Aus der lokalen Wirtschaft

Damenkleider von „Domina“ - Brennereien & Brauereien - Bausand - Speisequark

Damenkleider von „Domina“ - Zuschnitt in Lüdinghausen - Fertigung in Sendenhorst - Zur Bereicherung der Sendenhorster Industrie beigetragen hat die Niederlassung der Domina-Kleidung GmbH, die vor zwei Jahren nach Sendenhorst kam und rund 40 Frauen und Mädchen beschäftigt. Zirka 250 Damenkleider und Röcke werden hier täglich gefertigt. Eigentlich ist es nur eine Teilfertigung, denn in Sendenhorst wird nur genäht.
       Man erhält die zugeschnittenen Stoffteile von der Gregor Mai KG in Lüdinghausen. Teamarbeit wird hier groß geschrieben, denn jede Näherin hat eine ganz bestimmte Aufgabe: Die eine näht lieber und besser lange Bahnen, die andere ist Spezialistin für kurze Kragennähte, die dritte bügelt ausschließlich Nähte aus. Die Arbeit vollzieht sich reibungslos wie an einem Fließband, das Surren der Nähmaschinen ist kaum zu hören, und so ist die Atmosphäre alles andere als das, was man sich unter herkömmlichen Nähsälen vorstellt.

Die Hardt heute (Bild 2007, by DPuziak) - Bausand wird schon lange nicht mehr abgebaut.. Heute ein Naherholungsgebiet!Bausand aus Sendenhorst - Vor einigen Jahrzehnten standen auf dem sandigen Boden der Hardt Kiefern- und Fichtenwälder, durch eine Birkenallee wanderte man zur Waldmutter. Heute erinnern nur noch ein paar Kiefern an den einstigen Waldbestand. Die Hardt gleicht heute einem Seen- und Dünengebiet. Ein langgestreckter Sandrücken zieht sich von Osten nach Westen zur Stadt hin. Funde, wie Feuersteine, zerbrochene Urnen, rote Ziegelsteine lassen eine frühe Besiedlung erkennen.

Wirtschaftlich werden große Teile der Hardt seit vielen Jahren als Sandkuhlen ausgebeutet. Um einem schnellen Abbau vorzubeugen, werden auch tiefere Sandschichten abgebaut. Verwendet wird der Sand vor allem zu Bausand als auch zur Herstellung von Kalksandsteinen. Durch den Abbau bildeten sich mehrere kleinere Seen, die im Sommer von Badelustigen gern zum Baden aufgesucht werden. An den Stellen, wo sich keine Seen gebildet hatten, wurde auf die abgetragene Fläche wieder Mutterboden aufgetragen, so daß das Land von der Landwirtschaft weiterhin genutzt werden konnte.

Kaninchen zum Hobby - 29 Mitglieder und sechs Jugendliche zählen der Kaninchenzuchtverein W 392 Sendenhorst. 360 eingetragene Rassetiere sind in den Ställen dieser Mitglieder zu Hause.
Josef Engelbert als Vorsitzender und Günther Wuttke haben es verstanden, aus diesem Verein, der im nächsten Jahr auf ein 50jähriges Bestehen zurückblicken kann, eine verschworene Gemeinschaft zu machen. Bei rund 80 000 organisierten Kaninchenzüchtern in der Bundesrepublik macht sich der Sendenhorster Verein vielleicht etwas klein aus, doch sprechen die Erfolge für sich: Neben vielen Preisen auf Ausstellungen unterer Ebene konnten 1964 von den Sendenhorster gleich zwei Landesmeister gestellt werden. Auf Alaska trug sich Karl Kobus in die Siegerliste ein, und B. Engbert errang auf Kleinchinchilla den Sieg. Auch auf der Westfalenschau waren Sendenhorster Züchter vertreten. Mit ihrer Arbeit tragen die Züchter bei zu sinnvoller Freizeitgestaltung; Preise und Diplome geben Ansporn zu noch besseren Leistungen, und so helfen die Sendenhorster mit, dem Idealtyp des Kaninchens möglichst nahe zu kommen.

Kegelbahnen - Weit über die Grenzen der Bundesrepublik sind Joka-Kegelbahnen, ein Begriff, der für Qualität bürgt, ein Name aber auch, hinter dem nur der Eingeweihte den Namen des Unternehmers, Josef Kleineaschoff, vermutet. Der Betrieb wurde vor rund 15 Jahren gegründet, zog vor drei Jahren ins Industriegelände und hat sich derart entwickelt, daß die Kapazität voll ausgelastet ist. Zum Teil sind Lieferzeiten nicht zu vermeiden. Die Firma Joka stellt vollautomatische Kegelbahnen her, die führend sind in ihrer Perfektion und die vor allem in die Benelux - Länder und Österreich exportiert werden. In Österreich wurde eine eigene Generalvertretung eingerichtet. Selbstverständlich bleibt ein Großteil der Anlagen auch in der Bundesrepublik. Eigene Monteure besorgen die Aufstellung, die nach strengen Richtlinien erfolgt, wobei die Firma mit dem DKB eng zusammenarbeitet. Neben den eigentlichen Bahnen werden auch die dazugehörigen Anlagen in eigener Fabrikation gefertigt. Ausgeliefert wird mit der Bahn oder mit dem Lastzug.

Speisequark aus Sendenhorst führend - Molkereibetrieb ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor für die Stadt Sendenhorst - Neuzeitliche Quarkzentrifuge verarbeitet stündlich 800 bis 1000 Kilogramm - Als Paul Rehsöft sen. vor nunmehr fast 60 Jahren in Sendenhorst eine Molkerei eröffnete, da konnte der damals knapp 30jährige Bauerssohn aus Mecklenburg nicht ahnen, welche steile Aufwärtsentwicklung dieses Unternehmen einmal nehmen würde, da hatte er keine Vorstellung davon, daß der Molkereibetrieb sich nicht nur zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Stadt Sendenhorst, sondern darüber hinaus sich entwickeln würde zu einem der führenden Betriebe Westdeutschlands in der Speisequarkerzeugung.
Als Paul Rehsöft vor fünf Jahren eine moderne Quarkzentrifuge in Betrieb nahm, die in der Stunde 800 bis 1000 Kilogramm verarbeiten kann, da stieg die Molkerei zu den führenden Quarkherstellern in Nordrhein-Westfalen empor, stammte doch jede zehnte verkaufte Packung Quark aus dem Sendenhorster Betrieb. Speisequark, Magerquark, 20 und 40-prozentiger Sahnequark, sowie Schichtkäse sind die Spezialitäten aus dem Hause Rehsöft. Daneben kommt der Herstellung von Süßrahmbutter ganz besondere Bedeutung zu, während die Trinkmilchherstellung gegenüber diesen Produkten immer mehr in Rückstand geriet und heute im wesentlichen nur noch für die Versorgung der Gemeinde betrieben wird. Die Beliebtheit der Erzeugnisse aus der Sendenhorster Molkerei ist wohl begründet, wenn man die überaus zahlreichen hohen Auszeichnungen als Maßstab für die Qualität der Produkte aus dem Hause Rehsöft setzt. Bei den auf freiwilliger Basis durchgeführten DLG-Prüfungen wurden.
Zu diesem Leistungsstand beigetragen haben neben dem fachlichen Können der Mitarbeiter vor allem der technischen Neuerungen aufgeschlossene Eigentümer Paul Rehsöft, der auch im Interesse seiner Milchanlieferer, es verstanden hat, mit der Zeit zu gehen, der - auch das erscheint nicht alltäglich - nicht vom Schreibtisch aus die Geschicke der Molkerei leitet, sondern der selbst in Gummistiefeln und Arbeitskittel im vielseitigen Produktionsbetrieb eingeschaltet ist. Nur dadurch war es möglich, daß modernste Verpackungsmaschinen stehen neben neuzeitlichen Kühlräumen und daß die Kannenanlieferung abgelöst werden kann durch einen modernen Tankwagen; nur so ist es zu verstehen, daß die Eigenanlieferung aus Sendenhorst und den Bauerschaften durch Zukäufe ergänzt werden muß.
Der heutige Eigentümer Paul Rehsöft übernahm den väterlichen Betrieb im Jahre 1931, nachdem der Vater 1922 im Alter von nur 44 Jahren verstorben war und die Mutter das Unternehmen zunächst weitergeführt hatte. Stetige Ausweitung der Produktion bedingten eine Ausweitung der Räumlichkeiten, und so wurde in den Jahren 1948/49 Käserei und Kesselhaus errichtet, ein Erweiterungsbau folgte, in dem Milchannahme und -ausgabe, Labor, Lagerbehälter, Käserei und Kühlräume eingerichtet wurden. Auch diese Maßnahmen trugen wesentlich dazu bei, daß der Betrieb zu dem wurde, was er heute darstellt: Ein nicht wegzudenkender Wirtschaftsfaktor der Stadt Sendenhorst.Große Preise für Quark, Süßrahmbutter und Trinkmilch errungen. Anton-Fehr-Medaillen zieren den Plakettenschrank ebenso wie viele andere Medaillen und Urkunden. Auch bei Prüfungen auf unterer Ebene wurden im Bereich des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landwirtschaftskammer hervorragende Ergebnisse erzielt, kurz: Der Name Sendenhorst ist auf dem Sektor der milchverarbeitenden Betriebe mit Qualität verbunden.

 

 

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