Karten - Ausbaustufen und Lärmzonen

Mittwoch, 25. März 1970 - Ausbaustufen des Großflughafens Westfalen In mehreren Stufen wird der Ausbau des Großflughafens Westfalen zwischen Sendenhorst und Albersloh erfolgen.

SCHON WEIT GEDIEHEN: Die genauen Lagepläne für die Landebahnen und die Abfertigungsgebäude

Im ersten Bauabschnitt wird vermutlich eine 4 Kilometer lange Start- und Landebahn mit den dazugehörigen Rollbahnen, Abfertigungs- und Betriebsgebäuden und Straßen errichtet (Karte links). Im Endausbau kann der Flughafen über fünf Start- und Landebahnen sowie die erforderlichen Einrich-tungen verfügen. Es ist zu vermuten, daß von der Endausbauplanung (Karte rechts) zunächst nur die beiden 4-Kilometer-Bahnen und die Abfertigungs- und Betriebsgebäude errichtet werden, während die drei 2,5-Kilometer-Bahnen bei Bedarf hinzugefügt werden können, wo- bei noch nicht abzusehen ist, ob alle drei oder nur eine zwei außengenden Parallelbahnen bzw. nur die Querwindbahn fertiggestellt wer- den. Unsere Karte ist nicht amtlich; sie entstand aufgrund der vom Verkehrsministerium herausgegebenen Skizzen und Karten, wobei es möglich ist, daß sich die Lage des Platzes noch geringfügig verschiebt.

Samstag, 25. April 1970 -Lärmzonen des neuen Flughafens Düsenlärm wird sich in der Nähe des ge­planten Großflughafens bei Albersloh nicht vermeiden lassen.
Diese jetzt vom Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Lan­des Nordrhein-Westfa­len, Kassmann, heraus­gegebene Karte zeigt, wie die Lärmschutz­zonen 1 und 2 in der Umgebung des Flugha­fens verlaufen. Im ge­samten Lärmschutzbe­reich dürfen keine Krankenhäuser und Schulen errichtet wer­den, Wohnungen kön­nen nur in der 2. Schutzzone gebaut wer­den. Wie die Karte erkennen läßt, bleiben. die Gemeinden Rinke­rode, Drensteinfurt und Sendenhorst vom Lärm verschont, jedoch ver­läuft die Schutzzone mitten durch den Ort Albersloh. Die Landes­regierung weist aber darauf hin, daß die bei­den Hauptlandebahnen voraussichtlich näher zusammengerückt wer­den, so daß eine Ver­besserung für Albers­loh zu erwarten ist. In die (hier nicht einge­ordnete) Karte einge­zeichnet sind bereits der Bahnanschluß an die Linie Münster-Hamm und eine durch­gehende Straßenver­bindung von der Hansa-Linie bis in den Raum Warendorf. Es wird außerdem ange­strebt, im ersten Bau­abschnitt die Bahn- und Straßenverbindung Sendenhorst-Albersloh zu erhalten, was durch ei­ne Verschiebung der Start- und 500 Meter zu er­reichen wäre. Die Landesregierung fügt dieser Karte, die jetzt an alle Kreis- und Stadt­verwaltungen im Gebiet des neuen Flughafens geschickt wurde, aller­dings einen nicht zu übersehenden Kommen­tar bei: Änderungen vorbehalten!

Flughafenausbau kostet 1,1 Milliarden DMZunächst zwei parallele Start- und Landebahnen 3.000 Hektar Gelände werden benötigt Münster/Düsseldorf (Eig. Der.).
Rund 2000 ha Gelände werden für den Endausbau des dritten Großflughafens in Nordrhein-Westfalen benötigt. Dieser Flughafen soll, wie bereits berichtet, zwischen den Gemeinden Albersloh (Krs. Münster) und Sendenhorst (Krs. Beckumum) in der Bauerschaft Alst entstehen. Nähere Einzelheiten über den neuen Großflughafen befinden sich im Generalverkehrsplan des Landes NRW, der heute in Düsseldorf der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die Sachverständigenkommission hat darin auch Baupläne für den Großflughafen eingefügt (Bild). So soll der 3. Großflughafen nach der Skizze oben ein unabhängiges Parallelbahnsystem (erhalten jeweils 2,5 und 4 Kilometer lange Start- und Landebahnen). Zur Erhöhung der Kapazität wurde vorsorglich eine Querwindbahn (rechts) von 2,5 km Länge ausgewiesen. Die Sachverständigenkommission schlägt außerdem vor, die erste und zweite Ausbaustufe sofort zu verbinden. Es entstünden dann eine 4000 m lange und eine parallel verlaufende 2500 m lange Start- und Landebahn (unten) sowie die notwendigen Flugplatzgebäude. Der Endausbau sieht zwei weitere Start- und Landebahnen sowie die Querwindbahn vor. Außerdem würden die Flughafengebäude zwischen den beiden Bahnen erweitert und sich so präsentieren, wie es die Skizze oben zeigt. Insgesamt wird der Flughafenbau 1,1 Mrd. DM kosten. Darin sind nicht die Kosten für Grunderwerb und Entschädigung enthalten. Von den 1,1 Mrd. würden bis zum Jahre 1980 nur etwa 25 Prozent dieser Investitionsmittel benötigt „da der Großflughaien in mehreren Ausbaustufen entstehen soll, die bis zum Endausbau einen Zeitraum vnn einigen Jahrzehnten in Anspruch nehmen werden". Die Sachverständigenkommission meint, daß der Flughafen in der Endausbaustufe eine Kapazität von rd. 30 bis 40 Millionen Fluggästen pro Jahr haben wird. -ba

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