Gerichte V

Goding

1567 Fraterherren

Urteil des Richters Schotteler betr. der Hegge der Fraterherren an ihrem Gravenkamp

Zeugen: Johan Leveken, Frone to Drenstenforde

              Jurgen, Frone to Sennhorst

 

1572 Fraterherren

Christoph Schottler fällt eine Landordell am Godinck ufm Meer vor Sendenhorst wegen Kleikampe, de dar zugegen war. Das Urteil erfolgte auf Antrag der Fraterherren betr. Abschaffung der Hegge.

 

 

1676/77 StAM Hofkammer 108 (Philippi, Landrechte)

Gödingsprotokoll von Sendenhorst

 

1. Horstrupper Bauerschaft: S. Horstrup berichtet, Kirchspielshagen durchstochen gegen Jungemann und Nißmanns Grunde und allen benachbarten großer Schaden durch wasser zugefüget, Nießmann und Jungeman ad 12 Mark so lange angeschlagen, bis sie auctorem nennen

Gemeine Landstraße Brockstraße nicht gebesser und grundlos, die Brechter Bft zu bessern schuldig sei.

Bürgermeister und Rat sind beschuldig, daß, obwohl beyde Ramßhöveler Bäume im Kerspelshagen und gemeinen Landstraße nach Ahlen durch die Bauerrichter vor einigen Monaten aptiert und eingehangen, durch gedachten Bürgermeister und Rath, welchen solches zu thun aufliegt, dazu behöriges Eisenwerk und Schlösser zu verschaffen und anschlagen zu lassen versäumet, ohngeachtet sie darumb interpelliert sind und vorige Schlösser angeschlagen haben, 2 Molt Haber angschlagen.

2. Broeker Bauerschat, S. Henrich Bauerrichter: Kirchspielshagen zu Grund abgehauen und verdorben

3. Santfurter Bft, Schulte Northoff; An Berndt thor Alst’s Kempken hat Wulffert, Sandfurth und Bischoffskötter ihnen uffgegraben aufliggende Örther liggen lassen.

Schemb am Schilde gegen Gerhard Quanten Land ist weggenommen, kein neues hingelegt

4. Elmenhorst Sculte Elmenhorst Bauerrichter; Horstmann beschuldigt, aus Thaweden Straßen Gaben ausgeworfen und Erde nicht zur Halbscheid sondern ganz uff seinen Wall geworfen.

5.Rinckhöffer Bft (Vrede) Lütkehauß und Döbbeler beklagen sich, daß Middendrupfs Straße nicht gebessert.

6. Haerder Bft Hartmannsche: Große Döveler bessert die Austerstraße nicht

7. Joensthöveler Bft, Selling: keine Beschwerden, auér Kirchspielshagen dergestalt verdorben, daß ein jeglicher darüber reiten könne.

(Ferner Bften der Kirchspiele Albersloh, Rinkerode und Hoetmar)

 

 

1716 VII 8

Gödingsprotocollum

 

          Bauerrichter

          Ksp Sendenhorst

          Brechter Bft:           Schulte Horstrup

          Brooker Bft             Schulte Henrich

          Sandtfurter Bft         S. Northoff

          Elmenhorster B.         S. Elmenhorst

          Rinckhöver              Zellerinne Vrede

          Hörder                  Hartman

          Jonsthöveler Bft        Selling, Baurrichter

 

 

          Ksp Albersloh

          Sunger                  Tölner, Bauerrichter

          Rummeler                S. Dernebocolt

          Wester B.               Dorbaum

          Störper                 Storp

          Alster B                S. Bisping

          Arnhorster Bft          S. Pelcking

          Dorfbauerschaft         Gescherman

 

          Ksp Rickenrodde

          Eickendorf              S. Aldrup

          Aldendorffer Bft        S. Autmarding

          Hemmer Bft              Hofftamb

 

          Ksp Steinfurt

          Elkendorffer Bft        Frye

          Nottörper B             S. Notorp

          AVerduncker B           S. Averdunck

          Merscher bft            Vröchte

          Langhöveler B           Kreylman

          Ossenbecker             Suthoff (alle Bauerrichter)

 

          Ksp Hoetmar

          Dorfbft                 AVerhoff

          Notorper Bft            Richter Notorp

          Lentruper Bft           Richter Zulentrup

          Custenböhmer Bft        Wettendorff

          Mestrupper Bft          Mstrup

          Holtrupper Bft          Trendelkamp (?)

 

 

Gödings-Articulen Gogerichts Sendenhorst

ca. 1670 FM Hofkammer V 9

 

1. Es sollen alle eingesessenen Hausleute dieses Gogerichts nach Publikation des Gödings sich bei dero Bauerrichtern anmelden, und  demselben anbringen, wie auch die Bauerrichter dieselben fragen, wo einer dem anderen  zu nahe gebaut, gesät,  gemäht,  gezaunet,  gegraben, gepflanzt, es sein Telgen, Heister oder Weidenpflanzen.

 

2.  Wer dem anderen Holz abgehauen, selbiges hinweg geführt oder enttragen     

 

3. Wer seine Hegge und Wälle zu hoch seinem  Nachbarn zum Schaden lasset aufwachsen, Eichentelgen aufschlichtet und da, so vorher keine  Eichenbäume gestanden, einige Telgen gepflanzt und dadurch seinen Nachbarn  ..  Schaden  geschieht.

 

4. Sollen die Bauerrichter anbringen, so da einer die .. . Flohden (Fluten) oder andere Bache aufstauet, zu Damme zugräbt  oder  offen  wahrt, so daß dadurch das Strom oder Wasser die gemeinen Hellwege mit Wasser aufstaut und verderben, also daß es seinen rechten Lauf und Abzug nicht haben mag.

 

5. Wer die Land und Königswege und Fußschemme nicht gemacht

 

6. ob ein jedes Kirchspiel Landwehren in guter Absicht hält,  dieselben zugegraben und in guter Festung und Vrechten halten und wahren, den Kirchspielshagen nicht austun unsd verhauen, auch das  Holz verkaufen und vertrinken sondern auf das Fließigste bei einander wahren und die gemeinen Wege gebrauchen.

 

7. ob da einer in und an gemeiner Hellstraßen an gewöhnliche Graben  macht, die Erde auf sein Land und Kämpe trägt und dasselbe damit dünget

 

8. ob die Schlagbäume in den Landwehren wohl verwahrt, damit dieselben  ... auf- und zugesperrt werden

 

9. ob nicht einer verstrichen oder herrenlos Gut gefunden und selbige nicht bei der dritten Sonnen der Obrigkeit oder Bauerrichtern gebracht, damit es an die rechte Hand möchte wieder kommen, sondern selbiges verborgen und heimlich bei sich behalten.

 

10. so jemandes  Vieh in anderm Hof und Gut, in seinem  Korn,  Kämpen oder auf gemeiner Viehweide befunden, und solches nicht an des Bauerrichters Hof angebracht, allwo das Vieh nicht eher soll weggenommen werden, es geschehe dann mit des  Richters  oder  Klägers Willen. Und soll unterdessen der Schaden, der an Gras und Korn geschehen, durch zwei unparteiische  Beeidete  Bauerrichter mit Zuziehung des Vogts besichtigt und geschätzt werden, damit

niemand Unrecht geschehe, so mehr jemand diesem zuwioeder  gehandelt,  soll  der Bauerrichter aussagen und anbringen.

 

11. Ob nicht jemand der da nicht  berechtigt,  willd  zu  schießen, einige Hasen, wilde Enten, Kührhühner (?) oder anderes  Wildwerk  geschossen  oder  mit Stricken oder Stroppem gefangen.

 

12. Ob nicht jemand in offenem laufenden  Bache  Flachs  gedeicht,  dadurch  seines Nachbarn Fische und Fasel verdorben und zuschanden worden         

 

13. ob nicht jemand nach Maitag auf seines  Nachbarn  Land  mit  den  Wagen gekehrt und dadurch seines Nachbarn Winterkorn zuschanden gemacht.

 

14. Ob nicht jemand über gesätes Korn oder gebautes Land gefahren,  gedüngt... Zäune losgebrochen und seinem Nachbarn oder Nächsten Schaden zugefügt.

 

15. ob ein jeder Eingesessene gutes Gewehr habe, damit er auf Erfordern bei Zeit der Not sich verfertigen kann.

 

16. ob die Bauerrichter .. Rodung von den ...

 

17ff (unvollständig, da nur eine Hälfte)

 

18. und dieweil gemeinlich .. sowohl Menschen als Vieh  ..  auch  dem Wild durch die Ungelegenheit (der Hunde) .. die Hunde mit Kluppeln verwahrt ...

 

19. ... Hellweg

 

20. Ob ein jeder Eingesessener ... Vögel als  Krayen  , und  deren Eier  gebracht

 

21. keine ungebührlichen Beiwege

 

22. Telgen graben, Bäume fällen

 

 

         

 

 

Godingsprotokolle

1676 III 21

a) Drensteinfurt ..

ist das gewöhnliche Göding Ksp Steinfurt vor mich  substituierten  Richtern und endbenannten Notario allhie zu Sendenhorst vorgenommen ...

Referierte zu vörderst, daß sämtliche Bauerrichter dazu abgeladen habe

 

1693

S. Horstrup: Fußschem für die Südpforte nicht brauchlich (Bauerschaft soll ihr Kontingent betr. der Schemme erfüllen)

Sandfurter Bft: Tüte und Henrich uff der Bonse  müssen  an  dem  Roggenkamp  nach dem Meer den Graben aufwerfen.

 

ca. 1700...

Brocker Baurschaft:

S. Henrich Bauerrichter referiert quod nihil, außer daß  Joan  Wettendorff den Graben in der Brockstraßen aufgegraben und die Erde in  Wälle  gesetzt, des Vorhabens, selbige nach seinen Kamp hinzufharern.

 

Sandforter Bft:

S. Northoff ref: quod nihil, nur daß Wulffert nicht bei ihm  gewesen.  Item hätte Sandtfort aufem Meehr ein ungebührlich dief Graben ausgeworfen,  item daß Jürgen Lessel im Sandtwegskamp den Graben  zulanden  lassen  und  davon keine Gotte gelegt

 

Elmenhorster Baurschaft:

S. Elmenhorst referierte, daß Zeller Budde in seiner Hagenwiesche die Becke  zulassen, wodurch den benachbarten Schaden zugefügt wardt

Item Vogel hätte gleichfalls in seiner Wieschn die Becke zulanden lassen

Item Kleiykamp und Brüser ihre  Schichte  in  der  Hanneken  Schloet  nicht ausgegraben.

Item, daß Ertmann in der Henneken Straße seine Schicht nicht aufgeworfen

 

Rinckhover Bft:

Vrede: daß zwischen Brüggemans und Naerdings Kampp ein Fueßschemm über  die alte Angel sein müsse,

item daß Lüttighaus an seinem Wemmelkampf die Vrechte zu weit in die Straße ausgeschoben und dadurch dieselbe beraubet.

item daß derselbe einige Wieden  in  seinen  Garten  gesetzt.  wodurch  die Straße vor seinem Hof beschwert wird (?)

item, daß Buschholt gegen seinen Horsten die Hegge zu weit aufgeschoben und also die Straße beengt (?)

 

Jonsthöveler Bft:

Selling:daß zwischen Temmenkampp und dahinter belegenen  Koggenkamp ein Fußschemm sein müsse, welches Berndt Holscher als Pächter des Kamps machen müsse.

item daß dahinter der Koggen Kamp in der Hostrups Straße der  Fußweg  müsse aufgefahrt werden

 

OD (kurz nach 1700) Dep AV Msc 3041

Rinckhoffer Bft;

Vrede referierte, daß Zeller Lüttighus ihm geklagt, daß Zeller Niemann ihm ein Pferd im Bauenkamp ohne Ursache  geschüttet  und selbiges nach sein Haus und nicht nach dem ordentlichen  Schüttstall gebracht.

Zeller Wyß und Clüteiß (?) zwischen ihren Gründen die Straße an der  Hilgen Hegge nicht ediktmäßig gebessert.

an Angelkotten Schlagebaum vorn auf dem Oistfelde manquiere ein Gotte.

(verfügt, daß die Wwe (Angelkotte) in Zeit von 14 Tagen eine  Gotte anschaffe)

 

Harder Bft: 

Hardtman ref. daß Große Dobeler einen Graben vor seine

Hoffhecke gemacht, wodurch er behindert werde in der Einfahrt vom  Hof und wäre vorher kein Graben allda gewesen.

Hätte Gr. Dobbeler an seines, Hartmanns, Büschken einen Graben  ausgeworfen wo vorhin keiner gewesen und auch kein Graben sein müsse.

 

Jönsth. Bft:

Selling referierte, daß Johlman ihm  eingebracht, daß Zeller Lange auf der Wohrt und auf der Geist zum Nachteil gegraben.

Hätten Johleman, Baggelman, Koithage und Lange sich beschwert,  daß die Straße von Sellings Baum nach Baggelmans Felde unbrauchbar wäre

 

ca. 1705

Jonsthöveler Bft:

Pustkrey in der Horstrups Straßen an  seinen  Kamp nicht gegraben (poena 6 Scheffel Haberen)

ferner: daß Jonsthövel eine Straße, die Lange  Straße  genannt,  zu  seinem Kamp lege, worüber sich Baggelman, Wißling, Johlamn und Sellinck beklage.

Ortstermin und Anhörung durch die Bauerrichter angeordnet

 

Rinkhöver Bft:

daß Zeller Middendorff in der Winterkampstraße ein  Schloet bessern müsse. (sub poena 6 Sch Hafer)

 

Harder Bft:

daß die Gotte vor Monnigs Hof nichts Nutz und eine neue da sein  müsse (hat die Bauerschaft innerhalb 14 Tagen anzulegen)

 

1701

Sandfurt:

am Pälischen Deich ist der Fußpatt verdorben; bei  anschwellendem Wasser  ist  derselbe  unbrauchbar. Aufforderung an den Pächter der Duckenburg, den Fußpatt auszubessern.

S. Northoff: Ein Fußschnem am Schilde ist untauglich; Zeller  Averhoff  muß bessern.

         

Elmenhorst:

Veltmann hat die Hanniken- oder Kleystraße nicht gebessert.

         

Jonsthövel:

Die Becke  von  Bölckers  Kamp  bis  an  die  Hostrups  Straße  ist  zugelandet und dadurch ist der Ahlische Fußpatt verdorben worden.

 

1702

Rinkhöven:

daß Zeller Suerman geklagt, daß Middendorf  an  Suermans  von  einem  Zaun eine lebendige Vrechte ihm zum Nachteil aufwachsen lasse.,

daß Bußfelt zwischen seinem Kamp und der Ennigerschen  Landtwehr  gebührend nicht ausgebessert.

 

Harder Bft:

daß Mellinghoff und Waterman sich beschwert, daß  Gr.  Dobbeler die Straße gegen den Eusterkamp nicht gebessert sondern gänzlich  verderben  lasse,

 

1707

Bröker Bft:

Kerstiens hat den Graben zwischen seinen Kämpen und dem  Bröker Feld nicht gebührend geöffnet.

Praeco Bartman: der Graben an S. Berndts Hege hinter der  Arnßbecke nacher Steinfurt hin ist zugelandet; Schemm aus der Arnßbecke untauglich

 

 

1709

Hörder Bft:

... daß am Dambredens Baum das Straß (?) zu imcommod un  nicht

wohl passable wäre

 

1710        

Bröker:

Graben aufm Schlote durch S. Henrichs Brink zugelandet

S. Henrich referierte,  daß  der  Graben  aufm  dem  Schlote  von  Niesert, Vornholt, S. Berndt, demnächst S. Henrich und Kerstins  gegen  ihren  Grund  aufwerfen müssen; Zeller Kerstiens müsse den Graben auf seinem  Kamp  neben S. Henrichs Brink auswerfen, soviel solches noch nicht geschehen.

Der Vogt Ksp. Sendenhorst soll beklagt, die Auswerfung des  Grabens obiger Colonis bis Oktober bei Strafe von 6 Scheffel Haber zu veranlassen.

S. Henrich: Graben im kleinen Zwifel angelandet; Pächter soll bessern

         

Sandfort:

Graben auf dem Meer vom Geisterholt bis ohnweit dem Bülte

zugelandet. Graben gegen  des  Tuckenborgs  Rüschenkamp  wie  auch  an den Sandtweg zugelandet; ersten  müsse Franz uff der Borg,  den  letzten Wwe Leßel auswerfen.

         

Elmenhorst:

Z. Veltman muß am Schilde seinen Anteil am Fuhrweg ausbessern

Ahland und Hintzenbrock den  untauglichen Weg in der  Lehmkuhlenstraße ausbessern.

 

Hardt:

Es hätten sich Ottenlau, Mellinghoff und Waterman beschwert, daß  Zeller Röper an seinem Kamp am Brüggenfeld zu weit hineingegraben; item hätte er einige Weiden im Brüggenfeld zu wiet hineingesetzt.

Item müsse Berndt Angelkotte am Hessenkamp den Graben aufwerfen, damit  das Wasser von der Heide fortlaufen könne.

Geilern Stiefsohn Berndt Pußkrey hätte drei geschüttete Rinder eigenmächtig von des Bauerrichters Hof weggeholt ohne Ersetzung der Atzungskosten.

 

 

1711

Brechter Bft:

vidua Hostrup referierte, daß alle außerhalb Zellr Freye  bei ihr gewesen und nichts geklaget

         

Bröker Bft:

alle, außer der Osthövenern bei ihm  gewesen:  Thieskötter  hat sich beschwert, daß der Osthövener seinen Graben  an  der  Schlöte  nicht ausgeworfen, wodurch das Wasser ohne Ablauf behindert werde.

der Graben im Kleinen Zwefel bis hierhin nicht ausgeworfen.

         

Sandf. Bft:

S. Northoff klagte, daß der Graben am Glindtkamp zugelandet, so Johan Wilerß (?) müsse eröffnen. der Graben längs vor Ends des Bülte muß ausgeworfen werden und müssen Johan Witte, Johan Boymer, der Küstgwer, Berndt Heyman, Wwe  Mönsterman,  Henrich       Korckweg, Eneke Wessels, Gerichtsschreiber, Peperhove, Catharina  Schurmanns  und Johan Nipper die Gräben vor ihrem Land auswerfen.

item ein Graben zwischen Tuckenborgs Witkamp und Rüschenkamp von der Lütken Heide an zugelandet.

item der Graben am Sandweg zugelandet, so Erben Wessels müssen ausreinigen

         

Elmenh. Bft:

Veltman: Joist Ostendorff als Pächter des Veltmans  Erbes  hat seinen Anteil in der Henneken Straße nicht ausgebessert; ebenfalls  Henrich Korckweg vor Ends des Pastoris Spitze.

item müsse Kleykamp nächst der Käppelerery Graben, wie  auch  der  Käppeler auf seinen Graben bis aufm Westfeld, sodann  Henrich  Schmeddes  an  seinen Kamp.

Zeller Niemann müsse an seinem Kamp nächst dem Lirck-Graben ausräumen

 

 

1712

Broker Bft:

der Bauerrichter referierte, daß aufm Schloete  der  Osthövener den Graben nicht völlig ausgeworfen

item Kerstien an seinem GRoßen Kamp de Graben zulanden lassen, wodurch  das Wasser aufgestauet würde

item müsse Kerstiens an S. Henrichs  Brinck  für  seinem  Land  den  Graben ausräumen

item müßte Geilern die Schemme aufziehen am Friesenbusch

         

Rinkhöven:

Zellerinne Vrede namens ihres bettlägerigen Mannes ...

         

Härder Bft:

wäre Johlmanns Damm nicht beständig ausgebessert

item müßte Middelhove ein Kock (?) am Schemm nächt der Dambrede machen.

 

 

1714

Bröker:

Pußkrey hat den Graben am Freisenbusch nur zur Hälfte ausgeworfen item Graben  in  des  Herr  Amtsdrosten  Meyerschen  Kamp  ebenfalls  nicht  ausgeräumt.

Graben an den Schloeten  längs  der  Vogelhegge,  soweit  der  Pächter  der Schloet selbigen auszuräumen  schnuldig,  zugelandet,  wodurch  das  Wasser gestowet und der Fußpatt verdorben.

 

 

1715

Bröker Bft

(alle außer Dietrich Geilern und Pußkrey dagewesen)

Graben  am Hankamp zugelandet.

         

Härder Bft:

Landstraße  hinter  Mönnigs  Wische  und  dessen  Südkamp  ganz untauglich, daß kein Pferd daraus ..., wäre Baggelman, S.Bering,  Koithage, Lange und Johlman zu bessern schuldig

Becke im Hörder Feld muß ausgebessert

         

 

1717

Osthövener beschwert sich, daß Zeller Niesert im neuen  Kamp  einen  Graben  gemacht, wo vorhin keiner gewesen.

Zellerin  Vrede  namens  ihres  kranken  Manns  (Emanzipation   !), Zeller Lüttighaus im vorigen Jahr einige Erde im Rinkerfelde  gegraben,  in  Wälle gesetzt und auf sein Land gefahren.

Hartmann (Hardt): die Landstraße nach BE hinter Mönnichs Hof untauglich und hätte Schulte Bering, Johlman, Lange und Köthage  seinen  Anteil  allda  zu  bessern (Straße führt noch durch die Bft Jönsthövel !)

 

 

    

Gogericht Sendenhorst

 

          Albersloh (ohne Bft Berl und Wester, zu Wolbeck)

          Drensteinfurt, Wigbold und Kirchspiel

          Hoetmar, Kirchspiel

          Rinkerode, Kirchspiel

          Sendenhorst, Stadt und Kirchspiel

 

        

 

1471 Westerholt 624

Rotger Torck to  Vorhelm,  Gogreve  ud  Amtmann  des  mstr  Bf  Heinrich von Schwarznbergh zu Sendenhorst (Verkauf eines Zehnten im Ksp Hoetmar vor seinem Stuhl)

 

1472 Westerholt 635

Rotger Torck Gogreve zu Sendenhorst

 

 

1489 Dom, Oblegien 19

Johan Torck to  Vorhelm  verkauft  Domkapitel  Rente  aus  Erbe  Hornthey  Neuahlen

B Ludeke Vyncke, Herman v d Hegeh

Zeuge Johan Lowerman, Grograf

_____________________________________

 

 

Gogericht

 

 

Grundsätzliches

 

 

Gografschaftr Stromberg

Rückkauf durch Bischof Otto von dem Lehnsinhaber für 120 Mark

1253 WUB III 550

Bischof Otto II kauft iuridicionem in Stromberge, que gografscaph vulgariter appelatur a Ludfrido et suis heredibus. Um den Kaufpreis aufzubringen, verkauft Otto den Beckumer Bürgern (opidanis nostris in Bekehem) die Manse Dhusterbeke nach Weichbildrecht, ebenso die Manse Meckelen (Mechelen?) an die Bürger von Ahlen. Die Bewirtschafter der Höfe erhalten die Freiheit

Zeugen: ... Geistliche ...Fredericus de Meynhuvele, Hermannus Werence ...

 

 

1283 IX 23 Walstedde WUB III 1222

Eingung über das Gogericht in Drensteinfurt zwischen Gerhard von Quernheim und Gerwin von Rinkenrode

... Notum universis tam presentibus quam futuris, quod gwerre inter Gerhardum de Quernem et Gerwinum de Rinkenrod suborta super iudicvandis quibusdam in ville Stenvordensis audiet questiones sive causas, quecumque et ipsi gogravio cedumt iudicande, ipsas questiones extra villam prefatam ad iacetas ac sedes sue gogr. per iuris sententias emmitendo. Item si in subscripta villa iudicare non poeterit per potentiam ac violenciam aliquorum, xtunc monitione facta ad iudicem, cum auxilio iudicis et civium ibidem sepedicto gogr. extra septa iudicalia, que teutonice richtepale nuncupantur, presentabuntur huiusmodi iusticie transg..

Zeugen: Godesfridus de Huvele

            Bernhardus de Daverenberg

            Bernhardus de Hurden

            Wescelus de Galen

            Engelbertus Bitter

            Antonius de Scedinghe

            Bertramus de Walegarden

            Bruno de Verrenhove de Vrekenhorst

            Goscaluc de Asscheberg

            Sifridus de Stumpenhusen

            Tidericus Clot milites

item famuli

            Hermannus de Hovele 

            Henricus de Horst

            Adolfus de Ostenfelde

            Arnoldus et Rutcherus fratres de Meytler

            Rodolfus de Alen

            Henricus dictus Siligo

            Gerhardus Cnippinc    

            Johannes de Hurde, villicus de Burchorst        

            Arnoldus Hoppe

            Thimo de Hornen

            Gerwinus Toric et

            Henricus Bulle

Besiegelung durch Gotfried von Hövel und Bernhard von Daverenberg

Actum in cimiterio Walstede

 

1308 WUB VIII 432

Verkauf eines Allods in superiori iudicio de Daverenbergh quod vulgariter gogerichte appelatur

 

UB Volmerstein Lehnbuch III 1381 - 1432

Ab episcopo Monasteriensi nihil habet, sed juste deberet, habere judicium gograviatus in Zendenhorst, quod ibidem episcpus monasteriensis abstulit patri suo

 

 

1424 B Witte, Hist.  Westphaliae Münster 1778

Rückkauf von Gogerichten: iudicium in Bechem 200 fl, Alen 300 M, Gograviatus in  Sendenhorst ducentis Marcis.

 

1508-1522 Regierungszeit Bischof Erichs (Niesert UB II 22)

Das Gogericht tho Sendenhorst mit dem huisse und Zubehör wir für 550 Gg zurückgekauft (im Text irrtümlich 350 Gg). Verkäufer Temme Voss.

 

1532 Archiv Haus Küchen

Gertrud, Wwe Johan Smytjohans, Bürgerin zu MS. wechselt mit Herman Mallinckrodt tor Kokoene im Ksp Ahlen Eigenhörige

und zwar Katharina geboren auf dem Hardenberge zu Rypensell im Gogericht Sendenhorst gegen Geyse geboren aus dem Erbe Potharst Bft Borbene

Schadloshaltung des Godeke Rodde und Frau Gertrud Smytjohans im gogericht Sendenhorst

Siegel Godeke Rodde

Zeugen Johan Schlüter zu Ameke, Everth Smeth zu Walstedde

 

1508-1522 Niesert UB Nr. 22

Angabe der durch Bischof Ericht dem Stift Münster eingelösten Güter

... Item dat Gogericht tho Sendenhorst mit dem Huisse darsulvest unnd syner thobehoringe van Temmen Voss vor III j c  (350) goltgulden (tatsächlich 550!)

 

16. Jh AV Msc 147

Umstand des Gogerichts bynnen Sendenhorst:

Bernt Straten gt. Bodeker

Ernst Tyman

Christoffer van Brunschweigk

Herman Keppel

Powel Brinck

sein uß Münster, zum Teil uß Sendenhorst geboren

borger uß Monster und Ratsverwandte und Bürger zu Sendenhorst (durcheinander)

zwischen 40 und 60 Jahre alt.

 

1666 -1667 FM Amt Wolbeck Nr 157

Im Gogericht Sendenhorst wirdt umb daß dritte Jahr umb Münster Fasten Send verrichtet ein Molt Gersten, Münster Maßen, so Sendgerste genannt

 

 

Gografen

 

1283

Gerhard von Quernem à Drensteinfurt

 

1308

Hertmerus grogravius

 

1362/71

Andreas van der Heghe

 

1367

Andreas van der Heghe, Gograf zu Sendenhorst, bezeugt die Auflassung der vrien hove to Schenctorpe durch Evert Fyte und seine Frau.

Verzicht auf Gewinn, den sie an der freien Hove  durch  Freigraf Aleve (verschrieben für Roleve) Bolikin haben.

Zeugen: Die Schöffen zu Sendenhorst Arnd van Hasle, Johan Vust, Henrich van Derne

 

1383 I 24  UB Volmarstein U 544 und Volmarstein 2/U 106

Henrick Elvyken bischöflicher Richter zu Sendenhorst (möglicherweise  Freigraf)

(Siegel des Richters 3 Schrägbalken, der mittlere auf beiden Seiten gezähnt, wie Mule/Schorlemer)

Hinrike Elvyken verhandelt to Sendenhorst im Gherichte, dar hee den Richterstoel van Magt und      Gewalt unses Heren, Heren Heydenrikes, Bysscops to Monster beseten hatte, in Amtwort guder Lude.

Zeugen: Otto de Meyer, Knappe

               Johan  van Rene

              Hinrich de Struve

              Johan Butendervor, borgere to Sendenhorst

 

1384 Alter Dom U 170

Bernd Warendorp van dem Emeshuys,   Gograf zu Sendenhorst

 

1391 Armenhaus Sendenhorst U 1

Vrederich Storm, geschworener Gograf zur Zeit des Bischofs Heidenreich von Münster

 

1393 Domkapitel I R

Verkauf im Ksp Hoetmar vor Friedrich Storn, Richter zur Woltbecke und Gogreve zu Sendenhorst durch Conrad Mule

 

1406 Niesert UB II U 840

Johan des Swarte van Hovele, Gograf zu Sendenhorst, bekundet Gütergeschäfte im Kreis Soet

Zeugen: Gerlach van Hovele, gesworene vrone des Aussstellers und Henrich Bordwerdinck

 

1408 Neuengraben U 169

Knappe Johan de Swarte van Hovele, Gograf des Bischofs von Münster, hat einen Gerichtstermin zu Hoetmar

 

1411 ebda U 904

Fye., Witwe des Drees von Mechelen, verzichtet vor Johan dem Swarten, Gograf zu Sendenhorst, auf ihre Rechte an Ostmolen und Ostmolenkamp (Albersloh?)

 

1421 VIII 14 Mü UB U 482

Huge van Bellinckhus, Richter zu Sendenhorst

(1417 bisa 1421 als Richter nachweisbar)

 

1426 Alter Dom U 258

Hinrich van Lembeck, Richter zu Sendenhorst

(Vater Hinrich van Lembecke genompt Helmiges 1421; Bruder Johan van Lembecke oo Mette 1458)

 

1435 Domkapitel U 1482

Teleman von Merx verspricht dem Domkapitel, dessen Leute und Güter im Gogericht Sendenhorst zu schützen, solange ihm das Amt vom Bischof anvertraut ist

vgl. 1446 (Beckumer UB 48) Tylmanus van Merx leistet Bürgschaft für einen Rentenverkauf der Styne Stumelmans und Ghese Linsen; Siegel wohl Hausmarke

 

1436

Übertragung des Gogerichts Sendenhorst durch Hinrich van Moersse,  Bischof von MS an Hinrich Horstel oo Elseke gegen eine Pfandsumme von 400 Gulden:

- Haus und Hof in Sendenhorst

- de Zwartmanshove

- Mathonre oder Worthonre, Wortpenninge und werscoppenninge

- Weggeld Ksp Albersloh

- Holzgericht über die  Hotmarer Mark

- Brüchtengeld von 5 Mark

- 6 Molt Roggen, 6 Molt Malz aus der Mühle zu Warendorf

 

1437 IV 19 Domkapitel U 1499

Hinrick Horstel, Gograf, verspricht dem Dokapitel, dessen Leute und Güter in seinem Gogericht zu schützen

 

1440 I 30 Mü UB 702

Hinrick Horstel, gogreve tho Sendenhorst des Bischofs Hinrikes van Morße to Munster

 

1440 Mensing U 15

Hinrich van Lembeck bezeugt Verkauf eines Kamps in der Bft Sandfort (Stadtrichter?)

 

1443 II 6 Haus Borg U 161

Vor Henrich Horstel, Gograf zu Sendenhorst des Bischofs Heinrich zu MS, verkaufen Gerd von Husen und Frau Fye; Kinder Ryxe,Drude ihr Erbe Gobelenhove Bft Broke an Wilken Starken,Bürger zu MS

 

1447 Dom Hs 23 f109'

Evert von Merveldt, Gograf zu Sendenhorst (im Auftrag Horstels?):

Verkauf einer Rente in Wolbeck

 

Teleman Merx

1464 Urkunden Neuengraben

Schenkung einer Wortstätte in Lippborg, Seelenmesse u.a. für Teleman Merx,  Frau Fie und Kinder; Stifter Johan vo Stumeler

Siegel der Stadt Beckum

 

Hinrich Kunscap

1440 Hinrich K. Richter zu Sendenhorst

 

1458

Hinrick v Molenbeck, Freigraf des Johan Pfalzgraf bei Rhein  

 

1460 GV U 152

Johan Ocke, Rentmeister und Gogreve zu Sendenhorst

 

1463

Richter und Gograf Johan Ocke

 

1468

Johan Schele, Richter

 

1471/72 Westerholt U 624/635

Rotger Torck zu Vorhelm, Gogreve und Amtmann des Bischofs Henrich Schwarzberg zu Sendenhorst (Richter und Gogreve nicht identisch!)

 

1484

Gograf und Richter Johan Kerckerinck

 

1486 Westerholt U 756

als Zeuge: Theme Vos, Gogreve zu Sendenhorst

 

1489

Hynrick Nysman, sen.Richter (des Freigerichts?)

 

1492 Fraterhaus U 1610

Richter Hinrich Nysman

 

1492 Fraterhaus U 1611

Gograf Temme Voß

 

1494

Richter und Gograf Johan Lowermann (Substitut?)

1495 FM LA 422, 19

Heinrich Bischof von Münster, überträgt unter wörtlicher Wiederholung der Urkunde seines Vorgängers von 1436 das Gogericht Sendenhorst dem Themo Voß als Erben des Godeke Horstele nachdem Voß die Pfandsumme um 150 Gulden erhöht hat.

 

1503

Themo Voß, Gograf

 

            Stadtrichter

            1502/1503

            Johan Westerman, Richter, gebürtig aus Beckum

 

            1516 Beckumer UB 186

            Albert van Swolle, Freigraf des Bf von MS zu Ennigerloh bezehgt Belehnung des Johan   Glade mit dem Freigut Gledengut

 

1516/1518

Ludolff von Mollenbecke, gt Kuntschop

 

            Stadtrichter

            1519 Westerholt U 1149

            Ludolff van Mollenbeck gt Kunscop, bischöfl. Richter zu Sendenhorst

            Zeugen der Verhandlung: die Sendenhorster Bürger Johan Lodewig, Johan Tentmonnich, Tonys    tor Strate

 

1536

Wylhelm Kunschap, Richter

 

1538

Wylm v Mollenbecke

 

1539

Wilhelm von Mollenbeck gt Kunschap

 

1540 Schwieters, östl. Teil LH S. 255

Hinrick Nysman, Bewirtschafter des Niesmannsgutes in der ft Rieth, Drensteinfurt, wird von Bischof Franz belehnt mit der Brüninckhove, unses gnädigen Herrn vryen Stoilgude to Sendenhorst

 

1548 Mensing U 100

Hinryck Nysman, Drensteinfurt oo Gertrud ton Santwege Sendenhorst

 

 

1552 XII 16 Westerholt U 1752

Wylhelm van Mollenbecke, bischöflicher Richter zu Sendenhorst (Stadtrichter)

 

1555 V 7    Westerholt U 1784

Wylhelm Kunscop, Richter (Stadtrichter)

 

1573 Mensing U 125

Christopher Schotteler, Richter und Gograf zu Sendenhorst

 

1574 Haus Borg U 705

Verkauf eines freien Hauses zu Albersloh vor dem Sendenhorster Richter Christoffer Schottler

Z: Bernt ter Straßen gt Bodeker, Johan Smit, Bürgermeister

 

1585 Armen 6

Christoff Schotteler, fürstlich münsterscher Richter und Gograf

 

1591 Hofkammer XX i Nr. 1h

Gograf und Richter zu Sendenhorst Bernard Koningk

 

1597 IV 29 Westerholt U 2360

Lambert Isfordinck, Richter zu Sendenhorst und Gograf, bezeugt, daß 1594 in Anwesenheit des Dr. jur Grotegese und Notar Johann Westmann, Gerichtsschreiber des Gerichts Sendenhorst,  Dietrich von Langen zu Kobbing im Dorf Hoetmar am Holtingsstuhl einen Kotten verkauft habe

 

o D (zwischen 1600 und 1620?)

Henrich Wettendorpff verwendet sich für den hochgelehrten Petrus Hoffschlagh, der Rechte Doctor, damit er zum Sendenhorster Rich­teramt befördert werden möchte; sagt daß ihm sein bisheriges Sala­rium verbessert werde.

Aus der Begründung: daß er ein alter Diener E. Churf. deren Vor­fahren und disem Stift mit Reisen und sonsten nit ohne große Unge­legenheit auch wol Leib- und Lebensgefahr in unterschiedlichen schweren und angelegenen Beschickungen ohne einig besonder recom­pens; vor und nach bei beiden Niederlän-dischen Kriegenden teilen, viele Dienste bezeiget, auch wohl gute expedotiones erhalten. Weil er dannoch fast zu seinem Alter kommen und ihm vermutlich Ungel­genheiten geben wolle, bei diesen hochbeschwer-lichen stetigen Kriegsläuften sich ufm platten Land häuslich niederzusetzen oder ihn nit ohen Gefahr von hieraus ab- und zuzuziehen ...

 

1604 V 17 Westerholt U 2407

Caspar Schenckinck, Richter und Gograf zu Sendenhorst: Verkauf eine Kottens in Drensteinfurt

Zeugen: Johann Temme, Heinrich Lilie, Gerichtsboten

 

1605/1607

Caspar Schencking, Richter und Gogreve zu Sendenhorst

Johannes Wechmann, Notarius et Sendenhorstensis juratus scriba

 

1608 VII 10 Domburse U 311

Caspar Schenckinck, Richter zu Sendenhorst, bezeugt den Übertritt in den Hofesverband der Domburse (zu eigen)

 

1609 Mensing U 158

Caspar Schenckinck, Richter und Gogeraf zu Sendenhorst,  bezeugt Güterverkauf in Albersloh

 

1620 FM Hofkammer II 5

Der Richterdienst ist durch den Tod Caspar Schenckings erledigt.

Zahlreiche Bewerbungen:

- mstr. Sekretär Johan Hobbelingh

- Godhardt Grotegeß für seinen Sohn, zur Zeit in MS und Köln in Schreibdiensten

- Dr. Henrich Bispinck

- Reyner Ketwig, lic. in utroque iure und 20 Jahre Gerichtserfahrung sowie der niederl. und frz. Sprache zur Not mächtig

- Dietrich Akolck, Richter zu Ringelberg für seinen Sohn Dietrich, der zu MS und Köln studiert

- Adolf Berben

- Johan Kogelgen

- Conrad Gassel

- Hermann Ottestede

Adolf von der Mark, der das Amt erhält, weist darauf hin, daß bei dieser Kriegsempörung wegen täglich ankommenden Kriegsvolkes Richter und Gograven persönlicher Gegenwart hochnötig und bietet deshalb seine persönliche Residenz in Sendenhorst an.

 

1622

Adolph von der Marck, ferstlicher Richter in und außerhalb Sendenhorst

 

1624 VIII 15 Haus Borg U 15

Adolf von der Mark zeitlebens Richter und Gograf zu Sendenhorst

 

1626 FM LA 422.5

B Ferdinand genehmigt, daß sein Sekretär Johann Hobbelinch gleich­zeitig den  Richterdienst zu Sendenhorst versieht.

Dagegen Bedenken der Räte: ....in diesen  beschwerlichen  Kriegs­zeiten  vor nötig gehalten,  daß  angeregter  Dienst  persönlich  verwaltet  und ihrer Untertanen ob des Richters Beiwohnung auf al­lem Notfall Trost und  Zuflicht  empfinden möchten ...

 

hierzu Liebfrauen-Bruderschaft St Ägidii 598 ca 1620):

Joannes Hoebelinck, secretarius, dedit ad meliorationem quinque imperiales (5 Rthlr) (Anm. vor 1611 Prokurator am weltlichen Hofgericht, wird fürstlicher Sekretär, 1626 Gograf zu Sendenhorst, ist 1646 73 Jahre alt = * 1573; verfaßt eine bescheribung des ganzen Stifts Münster; oo I. Maira Schreiber II. Anna von Münster)

 

1631

Sekr. Hobbeling überträgt seinen  Richterdienst  auf  seinen  Schwiegersohn (Eidam) Hermann Huge

 

1632 IV 15

Maria  Hülsei  oo  Caspar  Schencking+,  Richter  zu  Sendenhorst;  Töchter  Margareta und Anna (Aufnahme von 100 Rthlr,  Pfandsetzung  Garten  vor  der  Stadt; Pension 6 Rthlr)

Geschehen  zu  Sendenhorst,  in  obg  Wittiben  Behausung  in  der  Küchen;

Unterschrift Marya Hulsou Widtwe Schenckinck (geläufige Handschrift!)

 

1638

Herman Huge, Richter und Gograf

 

1640 VIII 15 Haus Borg U 15

Herman Huge fürstlich münst. in und außerhalb Sendenhorst verordneter Richter und Gograf         

 

1644 XII 14 MS LA 422.5

Ferdinand Bischof v MS: Lieb. Getreuen, was an uns unser Rat Johan Olmerloe, der Rechte Dr., wegen der Receptorat zu Sendenhorst  untertänigst  klagend gelangen lassen und gebeten, das habt  ihr  aus  dem  Anschluß  mit mehreren gehorsamst zu erstehen, und nachdem wir nicht  befunden,  daß  er, Supplicant, der ihm von Euch und den  sämtlichen  Gütern  gleichsam  wieder seinen Willen aufgebürdeten und bisher wohl verwalteten Receptur bei  annochnicht expirirten Zeit entsetzt worden oder  mit  fügen  werden  können.  so wollen wir und befehlen euch  hiemit  gnädigst,  daß  ihr  denselben  dabei lassen, und bis zu anderweiter Verordnung manutenieren ..

 

1658

Der Richter zu Beckum, Ludolf Estinghausen hat bis auf weiters den  Richterdienst in Sendenhorst mitversehen. Jetzt soll der Richter zu Ahlen, Caspar Bisping, mit dem Amt betraut werden.

 

hierzu Wilhelm Kohl, Christoph Bernhard von Galen, Politische Geschichte de Fürstbistums Münster 1650-1678; Hier mehrfach erwähnt:

1653 Bisping berichtet über Verhandlungen zur Ablösung der schwedischen Besatzung vor dem Reichstag Regensburg

1654 treibt 30.000 thlr im oberrheinischen Kreis (Exekution) ein

1657 Bisping Gesandter in Frankfurt (Verhandlungen über mögliche Bündnisse)

1657 Matthias Korff-Schmising und Johan Caspar Bisping verhandeln in Frankfurt über den Erhalt des "Rheinischen Bundes"

1657 B. erhält vom Bischof Anweisung, ohne Zustimmung des Domkapitels oder der übrigen Stände zu verhandeln (Absolutistisch!)

1658 B. verhandelt weiter in Frankfurt

Ende 1658 B. verläßt Frankfurt auf Anweisung des Bischofs

1662 B. in Franktfurt asl bischöflicher Vertreter

1665 Bisping in Wien; bemüht sich vergeblich in Wien um die Hilfe des Kaisers im Kampf gegen die Generalstaaten

1668 B. vertritt Münster in Wien; ebenfalls in Regensburg beim Reichstag und Rheinbund

ca 1670 scheint B. seine diplomatische Laufbahn aufgegeben zu haben

 

vgl. Liebfrauen-Bruderschaft an St. Ägidii 753

Joannes Casparus Bispinck (Anm. DAM; SK: oo Agnies Heerde, wohnt Ludgeri Ksp, +1675, Dr. Jur, münsterscher Hofrat und Stadtsyndikus, 1654 Hofpfalzgraf)

 

HS des AV 391/1

Korrspondenz des Joan Caspar Bisping, fürstbischöflich mstr. Gesandter, ua, in Speyer

ca 1660 Richter in Sendenhorst (wohl als Belohnung für treue Dienste; das Amt brachte nicht viel Arbeit mit sich)

 

1661 Pastoratsregister

Dr. Bering (auch Berning) (Substitut ?); Richter Bisping

 

1664 VIII 1 MS LA 422.5

Domdechant und Domkapitel zu MS bezeugen und bestätigen , daß  Johan  Caspar Bisping, der Rechte Licentiat, hochfürstlich  mstr  Rhatt,  hiesiger  Stadt Syndicus und Richter zu Sendenhorst, eine  fürstbischöfl. Zusage auf Anwartschaft einer seiner Töchter oder  von Gottes Allmacht anoch  erwartender Söhne auf den Richterdienst zu Sendenhorst ( ...  und wir uns erinnern, welche gestaldt und vorg, Bisping eine Zeit von Jahren nützliche Dienste geleistet ... da er über kurz oder lang mit Tod abgehen und Leibeserben hinterlassen und einer derselben sich zu vorg. Dienst durch Studieren oder in Abgang der Söhne eine seiner Töchter durch Heiraten qualifizieren wird, solle B schon vorher sterben, die Seinigen auch  hiemit gestattet sein solle, solchen Dienst durch einen qualifizierten Substituten bedienen zu lassen ...

Christoffer Bernardt 1664 VII 2, L S

 

1666 IV 16

Johan Caspar Bisping Licentiat, auch Richter und außerhalb Sendenhorst, auch Syndicus der Stadt Münster

 

1672

Goswin Droste zu Vischering, Domherr, verpachtet die Schuermanshove Ksp Sendenhorst für vier Jahre und 80 Rthlr jährlich an Joan Caspar Bisping

 

1675 V 20

Tode des Richters Bisping

 

1675

Bis zur Übernahme des Richteramts durch eines der Kinder des  +Caspar Bisping ernennt Bischof Christian Bernhard von Galen den Dr. Johan Olmerlohe zum substituierten Richter

Bittgesuch gleichen Inhalts der Wwe Bisping, Agnes geb Heerde

Ernennung zunächst auf vier Jahre. O erhält Haus, Garten und vier Gäden in Sendenhorst. die Witwe erhält ein Zimmer im Haus (Bisping wohnte also in Sendenhorst)

 

1677

Hochf. mstr substituierter Richter zu Sendenhorst Johan  Ormerlohe, der Rechte Dr.

         

1679 Pastoratsregister

Dr. Johan Ormelohe, substituierter Richter und Gograf zu Sendenhorst

 

1685

Wwe Bisping hat erklärt, ihr Sohn Johan Bernard B. sei,  um  sich  zu qualifizieren, außer Landes gereist, also wird Dr. Nadeler bis zum  Antritt des Bisping mit dem Amt betraut

 

1691 Liebfrauen-Bruderschaft an St. Ägidii 868

Joannes Christopherus Bernardus Bispink, juris utriusque licentiatus et judex Sendenhorstensis, dedit ad meliorationem 5 Rthlr

 

1696 X 7 Stadtarchiv S

Joan Christoph Bernardt Bisping, beider Rechte Licentiat, in und  außerhalb Sendenhorst verordneter Richter

 

1698 IV 29

Beschwerde der beiden  Bürgermeister  Henrich  Lipper  und  Balster  Surman  (Bezug auf ein Schreiben vom 8. VII 1697) über den Richter Bisping: B. möge sie bei altem Herkommen und  Gewohnheit lassen. Aber trotz Befehl des Drosten sei der Richter dabei geblieben und habe  u.a. vor wenig Zeit hiesigen gewesenen Bürgermeister Püsterkrey, wie auch die Wwe +Henrich  Pepperhove, so beide ad secunda vota getreten, dahin exercirt, daß beide nach des Inventars Verfertigung dasselbe mit dem Gerichtsiegel versiegeln und die jura sigilli mit 2 Rthlr 7ß entrichten müssen; wie auch vor wenigen Tagen auf Absterben der Wwe weiland Hch  Naendorffs die allda obhanden gewesenen Kramwaren in des Richters Gegenwart ästimiert und im Beiwesen der Vorkinder verkauft,wobei  der Richter den Kaufbrief mit seinem Gerichtssiegel versiegelt habe, was doch nicht nötig, denn, wenn ein Schichtender einen approbierten Notar zur Hilfe holt, braucht er nicht den Richter.

Ist darum heraus klärlich abzunehmen, daß unser Herr Richter  alsher Befehlen bishero zu parieren nicht gemeint, sondern uns  ferner zu beeinträchtigen sich unterstehen dürfe:  Bitte, zur  Verhütung schwerer Kosten der geringen Gemeinheit uns bei  wohlhergebrachten Privilegien und Gewohnheiten zu manutenieren

Nachschrift Dietrich Burchardt Freiherr v Merveldt: Es hat der  Richtern zu Sendenhorst über geklagte Posten sich innerhalb 8 Tage zu verantworten und Eingesessene des Wigbolds S. bei ihrem hergebrachten Gerechtsamkeiten ruhig zu verlassen

Sig. Westerwinkel

 

1711 Armen 75 (im Haus des Richters auf der Cammer)

Joh Christoph Bisping, Lic. beider Rechte, Richter

 

1716 VI 14 Armen 78

Johan Christoph Bernardt Bisping, Lic. beider Rechte, Richter und Gograf in- und außerhalb Sendenhorst

 

1721 IX 21 Armen 81

Richter Johan Christoph Bisping

 

1734 II 10 Armen 87

Johan Christoph Bernardt Bisping. Richter

 

1735 Armen 88

Johann Ludolph Oistendorf, Richter und Gograf zu  Telgte,  Sendenhorst  und Wolbeck

 

FM Kabinettsregistratur i VI AA 1, (jetzt neue Nummer)

Richterey zu Sendenhorst Wolbeck und Telgte

 

1735 IV 15

Meldung, daß der Richter zu S. Johan Christoph Bernard Bisping  gestorben sei und Joh Ludolph Oestendorff als sein Nachfolger in Eid genommen:...so haben wir bey fürwharenden Außmarche deren  preuß. trouppes/:  wobey  ein jeder Richter im Gogericht so wohl zu Beachtung Euer Churf. höchsten Interesse als auch denen  Eingesessenen  zum Beistand ohnentbehrlich  erfordert wird .... (inzwischen adhibirt)

 

Richter Bisping hat 1732 wegen seines hohen Alters einen Adjunkt bekommen:

1732. VI. 15 Bonn

Ernennung Ostendorfs zu Adjunkt

 

1736 VIII 20

Geheime Räte (Friedrich Christian v Plettenberg) an  Clemens August:Antrag, den vier Kindern des jüngst (leider urplötzlich verstorbenen  Johan  Ludolph Ostendorff die Richterdienste zu  Wolbeck  und  Telgte  mildest zu  belassen und durch ein geeignetes Subjekt verwalten zu lassen.

Die Sendenhorster Stelle soll von "dem Rat  und  Referendar  Doctor  Johann  Diethrich Schweling*" besetzt werden.

 

*(ders. Hofrat und 1743/55; 1757/59 im Rat der Stadt Münster; 1743/51 Assessor; 1752-55; 1757-59 Bürgermeister Münster)

ferner hierezu: Westf. Köpfe (Schulte) Hof- und Regierungsrat Dr. John Dietr. Schweling, auch Gograf zu Sendenhorst, Mitbegründer des Zivilclubs,

1743-1755 Ratsmitglied

1752/55 und 1743/55 Bürgermeister

 

1736 VIII 26

In der Antwort wird der Bitte entsprochen .. Hingegen die dadurch zugleich erledigte  Sendenhorsti-che  Richterstelle  unserm  Rat  und   Referendario  Doctori Johan Dietherichen Schweling in Gnaden aufgetragen haben

          Schwitzingen (Schwetzingen ?), den datum ut supra

          Hierzu Ernennung Schwelings zum mstr Rat und Referendar:

          1736 I 10, Bonn

          Von Gottes Gnaden wir Clemens August

          - Erzbischof zu Cölln

          - des Hl Römischen Reichs durch Italien Ertzcantzler

          - Churfürst

          - Legatus natus de Heyl. Apostolischen Stuhls zu  Rom

          - Administrator des Hochmeistertumbs in Preußen

          - Meister Teutschen Ordens in Teutsch- und Welschen     Landen

          - Bischoff zu Münster

          - Hldesheimb

          - Paderborn und+

          - Oßnabrück

          - in Ob- undt Nieder-Bayern auch der Obern Pfaltz

          - in Westphalen und zu Engern Hertzog

          - Pfaltz-Graff bey Rhein

          - Landgraff zu Leuchtenberg

          - Burggraff zum Stromberg

          - Graf zu Pyrmont

          - Herr zu Borckeloh, Werth, Freudenthall und Eulenbergernenenn den ehrsam hochgelehrten Joh Diethr Schweling  Dr.  der  Recht  in Ansehung seiner uns angerühmten  Qualification  und  Rechtserfahrenheit zu  unserm Mstr Rat und Referendarium

 

 

1770 QFGEschMS NF10 Bevölkerung und Topographie MS 1770

540 Ludgerileischaft 327    1873 Clemensstraße, zu 29

Dr. Joseph Ernst Boichorst, Richter und Gogeraf zu Sendenhorst

verheiratet

Kinder Sibilla 16, Margareta 1, Magdalena 5Mon

Mieter; Mitbewohner:

- Dünhovet, fürstlicher Musicus

- Caspar Bucholz aus Welbergen 11J  (* 1759)

- ein Knecht

- drei Mägde

Hauseigentümer Bürgermeister Boichorst, Versicherungswert 825 Rthlr

(stammte aus alter Juristenfamilie 1574+ Albert Boickhorst Dr. jur utr.

hatte 12 Kinder u.a  der Maler Johan Bockhorst (Westfalen 60, 1982 I))

 

1775

Joseph Ernst Boichorst, hochfürstlicher Richter zu Sendenhorst  und  Ahlen, beider Rechte Doktor

 

1794 II 2

C P Kreutzhage wegen der Richterstelle in Sendenhorst:

Es war von jeher mein Wunsch, auf dem Lande leben zu können; Euer Wohlgeboren geehrteste Zuschrift, die ich soeben  erhalte, läßt mir die endliche Erfüllung meines langgenährten  Wunsches hoffen und ich stehe keinen augenblick an, Sendenhorst zu meinem Wohnort zu wählen, nur erlauben mir Euer Wohlgeboren gehorsamst vorzustellen: Es sind ungefähr 14 Tage, wo

ich dem Herrn Richter von der Becl meine Visite machte, die Rede  fiel  auf die Sendenhorstische Richterei und deren Ertrag; der Herr Richter antwortete mir, daß seit  verflossenem  neuen  Jahr  nur  eine Rechtssache pendent geworden wäre, und er nicht mal die Defrairungskosten herausbringen könnte, dazu wäre nichts an fixem  Gehalt und wohnte der Richter zu Sendenhorst, wäre auch der thätigste Mann, so möchte er es höchstens auf 100 Rthlr bringen. Es sind dieses die Worte des Herrn Richters; der kenntlich am besten den Ertrag bestimmen kann: Ich würde Euer Wohlgeboren hierüber ein schriftliche Zeugnis beilegen, wenn ich nicht eilen müßte, um  noch diesen Abend Antwort an Euer Wohlgeboren abzuschicken.

E. W. werden nun von selbst ermessen, daß es mir nicht möglich  ist, vom dem Ertrag meine dringendsten Bedürfnisse zu befriedigen, besonders da ich von hieraus keine Advokatur mit dahin nehmen kann und in der Gegend  selbst keine finden werde. - Ich wiederhole es, gern und willig füge ich mich  dem höchsten Befehle, was den Aufenthalt auf dem Lande betrifft, nur möchte ich mich gern wieder die Sorgen für meinen Unterhalt gedeckt sehen.

Ich verharr mit tiefstem Respekt

Euer wohlgeboren gehorsamster C P Kreutzhage Licent.

        

 

 

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