5. Panning

In drangvoller Enge betrieb hier im Haus Nr. 106, zwischen heutiger Kirchstraße und Schlabberpohl, seit Beginn der 60er-Jahre des 19. Jahrhunderts Edmund Panning das Kornbrennergewerbe. Eine Schankwirtschaft existierte bereits um 1856. Die Rückseite seiner Hausstätte grenzte an die Synagoge der jüdischen Gemeinde. 1888 versteuerte die Brennerei Panning ca. 50 hl Branntwein oder 5,8% der Sendenhorster Produktion.

Mit seinem Nachbarn, dem Apotheker Pottmeyer, verband ihn ein jahrelang währender Streit, da dieser sich durch Brennereiabwässer, üblen Geruch, einen zu niedrigen Schornstein und starke Geräusche belästigt fühlte. Erst durch Intervention des Landrates Fenner zu Fenneberg konnte dieser Streit 1928 beigelegt werden.

Während der NS-Zeit diente das Wohnhaus, im Volksmund auch „Das braune Haus“ genannt, der NS-Ortsgruppe als Versammlungslokal (H. Petzmeyer).
1944 ging der Besitz durch Erbschaft an Dr. Hallermann. Brennerei und Gastwirtschaft wurden danach noch lange von den Familien Zurmühlen, Bröggelhoff und Kersting betrieben, bis das Gebäude im Verlauf der Stadtsanierung dem Schuhhaus Wiedehage weichen musste.

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