegt an der Angel, die es im halbkreisförmigen Bogen umfließt. Das Wohnhaus, ein Fachwerk mit Ziegelausmauerung, trägt ein Pfannendach, Die Einfahrt zum Wohnhaus ist massiv

2. Außer dem Wohnhaus wurden sämtliche Gebäude durch neue ersetzt. Die Scheune wurde in dem unschönen weißen Kalkziegelstein errichtet

3. Das Wohnhaus stammt aus dem Jahre 1712. Am Bosen steht folgender Spruch: Gottes Segen ist der beste Regen 1712

Ein Pfosten in einer alten SCheune enthält folgende Inschrift. 26.6.1867 Für alle Gaben, die allen einkamen, sei gepriesen Gottesnamen

4. Das Wohnhaus ist äußerlich mit Ausnahme der Einfahrt nicht umgebaut

Die Stallungen sind ganz umgebaut

5. Die Räume werden noch zu den ursprünglichen Zweck benutzt

Die Küche ist mit Solnhofer Platten belegt. Die Upkammer wird noch benutzt

6. Nur die Feuerstelle ist vorhadnen, darin befindet sich das Herdfeuer


1938 Heinrich Watermann 32.41 ha




Watermann, Hofesakten


1.

An den Herrn Bürgermeister Langen, hieselbst

dem Herrn Bürgermeister Langen gereicht zur Nachricht, daß sein Gesuch wegen Eintragung eines Capitals von 300 Rthlr Conventz-Geld und bedungenen zweyen Spannfuhren auf das im Kirchspiel Sendenhorst belegene Watermanns Colonat nebst der Schuld-Verschreibung vom 20ten April 1816 am 2ten cur. eingegangen und nach erfolgter Einrichtung des Hypothekenbuchs demselben ein gehörigen Hypotheken-Schein mit dem eingereichten Original Document zugestellet werden soll

Sendenhorst, im Königlich Preußischen Land und Stadt Gericht den 2ten August 1816

gez. Kreuzhage, Hutmacher

Randbem. Diese Capital und das Capital vom 12. December 1821 sind beyde von dem jetzigen Colon Wattermann bezahlt, welches vorläufig hieher notiert wird. gez. Langen



2.

Sendenhorst, den 11ten Nov. 1816

An den Herrn Bürgermeister Langen, Wohlgebohren!

Unterthänigste Bitte des Bernd Henr, Wattermann, Kirchspiel Sendenhorst um Befreyung seines Sohnes Bernd Henrich Wattermann von der bevorstehenden Aushebung.

Wie Herr Bürgermeister wohl wissen, bin ich schon in einem hohen Alter und durch vieles und langes schwere Arbeiten wie es einem Ackersmann wohl zukommt, so entkräftet, daß ich als Ackerbürger nicht mehr in Stande bin, meinen Ackerbau zu bestellen, und muß dieses meinem ältesten Sohne gänzlich überlassen. Nebst diesem trift mich das Schicksal, daß meine auch schon bejahrte Ehefrau sei tmehreren Jahren halb unklug ist, und ihre Haußwirthschaft nicht gehörig versehen kann. Dieser mein ältester Sohn ist also die einzige Stütze, Versorger und Ernährer von zwey gebrechlichen alten Eltern, zugleich von noch mehreren unversorgten, theils minderjährigen Kindern.

Aus diesen angeführten Gründen zu Folge ist auch mein Sohn immer vom Militärdienste frey geblieben, wo zumalen eine große Mannschaft erforderlich wurde, hoffe daher noch mehr, da uns der Himmel den lieben, guten Frieden geschenkt hat, welchen er doch lange, ja lange wolle genießen lassen, daß mein gedachter Sohn Bernd Henr. Wattermann von der bevorstehenden Aushebung möge befreyet werden, und bitte daher Herrn Bürgermeister diese gesagte Gründe in reife Überlegung zu nehmen, solche einer hochlöblichen Commission mit Unterstützung vorzustellen und ich bin der Gewißheit, mein sehnlichster Wunsch wird in Erfüllung gehen.

Ich bin mit Hochachtung

Daß obige angeführte Gründe in reiner Wahrheit bestehen unterzeichnen sich die Gemeinde Räthe

Sulzer

Zur Bekräfttigung dieser Wahrheit die beyde Nachbahren.




3. Eintragung einer Schuld in das Grundbuch

S 1/2

An das Wohllöbliche Land- und Stadtgericht Ahlen

Anzeige und Bitte des Bürgermeisters Kocks und Wirtschafters Wilhelm Bücker in Sendenhorst wegen nachgesuchtes Vorzugsrecht ins Hypotheken-Buch hinsichtlich der für seine Eintragung einer Forderung des Herrn Bürgermeisters Langen auf das Watermanns Colonat im Kirchsp. Sendenhorst

Mit Bezug auf die geehrte Vorladung vom 24ten v. M. den neben allegierten Gegenstand betreffend beehren wir uns, die auf der Rückseite der gesagten Vorladung abgegebene Erklärung des Herrn Bürgermeisters Langen vom heutigen Dato, wonach derselbe von seinem Vorzug absteht, gehorsamst hiemit vorzulegen und da wir glauben, daß dadurch der Termin am 20ten dieses M. aufgehoben werden kann, und uns mit unserer Forderung des Vorzugs Rechts ins Hypotheken Buch zu erkannt wird, so bitten wir gehorsamst, uns hierüber doch gefälligst zu benachrichtigen

Eines Wohllöblichen Land- und Stadtgericht

gantz gehorsamste Diener

Sendenhorst 16. Xcbr 1817

S. 3

Copia

Der Anton Kocks und Wilhelm Bücker werden zur vollständigen Aufnahme der bey dem vormaligen Landgericht Sendenhorst wider den Herrn Bürgermeister Lange angemeldeten Reclamations Klage rücksichtlich des Watermanns Colonat ad Terminum den 20ten December vormittags 10 Uhr vorgeladen und ihnen bedeutet, daß wen sie in Termino nicht erscheinen werden, acta reponirt werden sollen.

Ahlen, den 24. November 1817

Kgl Preußisches Land und Stadtgericht v. Schwedler, A. Deutz

An den Herrn Bürgermeister Anton Kocks und Wirthschafter Wilhelm Bücker zu Sendenhorst

S. 4

Da der Herr Bürgermeister Kocks und der Herr Bücker laut Schuld-Document vom 19ten September 1813 an dem Colonat Watermann Kirchspiels Sendenhorst ein Capital von 265 Rt Conventions Geld und unterzeichnetet laut Obligation vom 20ten April 1816 eine Schuldforderung von 300 Rthlr Conv. Geld an den oben benannten Watermann haben, und der Herr Kocks und Bücker den Vorzug im Hypothekenbuch nachgesucht haben, so habe ich unterzeichnetet zu erleiden, daß dem Herrn Kocks und Bücker dieser Vorzug gewilligt werde, indem die Obligation des Kocks und Bücker älter ist.

Dessen zur wahren Urkunde habe ich diese Erklärung selbst gschrieben und mit meinem privaten Petschaft bedruckt

Sendenhorst, den 16ten December 1817

gez. B. Joseph Langen, Bürgermeister in Sendenhorst

LS



4. Anmahnung von Gerichtsgebühren

Dem Colon Bern. H. Watermann Ksp Sendenhorst wird augegeben zur Sache, wegen Aufnahme eines Übertrags Contracts

die rückständigen ihm zur Last stehenden Kosten zum Betrage von 13 rt 11 sg nebst pro menso May 2 Sg 6 d innerhalb 8 Tagen bei Vermeidung der Execution an die hiesige Salarienkasse abzuführen.

Ahlen, den 19ten July 1828

Kgl Preuß Land und Stadtgericht

Geiseler

Vorstehende dreyzehn Thaler 11 sg und 2sg 6 d sind durch die Nunt (?) Steuer bezahlt

Ahlen, den 16. August 1828

Unterschrift



5.

Übertragungs-Vertrag


Actum auf dem Wattermans Colonate im Kirchspiel Sendenhorst in der Harder Bauerschaft am 11ten Juny 1828

Behuf Aufnahme der von dem Colon Wattermann unterm 30ten v. M. angemeldeten Übertragungs Contracte hatte sich der unterzeichnete Gerichts Deputirte mit dem Actuario Langen heute nach der Wattermans Colonie hinverfügt, woselbst gedachter Colon Bernard Henrich Wattermann und dessen Kinder erster und zweiter Ehe resp. Schwiegerkinder, namentlich

a) die unverehelichte Anna Maria Wattermann

b) die unverehelichte Maria Catharina Wattermann

c) Gertrud Watterman mit ihrem Ehemann, dem Tagelöhner Joan Henrich Görcke

d) Maria Anna Watterman mit ihren Ehemann, dem Zimmermann Theodor Henrich Ahland

e) Bernard Henrich Watterman

f) Elisabeth Watterman

g) Maria Christina Watterman und

h) Theodor Henrich Watterman, letztere drey noch unverehelicht

anwesend angetroffen wurden.

Comparenten sind dem Deputato von Person bekannt, sämtlich großjährig und nach ihrer Versicherung

S. 2

zu disponiren fähig. Dieselben sind mit Ausnahme der Eheleute Görcke, die in der Stadt Sendenhorst wohnen und der im Kirchspiel Hiltrup wohnenden Eheleute Aland im Kirchspiel Sendenhorst wohnhaft.

Der Colon Bernard Henrich Watterman und dessen inmittelst auch erschienene Ehefrau Elisabeth Wisseling gaben zu vernehmen, wie sie gesonnen seien, das Wattermans Erbe und ihr übriges Vermögen auf ihren Sohn den hier anwesenden Bernard Henrich Watterman zu übertragen und schlossen hierauf sämtliche Comparenten freywillig und wohlüberlegt nachstehenden Contract mit einander ab.

§ 1.

Die Eheleute Colon Bernard Henrich Watterman und Elisabeth geborene Wisselung übertragen hiemit das unterhabende im Kirchspiel Sendenhorst in der Härder Bauerschaft gelegene Wattermans Colonat mit den dazu gehörigen Pertinentien des gleichen die auf diesem Colonate befindlichen Mobilien und Bestialien auf ihren leiblichen Sohn den Comparenten


S. 3

Bernard Henrich Watterman, so daß derselbe unwiderruflicher Eigenthümer dieses ihm heute übertragenen Vermögens wird.

§ 2.

Der Bernard Henrich Wattermann acceptirt vorstehenden auf ihn geschehenen Übertrag und verpflichtet sich sämtliche auf dem Wattermans Colonate haftende öffentlich und sonstige Lasten künftighin abzuführen, auch die übrigen Schulden seiner Eltern zu berichtigen. Auch macht sich derselbe

§ 3.

anheischig, seinen Eltern, den Eheleuten Wattermann, Kost und Kleidung so gut er solches selbst hat, bey sich auf den Wattermans Erbe für ihre Lebenszeit unentgeltlich zu verpflegen und die Kosten für Herbeyholung des Arztes und Arzneien aus den Seinigen zu bestreiten. Ferner muß den alten Eheleuten Watterman jährlichs von den Hofesbesitzern die Summe von 20 Rthlr schreibe zwanzig Rthlr als Leibzuchtsgeld entrichte werden, und hat beim Absterben eines der Leibzüchter der überlebende den vollen Betrag des gedachten Leibzuchtsgeldes ad 20 Rt zu beziehen


S. 4

§ 4. Was die Abfindung der Geschwister und Halbgeschwister des Bernard Henrich Watterman anbelangt, so wird der Brautschatz für jedes derselben zu Fünfzig Rthlr an Gelde, einem vollständigen Bette, bestehend in einem bomseidenen Oberbette, drillen Unterbett, zwey bomseidene Küssen, vier drillen Küssen und einem drillen Pfühl, einem Kasten mit Eisen beschlagen, einem Spinndrath und Haspel und sechs Stühlen, den auf einen Brautwagen gehörigen Hölzenwerke und einer Kuh festgesetzt.

§ 5.

Die der Anna Maria Ehefrau Ahland noch gebührenden 50 Rthlr sowie die der Gertrud, Ehefrau Görcke noch restirende Brautschatz-Kuh werden innerhalb sechs Wochen von heute angezahlt und resp. entrichtet.

§ 6.

Die Brautschätze der übrigen Kinder verpflichtet sich der Hofesbesitzer Bernard Henrich Watterman dann, wenn seine Geschwister und resp. Halbgeschwister sich verheirathen, obsonst das Erbe verlassen und sich anderweitig etabliren, abzuführen, jedoch ist derselbe nicht verbunden,


S. 5

mehr als ein Kind innerhalb des Zeitraums zweier Jahren abzustatten und haben hinsichtlich der Verabreichung der Brautschätze die älteren Geschwister vor den jüngeren den Vorzug, so daß jene vor diesen zur Erhebung ihrer Kindestheile gelangen.

§ 7.

Solange die Geschwister und Halbgeschwister des Bernard Henrich Watterman sich unverheirathet auf dem Wattermans Erbe befinden, und ihren Brautschatz noch nicht erhalten haben, wird denselben Kost und Verpflegung in gesunden und kranken Tagen gegen Mitarbeit nach Kräften von dem Hofesbesitzer verabreicht, auch müssen einem jeden, der noch nicht abgestatteten Kinder jährlichs zwölf Bauten bis zum Spinnen verarbeiteten Flachses von dem Colonat Besitzer unentgeltlich geliefert werden.

3 8.

Die alten Eheleute Bernard Henrich Watterman und Elisabeth Wisseling waren nicht verlangend, daß die für sie in gegenwärtiger Vereinbahrung bestimmte Rechte und Leichzuchtsvortheile ins Hyypothekenbuch eingetragen würden, und ebenso verzichteten die übrigen Geschwister und Halbgeschwister des jetzigen Hofesbesitzers Bernard Henrich


S. 6

Watterman auf die Hypothekarische Versicherung ihrer Abfindungen mit welchen sie völlig zufrieden zu sein erklärten, und den auf ihren Bruder resp. Halbbruder geschehenen Übertrag ihre Zustimmung ertheilten.

§ 9.

Die unverehelichte Anna Maria Wattermann zeigte an, wie sich nicht gesinnet sey, sich ehelich zu verbinden, und übernahm der Bernard Henrich Wattermann in Ansehung dieser seiner Halbschwester die Verpflichtung, derselben die Summe von Fünfzig Reichsthaler innerhalb zwey Jahren von heute angerechnet auszuzahlen, möchte aber die Anna Maria Watterman ihres jetzigen Entschlusses ohngeachtet, sich künftig verehelichen, so muß dieselbe, falls sie obige Fünfzig Rthlr. alsdann bereits empfangen haben solte, selbe auf ihren Brautschatz anrechnen lassen.

4 10.

Zusätzlich zu den § 7 wird vereinbahrt, daß für die noch nicht abgegüteten Kinder und resp. Stiefkinder der alten Eheleute Wattermann das Nähen und Flicken ihre Kleidungsstücke von dem Hofesbesitzer unentgeltlich besorgt werden muß.

Comparenten genehmigten und acceptirten


S. 7.

den vorstehenden Contract in allen Puncten und Clausulen und gelobten dessen getreue Festhaltung.

die alten Eheleute Bernard Henrich Wattermann und Elisabeth Wisselung, welche sich Schreibens unerfahren erklärten, sind bey der heutigen Verhandlung durch den Actuarius Langen, den sie zu ihrem Beistand erwählten, assistirt worden, dem gleichfals Schreibens unkundigen Joan Henrich Görcke ist der Schenker Mathias Risse in Ahlen wohnhaft bey dem heutigen Act als Beistand zugeordnet.

Worauf dann sämtliche Comparenten gegenwärtiges Protokoll nach geschehener deutlicher Verlesung und Genehmigung unterschrieben resp. die Schreibens unkundigen solches mit Kreuzen statt der Unterschrift unerzogen haben.

Hand xxx zeichen des Bernard Henrich Wattermann, attestirt Langen

Hand xxx zeichen der Elisabeth Wisseling, attestirt Langen

A. M. Watermann, M C. Watermann

G. Waterman

Hand xxx zeichen des Tagelöhners Görcke, attestirt Mathias Risse


S. 8

M. A. Watermann, T. H, Alland, B. H. Watermann, El. Watermann, M. C. Watermann, T. H. Watemrnn


a. u. sg

Rothmann, Langen

Daß diese Abschrift mit dem Originale gleichlautend sei, attestirt

Ahlen, den 21. Juni 1830

Königlich Preuß. Land und Stadtgericht

gez. Geiseler

gez. Langen



6. Quittung

Ich Endesunterschriebene Anna Maria Wattermann bekenne, daß ich von meinem Bruder resp Halbruder Bernard Henrich Wattermann die mir nach dem gerichtlichen Kontracte vom 11. Juni 1828 § 4 zustehende Abfindung resp. Brautschatz als

1. an baarem Gelde fünfzig Reichsthaler

2. ein vollständiges Bett, bestehend in einem bomseidenen Oberbett, zwei bomseidene Kissen vier drillenen Kissen und einem drillenen Pfühl

3. einen Koffer mit Eisen beschlagen

4. ein Spinnrad und Haspel, nebst sechs Stühlen

5. die auf einen Brautwagen gehörende Hölzenwerke und

6. eine Kuh

richtige ausgezahlt resp. geliefert erhalten habe, so daß mir an meinem Bruder nicht die mindste Forderung mehr zusteht; Alles dieses bescheinige ich durch meine Unterschrift

Kirchspiel Sendenhorst auf Wattermanns Colonat den 24. Mai 1835

gez. Anna Maria Watermann

Joseph Thole als Zeuge

Schotte als Zeigen



7. Mahnung wegen Kindsteil

Ausweislich der Watermannschen Vormundschafts Atekn verschulden Sie der Ehefrau Aland, Kirchspiel Hiltrup noch den Rest ihrer Kindtheilsfoderung ad 40 Rthlr Kapital ohne Zinsen.

Sie werden aufgefordert, diese 40 Rt. vorläufig binnen 8 Tagen zu bezahlen, Wird diese Frist nicht eingehalten, so bin ich beauftragt, wider Sie zur Klage zu schreiten

Ahlen, de 31. 10. 1835

Detmar



8. Aufteilung der Hude Brüggenfeld


a) 1859 VIII 1

Kolon Ottenloh beantragt die Hudebefreiung und Teilung des im Ksp Sendenhorst belegenenen Gemeinheitsgrundstückes Brüggenfeld, Flur VII, Nr 78.

Der Teilungskommissar Schräder, Regierungsassessor läd daher die Interessierten am 12. Oktober 1859 morgens 10 Uhr zu sich in seine Wohnung an der Mauritz-Chaussee Nr 89, Münster


Größe der Gemeinheitsfläche nicht bekannt


b) 1860 IV 25

Behufs Deckung der bereits aufgegangenen und ferner enstehenden Kusten der Teilungssache Brüggenfeld wird Colon Bernard Heinrich Watermann Nr. 8 Bft Herde mit einem Vorschuß von 9 Thlr 18 Sg veranschlagt


c) 1862 VIII 13, Münster

Mitteilung, daß der Teilungsrezeß durchgeführt und dem Amtmann Brüning zu Sendenhorst eine Teilungsreinkarte mitgetreilt wurde. Die Berichtigung ddes Hypothekenbuches und des Grundsteuer-katasters ist veranlaßt.


d) 1862 X 29

Die endgültigen Regulierungskosten der Teilungssache des Brüggenfeldes wqerden auf insgesamt 68 Thlr festgesetzt, von denen Colon Bernhard Heinrich Watermann 21 Rthlr 27 Sg 3 d anteilmäßig zu tragen hat. Aufforderung, die Restsumme von 12-9-3 Thlr binnen 14 Tagen zu zahlen.

 


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