In der Stadt gibt's viel zu sehen (Doppelfolge)

In der letzten Ausgabe haben wir die 100-Schlösser-Route kennengelernt. Wir sind auf der „Königin“ der Fahrradrouten von Vorhelm aus durch die Bauerschaft Nienholt auf Sendenhorster Gebiet gelangt, durch der Bauerschaft Bracht, sind in der Bauerschaft Hardt an den Hardt-Teichen vorbei gekommen, sind an einem Adelssitz in der Bauerschaft Rinkhöven / Schörmel vorbei gekommen, um dann anschließend in die Stadt zu fahren. Hier in der Mitte der Stadt haben wir das letzte Mal angehalten, da zahlreiche „Denkmale“ unser Stadtbild mittlerweile bereichern, die es lohnt zu erkunden.

Lang lang ist's her... AUfnahme der Kreuzung westl. Kichtsraße, nördl. Kirchstr., Nordstraße, Schulstraße - vor 1975 - Wahrsch. noch früher (Beschilderung!)

Sie sind informativ und vermitteln ein Bild der Vergangenheit unserer 701-jährigen Stadt. Leider ist mittlerweile schwierig, alle Pfade auf einmal zu erkunden. Somit beschränken wir uns auf einen Gang um die Kirche, auf dem schon sehr viele dieser „Denkmale“ zu sehen sind. Eine abschließende Opens external link in new windowListe der Baudenkmäler Es gilt: Immer schauen, in Sendenhorst gibt es noch viel zu entdecken!

Wir werden nun das „Sendenhorster Ei“ umrunden. Bis 1988 war die Straße um die Kirche und Pfarrhaus  nämlich komplett befahrbar.. Dazu an anderer Stelle mehr. Unser Ausgangspunkt ist an der Fußgängerampel  Weststraße – Schulstraße. Wir befinden uns am neuen Spielplatz „Fines Laden“ in Fachwerkoptik am Eingang der Fußgängerzone. Fine, das erinnert an Fine Lasthaus, jenem legendären Cafe an der Nordstraße, wo man in gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre Kaffeetrinken konnte und Fine Lasthaus auf dem Klavier den Gästen vorspielte.
Der Brennereipfad startet auf der rechten Seite mit der Brennerei Graute (Heute Haus Kleinhans mit Arztpraxis). Der Pfad wurde im Jahr 2007 vom Heimatverein Sendenhorst installiert. Er kennzeichnet die ehemals insgesamt 12 Korn-Brennereien im Stadtgebiet. Auf den kleinen Infotafeln an den Häuserwänden werden jeweils Merkmale der Brennerei und Besonderheiten, sowie ein historisches Foto gezeigt.

Bild rechts: Alte Weststraße - heute Höhe IhrPlatz - mit Blick auf die Schulstraße - Drogerie Schüttelhöver auf der anderen Seite.

Neben dem Fachwerkhaus lädt  die berühmte Liebesgasse ein.  In alten Zeiten endete die Liebesgasse in der Mitte, da wo heute der Kühl  kreuzt. Dahinter befanden sich Gärten und der Kühl war eine Sackgasse und somit bot sich die Liebesgasse für Verliebte an, um sich im sittenstrengen Sendenhorst zu treffen.

Die nächste Brennerei ist direkt nebenan, Schulze Rötering (Gassner). Dies war die größte Brennerei am Ort. Auf dem Gelände des großen Brennereigebäudes befindet sich heute das kommunale Forum. Bis Mitte der 1980er-Jahre wurde hier  in der  1767 von Johann Fiehe gegründeten Brennerei  gebrannt.
Auf der anderen Straßenseite befindet sich die ehemalige Brennerei Arens-Sommersell. Mit der Stadtsanierung in den 1970er Jahre wurden diese beiden Brennereien aus der Stadt  „outgesourced“. Sommersell betrieb die Brennerei im Kirchspiel auf dem ehemaligen Gut Geilern weiter, die Brennrechte von Schulze Rötering wurden auf den Hof Schulze Rötering knapp jenseits der Stadtgrenze zu Ahlen transferiert. Heute noch besteht dort hergestellte Korn aus den Hauptbestandteilen Wasser (aus Sendenhorster Brunnen) und auf Grenzgebiet angebauten Weizen.

Bild links: 
Alte Brennerei Schulze Rötering - heute hier: Kommunales Forum

Hier im Südviertel befanden sich die meisten Brennereien, denn hier lebten die wohlhabenden Ackerbürger. Die Korn-Wirtschaft ist nämlich eine effiziente Art zu wirtschaften, die Schlempe als Ausgangsprodukt für den Korn konnte nämlich nach der Produktion an das Vieh weiter verfüttert werden.

Die Schlempe musste natürlich auch abtransportiert werden. Zusätzlich hatte fast jedes Haus einen Misthaufen. Da es bis nach dem 2. Weltkrieg vor Ort keine Abwasserentsorgung  gab, mussten die Entsorgung die Jauchefahrer erledigen. Manch einer kennt vielleicht noch Fitti, den Jauchekönig. Den hart arbeitenden Jauchefahrern hat der Sendenhorster Künstler und Ehrenbürger W. Kleinhans ein Denkmal gesetzt, die Quadriga, die hier an dieser Stelle am Eingang der Fußgängerzone ihren Platz gefunden hat.  Ursprünglich stand das Kunstwerk gegenüber vom Bürgerhaus, hier inmitten der ehemaligen Brennereien scheint es wesentlich besser aufgehoben.
Auch die Kinder vom daneben liegenden Spielplatz spielen auf dem Kunstwerk und haben Berührung mit dem alten Sendenhorst. Das Kunstwerk ist Teil des Kleinhans-Pfades, der jedoch hier aufgrund des Platzmangels nicht betrachtet werden kann.

Überhaupt führte der Geruch der Alkoholherstellung, gepaart mit dem der zahlreichen Misthaufen bei ungünstiger Wetterlage zu einer Geruchsglocke. Eine meiner ersten Kindheitserinnerungen an Sendenhorst in den 1970ern, der Gestank von Schlempe… Ein Brennersohn sieht das natürlich ganz anders..

Weiter geht es, auf der rechten Straßenseite weißt seit 2015 ein Hinweisschild auf das Geburtshaus von Josef Spithöver hin. Spithöver wurde als Sohn armer Eltern 1813 in Sendenhorst geboren. Mit 20 ging er auf die Wanderschaft. Er kam nach Rom. Dort betrieb er einen Buchladen direkt gegenüber der Spanischen Treppe. Er wurde ein angesehenes Mitglied der Deutschen Community in Rom. Zu großem Reichtum kam er , als die Stadt Rom im Jahr 1871 seine Grundstücken aufkaufte, um dort das Regierungsviertel zu errichten. Spithöver stiftete sein Vermögen seiner Heimatstadt Sendenhorst und ließ dafür ein Krankenhaus errichten. Heute ist es als Spezial-Klinik weit über unsere Landesgrenzen bekannt. Für seine Verdienste für die Stadt wurde Spithöver zum Ehrenbürger ernannt und ihm wurde 2015 diese Tafel vom Heimatverein gestiftet.

Wir kommen zum wahrscheinlich schönsten Gebäude von Sendenhorst, dem alten Pastorat. Das Pastorat wurde nach dem großen Stadtbrand von 1806 unter dem damaligen Pfarrer Darup erbaut.  

Bild rechts: Westliche Kirchstraße - heute noch relativ gut zu erkennen. Hier befindet sich die Ausgegraben-Stele zum Pfarrer Heinrich Hölscher. 

Wir wenden unseren Gang etwas nach links und erkennen eine rote „Bake“. Die ist ein weiterer historischer Pfad: „Ausgegraben“. Er wurde 2015 vom Künstler Jürgen Krass installiert und beschreibt Geschichte Sendenhorst durch die Jahrhunderte. Diesen Pfad werden wir mehrfach auf dem kleinen Rundgang berühren und die einzelnen Stationen kurz beschrieben.

Gegenüber des Hauptportals der Kirche sind in der Bodeninstallation sakrale Elemente aus der Zeit des Mittelalters zu sehen, ein QR-Code führt uns zu dem Mann, dessen Geschichte hier gedacht wird:
Heinrich Hölscher, Pfarrer in Sendenhorst 1584 – 1624. Heinrich ist der erste in der lückenlosen Liste von Pfarrern von Sendenhorst. Er wirkte viele Jahre in Sendenhorst eher unspektakulär. In anderen Gemeinden in unserer Umgebung war in dieser Zeit eher viel los. Die Wiedertäuferunruhen in Münster waren gerade erst vorbei, es gab Übergriffe aus Holland (Die Niederländer befanden sich im 80-jährigen Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier und der Krieg griff mehrfach auf das Münsterland über), Pestwellen, in vielen Städten wurden reformierte Pfarrer angestellt, das Münsterland stand kurz davor, komplett evangelisch zu werden. Auch die Hexenverfolgungen fällt in diese Zeit.  
Hier war es jedoch verhältnismäßig ruhig zu dieser Zeit. Nicht so in Albersloh: Hier gab es mehrfach Durchmärsche der Spanier und der Holländer. In dieser unruhigen Zeit ließ die Regierung in Münster ihre Gemeinden prüfen. Hierbei hatte Heinrich Hölscher wohl einfach Pech: Nach dem Konzil von Trient im Jahre 1563 war es den katholischen Priestern endgültig nicht mehr erlaubt, Konkubinen zu haben. Dies war vorher gängige Praxis.  Heinrich hatte jedoch eine Konkubine und mit ihr zwei Söhne und eine Tochter. Als Ergebnis der Visitation hatte er seine Frau binnen 2 Wochen zu entlassen. Bei der 2. Visitation 1613 lebte die Konkubine nicht mehr bei ihm… Seine Söhne hat er eine gute Ausbildung zu kommen lassen, beide studierten in Köln.

 Exkurs: Die ganz spannende Frage war immer für mich: Ist Heinrich ein Ur-Großvater von mir? Vorweg: Das lässt sich nicht genau klären. Mein Stammbaum ist wohl bis Caspar Hölscher 1610 nachvollziehbar, gefunden bei den Mormonen, StadtLand berichtete.  Caspers Vater ist laut Aufzeichnungen meines Opas Anton ein Bernhard Hölscher, geboren 1590. Leider fehlt bei genau dem Bernhard die Quelle. Mein Gefühl sagt mir, dass da was faul ist… Der Pfarrer könnte somit mein Uropa sein.

Teil2 - Bild links: Noch heute gut zu erkennen: Sendenhorster Mitte vor ca. 50 Jahren


Wir befinden uns genau in der Mitte von Sendenhorst, vor dem Kirchenportal von St. Martin. Die Kirche wurde im Jahr 1866 nach 10-jähriger Bauzeit fertig gestellt. Als Erbauer gilt Pfarrer Lorenbeck, seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die neue Kirche erbaut wurde. Die alte romanische Kreuzkirche aus dem Mittelalter war Anfang des 19. Jahrhunderts baufällig und viel zu klein geworden für die rasch anwachsende Stadt. Der Glockenturm war im Jahr 1806 beim Großbrand zudem schwer beschädigt worden.  Pfarrer Lorenbeck ließ, anfänglich gegen Widerstand seitens der Stadt und seiner Gemeinde,  Ziegel brennen schließlich setzte er sein Vorhaben um. Er verstarb jedoch vor der Einweihung seiner Kirche. Ihm ist eine Tafel an der Süd-West-Seite der Kirche gewidmet.
Auf dem Kirchplatz steht die Mariensäule aus dem Jahre 1903. Sie wurde geschaffen von dem Sendenhorster Künstler Heinrich Seelige. Gehen wir nun über den Kirchplatz so ist neben der Volksbank ein „Historischer Augenblick“ zu erkennen. Sehr schön wird hier die südliche Kirchstraße und die Weststraße auf alten Bildern gezeigt. Mit dem QR-Code  gibt es mehr geschichtliche Informationen. An der Stelle der Volksbank befand sich früher das Hotel Ridder.

Wenn man hier in der Fußgängerzone steht, kann man sich kaum vorstellen, dass noch vor 28 Jahre hier der Verkehr um die Kirche lief, hier an dieser Stelle sogar zweispurig. Auch das ist auf dem Stromkasten schön zu sehen. Da ist es heute deutlich schöner hier.

Weiter, am denkmalgeschützten Haus des Uhrmachers Leifert vorbei, sehen wir den nächsten Hinweis auf eine Brennerei. Gegenüber auf der anderen Straßenseite am Aufgang zum Kirchplatz ist der Kasten Heimatvereins immer einen Blick wert!

Bild rechts: An dieser Stelle (Wegweiser) steht heute der Schaukasten vom Heimatverein.

Auf dieser Seite befand sich vor dem großen Stadtbrand 1806 übrigens auch eine Reihe kleinerer Häuser. Diese wurden jedoch aus Brandschutzgründen nicht wieder aufgebaut. Das Reiterstandbild von St. Martin (von B. Kleinhans) stammt aus dem Jahr 1965 und wurde der Stadt anlässlich des 650-Jahre-Jubiläums geschenkt. Der Kirchplatz wurde bereits mehrfach umgestaltet, so rückten Mariensäule und Martin schon mal um und auch ein Wasserspiel gab es hier schon mal.
Wieder über die Straße: Der Brenner Panning (Brennereischild) befand sich in ständigen Streit mit seinem Nachbarn, dem Apotheker Pottmeyer, heute Adler Apotheke, aufgrund des Schlempegeruchs, von dem der sich der Apotheker permanent belästigt fühlte.
Am nächsten Haus (Melzer) lohnt es sich, kurz einen Blick um die Ecke zu werfen. Hier sehen wir ein altes Ziffernblatt unserer Kirchturmuhr, interessant, wie groß es ist. Und natürlich gab es auch hier eine Brennerei, Neuhaus.

 Eine rot-weiße Baake weist uns an der Sparkasse auf den Ausgegraben-Pfad hin. Hier befindet sich die 1. Station dieses Pfades. Hier wird die Stadtgründung im Jahre 1315 beleuchtet. Unter anderem ist hier eine Kopie der ältesten Urkunde zu sehen, in der Sendenhorst als Stadt genannt wird. Das Datum dieser Urkunde feiern wir als Stadtgeburtstag, nämlich der 11. August 1315. Ebenfalls ist das älteste Stadtsiegel zu sehen, aus dem 14. Jahrhundert und schon damals ist St. Martin mit dem Bettler auf dem Stadtsiegel abgebildet. Die dort ausliegende Zeitung zum Thema Ausgegraben-Pfad sollte jeder Geschichtsinterssierte auf jeden Fall mitnehmen!

In der Sparkasse selber ist schon die nächste Station. Hier geht es um den Sendenhorster Münzschatz. Dieser wurde 1932 im Steinkühlerfeld in der Bauerschaft Bracht entdeckt. Vermutlich kam er um das Jahr 1425 in die Erde. Wer genau die Töpfe mit Gold-und Silbermünzen vergraben hat, ist unklar. Es existiert eine Sage von einem Kaufmann, der das Geld verloren hat. Ein Bauer nahm es an sich. Als der Kaufmann zurückkehrte und den Bauern nach dem Geldsack fragte, verneinte dieser. Der Kaufmann jedoch kam zu dem Schluss, dass es nur der Bauer gewesen sein konnte, der sein Geld gestohlen haben könne, verfluchte diesen, so dass er keine Erben bekommen könne. Der Bauer blieb ohne Erben vergrub das Geld.

Aus der Sparkasse heraus, über den Marktplatz auf Kirchengrund steht wieder ein gestalteter Stromkasten, diesmal mit Motiven der Kirche und des Marktplatzes. Auf dem Marktplatz bewundern wir rechts das Rathaus dem Jahre 1911.

Bild: Schulstraße in den 1920er Jahren. Fraglich, ob z.B. das Pöttkenhaus dem Verkehr hätte stand halten können. 

Wir kreuzen die Straße über den Zebrstreifen, bedenken dabei, dass hier mit unter sehr viel Verkehr herrscht. Wir schauen wir kurz in die Neustraße. Auf der rechten Seite sehen wir wieder einen beklebten Stromkasten, der sehr schön die Neustraße in den 1950er Jahren zeigt. Die Neustraße wurde übrigens 1933 durch die Nazis in Adolf-Hitler-Straße umbenannt, ganz früher hieß sie Remisenstraße. Der Grund: Die Straße wurde erst sehr viel später als die anderen Straßen n der Innenstadt angelegt und führte durch einige Gärten, „Remisen“.
Eine weitere Straße bei uns wurde 1933 ebenfalls umbenannt: Die Schulstraße in Horst-Wessel-Straße, einem SA-Führer, der verantwortlich zeigt für das Horst-Wesel-Lied.

Zurück zu schönen Dingen: Das große weiße Haus links neben dem Eingang zur Neustraße ist die ehemalige Brennerei Everke; Diese  war eine der größeren Brennereien am Ort, die Produkte wurden bis in die USA verkauft. Ob es von einem ähnlichen Schicksal wie die alten Gebäude der Schulstraße, nämlich Abriss im Zuge der Stadtsanierung in den 1970ern verschont bleibt? Auf der anderen Seite auf dem Kirchhof ist seit dem vergangenen Jahr ein Denkmal für den ehemaligen Kirchhof (Friedhof) zu sehen. Hier wurden bis 1840 die Toten der Gemeinde beigesetzt. Da die preußische Regierung damals schon lange auf einer Auslagerung der Friedhöfe aus den Innenstädten gedrängt hatte, entschloss man sich in Sendenhorst nach langem Zögern, den Friedhof an die Stelle des heutigen Marien-Kindergartens auszulagern. Der neue Friedhof erwies sich jedoch schnell als zu klein, so dass der Friedhof 1903 an das Westtor an den heutigen Standort verlegt wurde.
Angeblich gibt es einen Geheimgang von der Kirche aus unter der Straße hindurch. Dieser soll von den Fraterherren im 15. Jahrhundert anleget worden sein, dazu gibt es jedoch nur eine Sekundärquellenangabe aus dem 20. Jahrhundert.

Über das Labyrinth von Chartres, welches die Pfadfinder im Jahr 2012 angelegt haben geht es über die Straßen. Bei Koch können wir auf der Brennereitafel Jonsthövel, das alte Pöttkenhaus, das hier auf dem Eck stand, und die Brennerei Jonsthövel sehen. Ein wunderschönes kleines Häuschen, wobei doch zweifelhaft bleibt, ob es an dieser viel befahrenen Kreuzung dem LKW-Verkehr stand gehalten hätte.

Wir bewegen uns die Schulstraße herunter Die Säulen auf der Schulstraße sollen an die Säulen vom Prinzipalmarkt von Münster erinnern. An deren Ende stand bis zur Sanierung die alte Volksschule, ein eher großer „Klotz“, rechts  um die Ecke, dort wo die Schule stand, ist die Station Stadtsanierung des Ausgegraben-Pfades zu finden. Auch hier sind wieder einige schöne Bilder zusehen. Mit der mitgenommenen Zeitung von Station 1 (Sparkasse) erfährt man näheres, an allen Baaken helfen QR-Codes, um per Smart-Phone mehr zu erfahren.
An der Ampel können wir noch einmal einen Historischen Augenblick erfahren, nämlich Bilder zum Haus Siekmann. Ganz früher befand sich hier eine der ältesten Höfe Sendenhorst, der Schöckinghoff.

Bild rechts: Schulstraße vor der Stadtsanierung in den 1960ern


An dieser Stelle betrieb später Siekmann einen Viehhandel. Später wurde das Gebäude in ein Hotel umgewandelt, bevor es schließlich in den 1990er Jahren von der Stadt gekauft wurde und zu einem sozio-kulturellem Zentrum umgewandelt wurde, in dem heute Veranstaltungen und Trauungen stattfinden.  Noch eine kleine Geschichte: Am 2. Haus nach der Einfahrt zu Siekmann fehlt eine Ecke, bzw. ist ausgebessert. Die soll ein amerikanischer Panzer beim Einmarsch am Karfreitag 1945 verursacht haben, der die Kurve nicht bekommen hat.
Wir besteigen die Räder und sind wieder zurück auf der 100-Schlösser-Route. 

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