8. Ferdinand Silling

Das Haus Oststraße 17 war bereits lange vor der Blütezeit des Branntweinbrennens Heimstätte dieses Handwerks. Das Brandkataster von 1768 kennt bereits fünf „Fuselbrenner“, und einer war der Bürgermeister Suermann, er betrieb seine Brennerei an der Oststraße 17 (später Silling) in
einem angezimmerten Brennhaus von drei Gefachen. Die Familie betrieb das Branntweinbrennen nebenberuflich bei Bedarf, vorrangig in den Wintermonaten. 

1857 wurde beim Brenner Ferdinand Silling der erste Dampfkessel installiert. Der Volksmund sprach hier übrigens nur von „Osten-Silling“, weil an der westlichen Peripherie ebenfalls eine Brennerei Silling existierte, die in
der Bevölkerung nur „Westen-Silling“ genannt wurde. In der Gaststätte konnten die Bürger der Stadt sich sillingschen Korn holen, der aus einem Fass im Keller zur Theke gepumpt und in den mitgebrachten Flachmann abgefüllt wurde. Silling hatte natürlich die zur Brennerei gehörende Viehhaltung und betrieb auch einen Ausspannhof.

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