Kapitel 7 - Öffentliches

7.4 Der Fernmeldeturm

"Peter, weißt du welcher der höchste Turm in Sendenhorst ist." "Na klar, der Fernmeldeturm. Er ist 133 m hoch. Die Kanzel liegt in 75 m Höhe und hat einen Durchmesser von 25 m." Weißt du auch, wozu der Turm dient." "Wie mein Vater erzählte, könnte man von Sendenhorst z.B. ein Fußballspiel direkt übertragen. Ein Übertragungswagen einer Fernsehgesellschaft (z.B. der WDR) mit seinen Fernsehkameras fährt zum Sportplatz und richtet eine Sendeantenne auf die Empfangsantenne am Fernmeldeturm aus. Über die Funkverbindung werden die Nachrichtensignale übermittelt und man gibt sie ohne Zeitverzögerung über weitere Funkverbindungen mit Fernmeldetürmen (z.B. in Schwerte) zur Sendezentrale weiter.

Soll das Fußballspiel auf dem Sportplatz in Sendenhorst auf den Fernsehgeräten erscheinen, wird diese Übertragung auf Sendung geschaltet und die Nachrichtensignale werden wieder über Fernmeldetürme zu den Sendeantennen (z.B. stehen große Fernsehsendemasten in Nottuln) geschickt. Von denen können unsere Fernsehantennen das Programm empfangen." "Dann spielen die Fußballer vielleicht im Regen, und ich kann zu Hause sitzen und mir das Fußballspiel ansehen.""Ja, und alles wird so schnell übertragen, dass man keinen Zeitunterschied spürt." "Nennt man das Live-Übertragung." "Ja, aber die technischen Einrichtungen im Fernmeldeturm können noch viel mehr." "Von über 50 Antennen auf seinen Plattformen werden ständig Nachrichtenempfangen und abgesandt.

72 Tausende von Telefongesprächen werden gleichzeitig über ihn geführt. Signale von Radio- und Fernsehprogrammen müssen empfangen, verstärkt und weitergegeben werden. Verbindungen zwischen den Funkgeräten der Polizei und Feuerwehr, auch Gespräche über Autotelefone und Handy, werden durch ihn erst möglich." "Und wofür sind die großen Schüsseln, die unten am Fuß des Turmesstehen." "Durch die Satellitenempfangseinrichtungen werden Fernsehprogramme von Satelliten aus dem Weltall empfangen. Mit Hilfe dieser und anderer Antennen können heute fast 50 Fernsehprogramme und viele Radioprogramme in das Kabelfernsehnetz gebracht werden. So braucht man auf den Häusern keine Antenne mehr zu bauen. Nicht in jeder Stadt steht ein Fernmeldeturm. Der Sendenhorster Turm hat die Nachbarstädte Ahlen, Beckum, Everswinkel, Greven, Münster, Albachten, Sassenberg, Telgte, Warendorf, Senden und Lengerich mit Kabelfernsehprogrammen mitzuversorgen. "Und warum sind nicht auch diese Empfangsantennen oben auf dem Turmaufgestellt worden." "Wenn es einmal richtig stürmt, schwankt der hohe Turm oben um mehr als 50 cm. Diese Bewegungen stören den Satelittenempfang zu sehr." Aufgaben: 1. Wie hoch ist der Fernmeldeturm. 2. Welcher ist der zweithöchste Turm in Sendenhorst. 3. Wie viele Antennen zählst du auf dem Fernmeldeturm. 4. Wozu dienen die Antennen. 5. Wofür ist die "Schüssel" am Fuße des Turmes. Fernmeldesatellit 73

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