1978 - Bagger rückte wieder an: Jetzt Gasthaus Suermann

So beurteilte es der Landeskonservator: "Schlichter, zweigeschossiger Fachwerktraufenbau mit durchgehenden Eckständern. Sieben Fensterachsen. Mittelachse durch Doppelstützen betont. Satteldach mit Pfannen gedeckt. Wichtige Blickfangfunktion von der Neustraße aus. Gesamturteil: Zustand recht gut."

Gaststätte Suermann kurz vor dem Abbruch - Heute, 2014, kaum noch nachvollziehbar, links Gaststätte Suermann, rechts die Apotheke = heutiger Standort!

Das alles wurde gestern / 10.11.1978 / dem Erdboden gleichgemacht. Bagger und Abbruchramme rückten an und zerstörten das Alte Gasthaus Suermann in wenigen Stunden. Fachgerecht legten die Bruchfachwerker das alte Fachwerkhaus in Schutt und Asche. Damit setzt man in Sendenhorst die Abbruch-Politik rund um den Kirchplatz fort. Nach dem kleinen Haus an der Ecke Neustraße waren es die Häuser Pöttken und Jönsthövel, die entgegen den Empfehlungen des Landeskonservators abgerissen wurden. Nun steht auch das Gasthaus Suermann nicht mehr.

Rund um die Kirche wird neu gebaut. Sicherlich entstehen hier in der Architektur ordentlich angepaßte Häuser. Verloren indessen geht die historische Substanz, an der Sendenhorst ohnehin nicht reich ist.

Eine ganze Reihe von Schaulustigen hatte sich gestern nachmittag am Alten Gasthaus Suermann eingefunden, um sich das Abbruchspektakel anzusehen. Eine Menge Erinnerungen gingen noch einmal durch die Köpfe manches Sendenborster Bürgers, denn im Alten Gasthaus Suermann war so manches Dönneken an der Theke erzählt worden und manche Aktion wurde dort geboren.

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