Wo kommen eigentlich die schönen Bilder her?

Seit über zwei Jahren werden in den Berichten zur Stadtgeschichte im stadtland magazin auch Bilder aus dem »alten« Sendenhorst präsentiert. Aber auch an anderen Stellen in der Stadt sind solche Bilder zu sehen: Im Rahmen des Projektes »Historische Augenblicke« sind mit solchen Bildern zahlreiche Stromkästen in Sendenhorst verschönert worden.

Der Heimatverein wünscht ein Frohes Fest!

Bild links: Plattdeutsches Theater Kolping (Archiv J. Bülte)

Der geneigte Leser fragt sich mitunter, woher diese stammen. Die Antwort ist relativ einfach: zum einen aus dem »digitalisierten« Stadt-Heimatarchiv, zum anderen aus privaten Archiven. So wurde z. B. auch das Archiv meines Opas Anton Hölscher in die Sammlung integriert. Die Fotos aus dem vorherigen Jahrhundert wurden und werden vom Arbeitskreis Stadtgeschichte des Heimatvereins zuerst digitalisiert und dann in die Datenbank »Sendenhorster Geschichten« eingestellt. Die Bilder müssen dann noch mit Informationen versehen werden. Hier kommt die Seniorengruppe des Arbeitskreises ins Spiel. Drei Teams benennen seit drei Jahren in mühevoller Kleinarbeit im Rathauskeller die digitalen Schätze. Die Arbeit der erfahrenen Sendenhorst-Kenner ist äußerst wichtig, denn sie verfügen über das Wissen aus Sendenhorst des letzten Jahrhunderts. Personen auf den Bildern sind meistens noch gut bekannt.

Bild rechts: Luftaufname Volksbank ca. 1975?

Die Seniorengruppe, das sind Helga Berkemeyer, Hans Homeyer, Werner Dufhues, Hans-Joachim  Brüning, Bernhard Nordhoff, Hermi Brünemann und Lui Kreimer. Und wenn die Gruppen mal nicht weiter wissen, so können fast immer Senioren aus dem Umfeld der Gruppe, sei es privat, aus dem ehemaligen Arbeitsumfeld (z. B. Rathaus oder Briefträger) oder aus anderen Vereinen (z. B. aus dem Kirchenchor), weiterhelfen. Aber auch L. Kreimer, unser Mann in Australien, konnte schon per Internet für uns alle so wertvolle Informationen beisteuern. So wird der Prozess in die Bevölkerung transferiert, und jeder Bürger ist aufgefordert, sein Wissen zu teilen. »Von allen, für alle«, das war von Anfang an die Idee des Projektes »Sendenhorster Geschichten«.

Bild links: Hölscher (vom Kirchturm St. Martin) vor 1967

Das Stadt-Heimatarchiv ist schon fast komplett digitalisiert, es ist aber der ausdrückliche Wunsch des Heimatvereins, noch mehr private Archive zu erschließen. 

DESHALB HIER NOCH  EINMAL DER AUFRUF:
Der Heimatverein sucht (fast) alles, was an Geschichte für unsere Heimat relevant sein könnte! Bilder, Dokumente, Ahnenfolgen, aber auch z. B. Zeitungsausschnitte. Wenn Sie z. B. auf dem Dachboden alte Bilder, Dokumente finden, freut sich der Heimatverein sehr, wenn sie diese Dokumente leihweise scannen dürfen, um sie so der Nachwelt zu erhalten.

rechts: Hölscher Räume Träume vor 1967, unten Bau des Bürgerhauses vom Hof Hölscher (1975)

Hier eine kleine Auswahl aus den zuletzt erschlossenen privaten Archiven ( J. Bülte – Schwerpunkt: Kolpingverein und A. Hölscher): Noch ein kleiner Nachtrag zu der Aussage »Früher war hier alles schöner«… Auf den alten Bildern mag das eine oder andere Ensemble ja schön gewesen sein, aber…. die Fachwerkhäuser waren fast alle verwinkelt, alt (nach dem Großbrand von 1806 erbaut) und klein. So hatte das Haus im Bereich des heutigen Schießkellers nur 105 qm Wohnfläche für eine komplette Familie mit Haustieren. Mein Vater konnte im 1. Stock des Hs. Hölscher nicht aufrecht stehen… Und nicht zu vergessen, jedes Haus hatte einen Misthaufen. Ich hörte davon, dass im Herbst der schönste Misthaufen prämiert wurde… Natürlich ist bei der Stadtsanierung in den 1970ern / 80ern wohl einiges schiefgelaufen, aber einige alte Gebäude sind noch erhalten. Der typische kritische Beobachter sollte sich ruhig einmal die Mühe machen, die verbliebenen Fachwerkhäuser in der Innenstadt zu zählen. Und dem Verkehr, der sich jeden Tag durch die Stadt quält, wäre die alte Bausubstanz wohl gar nicht gewachsen gewesen!

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