Lambertusspiel im Garten Hs. Siekmann – Alter Brauch immer noch aktuell - Kinder begeistert

Sendenhorst: Auch in diesem Jahr hatte auch dieses Jahr der Heimatverein zum traditionellen Lambertusspiel im Garten des Hs. Siekmann geladen. Zahlreiche Gäste – jung und alt – waren erschienen, um diese alte westfälische Tradition zu pflegen.

Ca. 60 Personen - Kinder, Erwachsene und die Feuerwehrkapelle hatten sich im Garten am 17.9. des Haus Siekmann versammelt.

Lambertus am 17. September  - Das ist die Zeit, in der in alten Zeiten  zum ersten Mal bei der abendlichen Stallarbeit die Lichter entzündet wurden. Daraus resultiert das Entzünden der Laternen.  Namensgebend ist Bischof Lambert von Lüttich, dessen Todestag der 18. September ist,.

Der Heimatverein hatte die Pyramide im Garten des Hs. Siekmann aufgestellt. Ca.50 Personen hatten sich dort versammelt. Die Kinder und Eltern steckten die Laternen an die Pyramide und das Lambertusspiel begann mit dem Einbruch der Dämmerung. In diesem Jahr moderierte zum ersten Mal Kiepenkerl Josef Strohbücker das Spiel, in den vergangenen Jahren wurde das Spiel von Max Linnemann-Bonse geleitet. Nun wurden traditionelle Lieder gesungen, so z.B. Die Lise. Musikalisch begleitet wurden die Gesänge, wie schon in den letzten Jahren, von der Jugendfeuerwehrkappelle Sendenhorst.
Höhepunkt und Abschluss war das „Bauernspiel“ mit dem Spielliedchen vom Kirmes-Buer, bei dem der als Bauer verkleidete Spieler sich nach und nach eine Familie aus dem Kreis zusammenstellt. Der Bauer wurde im diesem Jahr wie im Vorjahr von der Montessori-Schule gestellt. Das Lied „Oh Buer was kost dien Hei“ = Oh Bauer, was kostet Dein Heu“  wird in Plattdeutsch vorgetragen, so dass der Buer den umfangreichen Text  erschwerend „up Platt“ lernen muss, dies gelang ihm jedoch ganz hervorragend.  Alle hatten viel Spaß, bis der Buer abschließend seinen Pottlecker gefunden hatte. Zum Abschluss wurden vom Kiepenkerl J. Strohbücker und seinen Mitstreitern Äpfel und Birnen aus seiner Kiepe an die Kinder verteilt.  (Text „Oh Buer…“ auf der Homepage des Heimatvereins)

In Sendenhorst wird die Tradition seit dem 20. Jahrhundert gepflegt, wie sich an alten Fotos aus dem Stadtarchiv belegen lässt. Einige Lieder wurden im Laufe der Jahre ausgetauscht, aber im Prinzip ist das Spiel seit vielen Jahren im Ablauf unverändert. Außer, das heut zu Tage die Laternen mit LEDs ausgestattet sind, anstatt wie früher mit Windlichtern. Der Heimatverein freut sich schon, auch im nächsten Jahr wieder das Spiel ausrichten zu dürfen.

In Münster war das Lambertusspiel übrigens in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zweitweise verboten worden, da in den Abend- und Nachstunden sich vorwiegend Dienstpersonal und Handwerksburschen um die erleuchteten Pyramiden scharten und es zu Ausschreitungen, ruhestörenden Lärm und Raufereien unter Alkoholeinfluss gekommen war. Daher nahm sich das  Bürger-Schützen-Corps des Brauches an und veranstaltete jährlich auf dem privaten Schützenhofgelände ein Lambertusspiel für alle Kinder der Stadt. Dadurch wurde die Tradition wach gehalten. Kurz nach der Jahrhundertwende galt der Lambertusbrauch allgemein als harmloses Kinderspiel mit heimatlichen Charakter und wurde von der Behörden wieder geduldet. Sichtbares Zeichen für diese neue Bewertung war die Errichtung des Lambertini-Brunnes im Jahr 1909

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