Geschichte Alverskirchen

Das Dorf liegt fernab jeder Autobahn etwa 20 Kilometer östlich von Münster (Westfalen). Es entstand um das Jahr 1200 durch die Gründung einer Kirche unter Bischof Hermann II. (Lippe), die der heiligen Agatha geweiht ist. Der Ortsname geht auf einen Mann namens Albin, Alvin, Albrie oder Alvrie zurück. Er hat die Kirche entweder erbauen lassen oder den Boden dafür bereit bestellt. Erstmals erschien der Ort daher unter dem Namen Alvinskerken.

Im Laufe seiner Geschichte brannte das Dorf immer wieder durch ausgedehnte Brände nieder, ebenso wie der Nachbarort Everswinkel. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges erlitt das Dorf einen zeitweiligen Niedergang und viele Höfe waren verlassen. Ein wichtiges Standbein des Dorfes war auch im 18. Jahrhundert die Landwirtschaft. Daneben waren viele Bewohner aber auch als Kaufleute, Händler, Tagelöhner und Handwerker beschäftigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl von Alverskirchen deutlich an, was am Zuzug von Vertriebenen lag.

Zwei Kilometer südlich von Alverskirchen liegt das Gut Brückhausen, über Jahrhunderte hinweg ein einflussreichesHerrenhaus.

St. Agatha-Kirche

Die Sankt-Agatha-Kirche bestand schon zur Zeit des ersten Fürstbischofs von Münster, also vor 1203. Sie ist der heiligen Agatha geweiht, der Beschützerin von Feuersnot. Als erster Patron der Kirche wird 1613 der heilige Johannes genannt. Allerdings scheint es, dass der heiligen Agatha nach drei vernichtenden Brandkatastrophen, von denen das Dorf heimgesucht wurde, zunehmende Verehrung zuteil geworden zu sein scheint, bis sie schließlich den Platz einer Patrona primaria einnahm. Der heutige Kirchturm stammt noch aus der Gründungszeit des Gotteshauses. Seinen wehrhaften Charakter verdankt der massige, im romanischen Stil errichtete Bau auch der Tatsache, dass die Eingangstür sehr klein ist und nur wenige Fenster vorhanden sind. Seine heutige Breite erhielt er allerdings erst 1703.

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